KI-Bildgeneratoren erstellen aus einem Prompt in wenigen Sekunden Fotos, Illustrationen oder Grafiken. Die Ergebnisse reichen von fotorealistischen Motiven bis zu stilisierten Zeichnungen, einige Tools liefern auch Vektorgrafiken oder setzen Schrift lesbar ins Bild. Bei der reinen Bildqualität liegen die bekannten Anbieter inzwischen nah beieinander, das hat auch unser Praxistest mit acht Bildgeneratoren gezeigt. Wenn du Bilder beruflich einsetzt, entscheiden deshalb andere Fragen: ob deine Prompts und Ergebnisse öffentlich sichtbar sind, welche Nutzungsrechte dein Tarif einräumt und wie der Anbieter abrechnet. Wir stellen dir zwölf Bildgeneratoren vor, die wir in eigenen Testberichten bewertet haben, und zeigen, für welche Aufgaben sie sich eignen.
Unsere Favoriten für Text-zu-Bild-Generatoren
Für die Auswahl zählen Marktverbreitung, unsere redaktionelle Prüfung, unabhängige Testergebnisse, Erfahrungen aus der Praxis und die rechtlichen Anforderungen für den Einsatz in der EU. Die Note stammt aus unserem Testbericht zum jeweiligen Tool und bewertet Produktivität, Benutzerfreundlichkeit und Kundensupport, also das Tool insgesamt und nicht nur für diesen Zweck.
Adobe Firefly
Wenn du Bilder für Kampagnen oder Kundenprojekte erstellst, zählt neben der Qualität die rechtliche Absicherung. Hier ist Adobe Firefly besonders stark: Adobe legt offen, womit das Modell trainiert wurde, und sichert Unternehmenskunden eine Freistellung zu. Macht jemand wegen eines generierten Bildes Rechte geltend, steht Adobe nach eigenen Angaben dafür ein. Eine vergleichbare Zusage gibt kein anderer Anbieter in dieser Auswahl. Firefly ist direkt in Photoshop, Illustrator und Adobe Express eingebaut. Der Standard-Tarif kostet 11,08 Euro im Monat, Bilder erzeugst du darin ohne Obergrenze. Eigenständigere Bildstile bietet Midjourney.
Brauchst du Bilder mit gut lesbarer Schrift, ist Ideogram die naheliegende Wahl. Slogans, Produktnamen und Beschriftungen setzt das Tool zuverlässiger ins Motiv als die meisten anderen Bildgeneratoren, die nachträgliche Beschriftung im Grafikprogramm entfällt. Version 4.0 passt Motive außerdem an andere Anzeigenformate an und stellt Produkte frei. Bei Umlauten und langen zusammengesetzten Wörtern treten allerdings regelmäßig Fehler auf. Im Gratistarif sind Prompts und Ergebnisse öffentlich, für Kundenprojekte brauchst du deshalb mindestens den Plus-Tarif für 20 Dollar im Monat. Oberfläche und Support gibt es nur auf Englisch.
Recraft
Die meisten Bildgeneratoren liefern Rastergrafiken, Recraft dagegen erzeugt echte Vektorgrafiken im SVG-Format. Ein Logo oder Icon lässt sich damit ohne Qualitätsverlust skalieren, von der Visitenkarte bis zum Banner, und in gängigen Grafikprogrammen weiterbearbeiten. Aus wenigen Beispielbildern übernimmt Recraft zudem den Stil deiner Marke. Der Basic-Tarif kostet 10 Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung und reicht mit 1.000 Punkten für rund 80 bis 500 Vektorgrafiken. Der Gratistarif scheidet für Firmenprojekte aus, weil die Ergebnisse öffentlich und nicht für die kommerzielle Nutzung freigegeben sind. Vom Training ausgenommen sind deine Inhalte erst im Teams-Tarif für 18 Dollar je Nutzer.
Canva
Für Teams ohne eigene Grafikabteilung, die regelmäßig Social-Media-Posts, Präsentationen oder Aushänge erstellen, ist Canva oft die praktischste Lösung. Die Bildgenerierung ist eine Funktion unter vielen: Vorlagen, Brand Kits und Videobearbeitung findest du im selben Editor. Das Canva Design Model erzeugt aus deinem Prompt kein fertiges Bild, sondern ein Design, das du weiterbearbeiten kannst. Pro kostet 110 Euro pro Person und Jahr, Business 170 Euro. Oberfläche, Hilfe und Support sind vollständig auf Deutsch. Für präzise Bildretusche und farbverbindliche Druckdaten arbeitet Adobe Express genauer.
