Wer mehrere KI-Modelle hintereinanderschaltet, arbeitet bei Flora nicht in einem Chatfenster, sondern auf einer Fläche. Text-, Bild-, Video- und Audiobausteine liegen nebeneinander und reichen Ergebnisse weiter: Was das eine Modell erzeugt, geht als Eingabe in das nächste.

Hinter dem Produkt steht ein Unternehmen aus den USA, das Kreativ- und Werbeteams anspricht und nach eigener Darstellung über 50 Modelle anbindet. Die Oberfläche gibt es nur auf Englisch. Einen Support in deutscher Sprache nennt der Anbieter nicht.

7,5/10
Gesamtbewertung
Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
7/10
Kundensupport
7/10

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Modelle mehrerer Anbieter zu einer Kette verbunden
  • FAUNA legt Bausteine auf Zuruf selbst an
  • Nutzungsrechte an den Ergebnissen in jedem Tarif
  • Guthaben aller Plätze in einem gemeinsamen Topf

Nachteile

  • Oberfläche und Dokumentation nur auf Englisch
  • Selbstbedienung endet bei acht bezahlten Plätzen
  • Auftragsverarbeitungsvertrag erst ab Enterprise, Server in den USA
  • Das Bausteinprinzip verlangt Einarbeitung

Funktionen

  • Modelle zu einer Kette verbinden: Text-, Bild-, Video- und Audiobausteine liegen auf einer Fläche und geben ihr Ergebnis an den nächsten Baustein weiter.
  • FAUNA den Aufbau bauen lassen: Der eingebaute Agent liest die Fläche, legt Bausteine an, wählt Modelle und startet bis zu 50 Generierungen auf Zuruf.
  • Ein Motiv über viele Bilder halten: Elements speichern Figur, Stil oder Produkt als wiederverwendbare Referenz, die jede weitere Generierung übernimmt.
  • Einen Aufbau über Dutzende Eingaben fahren: Der Stapelbaustein wiederholt dieselbe Kette mit wechselnden Vorgaben und liefert die Varianten am Stück.
  • Ergebnisse an Ort und Stelle nachbearbeiten: Der Ebeneneditor maskiert, montiert und korrigiert direkt auf der Fläche, ohne dass die Datei das Werkzeug verlässt.
  • Briefings als PDF hereinholen: Eine PDF-Datei landet als Baustein auf der Fläche, fertige Projekte gehen als PDF wieder hinaus.
  • Gemeinsam an derselben Fläche arbeiten: Mehrere Personen verschieben Bausteine und kommentieren gleichzeitig, Änderungen erscheinen sofort bei allen.
  • Von außen ansteuern: Über Schnittstelle und MCP-Anbindung starten eigene Programme Generierungen und holen die Ergebnisse ab.

Setup

Browser-Version
Desktop-App
Mobile-App

Sprache

DE-Interface
DE-Support
DE-Dokumentation

Datenschutz

Serverstandort in der EU
EU-Standardvertrag

Unsere Bewertung

Produktivität

8/10

Flora AI steigert die Produktivität, indem es verschiedene KI-Modelle für Text, Bild und Video in einer einzigen Oberfläche kombiniert und so kreative Workflows zentral organisiert. Dadurch können Teams Inhalte schneller erstellen, gemeinsam bearbeiten und wiederholbare Prozesse für Kampagnen oder Design-Assets aufbauen.

Benutzerfreundlichkeit

7/10

Die Oberfläche von Flora AI ist als visuelles „Infinite Canvas“ aufgebaut, auf dem Nutzer verschiedene KI-Modelle und Arbeitsschritte per Drag-and-Drop miteinander verbinden können. Dadurch lassen sich kreative Workflows intuitiv aufbauen und bearbeiten, ohne ständig zwischen mehreren Tools wechseln zu müssen.

Kundensupport

7/10

Die vorhandene englische Dokumentation und einige deutschsprachige Tutorials bieten eine brauchbare Grundlage. Da es keine verlässlichen Informationen zu deutschsprachigem Support, Verfügbarkeit und Service Level gibt, bleibt die Bewertung im Mittelfeld.

