
Lindy automatisiert wiederkehrende Büroaufgaben mit KI-Agenten und Workflows. Das Tool unterstützt E‑Mail- und Kalenderarbeit, Lead- und CRM‑Pflege sowie Recherche und das Erstellen von Follow-ups. Es verbindet sich mit gängigen Business-Apps und kann Abläufe über Trigger und Regeln steuern. Die Nutzer legen Agenten per Vorlagen oder eigenem Setup an und überwachen Ausführungen in einem zentralen Dashboard.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Vorgefertigte Workflow Vorlagen
- Automatisierte Agent Workflows
- Breite Standard Integrationen
Nachteile
- Workflow Setup zeitaufwendig
- Komplexe Flows erfordern intensive Einarbeitung
- Workflow Builder nicht immer zuverlässig
Funktionen
- KI‑Agents / Agent‑Builder: Vorkonfigurierte KI-Agents für typische Aufgaben sowie die Möglichkeit, diese individuell anzupassen (Rollen, Ziele, Regeln).
- Automatisierungen & Workflows: Mehrstufige Abläufe auf Basis von Triggern und Aktionen, inklusive Bedingungen und Abhängigkeiten zwischen einzelnen Schritten.
- Integrationen:Anbindung an gängige Business-Tools wie E-Mail und Kalender, CRM-Systeme, Slack, Notion/Docs sowie Webhooks und externe Apps (Details abhängig von der Integrationsübersicht).
- Tool‑Nutzung durch Agents: Agents können aktiv Aktionen ausführen, etwa E-Mails versenden, Meetings buchen, Datensätze lesen oder in externe Systeme schreiben.
- Templates Fertige Vorlagen für wiederkehrende Geschäftsprozesse, z. B. in Vertrieb, Recruiting oder Operations, zur schnelleren Einrichtung.
- Wissensquellen: Einbindung von Dokumenten oder internen Daten als Wissensbasis für Agents, Umfang abhängig vom gewählten Tarif.
- Human-in-the-loop: Optional integrierbare Freigabe- oder Review-Schritte, um kritische Aktionen vor der Ausführung zu prüfen (falls im Plan verfügbar).
- Protokolle: Nachvollziehbarkeit, was der Agent gemacht hat
- API / Webhooks: Programmierschnittstellen zur Einbettung von Lindy-Agents in eigene Systeme oder bestehende Automationslandschaften (sofern öffentlich angeboten).
Setup
Sprache
Datenschutz
Unsere Bewertung
Produktivität
Das Tool übernimmt administrative Routineaufgaben wie die Terminplanung oder E-Mail-Workflows weitgehend eigenständig und schafft so zeitliche Freiräume für strategische Kernaufgaben. DIe Produktivität hängt jedoch spürbar von einer sauberen Einrichtung, guten Datenquellen und gelegentlichen manuellen Kontrollen ab, weshalb eine leichte Abwertung gegenüber der Bestnote erfolgt.
Benutzerfreundlichkeit
Einfache Automatisierungen lassen sich auch ohne Programmierkenntnisse umsetzen. Bei komplexeren, stark verzweigten Workflows ist jedoch ein Verständnis für logische und technische Abläufe hilfreich – etwa dafür, wie Schritte aufeinander aufbauen, wie Daten weitergegeben werden oder wie Ausnahmen behandelt werden. Für weniger technikaffine Nutzer wird die Einarbeitung zunächst sehr anspruchsvoller sein.
Kundensupport
Support und Dokumentation sind vor allem auf Englisch verfügbar, teils mit direktem Austausch über Slack und hilfreichen Vorlagen, was den Einstieg erleichtert. Für österreichische Unternehmen fehlen jedoch klare deutschsprachige Ansprechpartner.
Einsatzbereiche
- Kommunikation: Lindy übernimmt die Filterung und Sortierung des täglichen E-Mail-Eingangs. Das Tool erkennt die Dringlichkeit von Nachrichten und ordnet diese entsprechenden Kategorien zu. Zudem verfasst der Agent Entwürfe für Antworten in deinem persönlichen Schreibstil. Bevor diese Nachrichten versendet werden, prüfst du die Vorschläge und gibst sie manuell frei. So behältst du stets die Kontrolle über die ausgehende Kommunikation.
- Besprechungen: Die Software koordiniert Termine mit externen Personen und gleicht Kalender ab. Bei Terminüberschneidungen schlägt das Tool Alternativen vor oder verschiebt nach Rücksprache intern weniger priorisierte Meetings. Während der Besprechung nimmt Lindy auf Wunsch teil, transkribiert das Gespräch und fasst die Ergebnisse zusammen. Da hierbei sensible Gesprächsinhalte in der Cloud verarbeitet werden, holst du vorab die Zustimmung aller Teilnehmenden ein und klärst die DSGVO-Konformität.
