Vierzig Modelle, ein Konto. Auf der Oberfläche von Krea liegen über vierzig Bild- und Videomodelle fremder Anbieter nebeneinander, darunter Veo und Imagen von Google, Seedance von ByteDance sowie Kling, Runway und Luma; seit Mai 2026 steht mit Krea 2 ein selbst trainiertes Bildmodell daneben. Gestalter, Werbeteams und Produktfotografen arbeiten damit an einer Stelle statt in fünf Abonnements. Die zweite Besonderheit ist die Echtzeitfläche: Wer zeichnet, tippt oder die Kamera anschaltet, sieht das Ergebnis ohne Renderknopf mitlaufen. Krea rechnet über Guthabenpunkte ab, deren Verbrauch je Modell schwankt. Dazu steht unten eine eigene Frage.

7,9/10
Gesamtbewertung
Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
8/10
Kundensupport
7/10

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Über vierzig fremde Modelle und ein eigenes im selben Konto
  • Echtzeitfläche für Entwürfe ohne Wartezeit
  • Stiltraining ab drei Bildern, Stilcode überall wirksam
  • Knotenketten als eigene Kleinanwendung weitergebbar

Nachteile

  • Punkteverbrauch je Modell nicht veröffentlicht, Abbuchung erst nach dem Lauf
  • Punkte verfallen in den Einzeltarifen zum Abrechnungstermin
  • Alle Daten auf Servern in den USA
  • Oberfläche und Dokumentation nur auf Englisch

Funktionen

  • Echtzeitfläche: Zeichnung, Formen, Kameraaufnahme oder geteilter Bildschirminhalt gehen live hinein, das Ergebnis läuft ohne Renderknopf daneben mit.
  • Modellwahl an einer Stelle: Über vierzig Bild-, Video- und Tonmodelle fremder Anbieter stehen im selben Konto, von Veo und Imagen bis Kling und Runway.
  • Krea 2 mit Stilsteuerung: Das eigene Bildmodell liest Referenzbilder aus, mischt mehrere davon und regelt ihre Wirkung in der Stärke.
  • Stiltraining: Ab drei Bildern entsteht ein eigenes Stilmodell, dessen Code danach bei Erzeugung, Bearbeitung und Aufwertung greift.
  • Elemente: Bis zu acht Referenzbilder unter einem Kürzel halten Figuren und Gegenstände über mehrere Clips gleich, bisher nur im Videobereich.
  • Enhancer: Hebt Bilder je nach Modell auf 8K bis 22K und Videomaterial auf 8K, ergänzt dabei Details, die in der Vorlage nicht stehen.
  • Knotenketten und App Builder: Modelle hintereinanderhängen und das Ergebnis als Maske mit wenigen Eingabefeldern an Dritte weitergeben.
  • Bearbeiten im Browser: Bereiche entfernen, Objekte einsetzen und einzelne Stellen gezielt retuschieren, ohne den Umweg über ein Bildprogramm.

Setup

Browser-Version
Desktop-App
Mobile-App

Sprache

DE-Interface
DE-Support
DE-Dokumentation

Datenschutz

Serverstandort in der EU
EU-Standardvertrag

Unsere Bewertung

Produktivität

8/10

Krea spart den Umweg über mehrere Abonnements: Bild, Video, Aufwertung und Stiltraining laufen im selben Konto, und über Knotenketten hängt ein Team wiederkehrende Schritte hintereinander. Die Zeitersparnis hängt weiter an guten Eingaben und Referenzbildern. Freigabe, Markenprüfung und feine Retusche bleiben Handarbeit, und vor jedem Auftrag steht eine Entscheidung über das Modell.

Benutzerfreundlichkeit

8/10

Der Einstieg gelingt ohne Vorkenntnisse: Konto anlegen, zeichnen, das Ergebnis läuft mit. Zwei Dinge trüben das Bild. Wer über vierzig Modelle vor sich hat, entscheidet vor jedem Auftrag neu, und Krea veröffentlicht keine Liste, wie viele Punkte ein Modell zieht; die Abbuchung erscheint erst ein bis zwei Minuten nach dem Lauf. Knotenketten und App Builder sind Fachwerkzeug. Dafür geht eine Note ab.