Einsatzbereiche

Markenbilder in Serie: Elements halten Figur, Stil oder Produkt über viele Generierungen hinweg fest. Einen einmal gebauten Aufbau speichert das Team und startet ihn für die nächste Kampagne erneut. So bleibt die Bildsprache über alle Kanäle erkennbar.

Frühe Konzeptphase: Stimmungsbilder und Szenenfolgen entstehen in Minuten statt in Tagen. Mehrere Entwürfe liegen nebeneinander auf derselben Fläche, das Team vergleicht und verwirft sofort. Entscheidungen fallen früher, weil alle dasselbe sehen.

Produktaufnahmen ohne Studio: Bestehende Artikel wandern in neu erzeugte Umgebungen. Licht, Blickwinkel und Hintergrund steuert der Bildbaustein. Unveröffentlichte Produktbilder verlassen dabei das Haus, die internen Freigaberegeln gelten also weiter.

Varianten für viele Formate: Der Stapelbaustein fährt denselben Aufbau über Dutzende Eingaben und liefert Zuschnitte, Sprachfassungen oder Farbvarianten am Stück. Der Ebeneneditor korrigiert Ausreißer direkt auf der Fläche. Eine menschliche Endabnahme bleibt nötig.

Screenshots

Preis

Kostenloser Testzeitraum
Kostenlose Basisversion

Flora hat im Mai 2026 die Credits abgeschafft. Seither bringt jeder bezahlte Platz ein Nutzungsguthaben in genau der Höhe seines Betrags mit, und jede Generierung zieht den veröffentlichten Modellpreis davon ab. Die Guthaben aller Plätze fließen in einen gemeinsamen Topf. Der Anbieter weist nur in US-Dollar aus.

Stufen und Guthaben je Platz

  • Free: 0 Dollar. Ein Platz, drei aktive Projekte, rund 17 Generierungen, nur Text- und Bildmodelle.
  • Starter: 18 US-Dollar (rund 17 Euro). Nutzungsguthaben in gleicher Höhe, alle Modelle samt Video, Schnittstelle und MCP-Anbindung.
  • Pro: 50 US-Dollar (rund 46 Euro). Guthaben in gleicher Höhe, gemeinsame Materialablage, Obergrenzen je Person, Verbrauchsauswertung.
  • Max: 200 US-Dollar (rund 184 Euro). Guthaben in gleicher Höhe, dazu drei eigene Stimmen je Organisation.
  • Enterprise: auf Anfrage. Ab neun Personen, einheitliche Anmeldung, Auftragsverarbeitungsvertrag als Voreinstellung.

Bei Jahreszahlung fallen 20 Prozent weg, bei Quartalszahlung 10. Über acht bezahlte Plätze führt der Weg nur über Enterprise. Was am Monatsende übrig ist, verfällt; reicht es nicht, schaltet die Verwaltung einen gedeckelten Mehrverbrauch frei (Stufen und Guthaben laut flora.ai/pricing und docs.flora.ai, Abruf 19.09.2026)

Unser Fazit

Flora verkauft kein einzelnes Modell, sondern die Verkettung. Text-, Bild-, Video- und Audiobausteine liegen auf einer Fläche und reichen ihre Ergebnisse weiter. Kreativteams, die heute zwischen fünf Anbietern hin und her kopieren, finden darin die sinnvollste Bauform, die wir derzeit sehen. Bezahlt wird je Platz, und jeder Platz bringt ein Nutzungsguthaben in Höhe seines Betrags mit, ab 18 US-Dollar im Monat; verbraucht wird aus einem gemeinsamen Topf, Reste verfallen zum Monatsende. Ab neun Personen endet die Selbstbedienung, und erst dort liegt ein Auftragsverarbeitungsvertrag vor. Einzelne Bilder ohne Kette dahinter erzeugt Krea AI schneller. Ohne Englischkenntnisse und ohne Bereitschaft zur Einarbeitung bleibt die Fläche leer.

Häufige Fragen

Gehören mir die erzeugten Bilder und Videos?

Ja, laut Anbieter in jedem Tarif. Die Dokumentation hält fest, dass die Rechte an allen im Konto erzeugten Ergebnissen beim Nutzer liegen und dass keine Nutzungs- oder Verwertungsgrenzen an der Tarifstufe hängen. Daneben gelten die Bedingungen des jeweiligen Modellanbieters; nach Angabe von Flora beanspruchte davon mit Stand 26.03.2026 keiner das Eigentum an Ergebnissen. Wiedergabe der Anbieterangaben vom 19.09.2026.

