In vielen Betrieben ist KI längst im Einsatz, nur nicht offiziell: Im Vertrieb entstehen Angebotsentwürfe im privaten Chat-Konto, die Assistenz lässt Protokolle von einer Gratis-App zusammenfassen, und in der Buchhaltung weiß niemand, ob Kundendaten dabei das Haus verlassen. Irgendwann steht die Frage auf dem Tisch, welchen Assistenten der Betrieb für alle freigibt und bezahlt. Die Antwort hängt weniger an der Modellqualität als an drei praktischen Fragen: In welchen Programmen verbringt dein Team den Tag, welche Daten sollen hinein, und ab welchem Tarif trainiert der Anbieter nicht mehr mit deinen Eingaben? Neben den Allroundern stellen wir Spezialisten vor, die eine Aufgabe besser lösen, von belegter Recherche über Übersetzung bis zum Gesprächsprotokoll.
Unsere Favoriten unter den KI-Assistenten
Für die Auswahl zählen Marktverbreitung, unsere redaktionelle Prüfung, unabhängige Testergebnisse, Erfahrungen aus der Praxis und die rechtlichen Anforderungen für den Einsatz in der EU. Die Note stammt aus unserem Testbericht zum jeweiligen Tool und bewertet Produktivität, Benutzerfreundlichkeit und Kundensupport, also das Tool insgesamt und nicht nur für diesen Zweck.
ChatGPT
Wird im Betrieb nur ein einziger Assistent freigegeben, deckt ChatGPT davon am meisten ab: Text entwerfen, ein PDF auswerten, eine Umsatzliste durchrechnen, ein Bild für die Folie erzeugen, alles im selben Fenster und ohne Schulung. Wiederkehrende Aufträge legst du als Projekt ab, statt sie jeden Montag neu zu erklären. Die 9,1 gilt dem Allrounder, nicht einer einzelnen Disziplin. Plus kostet 20 US-Dollar im Monat, in Österreich rund 23 Euro. Für Kundendaten reicht das nicht, denn in den Privattarifen ist das Training mit deinen Eingaben voreingestellt. Erst Business ab zwei Nutzern schließt es standardmäßig aus. Belegte Recherche erledigt Perplexity besser.
Claude
Der Rahmenvertrag mit 80 Seiten, der Jahresbericht des Mitbewerbers, die Ausschreibung mit allen Anlagen: Claude liest solche Unterlagen am Stück, je nach Modell über tausend Seiten in einem Gespräch. Beim Prüfen, Argumentieren und Programmieren gehört Claude zur Spitze, die 9,1 gilt dem Assistenten insgesamt. Pro kostet 15 Euro im Monat bei Jahreszahlung, Team 18 Euro je Platz, und ab Team schließt Anthropic das Training mit euren Inhalten standardmäßig aus. Zwei Grenzen gehören in die Planung: Wer den ganzen Tag damit arbeitet, stößt an rollierende Fünf-Stunden-Limits, und die Daten liegen in den USA. Bilder erzeugt Claude nicht, dafür bleibt ChatGPT.
Microsoft Copilot
Verbringt dein Team den Tag in Outlook, Word und Teams, musst du für Microsoft Copilot nichts Neues öffnen. Der Assistent entwirft im laufenden Dokument, fasst Besprechungen zusammen und durchsucht den eigenen Bestand, zeigt dabei aber nur, wofür die fragende Person berechtigt ist. Die 8 gilt dem Assistenten insgesamt. Copilot Business kostet 18,20 Euro je Nutzer und Monat, bis Dezember 2026 aktionsweise 15,60 Euro, und setzt eine Microsoft-365-Business-Lizenz voraus. Liegt eure Ablage unsortiert oder sind Freigaben zu weit gesetzt, legt Copilot genau das offen, räum also vorher auf. Im Google-Umfeld bringt Gemini dieselbe Nähe zum Arbeitsplatz.
