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Leonardo AI

Leonardo Interactive Pty Ltd (Australien)

Leonardo AI erstellt Bilder und Grafiken aus Text- oder Bildvorlagen. Dazu kommen Varianten, Hochskalierung und das Entfernen von Hintergründen. Den Stil steuern vortrainierte Modelle, eigene Datensätze oder feste Charakter- und Stilvorlagen. Die Plattform bringt fertige Abläufe für Produktbilder, Social-Media-Motive und Marketingmaterial mit. Eine Programmierschnittstelle erlaubt die Einbindung in bestehende Prozesse. Seit der Übernahme durch Canva im Juli 2024 stecken die Funktionen auch in Canva selbst, Leonardo.ai bleibt daneben als eigene Plattform bestehen.

7,6/10
Gesamtbewertung
Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
8/10
Kundensupport
5/10

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Kommerzielle Nutzung nach Anbieterangabe erlaubt
  • Eigene Modelle auf eigenem Bildmaterial trainierbar
  • Gratistarif mit täglichem Guthaben

Nachteile

  • Viele Feineinstellungen, hohe Einarbeitung
  • Oberfläche und Hilfe nur auf Englisch
  • Guthaben im Gratistarif nach wenigen Bildern erschöpft

Funktionen

  • Bilder aus Text oder Vorlage: Aus einer Beschreibung oder einem hochgeladenen Bild entstehen neue Motive in wählbarem Stil.
  • Bearbeitung direkt im Bild: Der AI Canvas ergänzt fehlende Bildteile, erweitert den Bildausschnitt nach außen und ersetzt einzelne Bereiche gezielt.
  • Standbilder zu kurzen Clips: Erzeugte Bilder lassen sich in kurze Videoclips mit Bewegung umwandeln.
  • Ergebnisse in Echtzeit beim Tippen: Während der Eingabe entsteht laufend eine Vorschau, sodass sich der Auftrag ohne Wartezeit verfeinern lässt.
  • Eigenen Stil trainieren: Ein eigener Datensatz aus Bildern lässt sich hochladen, damit neue Motive einem bestimmten Charakter oder Stil folgen.
  • Texturen für 3D-Objekte: Für Spiele oder Produktdarstellungen lassen sich passende Oberflächenmuster erzeugen.
  • Bilder hochskalieren: Eine Vergrößerungsfunktion erhöht die Auflösung und schärft Details gleichzeitig nach.
  • Private Bilder erst ab höherem Paket: Im Einstiegspaket sind erzeugte Bilder öffentlich sichtbar, für Kundenprojekte ungeeignet.

Setup

Browser-Version
Desktop-App
Mobile-App

Sprache

DE-Interface
DE-Support
DE-Dokumentation

Datenschutz

Serverstandort in der EU
EU-Standardvertrag

Unsere Bewertung

Produktivität

8/10

Leonardo AI beschleunigt vor allem kreative Arbeitsabläufe und kann externe Designkosten senken. Wiederkehrende Bild- und Gestaltungsaufgaben lassen sich automatisieren. Eigene Modelle und eine Programmierschnittstelle ermöglichen die Einbindung in bestehende Prozesse. Abstriche ergeben sich bei der Ergebnisqualität. Einzelne Modelle liefern nicht immer gleichbleibende Resultate. Erst nach zusätzlicher Feinabstimmung arbeiten sie zuverlässig, was den Abstimmungsaufwand erhöhen kann.

Benutzerfreundlichkeit

8/10

Die intuitive Cloud-Lösung ermöglicht einen schnellen Start ohne Installationsaufwand und erleichtert die Teamarbeit durch gutes Rechtemanagement. Um jedoch verlässliche Ergebnisse mit fortgeschrittenen Funktionen zu erzielen, ist etwas Einarbeitung in die Feinjustierung der Parameter erforderlich.

Kundensupport

5/10

Hilfe gibt es fast nur auf Englisch und fast nur zur Selbstbedienung: Dokumentation, Tutorials und ein Discord-Forum. Einen deutschsprachigen Ansprechpartner oder eine zugesagte Reaktionszeit nennt der Anbieter nicht. Für Betriebe, die im Problemfall jemanden erreichen müssen, ist das zu wenig.