Kundensupport

7/10

Krea führt ein Hilfecenter auf Englisch und eine aktive Gemeinschaft, feste Reaktionszeiten nennt der Anbieter nicht. Vorrangige Bearbeitung beginnt erst im Geschäftstarif, Freistellung bei Rechtsansprüchen und feste Ansprechpartner bleiben dem Unternehmensvertrag vorbehalten. Für einen Betrieb im DACH-Raum heißt das: Hilfe gibt es, aber ohne Zusage und ohne deutsche Sprache.

Einsatzbereiche

Entwurf in Echtzeit: Die Echtzeitfläche zeigt das Bild, während der Gestalter zeichnet, tippt oder eine Kameraaufnahme einspeist. Schnelle Modelle arbeiten mit 512 Pixel, die besseren mit 1.024. Das taugt für die Ideenrunde, nicht für die Auslieferung.

Marken- und Produktbilder: Ab drei Aufnahmen trainiert Krea ein eigenes Stilmodell, zehn bis dreißig liefern stabilere Ergebnisse. Der Stilcode daraus wirkt anschließend bei Erzeugung, Bearbeitung und Aufwertung. So hält ein Betrieb seine Bildsprache durch, ohne sie in jede Eingabe zu tippen.

Kurze Bewegtbilder: Für Anzeigen und Beiträge in sozialen Netzen erzeugt Krea Clips von höchstens zwölf Sekunden. Start- und Endbild steuern den Ablauf, gespeicherte Elemente halten Figuren und Gegenstände über mehrere Clips gleich. Für längere Filme reicht das nicht.

Altbestand aufwerten: Der Enhancer rechnet schwaches Material hoch, je nach Modell bis 8K, mit Topaz bis 22K. Auch Videomaterial hebt er auf 8K. Die Redaktion prüft danach Proportionen und Details, denn das Modell ergänzt, was in der Datei nie stand.

Eigene Kleinanwendung: Über Knotenketten hängt ein Anwender Modelle hintereinander, etwa erzeugen, freistellen, aufwerten. Der App Builder macht daraus eine Maske mit wenigen Feldern. Agenturen geben so einen festen Ablauf an Kunden weiter.

Screenshots

Preis

Kostenloser Testzeitraum
Kostenlose Basisversion

Dieselbe Erzeugung zieht auf einer höheren Stufe weniger Guthaben. Krea bucht für jeden Auftrag Punkte ab, und wie viele es sind, hängt am Modell, an der Qualitätsstufe und an der Länge der Eingabe; auf den oberen Stufen fällt der Verbrauch niedriger aus (Anbieterdoku). Die Größenordnung nennt der Anbieter selbst: 20.000 Punkte im Pro-Tarif reichen für rund 257 Bilder oder 83 Videoclips. Ein Clip frisst also gut das Dreifache eines Bildes. Krea weist nur in Dollar aus.

Die fünf Stufen, Jahresbetrag in Klammern

  • Free: 0 $. 100 Punkte am Tag, kommerzielle Lizenz eingeschlossen, ein Bild gleichzeitig, kein Video.
  • Pro: 35 $ (21 $), grob 30 Euro. 20.000 Punkte, acht Bilder und vier Videos gleichzeitig, Stiltraining bis 50 Bilder.
  • Max: 105 $ (63 $), grob 90 Euro. 60.000 Punkte, Bilder ohne Mengengrenze gleichzeitig, Stiltraining bis 2.000 Bilder.
  • Business: 200 $ (160 $), grob 170 Euro. 80.000 Punkte, bis zu 50 Plätze, Anmeldung über SAML.
  • Enterprise: auf Anfrage, Kontingent nach Absprache.

Reste verfallen: Bei Pro und Max erneuert sich das Kontingent zum Abrechnungstermin, nur Business und Enterprise nehmen Ungenutztes mit. Zugekaufte Pakete laufen nach 90 Tagen ab. Max rechnet sich, sobald ein Team regelmäßig Videos erzeugt, denn daran schmelzen 20.000 Punkte am schnellsten (krea.ai/pricing und Anbieterdoku zu Guthabenpunkten, abgerufen am 19.09.2026; Euro grob umgerechnet).