- Vertrieb: Der KI-Agent unterstützt dich bei der Vorbereitung und Nachbereitung von Verkaufsgesprächen. Lindy recherchiert vor einem Termin öffentlich zugängliche Informationen zum Kontakt und stellt diese in einer Übersicht zusammen. Nach dem Meeting trägt das Tool die besprochenen Punkte direkt als Notiz in das angebundene CRM-System ein. Prüfe bei der automatisierten Verarbeitung dieser Kundendaten regelmäßig, ob die Abläufe den internen Datenschutzrichtlinien entsprechen.
- Kundenservice: Im Support-Bereich übernimmt das System die initiale Bearbeitung von eingehenden Tickets. Die KI liest Anfragen aus, gleicht sie mit einer hinterlegten Wissensdatenbank ab und formuliert direkte Antworten auf wiederkehrende Standardfragen. Komplexe oder fachspezifische Anliegen leitet Lindy an die zuständige Fachkraft weiter. Richte den Prozess dabei so ein, dass kritische oder sensible Auskünfte vor dem Versand immer durch einen Menschen kontrolliert werden.
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Preis
Das Pricing von Lindy wirkt für kleine und mittlere Unternehmen auf den ersten Blick attraktiv, da bereits der Pro-Plan (49,99 $/Monat) viele Funktionen und eine umfangreiche Knowledge Base umfasst. In der Praxis relativiert sich dieser Eindruck jedoch schnell: Zusätzliche Nutzer kosten extra und die nutzungsbasierte Abrechnung über Credits und Calls macht die laufenden Kosten schwer kalkulierbar.
Der Business-Tarif (200 $/Monat) rechnet sich vor allem bei hohem Automationsvolumen und intensivem Telefonie-Einsatz, etwa durch mehr gleichzeitige Calls oder den Bedarf an mehreren Sprachen.
Für Unternehmen im DACH-Raum ist zudem kritisch zu bewerten, dass Lindy als US-Anbieter keine klar kommunizierten Angaben zu AVV, Standardvertragsklauseln oder konkreten Datenstandorten macht, was potenziell ein Compliance-Risiko darstellt.
Unser Fazit
Lindy zeigt exemplarisch, wohin sich Business-Software entwickelt: weg von statischen Workflows hin zu digitalen Assistenten, die eigenständig Aufgaben übernehmen. Die Plattform wirkt bereits erstaunlich praxisnah und dürfte besonders für wachstumsorientierte Unternehmen interessant sein, die operative Tätigkeiten skalieren möchten. KI fungiert dabei als ausführende Instanz, die Prozesse interpretiert und zunehmend autonom bearbeitet. Gleichzeitig setzt der produktive Einsatz ein gewisses Vertrauen in KI-Entscheidungen voraus – organisatorisch wie kulturell.
Häufige Fragen
Lindy ist dann am sichersten, wenn kritische Schritte (z. B. E-Mails an Kunden, CRM-Updates) über Review-/Approval-Schleifen laufen und nur definierte Aktionen automatisiert werden.
Unklare Prozesse ohne stabile Datenquellen oder Aufgaben mit hoher Haftung (z. B. rechtliche Zusagen, Preisverhandlungen) sollten nur mit strikten Regeln und menschlicher Kontrolle umgesetzt werden.
In der Praxis helfen enge Prompts, feste Datenquellen (CRM/Docs) und Pflichtfelder; zusätzlich sollte die Ausgabe vor externen Nachrichten über Freigaben abgesichert werden.
Mehrsprachigkeit ist in Agent-Systemen grundsätzlich gut machbar, sollte aber über Erkennungsregeln und getrennte Templates getestet werden, damit keine Sprachmischungen entstehen.
Wichtig sind vor allem eine sparsame Datennutzung, klar geregelte Zugriffsrechte und verlässliche Vereinbarungen zur Auftragsverarbeitung (AVV) oder zu Standardvertragsklauseln (SCC). Ebenso muss nachvollziehbar sein, welche Inhalte tatsächlich an die Anbieter der Modelle weitergegeben werden. Fehlen dafür tragfähige rechtliche Grundlagen, sollte der Einsatz auf unkritische Daten begrenzt bleiben.
Lindy priorisiert eine starke Memory-Funktion, die vergangene Gespräche, Aktionen und Daten speichert. Dadurch können Agents fundierte Entscheidungen treffen, ohne Informationen aus vorherigen Schritten zu vergessen.
Lindy startet Automatisierungen bei spezifischen Triggern wie neuen Leads im CRM oder E-Mail-Antworten. Der Agent führt dann vordefinierte Aktionen aus, was Prozesse vorhersehbar und einfach zu steuern macht.
Lindy aktualisiert CRM-Felder automatisch, füllt Lücken und loggt Transkripte ohne manuelle Eingabe. Das spart Zeit bei der Pflege von Kundendaten in Salesforce und HubSpot.
Lindy fasst Meetings zusammen, extrahiert Action Items und versendet sie per Slack oder E-Mail. Es triggert Follow-ups in HubSpot oder Gmail und aktualisiert CRM-Felder automatisch.






