
Kickscale zeichnet Vertriebsgespräche auf, schreibt sie mit und zieht daraus Zusammenfassung, offene Punkte und Bewertungen, die das Programm selbständig an die passende Verkaufschance im Kundensystem hängt. Der Anbieter sitzt in Wien, die Oberfläche und die Hilfe gibt es auf Deutsch, Speicherung und Verarbeitung laufen nach seinen Angaben in der EU. Das unterscheidet ihn von den großen amerikanischen Gesprächsanalysen. Neben der Mitschrift benotet Kickscale die Gesprächsführung der Verkäufer und zählt mit, welche Wettbewerber wie oft fallen. Umsatzprognosen und Deal-Warnungen kommen erst in der zweiten Stufe dazu, und die verkauft der Anbieter erst ab zehn Plätzen.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Speicherung und Verarbeitung in Deutschland (Anbieterangabe)
- Oberfläche, Hilfecenter und Betreuung auf Deutsch
- Schreibt Notizen selbständig ins Kundensystem zurück
- Zählt Wettbewerbernennungen und Einwände über alle Gespräche
- Einstieg ab einem einzigen Platz
Nachteile
- Prognose, Schnittstelle und Firmenanmeldung erst ab zehn Plätzen
- Kein dauerhaft kostenloser Tarif
- Zugesagte Reaktionszeiten erst in der obersten Stufe
- Aufzeichnung setzt die Zustimmung der Gesprächspartner voraus
Funktionen
- Mitschrift aus dem Kalender: Klinkt sich in geplante Termine bei Zoom, Teams, Meet oder Webex ein, nimmt auf und legt Zusammenfassung, Einwände und nächste Schritte ab.
- Rückschreiben ins Kundensystem: Hängt Notizen und Aktivitäten an die richtige Verkaufschance in HubSpot, Salesforce, Pipedrive, Microsoft Dynamics, Zoho oder Close.
- Benotung je Gespräch: Bewertet jedes einzelne Gespräch nach festen Kriterien und sagt dem Verkäufer, woran er arbeiten soll, ohne dass eine Führungskraft mithören muss.
- Wettbewerber im Gespräch: Zählt mit, welche Mitbewerber wie oft fallen und mit welchen Argumenten, und trennt dabei Lob von Kritik.
- Einwände sortieren: Ordnet wiederkehrende Argumente, Funktionswünsche und offene Bedürfnisse über alle Gespräche hinweg selbständig einer Kategorie zu.
- Handy-App für den Außendienst: Nimmt Gespräche vor Ort auf, etwa auf Messen oder beim Kunden, und führt sie derselben Auswertung zu wie Videotermine.
- Prognose und Deal-Warnung: Leitet Abschlusswahrscheinlichkeit und Risiken aus dem Gesprächsverlauf ab statt aus Schätzungen; in der Einstiegsstufe nicht enthalten.
- Frage an den Gesprächsbestand: Beantwortet Fragen über alle Aufnahmen hinweg, etwa nach dem häufigsten Absagegrund; in der Einstiegsstufe nicht enthalten.
Setup
Sprache
Datenschutz
Unsere Bewertung
Produktivität
Kickscale nimmt dem Vertrieb die halbe Nachbereitung ab: Mitschrift, Zusammenfassung, offene Punkte und der Eintrag im Kundensystem entstehen ohne Zutun, und die Auswertung über alle Gespräche hinweg findet Einwände und Wettbewerbernennungen, die sonst niemand zählt. Zwei Dinge bremsen. Die Vorschläge für Folgemails brauchen weiterhin einen Blick vor dem Versand, und der große Sprung zur Prognose beginnt erst bei zehn Plätzen.
Benutzerfreundlichkeit
Die Oberfläche kommt auf Deutsch, der Mitschreiber holt sich die Termine aus dem Kalender, und nach der Anbindung des Kundensystems läuft der Alltag ohne Handgriffe. Zeit kostet der Anfang: Anbindung, Rollen und die Vorlagen für Zusammenfassung und Bewertung richtet ein Betrieb selbst ein. Dazu kommt die organisatorische Seite. Wer aufzeichnet, muss die Zustimmung der Gesprächspartner regeln, und das ist keine Frage der Software.
Kundensupport
Der Anbieter sitzt in Wien und betreut auf Deutsch, das Hilfecenter ist nach Themen geordnet und deckt Anbindung, Auswertung und Verwaltung ab, dazu kommen Webinare und Leitfäden. Punktabzug gibt es für die Staffelung: bevorzugte Betreuung und eine begleitete Einrichtung beginnen erst in der zweiten Stufe, zugesagte Reaktionszeiten und ein fester Ansprechpartner erst ganz oben.