Leonardo AI
Soll dieselbe Figur in vielen Szenen gleich aussehen, etwa ein Maskottchen oder eine wiederkehrende Kampagnenfigur, spielt Leonardo AI seine Stärke aus. Das Tool bietet mehr Einstellungen als die anderen Bildgeneratoren dieser Auswahl und verlangt dafür etwas Einarbeitung. Für ein schnelles Einzelbild bist du mit Canva schneller am Ziel. Im Gratistarif sind alle Bilder öffentlich, für Kundenprojekte kommt daher erst der Essential-Tarif für 12 Dollar im Monat in Frage. Oberfläche und Support gibt es nur auf Englisch, und deutsche Prompts treffen den gewünschten Stil seltener als englische.
Wer mit mehreren Bild- und Videomodellen arbeitet, bezahlt oft mehrere Abonnements parallel. Krea AI vereint über 40 Modelle verschiedener Anbieter in einem Konto, darunter Veo und Imagen von Google, Kling, Runway und Luma und seit Mai 2026 das eigene Modell Krea 2. Auf Wunsch entsteht das Bild in Echtzeit, während du zeichnest. Schwächer ist die Kostentransparenz: Wie viele Credits ein Modell verbraucht, veröffentlicht Krea nicht, was ein Auftrag gekostet hat, siehst du erst hinterher. Der Pro-Tarif kostet 35 Dollar im Monat (21 Dollar bei jährlicher Zahlung) und reicht laut Anbieter für rund 257 Bilder.
Midjourney
Bei Midjourney steht die Bildsprache im Vordergrund: Die Ergebnisse wirken künstlerischer und weniger nach Stockfoto als bei den meisten anderen Bildgeneratoren, deshalb nutzen viele Kreativteams das Tool für Kampagnenmotive und Moodboards. Für den beruflichen Einsatz sind zwei Tarifgrenzen entscheidend: Prompts und Ergebnisse sind öffentlich, bis du den Pro-Tarif für 60 Dollar im Monat buchst. Setzt dein Unternehmen mehr als eine Million Dollar im Jahr um, erhältst du auch die Rechte an deinen Bildern erst ab Pro. Der Standard-Tarif für 30 Dollar reicht also nur für Motive, die öffentlich sein dürfen. Nachvollziehbare Trainingsdaten bietet Adobe Firefly.
Adobe Express
Mit Adobe Express gestalten Vertrieb oder Personalabteilung ihre Flyer und Social-Media-Posts selbst, ohne vom Corporate Design abzuweichen. Möglich machen das Brand Kits: Farben, Schriften und Logos sind darin verbindlich hinterlegt und gegen Änderungen gesperrt. Die KI spielt eine Nebenrolle, die Bilder erzeugt im Hintergrund Firefly. Premium kostet 11,89 Euro brutto im Monat ohne Jahresbindung, der Teams-Tarif 7,99 Euro brutto je Nutzer ab zwei Lizenzen. Oberfläche und Hilfe sind vollständig auf Deutsch. Nutzt dein Team keine anderen Adobe-Programme, kommst du mit Canva schneller zum Ziel.
Bei neuroflash ist Deutsch nicht die Zweitsprache: Der Anbieter sitzt in Hamburg, Oberfläche und Support sind deutsch, gespeichert wird nach Anbieterangabe in der EU. KI-Anfragen laufen laut Datenschutzerklärung allerdings auch über Server in den USA. Bilder entstehen im integrierten ImageFlash, im Mittelpunkt steht aber die Texterstellung, die Note gilt deshalb der ganzen Plattform. Texte und Bilder teilen sich ein Tagesbudget an Credits: Erzeugst du im Essential-Tarif (42 Euro netto im Monat bei jährlicher Zahlung) viele Bilder, bleibt am selben Tag weniger für Texte. Einen Gratistarif gibt es nicht, testen kannst du eine Woche lang.
