Die besten KI-gestützten Sales-Tools

Sales-Tools helfen bei CRM, Pipeline und Automatisierung. Entscheidend sind aber Schnittstellen, Datenqualität und Datenschutz. Wer nur Funktionen vergleicht, riskiert teure Fehlentscheidungen.

Beiträge von Barbara Gaisböck
4. September 2026
Die besten Sales-Tools

Im Vertrieb vieler mittelständischer Betriebe stehen die Kunden noch in einer Excel-Liste, die Notizen im Kopf der Verkäuferin und die nächsten Schritte im Kalender von jemandem, der gerade auf Urlaub ist. Nachfassen fällt aus, weil es niemand festgehalten hat, und die Umsatzprognose für das Quartal ist ein Bauchgefühl. KI-gestützte Sales-Tools setzen an drei Stellen an: Ein Vertriebssystem ordnet Kontakte und Geschäfte und erinnert an den nächsten Schritt, Gesprächsassistenten schreiben Kundentermine mit und tragen die Ergebnisse ins CRM, und Datentools liefern neue Adressen. Das bringt nur etwas, wenn das Team die Daten auch pflegt. Deshalb zählen Bedienung und Einführung mindestens so viel wie die Liste der KI-Funktionen, und bei Aufzeichnungen die Zustimmung der Gesprächspartner.

Unsere Favoriten für den Vertrieb

Für die Auswahl zählen Marktverbreitung, unsere redaktionelle Prüfung, unabhängige Testergebnisse, Erfahrungen aus der Praxis und die rechtlichen Anforderungen für den Einsatz in der EU. Die Note stammt aus unserem Testbericht zum jeweiligen Tool und bewertet Produktivität, Benutzerfreundlichkeit und Kundensupport, also das Tool insgesamt und nicht nur für diesen Zweck.

Pipedrive Inc. (USA)
Sales & Kundensupport
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Die erste Phasenansicht steht in einer halben Stunde, danach siehst du auf einem Schirm, woran jedes Geschäft hängt. Jede Karte trägt die nächste fällige Aktion, und das Verschieben per Maus versteht jeder ohne Schulung. Der Mitschreiber Nova protokolliert Kundengespräche und trägt die Zusammenfassung in den passenden Datensatz ein, laut Anbieter in allen Tarifen ohne Aufpreis. Lite kostet 14 Euro je Nutzer und Monat, Growth 39 Euro mit regelbasierten Abläufen und voller Mailsynchronisierung. Fünf Zusatzmodule stecken in keiner Stufe, darunter LeadBooster. Eine Gratisfassung gibt es nicht, nur 14 Tage Test. Vertrieb, Marketing und Service auf einem Bestand bietet HubSpot Sales Hub.

Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
9/10
Kundensupport
7/10
HubSpot, Inc. (USA)
Sales & Kundensupport
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Hakt der Übergang zwischen Marketing und Vertrieb, liegt das meist an zwei getrennten Kontaktlisten. HubSpot legt Kontakte, Geschäfte und Servicefälle in dieselbe Datenbank. Die KI Breeze verschriftlicht Telefonate, entwirft Verkaufsmails und durchsucht den Bestand nach passenden Firmen, gespeist aus einem Guthaben, das am Monatsende verfällt. Starter kostet regulär 20 Euro je Platz und Monat, für Neukunden derzeit 7, Professional 90 Euro plus einmalig 1.470 Euro für die verpflichtende Einrichtung. Frankfurt als Rechenzentrum wählst du bei der Kontoeröffnung. Das Training mit deinen Kundendaten ist voreingestellt, abschalten kann es nur ein Super-Admin. Für eine reine Verkaufsstrecke reicht Pipedrive.

Produktivität
9/10
Benutzerfreundlichkeit
7/10
Kundensupport
8/10
Kickscale FlexCo (Österreich)
Sales & Kundensupport
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Zwanzig Minuten Nachbereitung je Kundentermin, und oft bleibt sie liegen. Kickscale holt sich die Termine aus dem Kalender, hört bei Zoom, Teams oder Meet mit und legt danach Zusammenfassung, Einwände und nächste Schritte ab, direkt an der Verkaufschance in HubSpot, Salesforce oder Pipedrive. Der Anbieter sitzt in Wien, betreut auf Deutsch und speichert nach eigener Angabe in Deutschland. Die Einstiegsstufe kostet 49 Euro je Nutzer und Monat ab einem Platz, Prognose und Schnittstelle gibt es erst ab zehn Plätzen. Ohne Zustimmung der Gesprächspartner wird nicht aufgezeichnet. Termine beim Kunden vor Ort erfasst Demodesk.

Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
8/10
Kundensupport
8/10
Demodesk GmbH (Deutschland)
Sales & Kundensupport
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Auch Termine ohne Konferenzsoftware erfasst Demodesk: Die Handy-App nimmt den Besuch beim Kunden auf, der Recorder für Mac und Windows das Telefonat, die Mitschrift entsteht in 98 Sprachen. Jedes Gespräch prüft das Tool gegen einen hinterlegten Bewertungsbogen, auch nach Methoden wie MEDDIC oder BANT, und Budget, Zeitplan und Zuständigkeit landen als Feld im CRM statt als Notiz daneben. Vor der Modellabfrage entfernt Demodesk nach eigener Angabe Namen und Firmen aus dem Text. Der Anbieter sitzt in München. Capture kostet 25 Euro je Nutzer und Monat, Coaching & AI 49 Euro. Nur die Notiz im CRM liefert Kickscale schlanker.

Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
8/10
Kundensupport
8/10
CloudTalk.io Inc. (Slowakei)
Sales & Kundensupport
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Im Telefonvertrieb hilft keine Videomitschrift, dort ersetzt CloudTalk die Telefonanlage. Rufnummern aus über 160 Ländern, Sprachmenü und Warteschlange laufen im Browser, jedes Gespräch landet als Eintrag in der Kundenakte von HubSpot, Salesforce oder Zendesk. Die Führungskraft hört im laufenden Anruf mit und gibt Hinweise, ohne dass der Kunde es merkt. Aufzeichnungen und Mitschriften liegen nach Anbieterangabe in Deutschland. Rechne die KI dazu: Die Gesprächsauswertung kostet 9 Euro je Platz und Monat extra, die Wählhilfe 15 Euro. Lite beginnt bei 19 Euro je Platz, Expert mit Mithören für 49 Euro erst ab drei Plätzen. Videotermine schreibt Kickscale mit.

Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
9/10
Kundensupport
7/10
ZenLeads Inc. (USA)
Sales & Kundensupport
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Apollo steht in dieser Liste für den Nachschub: Es verwaltet keine Kundenbeziehung, es bringt neue Adressen mit. Der US-Anbieter nennt 240 Millionen Personen- und 30 Millionen Firmenprofile und legt Suche, Mailstrecken, Telefonie und Terminvergabe darüber. Bezahlt wird über Credits, jede aufgedeckte Adresse und jeder Export zieht davon ab. Basic kostet 49 Dollar je Platz und Monat bei Jahreszahlung mit 30.000 Credits im Jahr, das Wählprogramm steckt erst in Professional für 79 Dollar. Apollo speichert ausschließlich in den USA, und ob du die Kontakte kalt ansprechen darfst, lässt du vorher rechtlich prüfen. Eigene Listen baust du mit clay.

Produktivität
9/10
Benutzerfreundlichkeit
7/10
Kundensupport
6/10

clay

7,9/10
Clay Labs Inc. (USA)
Sales & Kundensupport
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Eine Tabelle, jede Zeile ein Zielkunde, jede Spalte eine Abfrage nach Position, Beschäftigtenzahl, eingesetzter Technik oder Finanzierungsstand: So baust du bei clay die Liste selbst. Über 200 Datenquellen hängen an diesem einen Zugang, und findet eine Abfrage nichts, kostet sie auch nichts. Aktionen und Datencredits zählen getrennt, was die Kalkulation zur Übung macht. Der Gratistarif deckelt jede Tabelle bei 200 Zeilen und gibt keine Telefonnummern heraus, die erste Bezahlstufe beginnt bei 167 Dollar im Monat. Die Datenschutzerklärung steht seit September 2020 unverändert, den Auftragsverarbeitungsvertrag gibt es nur auf Anfrage. Eine fertige Datenbank zum Platzpreis bietet Apollo.io.

Produktivität
9/10
Benutzerfreundlichkeit
7/10
Kundensupport
6/10
Salesforce, Inc. (USA)
Sales & Kundensupport
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Zerfällt ein Vertrieb in Gebiete, Freigabestufen und eigene Regeln, stoßen schlanke Systeme an Grenzen. Salesforce bildet das ab, in sechs Stufen vom Zweipersonenkonto bis zum Konzern, und verarbeitet laut Anbieter in der EU. Die 6,8 kommt aus der Bedienbarkeit, nicht aus dem Funktionsumfang: Ab der Pro Suite betreut das System meist ein Administrator oder ein Partner. KI gehört nicht zum Tarif, enthalten ist sie erst in Max, darunter kaufst du sie zu. Starter kostet 25 Euro, Pro Suite 100 Euro, Core 195 Euro je Nutzer und Monat. Unter zehn Personen bist du mit Pipedrive schneller produktiv.

Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
5/10
Kundensupport
7/10

Worauf es bei KI-gestützten Sales-Tools ankommt

Die folgenden Kriterien helfen dir, KI-gestützte Sales-Tools gezielt zu vergleichen. Kläre vorher, wo in deinem Vertrieb heute Informationen verloren gehen, ob bei neuen Kontakten, in Kundengesprächen oder beim Nachfassen.

Checkliste

  • Routineaufgaben: Vertriebsteams verbringen viel Zeit mit Verwaltung: E-Mails zuordnen, Status pflegen, Fristen setzen. Gute Tools übernehmen das und schaffen Zeit für Kundengespräche. Die Automatisierung sollte sich an eure Abläufe anpassen lassen.
  • Kommunikationshistorie: Das Tool sollte E-Mails, Anrufe und Termine automatisch beim Kontakt ablegen. Ein durchgehender Verlauf verhindert, dass Wissen verloren geht, wenn jemand das Unternehmen verlässt oder Kunden übergibt. Ideal ist die direkte Anbindung an Postfach und Kalender.
  • Pipeline-Management: Ein gutes Vertriebssystem bildet offene Verkaufschancen entlang eurer tatsächlichen Phasen ab. Entscheidend sind frei festlegbare Phasen und die Auswertung nach Abschlusswahrscheinlichkeit, Volumen, erwartetem Abschlusstermin und Zuständigkeit.
  • KI-Lead-Bewertung: KI-gestützte Bewertungen reihen Kontakte nach ihrer Abschlusswahrscheinlichkeit. Dazu werten sie frühere Abschlüsse, CRM- und Verhaltensdaten aus. Wichtig ist, dass du nachvollziehen kannst, warum ein Lead oben steht.
  • Gesprächsauswertung: Assistenten schreiben Kundengespräche mit, fassen sie zusammen und tragen Ergebnisse ins CRM ein. Prüfe, ob das nur bei Videoterminen oder auch am Telefon und beim Kunden vor Ort funktioniert und ob Ergebnisse als Felder statt als Fließtext ankommen.
  • Zustimmung bei Aufzeichnungen: Hol vor jeder Aufzeichnung die Zustimmung der Gesprächspartner ein. Das Tool sollte Hinweise und Einwilligung unterstützen und festlegen lassen, wie lange Aufnahmen gespeichert werden. Welche Regeln ihr intern festhalten solltet, zeigt unser Beitrag zu KI-Guidelines im Unternehmen.
  • Integration: Die Anbindung an E-Mail, Kalender, Telefonie, Buchhaltung und Marketing entscheidet über den Alltag. Je reibungsloser Daten fließen, desto weniger Handarbeit fällt an. Prüfe, ob fertige Schnittstellen zu deinen Kernsystemen bestehen.
  • Datenschutz: Kundendaten verlangen Sorgfalt. Kläre, wo die Daten liegen, wer darauf zugreift, wie lange sie gespeichert werden und ob der Anbieter sie für eigene KI-Modelle nutzt. Bei zugekauften Adressen kommt die Frage dazu, woher sie stammen. Grundlagen im Beitrag KI und DSGVO.
  • Benutzerfreundlichkeit: Ist die Software zu kompliziert, pflegt das Team sie nicht, und das System verliert seinen Nutzen. Gerade kleinere Teams brauchen eine Bedienung, die ohne lange Schulung funktioniert, auch am Handy im Außendienst.
  • Anpassbarkeit: Jeder Vertrieb arbeitet anders. Felder, Phasen und Abläufe sollten sich an eure Strategie anpassen lassen, ohne dass für jede Änderung ein Berater kommt. Eine starre Lösung passt selten zum echten Geschäftsalltag.
  • Berichte und Prognosen: Aussagekräftige Berichte zeigen, wo Geschäfte stocken und wie realistisch die Quartalsziele sind. Das Tool sollte vordefinierte Kennzahlen und eigene Auswertungen bieten, von der Abschlussquote bis zur Umsatzprognose.
  • Datenimport und Wechsel: Beim Umstieg müssen bestehende Kundendaten sauber übernommen werden, und bei einem späteren Wechsel sollten sie ebenso sauber wieder herauskommen. Prüfe Importhilfen und Exportformate vorab.
  • Kosten je Platz und Zusatzmodule: Viele Anbieter rechnen je Verkäufer ab und verkaufen KI, Telefonie oder Lead-Funktionen als Zusatzmodule. Manche Funktionen gibt es erst ab einer Mindestzahl an Plätzen. Rechne die Kosten für das ganze Team samt Einrichtung.