Gemini
In Gmail, Docs und Sheets schreibt Gemini mit, in Meet protokolliert es die Besprechung, und für einen Rechercheauftrag zieht es auf Wunsch Postfach und Ablage heran. Seit September 2026 gibt es dazu eine eigene Anwendung für Windows und macOS. Die 8,9 gilt dem Assistenten insgesamt. Achte darauf, welchen der drei Kaufwege du wählst: Im Privatabo fließen Chats ins Modelltraining, solange die Aktivitätsspeicherung läuft. In Google Workspace ist Gemini ohne Aufpreis enthalten, und ab Business Standard für 13,60 Euro je Nutzer und Monat im Jahresvertrag wählst du die EU als Datenregion. Bei Fachthemen schwankt die Qualität, Quellenangaben prüfst du nach.
Mistral Vibe
Brauchst du einen Vertragspartner in der EU, führt der Weg zu Mistral Vibe aus Paris. Den Auftragsverarbeitungsvertrag lädst du ohne Anfrage herunter. Seit Mai 2026 arbeitet das frühere Le Chat in drei Modi: Chat für den Dialog, Work für mehrstufige Aufträge über angebundene Anwendungen wie Outlook, SharePoint und Jira, Code für Quelltext. Bewertet ist mit der 8 der ganze Assistent über alle drei Modi. Abgerechnet wird nur in US-Dollar, Pro kostet 14,99 im Monat, Team 24,99 je Nutzer bei einem Mindestbetrag von 50 Dollar. Gespeichert wird in der EU, wer auch vorübergehende Übertragungen in Drittländer ausschließen muss, landet beim individuellen Unternehmenstarif.
innoGPT
Viele Betriebe haben KI längst im Haus, nur über private Konten und ohne Vertrag. Dort setzt innoGPT aus Vechta an: ein gemeinsamer Zugang mit Nutzerverwaltung, Auftragsverarbeitungsvertrag und einer Rechnung mit Umsatzsteuer. Verarbeitet wird nach Anbieterangabe in Frankfurt am Main, trainiert wird mit deinen Daten nicht. Im Chatfenster wählst du zwischen Modellen mehrerer Anbieter. Business kostet 25 Euro je Nutzer und Monat netto, fünf Personen starten bei rund 125 Euro. Wie viel Nutzung der starken Modelle darin steckt, beziffert der Anbieter nicht, bei intensiver Arbeit kaufst du Guthaben nach. Wer allein arbeitet, bekommt innoGPT als Privattarif ab 9,90 Euro im Monat.
Perplexity
Marktzahlen prüfen, einen Anbieter vergleichen, eine Aussage vor dem Angebot absichern: Dafür hängt Perplexity an jede Antwort die Quelle, aus der sie stammt, und sucht bei jeder Anfrage im aktuellen Web. Das erspart dir fünfzehn offene Browser-Tabs. Zum Entwerfen und Umformulieren von Texten taugt es weniger, dafür nimmst du ChatGPT. Gratis gibt es drei vertiefte Suchen am Tag, Pro kostet 20 US-Dollar im Monat. In Free, Pro und Max ist das Training mit deinen Eingaben voreingestellt, abstellen musst du es selbst. Vertraglich ausgeschlossen ist es erst ab Enterprise Pro für 40 US-Dollar je Platz.
Bliro
Nach jedem Kundengespräch folgt dieselbe halbe Stunde Nachbereitung. Bliro schreibt im Hintergrund mit, ohne als Bot in der Teilnehmerliste zu stehen, weil es den Systemton abgreift, und das auch beim Termin im Besprechungsraum. Daraus entstehen Protokoll, offene Aufgaben und ein Entwurf für die Nachfassmail. Tondateien speichert der Anbieter nach eigener Angabe nicht, die Transkripte liegen in Frankfurt. Entscheidend ist die Mindestabnahme: zwanzig Nutzer im Standard-Tarif, zehn im Tarif für Kundenteams, Preise gibt es nur im Verkaufsgespräch. Kleine Betriebe können Bliro damit gar nicht kaufen und protokollieren ihre Termine mit Microsoft Copilot oder Gemini.