Gemini
Die Note von 8,9 gilt Gemini als KI-Assistent, nicht als Bildgenerator. Bei der Bildqualität bleibt Gemini hinter den Spezialisten dieser Auswahl zurück. Der Vorteil liegt in der Arbeitsweise: Mit dem Modell Nano Banana 2 erstellst du ein Bild im selben Chat, in dem du gerade ein Dokument ausgewertet oder einen Text entworfen hast. Nutzt dein Unternehmen Google Workspace, brauchst du kein zusätzliches Abonnement. Im Privatabo Google AI entscheidet eine Einstellung darüber, ob deine Eingaben ins Training fließen. Ab Workspace Business Standard (16,20 Euro je Nutzer und Monat, im Jahresvertrag 13,60) legst du außerdem die EU als Datenregion fest.
ChatGPT
Ein kurzer Satz im Chat genügt, und ChatGPT erstellt das Bild. Im selben Gespräch passt du es anschließend Schritt für Schritt an. Für Layoutentwürfe, Illustrationen und schnelle Prototypen reicht das oft aus, bei präzisen Designvorgaben sind die spezialisierten Bildgeneratoren überlegen. Die Note von 9,1 gilt ChatGPT als Allround-Assistenten. Plus kostet 20 Dollar im Monat, in Österreich rund 23 Euro inklusive Umsatzsteuer. In den privaten Tarifen ist das Training mit deinen Eingaben voreingestellt, abschalten kannst du es in den Einstellungen. Ganz ausgeschlossen ist es erst im Business-Tarif, den du ab zwei Nutzern buchst.
Hast du ein fertiges Motiv und brauchst daraus ein Video, ist Runway der nächste Schritt. Das Tool entfernt Objekte aus Aufnahmen, ersetzt Hintergründe und macht aus einem Standbild eine Kamerafahrt. Als reiner Bildgenerator steht es in dieser Auswahl deshalb hinten. Die Ergebnisse darfst du in allen Tarifen kommerziell nutzen, ohne Wasserzeichen ab 12 Dollar im Monat. Umgekehrt darf Runway alles, was du hochlädst oder erzeugst, dauerhaft für das Training eigener Modelle verwenden und dieses Recht an andere weitergeben. Zurücknehmen kannst du das nicht, nur Unternehmensverträge schließen es aus. Fotos von Kunden oder unveröffentlichte Produkte gehören deshalb nicht in die Standardtarife.
Anbieter verfolgen bei KI-Bildern unterschiedliche Strategien. Einige entwickeln eigene Modelle, andere integrieren Lösungen externer Anbieter in ihre Plattformen. OpenAI nutzt etwa eigene GPT-Image-Modelle, während Google mit Nano Banana ein Bildmodell anbietet, das vor allem bei der Bildbearbeitung eine Rolle spielt. Adobe setzt mit Firefly ebenfalls auf eigene Modelle, bietet in der Firefly-App aber auch Modelle von Google und OpenAI an. Plattformen wie Canva gehen einen anderen Weg: Sie holen die Bildgenerierung direkt in den Designprozess. Welches Modell im Hintergrund arbeitet, bleibt für Anwender dabei oft unklar.
Worauf es bei einem Bildgenerator ankommt
Die folgenden Kriterien helfen dir, Bildgeneratoren gezielt zu vergleichen. Für den beruflichen Einsatz entscheiden meist nicht die Punkte zur Bildqualität, sondern die zu Sichtbarkeit, Nutzungsrechten und Training.
Checkliste
- Bildqualität: Für den professionellen Einsatz brauchst du klare Details und ein stimmiges Gesamtbild. Eine hohe Auflösung allein reicht nicht. Prüfe auch, ob das Tool bei ähnlichen Eingaben verlässlich gute Ergebnisse liefert.
- Kontrolle über Stil und Ästhetik: Mit präzisen Prompts, Stilvorlagen und Einstellungen für Licht, Perspektive oder Farben kannst du den Look beeinflussen. Wenn du regelmäßig Motive für eine Marke oder ganze Bildserien erstellst, sollen Stil, Farben und Figuren über viele Bilder zusammenpassen. Referenzbilder und Funktionen zum Festlegen eines Stils können dir dabei helfen. Wie zuverlässig das gelingt, zeigt sich erst nach mehreren Generierungen.
- Schrift im Bild: Slogans, Produktnamen oder Beschriftungen gibt nicht jedes Tool lesbar wieder. Wenn Text Teil des Motivs sein soll, lohnt ein gezielter Test vorab. Umlaute und lange zusammengesetzte Wörter sind eine häufige Fehlerquelle.
