
DeepL
DeepL unterstützt Unternehmen bei Übersetzung und Textüberarbeitung mit künstlicher Intelligenz. DeepL Translate übersetzt Texte, Dateien und ganze Dokumente in viele Sprachen und erkennt gängige Formate. DeepL Write verbessert Formulierungen, Stil und Grammatik und bietet Alternativvorschläge für klare Geschäftstexte. Über Apps, Web und API lässt sich DeepL in bestehende Prozesse und Systeme integrieren.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Beste Übersetzungsqualität im Deutschen
- Günstiger Einstieg ab 7,49 Euro im Monat
- Kein Training mit Texten aus den Bezahltarifen
Nachteile
- Texte aus der Gratisversion fließen ins Training
- Fachsprache braucht ein hinterlegtes Glossar
- Bearbeitbare Dokumente erst ab dem mittleren Tarif
Funktionen
- Texte, Dateien und Dokumente übersetzen: DeepL Translate überträgt Inhalte zwischen vielen Sprachen und erkennt gängige Dateiformate automatisch.
- Dokumente in Originalform: Übersetzte PDF-, Word- und PowerPoint-Dateien behalten ihre Formatierung, weiterbearbeiten lässt sich das Ergebnis erst in einem höheren Zugang.
- DeepL Write für Geschäftstexte: verbessert Stil, Tonfall und Grammatik und schlägt Alternativformulierungen vor, auch für einsprachige Texte.
- Eigene Terminologie per Glossar: festgelegte Fachbegriffe werden bei jeder Übersetzung gleich übertragen, statt bei jedem Lauf neu zu variieren.
- Anbindung per Schnittstelle: die API bindet die Übersetzung in eigene Produkte, Webseiten und bestehende Abläufe ein.
- Verarbeitung auch außerhalb Europas: Seit April 2026 nennt DeepL AWS als Unterauftragsverarbeiter und verarbeitet nach eigener Angabe nicht mehr ausschließlich innerhalb Europas.
- Kein Training mit eigenen Texten: In bezahlten Zugängen fließen Texte laut Anbieter nicht ins Training und werden danach gelöscht, im Einstiegszugang gilt das nicht.
Setup
Sprache
Datenschutz
Unsere Bewertung
Produktivität
DeepL verkürzt Übersetzungsprozesse in der täglichen Kommunikation und bei ganzen Dokumenten deutlich und reduziert den Bedarf an externer Übersetzungsleistung sowie an zeitaufwendigen Korrekturschleifen. In vielen Alltagstexten ist die Qualität so hoch, dass Fehler und Missverständnisse stark abnehmen. Bei sehr speziellen Fachinhalten bleibt weiterhin eine kurze manuelle Endkontrolle sinnvoll.
Benutzerfreundlichkeit
DeepL ist sehr einfach zu bedienen: Die webbasierte Oberfläche ist übersichtlich und selbsterklärend, inklusive Drag-and-Drop für ganze Dokumente. Funktionen wie automatische Spracherkennung, Tastenkürzel und alternative Formulierungsvorschläge beschleunigen die tägliche Arbeit deutlich und erfordern kaum Einarbeitung. Punktabzüge gibt es vor allem für gelegentliche technische Probleme bei Updates.
Kundensupport
Die Dokumentation ist ausgereift, allerdings sind die Rückmeldungen zum persönlichen Support widersprüchlich und reichen von Lob für den deutschen Kontakt bis hin zu Kritik an der schlechter Erreichbarkeit.
Einsatzbereiche
- Kommunikation: E-Mails, Nachrichten und Briefe an internationale Kontakte entstehen als brauchbarer Entwurf in der Zielsprache. Das verkürzt die tägliche Korrespondenz erheblich. Bei vertraulichen Inhalten gehört ein Bezahltarif verwendet, weil Texte aus der Gratisversion ins Training fließen.
- Redaktion: Artikel, Websitetexte und Newsletter lassen sich in andere Sprachen übertragen. Das Ergebnis ist eine Rohfassung, der Feinschliff bleibt bei einer Person, die die Zielsprache beherrscht. Tonfall und Markensprache trifft keine Maschine von allein.