Einsatzbereiche

  • Marketing: Leonardo AI liefert Bildmaterial für Werbekampagnen, Social-Media-Beiträge oder Newsletter. Statt einer langen Stockfoto-Suche entsteht ein Motiv, das genau zur Botschaft passt. Den Stil steuert die Textbeschreibung. Vor der Veröffentlichung gehört jedes Ergebnis auf Markenpassung geprüft.
  • Ideenfindung: In der frühen Projektphase werden grobe Gedanken zu Moodboards und Konzeptbildern. Solche Vorlagen verkürzen die Abstimmung im Team und mit externen Partnern, weil alle dasselbe sehen.
  • Grafikproduktion: Icons, Illustrationen und Hintergrundbilder für digitale Kanäle entstehen in Serie. Über ein eigenes Modell lernt das System die Bildsprache des Betriebs und hält sie über viele Motive durch. Das stärkt den Auftritt über alle Kanäle hinweg.
  • Produktentwicklung: Für neue Produkte oder Verpackungen entstehen realistische Ansichtsbilder, bevor ein Prototyp existiert. Leonardo AI setzt Formvorgaben und Materialwünsche in detaillierte Vorschauen um. Als Entscheidungsgrundlage taugen sie, als technische Vorlage nicht.

Screenshots

Preis

Kostenloser Testzeitraum
Kostenlose Basisversion

Leonardo rechnet in Guthabenpunkten, die der Anbieter Fast Tokens nennt. Wie viele ein Bild kostet, hängt von Modell und Auflösung ab, ein einfaches Bild liegt im niedrigen zweistelligen Bereich. Alle Beträge netto in US-Dollar je Monat, bei Jahreszahlung gibt der Anbieter bis zu 20 Prozent Nachlass an.

  • Gratistarif: 0 $. 150 Punkte am Tag, Bilder öffentlich sichtbar.
  • Essential: 12 $. 8.500 Punkte im Monat, Bilder privat.
  • Premium: 30 $. 25.000 Punkte, dazu unbegrenzte Bildgenerierung im langsameren Modus.
  • Ultimate: 60 $. 60.000 Punkte, dazu unbegrenzte Videogenerierung.
  • Teams Starter: 72 $ für drei Plätze, also 24 $ je Platz. 75.000 geteilte Punkte.

Die wichtigste Grenze liegt zwischen Gratis und Essential, denn erst im Bezahltarif bleiben die eigenen Bilder privat; für Kundenprojekte scheidet der Gratistarif damit aus. Der Sprung auf Premium lohnt für alle, die täglich Bilder erzeugen, weil die unbegrenzte Generierung die Punktrechnerei beendet (Anbieterangaben, Stand September 2026).

Unser Fazit

Leonardo ist das Werkzeug für Leute, denen ein gutes Bild nicht reicht. Wer denselben Charakter in zwölf Szenen braucht, wer eine Bildsprache über hundert Motive durchhalten muss oder wer ein eigenes Modell auf Firmenmaterial trainieren will, findet hier mehr Stellschrauben als bei jedem Mitbewerber.

Genau das ist auch der Haken. Die Oberfläche verlangt Einarbeitung, und die Punkterechnerei nervt im Alltag. Dazu läuft alles auf Englisch, bei Oberfläche, Hilfe und Community. Deutsche Prompts funktionieren, treffen den gewünschten Stil aber seltener.

Unsere Empfehlung: Wer gelegentlich ein Bild braucht, ist mit Canva oder einem Chat-Assistenten schneller am Ziel. Wer Bildproduktion als wiederkehrende Aufgabe hat, testet Leonardo im Gratistarif und wechselt für echte Projekte auf Essential, weil erst dort die eigenen Bilder privat bleiben. Das ist der Punkt, an dem viele stolpern.

Häufige Fragen

Was kostet Leonardo AI wirklich?

Der Gratistarif bringt 150 Guthabenpunkte am Tag, macht die Bilder aber öffentlich sichtbar. Essential kostet 12 $ im Monat mit 8.500 Punkten und privaten Bildern, Premium 30 $ mit 25.000 Punkten, Ultimate 60 $ mit 60.000 Punkten. Teams starten bei 72 $ im Monat für drei Plätze. Bei Jahreszahlung nennt der Anbieter bis zu 20 Prozent Nachlass, alle Beträge netto. (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Wie viele Bilder bekomme ich für mein Guthaben?