Sobald ein Angebot ins Englische soll, zeigt sich der Abstand zu den Allroundern: DeepL überträgt deutsche Geschäftstexte näher am Original, und ganze Dateien behalten ihr Layout. Ein hinterlegtes Glossar hält eure Fachbegriffe über jede Übersetzung gleich, DeepL Write schärft Stil und Grammatik auch im Deutschen. Für geschäftliche Texte führt am Bezahltarif kein Weg vorbei, denn Texte aus der Gratisversion verwendet der Anbieter für das Training. Individual kostet 7,49 Euro im Monat, bearbeitbare Dokumente und mehrere Glossare beginnen erst bei Team für 24,99 Euro je Nutzer. Für alles außer Sprache brauchst du daneben einen Allrounder wie ChatGPT.
Lindy
Manche Aufgaben im Posteingang wiederholen sich täglich und brauchen trotzdem eine Entscheidung. Lindy erledigt sie als Kollege in Slack: Mails nach Dringlichkeit sortieren, Antwortentwürfe in deinem Stil anlegen, Termine mit Externen abstimmen und Datensätze im CRM pflegen. Jede Aktion mit Außenwirkung wartet auf deine Freigabe. Gezahlt wird über Credits, die ein Agent nur verbraucht, wenn er arbeitet: Plus kostet 29,99 Dollar je Nutzer und Monat mit 3.000 Credits. Eine Testwoche gibt es nur beim Einstieg über Slack, die laufenden Kosten schätzt du vorab schwer, und die Oberfläche ist englisch. Mehrstufige Aufträge ohne eigenen Agentenbau erledigt Mistral Vibe im Work-Modus.
Notion
Wissen, Aufgaben und Projekte liegen bei Notion in einer Umgebung, und die KI arbeitet direkt darin. Der Notion Agent legt Seiten und Datenbanken an und zieht Kontext aus dem Arbeitsbereich und angebundenen Diensten, eigene Agenten starten per Auslöser oder Zeitplan. Die 8,2 gilt dem Baukasten insgesamt, nicht der KI darin. Enthalten ist sie ab Business für 20 US-Dollar je Mitglied und Monat, Free und Plus bekommen nur ein paar Gratisantworten. Eigene Agenten kosten zusätzlich Guthaben, 10 US-Dollar je 1.000 Einheiten. Ohne feste Struktur wächst der Arbeitsbereich zu, und eine EU-Datenregion gibt es erst im Enterprise-Tarif.
Slack
Lange Kanalverläufe kosten am Montagmorgen die erste halbe Stunde. Slack fasst sie zusammen, beantwortet eine Suche mit einem Satz statt einer Trefferliste und baut wiederkehrende Schritte wie Urlaubsanträge ohne Programmierung. Diese KI-Funktionen stecken schon in Pro für 7,25 Euro je Nutzer und Monat bei Jahreszahlung. Zwei Grenzen entscheiden vorher: Die kostenfreie Stufe zeigt nur 90 Tage und löscht fortlaufend alles, was älter als ein Jahr ist. Den Datenstandort Frankfurt und den Slackbot als persönlichen Agenten bekommst du erst ab Business+ für 15 Euro. Für Textentwürfe und Auswertungen brauchst du daneben einen Allrounder wie ChatGPT.
Worauf es bei KI-Assistenten ankommt
Die folgenden Kriterien helfen dir, KI-Assistenten gezielt zu vergleichen. Kläre vorher, in welchen Programmen dein Team den Tag verbringt und welche Daten der Assistent sehen soll.
Checkliste
- Integration: Der Assistent sollte mit den bestehenden Systemen funktionieren. Viele Betriebe nutzen bereits E-Mail, Ablage, Projektmanagement oder CRM. Die Verbindung zu diesen Programmen spart Zeit und verhindert Insellösungen, die später neue Probleme schaffen. Wer ohnehin in Microsoft 365 oder Google Workspace arbeitet, prüft zuerst den Assistenten, der dort schon eingebaut ist.
- Training mit deinen Eingaben: Bei vielen Anbietern hängt am Tarif, ob deine Eingaben ins Training der Modelle fließen. In Privattarifen ist das oft voreingestellt und muss selbst abgeschaltet werden, in Team- und Unternehmenstarifen ist es meist vertraglich ausgeschlossen. Kläre das, bevor Kundendaten, Angebote oder Personalthemen im Chat landen.