- Rastergrafik oder Vektorgrafik: Die meisten Bildgeneratoren erzeugen Rastergrafiken, die aus einzelnen Pixeln bestehen und beim Vergrößern an Schärfe verlieren. Für Logos, Icons oder Illustrationen, die in unterschiedlichen Größen eingesetzt werden, sind Vektorgrafiken besser geeignet, da sie sich ohne Qualitätsverlust skalieren und weiterbearbeiten lassen. Diese Möglichkeit bieten bislang nur wenige Tools.
- Bearbeitung nach der Generierung: Der erste Entwurf braucht oft noch Änderungen. Praktisch ist es, wenn du einzelne Bildbereiche anpassen kannst, ohne das ganze Motiv neu zu erstellen.
- Sichtbarkeit von Prompts und Ergebnissen: Bei vielen Anbietern sind Prompts und generierte Bilder im Gratistarif öffentlich einsehbar, teils auch in günstigen Bezahltarifen. Einen privaten Modus gibt es oft erst in höheren Tarifstufen. Für Kundenprojekte oder unveröffentlichte Produkte kommt deshalb nur ein Tarif mit privatem Modus in Frage.
- Urheberrechte und Nutzungslizenz: Nicht jeder Tarif erlaubt dir, die Bilder kommerziell zu nutzen, zu verändern oder weiterzuverkaufen, und die Bedingungen unterscheiden sich je nach Anbieter und Abo-Modell. Für Werbung und Kundenprojekte brauchst du einen Tarif, der die kommerzielle Nutzung ausdrücklich einschließt. Ob an einem KI-Bild überhaupt ein Urheberrecht entsteht, erklären wir im Beitrag Urheberrecht bei KI-Inhalten.
- Modelltraining: Manche Bildgeneratoren verwenden deine Texte und Bilder, um ihre Modelle weiterzuentwickeln. Prüfe in den Einstellungen, ob du das ausschalten kannst, bei einigen Anbietern geht das erst im Team- oder Unternehmenstarif. Solange es eingeschaltet ist, lade keine Fotos von echten Menschen, keine Kundendaten und nichts Vertrauliches hoch.
- Abrechnungsmodell: Kaum ein Anbieter verkauft eine feste Anzahl an Bildern. Meist erwirbst du Credits oder Rechenzeit, deren Verbrauch je Bild von Modell, Auflösung und Qualitätsstufe abhängt. Veröffentlicht ein Anbieter den Verbrauch je Modell nicht, lassen sich die Kosten eines Auftrags nur schwer im Voraus abschätzen.
- Sprache: Nicht jeder Anbieter bietet Oberfläche, Dokumentation und Support auf Deutsch. Bei einigen Tools führen deutsche Prompts zudem seltener zum gewünschten Ergebnis als englische. Arbeitet nicht das ganze Team sicher auf Englisch, gehört dieser Punkt in die Auswahl.
- Integration in bestehende Arbeitsabläufe: Manche Bildgeneratoren sind direkt in Grafik- und Designprogramme eingebaut, mit denen viele Teams ohnehin arbeiten. Dann entsteht das Bild dort, wo es weiterbearbeitet wird, ohne Download und erneuten Upload. Wenn du regelmäßig große Mengen erstellst, etwa Produktbilder für einen Onlineshop, sparen eine API oder Stapelverarbeitung viel Handarbeit.
Was es bedeutet, wenn ein Tool mit deinen Daten trainiert
Viele Anbieter verwenden Prompts, hochgeladene Bilder und Ergebnisse, um ihre Modelle weiterzuentwickeln. Grundsätzlich verboten ist das in der EU nicht. Für eigene Entwürfe oder Produktbilder gelten vor allem die Nutzungsbedingungen, denen du bei der Anmeldung zustimmst. Enger sind die Grenzen bei personenbezogenen Daten: Schon das Hochladen eines Fotos, auf dem Kollegen oder Kunden zu erkennen sind, fällt unter die DSGVO. Dein Unternehmen braucht dafür eine Rechtsgrundlage und bleibt verantwortlich, auch wenn der Anbieter die Daten verarbeitet.
Das eigentliche Risiko ist der Kontrollverlust. Was einmal in ein Modell eingeflossen ist, lässt sich kaum wieder entfernen, dafür müsste das Modell neu trainiert werden. Und Bildmodelle können Trainingsmaterial wiedergeben: Forscher haben 2023 aus Stable Diffusion, Imagen und DALL-E 2 über tausend Trainingsbilder nahezu originalgetreu abgerufen, darunter Fotos einzelner Personen und Firmenlogos. Mit deinen Nutzungsrechten an den Ergebnissen hat das Training nichts zu tun, was du mit den Bildern machen darfst, regelt dein Tarif. Worauf es beim Datenschutz mit KI-Tools ankommt, erklärt Rechtsanwalt Stefan Humer im Beitrag Datenschutz beim Einsatz von KI-Tools.