Einsatzbereiche
Nachbereitung von Kundenterminen: Kickscale klinkt sich in den Kalender ein, hört bei Zoom, Teams, Meet oder Webex mit und legt danach Zusammenfassung, Einwände und nächste Schritte ab. Der Verkäufer schreibt nicht mehr mit. Die Zustimmung der Teilnehmer holt der Betrieb vorher ein.
Pflege des Kundensystems: Das Programm hängt Notizen und Aktivitäten an die richtige Verkaufschance in HubSpot, Salesforce, Pipedrive, Microsoft Dynamics, Zoho oder Close. Wer bisher freitags nachtrug, spart diese Stunde. Ein Blick auf die Vorschläge vor dem Abgleich bleibt trotzdem nötig.
Einarbeitung neuer Verkäufer: Aufnahmen erfolgreicher Gespräche werden zum Lehrmaterial. Neue Mitarbeiter hören, wie erfahrene Kollegen typische Einwände beantworten. Kickscale benotet jedes Gespräch und zeigt der Führungskraft, wo sich Nachhilfe lohnt.
Marktbeobachtung aus dem Gespräch: Das Tool zählt mit, welche Wettbewerber wie oft genannt werden und mit welchen Argumenten, und sammelt wiederkehrende Funktionswünsche. Produktleitung und Marketing bekommen so eine Quelle, die sonst im Postfach der Verkäufer verschwindet.
Prognose statt Bauchgefühl: Ab der zweiten Stufe bewertet Kickscale offene Abschlüsse nach dem, was im Gespräch tatsächlich gesagt wurde, und meldet stockende Deals. Das setzt zehn Plätze voraus. Kleinere Mannschaften bleiben bei Mitschrift und Bewertung.
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Preis
Die Rechnung hängt bei Kickscale weniger am Betrag als an der Mannschaftsgröße. Die Einstiegsstufe verkauft der Anbieter ab einem einzigen Platz, die zweite erst ab zehn, die oberste ab dreißig. Wer Prognosen, Schnittstelle oder Anmeldung über den Firmenzugang braucht, braucht also zuerst zehn Verkäufer. Ausgewiesen wird in Euro je Nutzer und Monat.
- Assistant & Coach: 49 Euro je Nutzer. Mitschrift, Zusammenfassungen, offene Punkte, Bewertung je Gespräch, Handy-App, Anbindung an HubSpot, Salesforce und weitere. Keine Mindestzahl an Plätzen.
- Revenue Intelligence: 89 Euro je Nutzer. Dazu Prognose, Deal-Warnungen, Auswertung über alle Gespräche hinweg, Programmierschnittstelle, Webhooks und Anmeldung über den Firmenzugang. Erst ab 10 Plätzen, Nachlass ab 25 Lizenzen.
- Enterprise: auf Anfrage. Eigene Agenten, eigene Anbindungen, zugesagte Reaktionszeiten, fester Ansprechpartner. Erst ab 30 Plätzen.
Kickscale nennt die Beträge als Monatspreise je Nutzer, Jahresverträge gibt es auf Anfrage. Vor dem Kauf stehen 14 Tage und 50 Meetings frei zur Verfügung, einen dauerhaft kostenlosen Tarif führt der Anbieter nicht (Beträge von kickscale.com/preise, abgerufen am 19.09.2026).
Unser Fazit
Für Vertriebsmannschaften im deutschsprachigen Raum halten wir Kickscale für die vernünftigste Wahl unter den Mitschreibdiensten, mit Firmensitz in Wien, deutscher Oberfläche samt Betreuung und einer Verarbeitung, die nach Anbieterangabe in der EU bleibt. Das Werkzeug hört im Termin mit, legt Zusammenfassung, Einwände und nächste Schritte ab, hängt sie an die richtige Verkaufschance in HubSpot oder Salesforce und zählt nebenbei mit, welche Wettbewerber wie oft fallen. 49 Euro je Nutzer und Monat sind dafür angemessen. Die Bruchstelle sitzt eine Stufe höher: Prognose, Deal-Warnungen, Programmierschnittstelle und die Anmeldung über den Firmenzugang verkauft der Anbieter erst ab zehn Plätzen, und kleinere Mannschaften kommen dort nie hin. Stört der sichtbare Mitschreiber im Kundentermin, nimmt Bliro ohne ihn auf. Solange die Zustimmung der Gesprächspartner nicht geklärt ist, beginnt hier gar nichts.