Das hängt vom gewählten Modell und von der Auflösung ab, ein einfaches Bild kostet einen niedrigen zweistelligen Punktbetrag. Ab dem Premium-Tarif entfällt die Rechnerei für Standardmodelle, weil dort unbegrenzt erzeugt werden darf, allerdings in einem langsameren Modus.

Sind meine Bilder im Gratistarif für andere sichtbar?

Ja. Im Gratistarif landen erzeugte Bilder im öffentlichen Bereich der Plattform. Erst ab dem Essential-Tarif bleiben Bilder und Trainingsdaten privat. Für Kundenprojekte oder unveröffentlichte Produkte ist der Gratistarif damit ungeeignet.

Wem gehören die erzeugten Bilder?

Nach Anbieterangabe liegen die kommerziellen Nutzungsrechte bei der Nutzerin oder dem Nutzer, auch im Gratistarif. Der Anbieter beansprucht kein Eigentum an den Ergebnissen. Ob ein KI-Bild urheberrechtlich geschützt ist, beurteilt jedes Land anders. (Anbieterangabe, Stand September 2026)

Werden meine hochgeladenen Trainingsbilder weiterverwendet?

In den Bezahltarifen lassen sich Trainingsdaten und erzeugte Bilder auf privat stellen. Im Gratistarif sind sie öffentlich. Fremdes Bildmaterial und Fotos von Personen gehören ohne deren Einverständnis ohnehin nicht in ein Trainingsset. (Anbieterangabe, Stand September 2026)

Wo werden die Daten verarbeitet?

Leonardo Interactive Pty Ltd sitzt in Australien und gehört seit 2024 zu Canva. Einen zugesicherten Serverstandort in der EU nennt der Anbieter nicht. Wer strenge interne Vorgaben hat, klärt die Nutzung vorab mit der eigenen Rechtsabteilung. (Anbieterangabe, Stand September 2026)

Reichen die Bilder für den Druck?

Standardmäßig entstehen Bilder in Webauflösung. Für Plakate oder Prospekte braucht es den eingebauten Hochskalierer, der die Kantenlänge vervielfacht. Das Ergebnis reicht für die meisten Druckaufträge, ersetzt aber kein Foto in voller Auflösung.

Bleibt der Stil über viele Bilder hinweg gleich?

Weitgehend, wenn man mit einem eigenen Modell arbeitet. Dafür lädt man eigene Bilder hoch und trainiert die KI darauf. Zusätzlich hält eine Bildvorlage Aufbau oder Pose fest. Ganz ohne Nacharbeit gelingt das trotzdem nie.

Funktionieren deutsche Prompts?

Deutsche Eingaben funktionieren, liefern aber schwächere Ergebnisse. Die Modelle sind überwiegend mit englischen Bildbeschreibungen trainiert. Wer ein bestimmtes Motiv braucht, formuliert die Eingabe auf Englisch.

Brauche ich einen leistungsfähigen Rechner?

Nein. Die Berechnung läuft auf den Servern des Anbieters, im Browser genügt ein normaler Laptop oder ein Tablet. Die örtliche Rechenleistung hat keinen Einfluss auf die Geschwindigkeit.

Was passiert mit meinen Bildern, wenn ich kündige?

Fertige Bilder lädt man einzeln oder in Sammlungen als Datei herunter, dann liegen sie unabhängig vom Konto vor. Selbst trainierte Modelle bleiben an die Plattform gebunden und lassen sich nicht mitnehmen. Wer wechselt, sichert vorher die Bilder und notiert die verwendeten Einstellungen.

Welche Alternativen zu Leonardo AI gibt es?

Midjourney liefert die stärkere Bildästhetik bei weniger Kontrolle, Adobe Firefly punktet mit der Anbindung an Photoshop und Illustrator, Canva deckt den schnellen Vorlagenweg ab. Leonardo gewinnt bei Feinsteuerung und eigenen Modellen. Einen Vergleich bietet unser Beitrag zu den besten KI-Tools zum Bilder generieren.

Zuletzt aktualisiert: 16. September 2026

Über den Autor

Beitrag von Redaktion KI Kompass

Redaktion KI Kompass

Die Redaktion des KI Kompass recherchiert, analysiert und bewertet Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Automatisierung und KI-Tools. Beiträge dieses Profils entstehen gemeinschaftlich innerhalb der Redaktion und dienen der sachlichen Einordnung, Orientierung und Aktualisierung relevanter Themen.

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