Fließen meine hochgeladenen Dateien in das Training von Modellen?

Nein, sagt der Anbieter. Weder hochgeladene Dateien noch Eingaben oder deren Metadaten würden zum Trainieren oder Nachschärfen von Modellen verwendet, eigene Modelle trainiere das Unternehmen gar nicht. Für die angebundenen Fremdmodelle nennt Flora denselben Stand zum 26.03.2026. Verwalter schalten einzelne Modelle für den ganzen Arbeitsbereich ab. Wiedergabe der Anbieterangaben vom 19.09.2026.

Bekomme ich einen Auftragsverarbeitungsvertrag, auch ohne Enterprise?

Nein, Flora nennt ihn nur für Enterprise. Die Dokumentation nennt Auftragsverarbeitungsvertrag und Trainingsverzicht als Voreinstellung für Enterprise-Arbeitsbereiche, nicht für die kleineren Tarife. Der Datenschutzhinweis vom 01.06.2026 führt aus, dass das Unternehmen in den USA sitzt und Übermittlungen aus dem Europäischen Wirtschaftsraum auf Standardvertragsklauseln stützt; als Vertretung in der EU ist eine Anschrift in Irland genannt.

Wie viele Plätze kann ich buchen, und was passiert, wenn das Guthaben leer ist?

Acht in Selbstbedienung, darüber nur Enterprise. Jeder bezahlte Platz zahlt sein Guthaben in einen gemeinsamen Topf ein; die Verwaltung setzt auf Wunsch feste Grenzen je Person. Ungenutztes Guthaben verfällt zum Monatsende. Reicht es nicht, schaltet die Verwaltung einen gedeckelten Mehrverbrauch frei, dessen Obergrenze sie selbst bestimmt (Anbieterangaben, Abruf 19.09.2026).

Wie hole ich meine Ergebnisse wieder heraus?

Als Datei, Projekte zusätzlich als PDF. Bilder, Videos und Tonspuren verlassen die Fläche einzeln oder im Stapel, Briefings kommen umgekehrt als PDF herein. Für personenbezogene Daten nennt der Datenschutzhinweis ein Recht auf Übertragung in einem gängigen Format. Einen Gesamtexport des Arbeitsbereichs in einem Zug beschreibt die Dokumentation nicht (Abruf 19.09.2026).

Welche Alternativen zu Flora gibt es?

Am nächsten kommt Krea AI. Es führt ebenfalls mehrere Modelle in einer Oberfläche zusammen, verzichtet aber auf die verkettete Fläche. Wer nur Bilder braucht und keine Ablaufkette, bekommt bei Midjourney mehr fürs Geld. Für Bewegtbild in Werbequalität führt der Weg eher über Runway.

Ist Flora schwer zu erlernen?

Anspruchsvoller als ein Chatfenster. Wer zum ersten Mal Bausteine verbindet, braucht einige Stunden, bis Eingang, Modellwahl und Ausgang sitzen. Der Agent FAUNA nimmt diesen Einstieg ab, indem er Bausteine auf Zuruf selbst anlegt und verknüpft. Vorlagen und eine englischsprachige Dokumentation stehen daneben.

Kann ich eigene Bilder als Referenz hochladen?

Ja, als Eingang eines Bausteins. Hochgeladene Bilder dienen als Stil- oder Strukturvorlage für neue Generierungen. Elements machen daraus eine benannte Referenz, die spätere Bausteine immer wieder aufgreifen. Auch ein Briefing als PDF landet auf demselben Weg auf der Fläche.

Zuletzt aktualisiert: 4. März 2026

Über den Autor

Beitrag von Redaktion KI Kompass

Redaktion KI Kompass

Die Redaktion des KI Kompass recherchiert, analysiert und bewertet Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Automatisierung und KI-Tools. Beiträge dieses Profils entstehen gemeinschaftlich innerhalb der Redaktion und dienen der sachlichen Einordnung, Orientierung und Aktualisierung relevanter Themen.

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