Einsatzbereiche für KI-gestützte Sales-Tools

  • Nachfassen im Innendienst: Nach dem Angebot vergisst im Alltag leicht jemand das Nachfassen. Das System erinnert an den nächsten Schritt, schlägt eine Folgemail vor und protokolliert jede Reaktion, sodass kein Angebot unbeantwortet liegen bleibt. Wie du solche Abläufe automatisierst, zeigt unser Beitrag KI-Workflows automatisieren.
  • Nachbereitung im Außendienst: Nach dem Kundenbesuch diktiert der Außendienst keine Notizen mehr ins Handy. Der Gesprächsassistent schreibt mit, fasst Einwände und nächste Schritte zusammen und trägt sie ins CRM ein, vorausgesetzt, das Gegenüber hat zugestimmt. Mehr dazu im Beitrag zu KI-Tools für Meeting-Protokolle.
  • Coaching in der Vertriebsleitung: Die Vertriebsleitung sieht, welche Einwände häufig kommen und wo Gespräche kippen, und coacht gezielt statt nach Gefühl. Passende Tools vergleicht unser Beitrag zu KI-Tools für Sales-Coaching.
  • Neue Zielkunden finden: Der Vertrieb stellt eine Liste von Firmen zusammen, die zum Wunschkundenprofil passen, und ergänzt Entscheider und Kontaktdaten. Ob die Ansprache zulässig ist, klärst du vorher. Mehr dazu im Beitrag zu KI-Tools für die Leadgenerierung.
  • Übergabe bei Personalwechsel: Verlässt eine Verkäuferin das Unternehmen, übernimmt ihr Nachfolger alle Kunden samt Gesprächsverlauf, Vereinbarungen und offenen Angeboten. Niemand muss beim Kunden nachfragen, was zuletzt besprochen wurde. Wie du Wissen im Betrieb sicherst, zeigt unser Beitrag zu KI-Tools für Wissensmanagement.
  • Umsatzprognose für die Geschäftsführung: Die Geschäftsführung braucht für die Quartalsplanung realistische Zahlen. Das System rechnet aus offenen Geschäften, ihrer Phase und historischen Abschlussquoten einen erwarteten Umsatz und zeigt, wo Geschäfte stocken. Einen Vergleich der Systeme findest du im Beitrag zu KI-Tools für CRM.

Welches Sales-Tool für welche Aufgabe?

Wenn dein Vertrieb heute mit Tabellen arbeitet und eine saubere Verkaufsstrecke braucht, ist Pipedrive unsere erste Empfehlung: Die Phasenansicht steht am ersten Tag, jedes Geschäft trägt seinen nächsten Schritt, und der Mitschreiber läuft ohne Aufpreis mit. Für bestimmte Aufgaben passen andere Tools besser:

  • Vertrieb, Marketing und Service auf einem Datenbestand: HubSpot Sales Hub
  • Videotermine auf Deutsch mitschreiben und ins CRM zurückspielen: Kickscale
  • Gespräche bewerten, auch am Telefon und beim Kunden vor Ort: Demodesk Coaching & AI
  • Telefonvertrieb mit eigener Anlage: CloudTalk
  • Adressen für die Kaltakquise zukaufen: Apollo.io
  • Zielkundenlisten selbst zusammenstellen: clay
  • Verzweigter Vertrieb mit eigener Betreuung: Salesforce Sales

Häufige Fragen

Brauche ich zuerst ein CRM oder ein KI-Tool?

Zuerst ein CRM, denn ohne sauberen Datenbestand hat die KI nichts, woran sie arbeiten kann. Pipedrive oder HubSpot Sales Hub ordnen Kontakte und Geschäfte, Gesprächsassistenten wie Kickscale schreiben danach ins CRM zurück. Wer mit KI beginnt und kein System hat, sammelt Notizen, die niemand wiederfindet. Einen Vergleich findest du im Beitrag zu KI-Tools für CRM.

Was kostet ein Sales-Tool je Verkäufer im Monat?

Zwischen etwa 7 und 100 Euro, bei großen Plattformen deutlich mehr. HubSpot Sales Hub Starter kostet regulär 20 Euro, für Neukunden derzeit 7, Pipedrive Lite 14 Euro und Growth 39 Euro. Gesprächsassistenten wie Kickscale liegen bei 49 Euro, Salesforce Sales reicht bis 550 Euro. Dazu kommen Einrichtungsgebühren und Zusatzmodule. Welche Tools günstig bleiben, zeigt unser Beitrag zu KI-Tools unter 30 Euro.

Steckt die KI im Tarif oder kostet sie extra?