- Dokumentation: Berichte, Handbücher und Richtlinien wandern als ganze Datei durch die Übersetzung, mit erhaltener Formatierung. Ein hinterlegtes Glossar sorgt dafür, dass Fachbegriffe überall gleich übersetzt werden. Das ist bei technischer Dokumentation der eigentliche Gewinn.
- Recherche: Fremdsprachige Studien, Marktanalysen und Fachartikel werden in Minuten zugänglich. Der Kerninhalt eines langen Textes lässt sich so schnell erfassen. Auch hier gilt: keine vertraulichen Inhalte in die kostenlose Version.
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Preis
Zwischen Gratis- und Bezahlversion liegt weniger ein Preis- als ein Datenunterschied. Nach Anbieterangabe werden Texte aus der kostenlosen Version für das Training verwendet, Texte aus den Bezahltarifen nicht und sie werden nach der Übersetzung gelöscht. Für geschäftliche Texte ist damit schon der kleinste Bezahltarif Pflicht. Beträge bei jährlicher Abrechnung, laut Fußnote inklusive Umsatzsteuer für Österreich, monatliche Zahlung liegt darüber.
- Free: 0 Euro, 50.000 Zeichen im Monat.
- Individual: 7,49 Euro im Monat, 300.000 Zeichen, drei Dokumentübersetzungen.
- Team: 24,99 Euro je Nutzer und Monat, eine Million Zeichen, zwanzig Dokumente.
- Business: 49,99 Euro je Nutzer und Monat, unbegrenzte Zeichen, hundert Dokumente.
Zwei Grenzen zählen im Alltag: Im Einstiegstarif kommt eine übersetzte Datei zurück, die sich nicht weiter bearbeiten lässt, und es ist nur ein Glossar möglich. Wer technische Dokumentation übersetzt und Fachbegriffe festlegt, braucht deshalb den mittleren Tarif. Das Schreibwerkzeug Write Pro kostet als Zusatz 6,99 Euro je Nutzer und Monat und steckt in den höheren Tarifen schon drin (Tarifnamen und Beträge von deepl.com/de/pro, abgerufen am 23.09.2026).
Unser Fazit
Bei deutschen Texten übersetzt DeepL besser als alles andere, was wir kennen, und der Abstand ist größer, als man vermutet. Sätze klingen gebaut statt übertragen, und das merkt man vor allem dort, wo eine Übersetzung gelesen und nicht nur verstanden werden soll.
Für österreichische Betriebe kommt ein zweites Argument dazu: DeepL ist ein deutsches Unternehmen und weist die Preise für Österreich inklusive Umsatzsteuer aus. Beim Serverstandort hat sich allerdings etwas verschoben: Seit April 2026 verarbeitet der Anbieter nach eigener Angabe nicht mehr ausschließlich in Europa. Das erspart der Buchhaltung die Rechnerei mit umgekehrter Steuerschuld.
Eine Sache muss klar sein, und sie steht im Kleingedruckten: Texte aus der kostenlosen Version werden nach Anbieterangabe für das Training verwendet, Texte aus den Bezahltarifen nicht. Wer Angebote, Verträge oder Kundenkorrespondenz übersetzt, gehört deshalb in einen Bezahltarif, und der beginnt bei 7,49 Euro im Monat. Das ist billiger als eine halbe Stunde Übersetzerarbeit und die wichtigste Investition in diesem Bereich überhaupt.
Häufige Fragen
Free 0 Euro, Individual 7,49 Euro im Monat, Team 24,99 Euro je Nutzer und Monat, Business 49,99 Euro je Nutzer und Monat, jeweils bei jährlicher Abrechnung und laut Anbieter inklusive Umsatzsteuer. Bei monatlicher Zahlung liegen die Beträge höher. Das Schreibwerkzeug Write Pro kostet als Zusatz 6,99 Euro je Nutzer und Monat. (Anbieterangaben für Österreich, Stand September 2026)
Free 50.000 Zeichen im Monat und eine Dokumentübersetzung, Individual 300.000 Zeichen und drei Dokumente, Team eine Million Zeichen und zwanzig Dokumente, Business unbegrenzte Zeichen und hundert Dokumente. In den Bezahltarifen sind zudem 30 Minuten Sprachübersetzung enthalten.