- Datenschutz: Wo werden Daten verarbeitet, wie lange werden sie gespeichert, und gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter? Achte auch darauf, ob eine EU-Datenregion wählbar ist und ab welchem Tarif. Was die DSGVO für den Einsatz von KI bedeutet, erklärt unser Beitrag KI und DSGVO.
- Zugriffsrechte: Durchsucht ein Assistent Postfach, Ablage und Chats, darf er nur zeigen, wofür die fragende Person berechtigt ist. Prüfe, ob der Anbieter bestehende Berechtigungen übernimmt, und räume zu weit gesetzte Freigaben vorher auf, sonst findet der Assistent Gehaltslisten oder Personalakten, die nicht für alle gedacht sind.
- Quellen und Wissensbasis: Sprachmodelle erfinden gelegentlich Informationen, die plausibel klingen. Gute Assistenten stützen sich auf interne Wissensdatenbanken oder das Web und zeigen, aus welchen Quellen ihre Antworten stammen, damit du sie prüfen kannst. Warum das passiert, erklärt unser Beitrag Warum KI Fehler macht.
- Kontextfenster: Das Kontextfenster bestimmt, wie viel Text die KI gleichzeitig verarbeiten kann. Ein großes Kontextfenster erlaubt es, lange Verträge, umfangreiche E-Mail-Verläufe oder komplette Projektdokumentationen auf einmal zu analysieren, ohne sie vorher zu zerlegen. Wie die Rechnung in Tokens funktioniert, zeigt unser Beitrag Tokens verständlich erklärt.
- Multimodalität: Moderne Assistenten verarbeiten nicht nur Text, sondern auch Audio, Bilder und Video. Für den Arbeitsalltag zählt, ob der Assistent E-Mails mit Anhängen auswertet, Sprachnachrichten versteht, Screenshots interpretiert oder selbst Bilder erzeugt.
- Anpassung: Nicht jeder Assistent passt ohne Weiteres zu jedem Betrieb. Wichtig ist, ob du Anweisungen, Wissen und wiederkehrende Aufträge dauerhaft hinterlegen kannst, etwa als Projekt, eigener Assistent oder Agent, statt sie in jedem Gespräch neu zu erklären.
- Benutzerfreundlichkeit: Ein leistungsstarker Assistent ist nur wertvoll, wenn das Team ihn auch nutzt. Komplizierte Bedienung führt zu geringer Akzeptanz. Die Oberfläche sollte ohne tiefes technisches Wissen verständlich sein, und eine kurze Einführung mit Beispielen aus dem eigenen Alltag hilft mehr als ein langes Handbuch.
- Sprachunterstützung: Für deutschsprachige Teams ist eine zuverlässige Unterstützung der deutschen Sprache zentral. Dazu zählen korrektes Sprachverständnis, natürliche Textausgabe und die sichere Verarbeitung von Fachbegriffen, bei Sprachfunktionen auch von Dialekten und Akzenten. Viele Assistenten erreichen ihre höchste Leistung weiterhin in Englisch. Achte auch darauf, ob Hilfe und Support auf Deutsch verfügbar sind.
- Kosten und Nutzungsgrenzen: Die meisten Anbieter rechnen je Person und Monat ab, manche mit Mindestbetrag oder Mindestabnahme. Dazu kommen Nutzungsgrenzen, Credits oder Budgets für stärkere Modelle, die im Alltag schneller erreicht sind als gedacht. Rechne mit der tatsächlichen Zahl der Personen und kläre, was passiert, wenn das Kontingent aufgebraucht ist.
- Verwaltung: Sobald mehr als zwei Personen arbeiten, zählen zentrale Nutzerverwaltung, eine gemeinsame Rechnung und die Anmeldung über das Firmenkonto. Scheidet jemand aus, muss der Zugang schnell gesperrt und die Arbeit an andere übergeben werden können.
Einsatzbereiche für KI-Assistenten im Arbeitsalltag
- Angebote und Korrespondenz im Vertrieb: Der Außendienst diktiert nach dem Termin ein paar Stichworte, und der Assistent macht daraus Angebotsentwurf und Nachfassmail im Ton des Hauses. Preise und Zusagen prüft der Verkauf, bevor etwas hinausgeht. Welche Tools speziell den Verkauf unterstützen, zeigt unser Vergleich der KI-gestützten Sales-Tools.