Das ist sehr verschieden. Bei Pipedrive läuft der Mitschreiber Nova laut Anbieter in allen Tarifen ohne Aufpreis, HubSpot Sales Hub zieht die KI aus einem Guthaben, das am Monatsende verfällt. CloudTalk verlangt 9 Euro je Platz für die Gesprächsauswertung, und bei Salesforce Sales ist die KI erst im obersten Tarif Max enthalten. Kläre vor dem Kauf den Gesamtpreis samt KI.

Darf ich Kundengespräche einfach aufzeichnen lassen?

Hol vorher die Zustimmung aller Gesprächspartner ein, ohne sie sollte nichts aufgezeichnet werden. Kickscale weist selbst darauf hin, dass die Aufzeichnung diese Zustimmung voraussetzt. Sag vor jedem Termin, wofür die Aufnahme dient und wie lange sie gespeichert bleibt, und biete an, ohne Aufnahme zu sprechen. Demodesk entfernt nach eigener Angabe Namen und Firmen vor der Modellabfrage. Grundlagen im Beitrag KI und DSGVO.

Woher bekomme ich neue Adressen für die Kaltakquise?

Aus Datenbanken wie Apollo.io oder aus selbst gebauten Listen mit clay. Apollo bringt 240 Millionen Personenprofile mit, clay fragt über 200 Datenquellen ab. Ob du die Kontakte per E-Mail oder Telefon ansprechen darfst, lässt du vor der ersten Kampagne rechtlich prüfen. Oft bringen Anfragen von der eigenen Website mehr. Mehr dazu im Beitrag zu KI-Tools für die Leadgenerierung.

Welche Tools verarbeiten in der EU?

Mehrere, allerdings in unterschiedlicher Tiefe. Kickscale speichert nach eigener Angabe in Deutschland, CloudTalk legt Aufzeichnungen dort ab, und Demodesk hält Daten in der EU. Bei HubSpot Sales Hub wählst du Frankfurt bei der Kontoeröffnung, Salesforce Sales verarbeitet laut Anbieter in der EU. Apollo.io speichert ausschließlich in den USA. Welche Regeln helfen, zeigt unser Beitrag zu KI-Guidelines im Unternehmen.

Gibt es Sales-Tools mit deutscher Oberfläche und Betreuung?

Ja, einige. Kickscale aus Wien und Demodesk aus München bieten Oberfläche und Betreuung auf Deutsch, ebenso Pipedrive und Salesforce Sales. CloudTalk hat deutschen Support, das Hilfecenter ist aber englisch, und Apollo.io wie clay laufen nur auf Englisch. Wie du Tools nach solchen Kriterien auswählst, zeigt unser Beitrag KI-Tools auswählen.

Wie viele Tools brauche ich nebeneinander?

Meist zwei: ein CRM und einen Assistenten für Gespräche oder Adressen. Pipedrive oder HubSpot Sales Hub bilden die Basis, Kickscale oder CloudTalk ergänzen je nach Gesprächskanal. Jedes weitere Tool kostet Einarbeitung und muss ans CRM angebunden sein, sonst entstehen doppelte Daten. Wie du Abhängigkeiten vermeidest, zeigt unser Beitrag Abhängigkeit vermeiden.

Lohnt sich ein eigenes Tool für die Gesprächsauswertung?

Ab einigen Kundengesprächen pro Tag und Person meist ja. Die Nachbereitung eines Termins kostet schnell zwanzig Minuten, Kickscale oder Demodesk erledigen sie automatisch und tragen die Ergebnisse ins CRM. Für einzelne Termine reicht oft der Mitschreiber in Pipedrive. Wie Gespräche fürs Coaching genutzt werden, zeigt unser Beitrag zu KI-Tools für Sales-Coaching.

Woran scheitert die Einführung im Vertriebsteam am häufigsten?

Daran, dass das Team die Daten nicht pflegt. Ein System, das zusätzliche Arbeit macht, wird umgangen, und nach drei Monaten stehen die Kunden wieder in Excel. Wähle ein einfach bedienbares Tool wie Pipedrive, automatisiere die Dokumentation etwa mit Kickscale und zeig früh, was das Team davon hat. Mehr dazu im Beitrag KI erfolgreich einführen.

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Über den Autor

Beitrag von Barbara Gaisböck

Barbara Gaisböck

Barbara Gaisböck ist Medienmanagerin und freie Redakteurin in Wien. Für den KI Kompass analysiert sie KI-Tools und Automatisierungslösungen aus Anwendersicht: Sie zeigt, welche Anwendungen im Alltag funktionieren und welchen konkreten Nutzen sie für Unternehmen haben.

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