Einsatzbereiche für KI-Bildgeneratoren
- Präsentationen, Berichte und Schulungsunterlagen: Für Folien, Intranet-Beiträge oder Schulungsmaterial braucht es selten ein echtes Foto, aber oft ein passendes Bild. Statt lange in Bilddatenbanken zu suchen, beschreibst du das Motiv und bekommst eine Illustration im gewünschten Stil. Davon profitieren vor allem Teams in Personalwesen oder Unternehmenskommunikation, die keine eigene Grafikabteilung haben.
- Social Media und Newsletter: Marketingteams brauchen laufend neue Motive für viele Kanäle. Mit einem Bildgenerator setzt du Ideen selbst um, auf Wunsch mit Slogan oder Preis direkt im Bild, und erstellst aus einem Motiv die Formate für Story, Feed und Banner. Einen Überblick gibt unser Beitrag zu KI-Tools für Social-Media-Content.
- Produktideen zeigen, bevor es Muster gibt: Neue Farbvarianten, Oberflächen oder Verpackungen lassen sich als Bild abstimmen, bevor ein physisches Muster gefertigt wird. Für interne Entscheidungen und erste Gespräche mit Kunden reicht das oft aus.
- Motive testen: Welches Bild in einer Anzeige oder im Onlineshop besser ankommt, zeigt erst der Vergleich. Ein Bildgenerator liefert mehrere Varianten eines Motivs, ohne dass für jede eine eigene Fotoproduktion nötig ist. Speziell für Shopbilder gibt es eigene KI-Tools für Produktfotos.
- Figuren und Bildserien: Ein Maskottchen oder eine Kampagnenfigur soll in vielen Szenen gleich aussehen. Tools, die Figuren und Stile speichern, machen solche Serien möglich, ohne dass jedes Bild aufwendig nachbearbeitet werden muss.
Bildgeneratoren im Praxistest
Wir haben im Mai 2026 mehrere KI-Bildgeneratoren mit exakt demselben Prompt getestet. Auffällig war: Die Ergebnisse lagen insgesamt sehr nah beieinander und erreichten durchgehend ein hohes visuelles Niveau. Unterschiede zeigten sich vor allem in Details wie Lichtstimmung, Bildausschnitt, Hauttönen, Schärfe oder der Interpretation einzelner Bildelemente. Lediglich Adobe Express wirkte im Test etwas blaustichiger als die übrigen Ergebnisse.
Trotz der starken Gesamtqualität bleiben typische Schwachstellen sichtbar: Vor allem Hände, Finger, feine Proportionen oder komplexe Körperhaltungen gelingen vielen Modellen noch nicht immer zuverlässig und sollten bei allen Anbietern vor einer Veröffentlichung genau geprüft werden.








Welcher Bildgenerator für welche Aufgabe?
Wenn du Bilder beruflich erstellst, ist Adobe Firefly unsere erste Empfehlung: Adobe legt offen, womit das Modell trainiert wurde, bietet Oberfläche und Support auf Deutsch und hat die Bildgenerierung direkt in Photoshop, Illustrator und Express eingebaut. Für bestimmte Aufgaben passen andere Tools besser:
- Grafiken mit fertigen Vorlagen gestalten: Canva
- Markenvorlagen im Team nutzen: Adobe Express
- Bilder mit gut lesbarer Schrift erstellen: Ideogram
- Logos oder Symbole als Vektordatei erstellen: Recraft
- Dieselbe Figur in mehreren Bildern zeigen: Leonardo AI
- Verschiedene Bildmodelle ausprobieren: Krea AI
- Bilder mit individuellem Stil erstellen: Midjourney
- Texte und Bilder auf Deutsch erstellen: neuroflash
- Eine Bildidee direkt im Chat umsetzen: ChatGPT oder Gemini
- Aus einem Bild einen Videoclip machen: Runway
Häufige Fragen
Ja, allerdings meist mit Einschränkungen. Gratisbilder sind oft öffentlich sichtbar, tragen ein Wasserzeichen oder sind nicht für die kommerzielle Nutzung freigegeben. Krea AI schließt die kommerzielle Lizenz im Gratistarif ein, Runway erlaubt die gewerbliche Nutzung ebenfalls kostenlos, versieht Videos dann aber mit einem Wasserzeichen. Bei Recraft ist sie im Gratistarif ausgeschlossen. Vor einer Kampagne lohnt der Blick in die Tarifbedingungen.