Unser Fazit

Krea ist kein weiterer Bildgenerator, sondern ein Zugang zu über vierzig fremden. Veo, Kling, Runway und Seedance liegen im selben Konto neben dem hauseigenen Modell, dazu die Echtzeitfläche, auf der das Bild schon während des Zeichnens mitläuft. Für Gestalter, die sonst fünf Abonnements führen, rechnet sich allein das. Der wunde Punkt ist die Abrechnung: Krea veröffentlicht keine Liste, wie viele Guthabenpunkte ein Modell zieht, und die Abbuchung erscheint erst ein bis zwei Minuten nach dem Lauf im Konto. Ein Betrieb kennt den Preis erst hinterher. Dieselbe Knotenlogik mit deutlich schmalerem Modellangebot gibt es bei Flora AI. Die Daten liegen sämtlich auf amerikanischen Servern; eine europäische Region nennt der Anbieter nicht.

Häufige Fragen

Trainiert Krea mit meinen Bildern und Eingaben?

Für Unternehmenskunden sagt der Anbieter nein. Die Unternehmensseite von Krea hält fest, man trainiere nie mit Kundendaten. Für die übrigen Tarife räumen die Nutzungsbedingungen Krea an hochgeladenen Inhalten eine weltweite, dauerhafte und unterlizenzierbare Lizenz ein, ohne nach Stufe zu unterscheiden (Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 20.05.2024, Unternehmensseite abgerufen am 19.09.2026).

Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag, und wo liegen meine Daten?

Einen Vertrag auf Anfrage, die Daten in den USA. Das Trust Center von Krea führt ein Data Processing Addendum und einen SOC-2-Bericht zur Anforderung. Die Sicherheitsseite nennt als Ablageort verwaltete Amazon-Server in den USA, die neun genannten Unterauftragsverarbeiter sitzen ebenfalls dort. Eine europäische Region nennt der Anbieter nicht (Sicherheitsseite in der Fassung vom 25.08.2026).

Welche Grenzen hat mein Tarif?

Die Punkte begrenzen alles Weitere. Free gibt 100 Punkte am Tag und erzeugt kein Video, Pro 20.000 Punkte im Monat, Max 60.000, Business 80.000 bei bis zu 50 Plätzen. Dazu begrenzt jede Stufe, wie viele Aufträge gleichzeitig laufen, bei Pro acht Bilder und vier Videos. Einzelne Clips enden nach zwölf Sekunden (Preisseite, abgerufen am 19.09.2026).

Wie hole ich meine Ergebnisse beim Wechsel heraus?

Einzeln herunterladen oder über die Schnittstelle abholen. Krea legt Erzeugnisse in der Bibliothek des Kontos ab, von dort gehen Dateien direkt auf das Gerät. Für den laufenden Abzug bietet der Anbieter eine Programmierschnittstelle samt Rückrufen. Einen Ausfuhrweg für selbst trainierte Stilmodelle nennt die Anbieterdoku nicht, sie bleiben in Krea.

Wie viele Punkte kostet ein Bild?

Grob achtzig, bei schweren Modellen mehr. Der Anbieter rechnet die 20.000 Punkte des Pro-Tarifs auf rund 257 Bilder hoch, Videoclips liegen beim Dreifachen. Eine Liste mit dem Verbrauch je Modell veröffentlicht Krea nicht; die Abbuchung erscheint erst ein bis zwei Minuten nach dem Lauf im Konto.

Darf ich Bilder aus dem Gratiszugang geschäftlich verwenden?

Ja, die Preisseite führt die kommerzielle Lizenz überall. Das gilt auch für den Gratiszugang mit 100 Punkten am Tag. Krea behält sich in den Nutzungsbedingungen allerdings vor, die Bedingungen der kommerziellen Verwertung zu ändern. Die ältere Angabe, der Gratiszugang erlaube keine kommerzielle Nutzung, trifft nicht mehr zu (Preisseite, abgerufen am 19.09.2026).

Funktioniert Krea auf Deutsch?

Nein, Oberfläche und Anleitung liegen auf Englisch vor. Deutschsprachigen Support nennt der Anbieter nicht, vorrangige Bearbeitung gehört erst zum Geschäftstarif. Für die Eingaben genügt meist einfaches Englisch, bei längeren Beschreibungen hilft eine Übersetzung mit DeepL.

Welche Alternativen kommen infrage?

Am nächsten steht Leonardo AI. Leonardo AI führt ebenfalls mehrere Modelle und ein Stiltraining unter einer Oberfläche. Midjourney liefert die eigenständigere Bildhandschrift, aber nur ein Modell und keine Knotenketten. Wer fast nur Werbeclips braucht, greift zu Higgsfield.

Zuletzt aktualisiert: 4. März 2026

Über den Autor

Beitrag von Redaktion KI Kompass

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