- Protokolle aus Besprechungen: Die Teamleitung lässt Besprechungen mitschreiben und bekommt danach Entscheidungen, offene Aufgaben und Zuständigkeiten als Liste. Wer mitschneidet, holt vorher die Zustimmung aller Beteiligten ein. Spezialisierte Lösungen vergleicht unser Beitrag zu KI-Tools für Meeting-Protokolle.
- Lange Unterlagen in Einkauf und Geschäftsführung: Der Einkauf prüft eine Ausschreibung mit allen Anlagen, die Geschäftsführung einen neuen Mietvertrag. Der Assistent fasst zusammen, findet Fristen und listet Abweichungen zur letzten Fassung auf. Die rechtliche Bewertung bleibt bei Fachleuten, das erste Durchlesen übernimmt aber die KI. Wer bei Fehlern haftet, erklärt unser Beitrag Wer haftet beim Einsatz von KI.
- Interne Fragen in Büro und Personalabteilung: Wie funktioniert die Reisekostenabrechnung, wo liegt die Vorlage für den Dienstzettel? Ein Assistent mit Zugriff auf Handbuch und Ablage beantwortet solche Fragen für neue Leute im Team, statt dass die Personalabteilung sie zum zehnten Mal erklärt. Wie du internes Wissen dafür ordnest, zeigt unser Beitrag zu KI-Tools für Wissensmanagement.
- Recherche im Marketing: Das Marketing prüft Branchenzahlen, beobachtet Mitbewerber und sammelt Argumente für eine Kampagne. Ein Assistent mit Quellenangabe liefert die Belege gleich mit, sodass jede Zahl nachprüfbar bleibt. Mehr dazu in unserem Beitrag zu Chatbots zum Recherchieren.
- Übersetzung für Export und Kundendienst: Der Kundendienst beantwortet Anfragen aus Italien und Tschechien, die Technik übersetzt Datenblätter für Händler im Ausland. Ein Glossar hält Produktnamen und Fachbegriffe in jeder Sprache gleich, und niemand wartet auf ein Übersetzungsbüro. Weitere Tools dafür vergleicht unser Beitrag zur geschäftlichen Kommunikation.
Welcher KI-Assistent für welche Aufgabe?
Wenn du einen Assistenten für den ganzen Arbeitstag suchst und dich nur einmal entscheiden willst, ist ChatGPT unsere erste Empfehlung: Er deckt Text, Auswertung, Bild und Recherche in einem Fenster ab, und ab Business schließt OpenAI das Training mit euren Eingaben standardmäßig aus. Für bestimmte Aufgaben passen andere Tools besser:
- Lange Verträge und Berichte am Stück lesen: Claude
- Arbeit in Word, Excel, Outlook und Teams: Microsoft Copilot
- Arbeit in Gmail, Docs und Sheets: Gemini
- Vertragspartner in der EU: Mistral Vibe
- Gemeinsamer Zugang mit deutschem Vertrag: innoGPT
- Antworten mit Quellenangabe: Perplexity
- Kundengespräche mitschreiben, ab zehn Nutzern: Bliro
- Übersetzen und Texte sprachlich schärfen: DeepL
- Wiederkehrende Aufgaben im Posteingang an einen Agenten abgeben: Lindy
- Wissen, Aufgaben und Projekte an einem Ort: Notion
- Lange Kanalverläufe zusammenfassen: Slack
Häufige Fragen
Für die meisten Aufgaben reicht ein Allrounder, für zwei oder drei Spezialfälle lohnt ein zweites Tool. ChatGPT, Claude oder der Assistent eurer Bürosoftware decken Entwürfe, Auswertungen und Zusammenfassungen ab. Übersetzungen erledigt DeepL genauer, belegte Recherche Perplexity. Starte mit einem Tool für alle und ergänze erst, wenn eine Aufgabe regelmäßig daran scheitert.