Häufige Fragen
Nein, der Auftragsverarbeitungsvertrag schließt das aus. Kickscale hält dort fest, dass der Modellanbieter Microsoft nicht auf Kundendaten trainiert. Die Mitschrift erstellt AssemblyAI, die Verarbeitung der Transkripte läuft über Microsoft Ireland, die Aufnahme selbst über Recall AI (Vertrag zur Auftragsverarbeitung in der Fassung vom 15.01.2025, abgerufen am 19.09.2026).
Ja, als Dokument in der Fassung vom 15.01.2025. Es listet die Unterauftragsverarbeiter samt Zweck auf, darunter Google Cloud EMEA für Betrieb und Speicherung. Der Anbieter gibt Speicherung und Verarbeitung in der EU an und vermerkt keine Drittlandsübermittlung; Standardvertragsklauseln kommen deshalb nicht vor. Als Standort nennt Kickscale selbst Deutschland und führt eine Zertifizierung nach ISO 27001 an, ohne Prüfstelle und Geltungsbereich (Datenschutzangaben und Beitrag zur Zertifizierung, abgerufen am 19.09.2026).
Prognose, Schnittstelle und Firmenanmeldung fehlen dort. Assistant und Coach decken Mitschrift, Zusammenfassung, Bewertung je Gespräch, Handy-App und die Anbindung ans Kundensystem ab. Umsatzprognose, Deal-Warnungen, die Auswertung über alle Gespräche, Programmierschnittstelle, Webhooks und die Anmeldung über den Firmenzugang beginnen erst in der Stufe Revenue Intelligence, und die gibt es erst ab zehn Plätzen.
Über die Programmierschnittstelle, und die gehört zur zweiten Stufe. Kickscale beschreibt im Hilfecenter, wie ein Konto Zugangsschlüssel anlegt und verwaltet; Revenue Intelligence bringt dazu Webhooks und einen MCP-Server mit. Wer in der Einstiegsstufe bleibt, hat als Weg die Auskunfts- und Übertragungsrechte, auf die der Anbieter in seiner Datenschutzerklärung verweist.
Nein, nur der Gastgeber des Termins. Bezahlt wird je Nutzer, der aufzeichnet und die Auswertung sehen will. Kunden und Kollegen ohne Konto nehmen ganz normal teil. In der zweiten Stufe rechnet Kickscale allerdings ab zehn Plätzen ab, auch wenn weniger Verkäufer wirklich aufzeichnen.
Dazu sagt der Anbieter nichts Belastbares. Kickscale wirbt mit Live-Übersetzung in mehr als 50 Sprachen und lässt die Mitschrift von AssemblyAI erstellen, einem allgemeinen Anbieter für Spracherkennung. Eine besondere Anpassung an bairische oder österreichische Mundart führen weder Preisseite noch Vertrag auf. Wer stark gefärbt spricht, prüft das in den 14 Testtagen.
Ja, dafür gibt es die Handy-App. Der Anbieter führt sie in der Einstiegsstufe als App für den Außendienst. Das Gerät nimmt das Gespräch vor Ort auf, danach durchläuft die Aufnahme dieselbe Auswertung wie ein Videotermin. Für Messen und Kundenbesuche ist das der einzige Weg, weil der Mitschreiber sonst am Kalendereintrag hängt.
Die Aufnahme stoppt, und das Gespräch läuft ohne Mitschrift weiter. Kickscale lässt den Mitschreiber jederzeit anhalten und wieder entfernen. Die Einholung der Zustimmung bleibt Aufgabe des Betriebs, nicht der Software; der Anbieter regelt im Auftragsverarbeitungsvertrag nur die Rolle als Verarbeiter.
Ja, der Vorschlag geht nicht ungeprüft ins Kundensystem. Die Zusammenfassung erscheint zuerst im Konto, wo eine Korrektur möglich ist, erst danach hängt sie an der Verkaufschance. Bei wichtigen Abschlüssen lohnt dieser Schritt, weil die Mitschrift Namen, Beträge und Termine gelegentlich falsch auflöst.
Ja, die Einstiegsstufe gibt es ab einem Platz. Abgedeckt ist genau das, was Einzelkämpfern liegenbleibt: Mitschrift, Zusammenfassung, Folgeaufgaben und der Eintrag im Kundensystem. Die zweite Stufe mit Prognose und Schnittstelle bleibt dagegen verschlossen, weil Kickscale sie erst ab zehn Plätzen verkauft.
Gesprächsführung, Bedarfsklärung und die Behandlung von Einwänden. Das Tool vergibt je Gespräch eine Note nach festen Kriterien und stellt daneben, was erfolgreiche Kollegen an derselben Stelle anders machen. Die Führungskraft sieht die Auswertung über das Team hinweg und erkennt, welches Thema in der Mannschaft immer wieder klemmt.