Der Umgang mit den Texten. Nach Anbieterangabe werden Texte aus der kostenlosen Version für das Training verwendet, Texte aus den Bezahltarifen nicht und sie werden nach der Übersetzung gelöscht. Für jeden geschäftlichen Text ist damit der Bezahltarif die einzig sinnvolle Wahl. (Anbieterangabe, Stand September 2026)
Seit April 2026 nicht mehr ausschließlich in Europa. DeepL hat AWS als Unterauftragsverarbeiter aufgenommen und verarbeitet nach eigener Angabe regionsübergreifend. Eine Bindung an eine Region gibt es als kostenpflichtige Erweiterung. Der Anbieter nennt Zertifizierungen nach ISO 27001, SOC 2 und dem deutschen Kriterienkatalog C5 (Anbieterangabe vom 23.04.2026, abgerufen am 23.09.2026).
Ja, über Glossare. Firmenspezifische Begriffe, Produktnamen und bevorzugte Übersetzungen lassen sich hinterlegen, damit sie in jedem Text gleich übersetzt werden. Ab dem mittleren Tarif sind mehrere Glossare möglich, im Einstiegstarif nur eines. Für technische Dokumentation ist das der eigentliche Unterschied.
Ja, Textverarbeitungs-, Tabellen- und Präsentationsdateien sowie PDF-Dateien werden mit erhaltener Formatierung übersetzt. Im Einstiegstarif ist das Ergebnis allerdings nicht weiter bearbeitbar, erst ab dem mittleren Tarif kommt eine bearbeitbare Datei zurück.
Sehr gut bei allgemeinen Geschäftstexten, schwächer bei Fachsprache ohne hinterlegtes Glossar. Recht, Medizin und Technik brauchen eine fachliche Durchsicht. Die Übersetzung ersetzt keinen Fachübersetzer, sie ersetzt die erste Rohfassung.
Es verbessert bestehende Texte in Formulierung, Stil und Grammatik und schlägt Alternativen vor. Ein Textgenerator ist es nicht: Es schreibt nichts Neues, sondern überarbeitet Vorhandenes. Als Zusatz kostet es 6,99 Euro je Nutzer und Monat, in den höheren Tarifen ist es enthalten.
Ja, über eine Programmierschnittstelle, mit einem kostenlosen Kontingent von 500.000 Zeichen im Monat. Damit lassen sich Shops, Redaktionssysteme und interne Anwendungen anbinden. Auch dafür gilt: Im kostenlosen Kontingent gelten andere Bedingungen als im Bezahltarif.
Ja. DeepL ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Köln, die Preise für Österreich weist der Anbieter laut Fußnote inklusive Umsatzsteuer aus. Für die Buchhaltung ist das einfacher als bei US-Anbietern mit umgekehrter Steuerschuld.
Glossare lassen sich exportieren, übersetzte Dokumente liegen ohnehin als Datei vor. Gespeicherte Übersetzungen und Einstellungen bleiben beim Anbieter. Der Aufwand eines Wechsels liegt im Neuaufbau der Glossare, nicht im Datenverlust.
Google Übersetzer ist kostenlos und deckt mehr Sprachen ab, bei schwächerer Qualität im Deutschen. Die großen Chat-Werkzeuge übersetzen ebenfalls gut und können zusätzlich umformulieren. Fachübersetzungsbüros bleiben für rechtlich verbindliche Texte unersetzlich. DeepL gewinnt bei Qualität im Deutschen und beim Serverstandort. Einen Überblick gibt unser Beitrag zu den besten KI-Assistenten für den Arbeitsalltag.