Nein, sobald Kunden- oder Firmendaten hineinkommen. In vielen Gratis- und Privattarifen fließen deine Eingaben ins Training, etwa bei ChatGPT, Perplexity und der Gratisversion von DeepL. Dazu fehlen Auftragsverarbeitungsvertrag und Nutzerverwaltung. Zum Ausprobieren mit unkritischen Texten sind Gratisversionen gut, für den Alltag brauchst du einen Team- oder Unternehmenstarif. Wie du anfängst, zeigt unser Beitrag zu KI-Tools für Anfänger.
Nur wenn Tarif, Vertrag und eure internen Regeln dazu passen. Die Unternehmenstarife von ChatGPT, Claude und Microsoft Copilot schließen das Training mit euren Eingaben nach Anbieterangabe aus, und ein Auftragsverarbeitungsvertrag gehört dazu. Personenbezogene Daten gibst du trotzdem nur ein, wenn die Aufgabe sie braucht. Welche Regeln ihr festhalten solltet, zeigt unser Beitrag zu KI-Guidelines im Unternehmen.
Oft nicht, prüfe zuerst den eingebauten Assistenten. In Google Workspace ist Gemini ohne Aufpreis enthalten, ab Business Standard mit wählbarer EU-Datenregion. Bei Microsoft ist Copilot Chat in berechtigten Plänen kostenlos, für die Arbeit mit eigenen Dateien in Word, Excel und Outlook brauchst du aber die Zusatzlizenz Microsoft Copilot Business. Ein zweites Tool lohnt sich für Spezialfälle wie Übersetzungen mit DeepL.
Ja, Mistral Vibe kommt aus Paris, der Vertrag läuft mit einem Unternehmen in der EU. Gespeichert wird standardmäßig in der EU, einzelne Funktionen übertragen Daten allerdings vorübergehend in Drittländer. innoGPT ist ein deutscher Anbieter mit Verarbeitung in Frankfurt, der Modelle mehrerer Hersteller bereitstellt. Weitere Optionen vergleicht unser Beitrag zur europäischen Alternative zu ChatGPT.
Ja, bei fast allen Anbietern gibt es keine oder eine niedrige Mindestzahl. ChatGPT Business startet ab zwei Nutzern, Claude Team ab zwei Plätzen, und innoGPT kostet für fünf Personen rund 125 Euro im Monat netto. Die Ausnahme ist Bliro mit mindestens zehn oder zwanzig Nutzern. Wie ein kleiner Start gelingt, zeigt unser Beitrag zum ersten KI-Pilotprojekt.
Meist zwischen 15 und 30 Euro je Person, je nach Anbieter und Tarif. Claude Team kostet 18 Euro je Platz, ChatGPT Business 20 US-Dollar je Nutzer bei Jahreszahlung und innoGPT 25 Euro netto. In Google Workspace ist Gemini im Preis enthalten, Business Standard kostet 13,60 Euro. Rechne Credits und Nutzungsgrenzen mit ein, sie treiben die Kosten bei intensiver Nutzung.
Mit konkreten Aufgaben, einer kurzen Einführung und festen Ansprechpersonen. Wähle zwei oder drei wiederkehrende Aufgaben je Abteilung, zeig an echten Beispielen, wie ein guter Auftrag aussieht, und sammle nach vier Wochen, was funktioniert. Wer im Team gut damit umgeht, hilft den anderen. Einen Fahrplan liefert unser Beitrag KI erfolgreich einführen, eine Übungsroutine der Beitrag KI-Routinen in 30 Tagen.
Prüfen, bevor etwas hinausgeht, und wichtige Aussagen mit Quellen belegen lassen. Sprachmodelle klingen auch dann sicher, wenn sie falsch liegen, besonders bei Zahlen, Namen und Rechtsfragen. Perplexity verlinkt jede Aussage, sodass du die Quelle anklicken kannst. Bei wichtigen Texten liest eine zweite Person gegen. Warum das passiert, erklärt unser Beitrag Warum KI Fehler macht.
Mit Rolle, Ziel, Kontext und gewünschtem Format, so wie du jemanden Neues im Team einweist. Sag dem Assistenten, für wen der Text ist, was er erreichen soll und welche Unterlagen gelten, und gib ein Beispiel für das Ergebnis. Wiederkehrende Aufträge legst du in ChatGPT als Projekt ab. Schritt für Schritt zeigt das unser Beitrag Prompt schreiben lernen.