Bei vielen Anbietern ja. Midjourney zeigt Prompts und Ergebnisse öffentlich, bis du den Pro-Tarif für 60 Dollar im Monat buchst. Bei Ideogram bleiben sie erst mit einem Abo privat, bei Leonardo AI ab dem Essential-Tarif. Für Kundenmaterial und unveröffentlichte Produkte kommt nur ein privater Modus in Frage.
Das hängt von Anbieter und Tarif ab. Recraft nutzt Inhalte im Pro-Tarif, solange du nicht widersprichst, und schließt das Training im Teams-Tarif grundsätzlich aus. Runway verwendet alles, was du hochlädst oder erzeugst, dauerhaft für das Training und nimmt davon nur Unternehmensverträge aus. Bei ChatGPT ist das Training in den privaten Tarifen voreingestellt, du kannst es aber in den Einstellungen abschalten, ab dem Business-Tarif ist es ausgeschlossen.
Das regeln die Nutzungsbedingungen, und diese unterscheiden sich stark. Midjourney räumt Unternehmen mit mehr als einer Million Dollar Jahresumsatz die Rechte an ihren Bildern erst ab dem Pro-Tarif ein. Adobe Firefly legt offen, womit das Modell trainiert wurde, und sichert Unternehmenskunden eine Freistellung von Ansprüchen Dritter zu. Was urheberrechtlich gilt, erklären wir im Beitrag Urheberrecht bei KI-Inhalten.
Einen festen Stückpreis nennt kaum ein Anbieter. Die meisten verkaufen Credits oder Rechenzeit, und ein Bild verbraucht davon je nach Modell und Qualitätsstufe unterschiedlich viel. Die günstigsten Bezahltarife liegen etwa zwischen 10 und 35 Dollar im Monat. Krea AI nennt für seinen Pro-Tarif rund 257 Bilder, veröffentlicht aber nicht, wie viel ein einzelnes Modell verbraucht.
Nicht bei allen Tools. Bei Leonardo AI führen deutsche Prompts seltener zum gewünschten Stil, und viele Anbieter bieten Oberfläche und Hilfe nur auf Englisch. Vollständig auf Deutsch arbeiten Canva, die Adobe-Programme und neuroflash. Umlaute und lange Wörter in Schriftzügen bleiben eine häufige Fehlerquelle, auch bei Tools, die Schrift gut darstellen.
Für erste Entwürfe ja. Für den späteren Einsatz brauchst du jedoch eine Vektorgrafik, damit das Logo in jeder Größe scharf bleibt. Recraft liefert echte SVG-Dateien, Ideogram gibt Schriftzüge gut lesbar wieder. Ein Logo, das als Marke angemeldet werden soll, braucht trotzdem eine eigene Prüfung. Einen Überblick gibt unser Beitrag zu Logo-Tools.
Die bekannten Tools liegen näher beieinander, als viele erwarten. In unserem Praxistest vom Mai 2026 erreichten acht Bildgeneratoren mit demselben Prompt ein hohes Niveau, Unterschiede zeigten sich vor allem bei Licht, Hauttönen und Bildausschnitt. Schwächen haben viele Modelle weiterhin bei Händen, Fingern und komplexen Körperhaltungen.
Bei Standardaufgaben teilweise, in der Markenarbeit nicht. Ein Bildgenerator liefert schnell Varianten und Stimmungsbilder, aber keine Bildsprache, die eine Marke über Jahre trägt. Produktfotos, die exakt stimmen müssen, und Kampagnen mit hoher Sichtbarkeit brauchen weiterhin Fachleute, die gestalten und die Verantwortung übernehmen.
Ein guter Bildprompt beschreibt Motiv, Stil, Licht, Perspektive und Format, dazu das, was nicht im Bild erscheinen soll. Das passende Ergebnis entsteht selten beim ersten Versuch, meist sind zwei oder drei Durchgänge nötig. Wie du Prompts aufbaust, erklären wir im Beitrag Prompt schreiben lernen.







