
Sales Hub ist der Vertriebsteil der HubSpot-Plattform. Kontakte, Firmen und Geschäfte liegen in derselben Datenbank wie Marketing und Kundendienst, wer mehrere Hubs bucht, arbeitet auf einem Bestand statt auf drei.
Die KI heißt bei HubSpot Breeze und sitzt an vielen Stellen: Entwürfe für Verkaufsmails, Zusammenfassungen von Telefonaten, Bewertung von Kontakten, dazu ein Agent, der den Bestand nach passenden Firmen durchsucht. Bezahlt wird das nicht als Zusatzpaket, sondern aus einem Guthaben, das jede Stufe mitbringt. Abgerechnet wird je Platz.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Ein Datenbestand für Vertrieb, Marketing und Kundendienst
- Gesprächsaufzeichnung und Verschriftlichung ohne Zusatzwerkzeug
- Deutsche Oberfläche, deutscher Chat- und Mailsupport
- Rechenzentrum Frankfurt bei der Kontoeröffnung wählbar
Nachteile
- Von Starter auf Professional mehr als das Vierfache je Platz
- Einrichtungsgebühr ab Professional verpflichtend
- KI-Guthaben verfällt am Monatsende und wird zugekauft
- Training mit Kundendaten voreingestellt, abschalten nur durch Super-Admins
Funktionen
- Geschäfte durch feste Phasen führen: Jede Anfrage bekommt Phase, Wert und Zuständigkeit. Wie viele Trichter nebeneinander laufen, ist je Paket gedeckelt.
- Mails aus dem Postfach mitschreiben: Die Anbindung an Outlook und Gmail legt gesendete Mails und Termine selbsttätig beim richtigen Kontakt ab.
- Verkaufsgespräche verschriftlichen: HubSpot zeichnet Telefonate über eine hinterlegte Rufnummer auf und erzeugt daraus Text samt Zusammenfassung.
- Kontakte vorqualifizieren lassen: Der Prospecting-Agent durchsucht den Bestand nach passenden Firmen und schlägt eine Ansprache vor, statt nur eine Punktzahl zu vergeben.
- Sehen, wer das Angebot öffnet: Versandte Unterlagen melden zurück, wann und wie lange jemand sie angesehen hat.
- Angebote online annehmen lassen: Aus einem Geschäft entsteht ein Angebot mit Positionen, das der Kunde digital zeichnet und über die Zahlungsanbindung begleicht.
- Termine ohne Rückfrage buchen lassen: Ein freigegebener Link zeigt freie Zeiten aus dem verbundenen Kalender und trägt die Buchung direkt ein.
- Doppelte Kontakte aufspüren: Die Datenpflege durchsucht den Bestand nach Dubletten und schlägt das Zusammenführen vor. Im Einstiegspaket nicht enthalten.
Setup
Sprache
Datenschutz
Unsere Bewertung
Produktivität
Sales Hub nimmt einem Vertriebsteam die Ablage ab: Mails, Termine und Telefonate landen ohne Zutun am richtigen Datensatz, Angebote entstehen aus dem Geschäft heraus, Gespräche liegen als Text vor. Das spart messbar Tipparbeit. Der Nutzen hängt daran, dass die Phasen des Verkaufsprozesses vorher sauber festgelegt sind und alle im System arbeiten.
Benutzerfreundlichkeit
Der Einstieg über die kostenlosen Grundfunktionen und den Starter-Tarif gelingt ohne fremde Hilfe, die Oberfläche ist aufgeräumt und auf Deutsch. Ab Professional sieht HubSpot das selbst anders: Dort verlangt der Anbieter eine verpflichtende Einrichtung und stellt sie mit 1.470 Euro in Rechnung, bei Enterprise mit 3.420 Euro. Wer die größeren Stufen bucht, plant also eine begleitete Einführung ein statt eines Selbstversuchs.
Kundensupport
Chat, Mail und Rückruf bietet HubSpot auf Deutsch an, der Telefonweg läuft auf Englisch und erst ab Professional. Dazu kommen die Academy und eine deutschsprachige Wissensdatenbank, die viele Fragen vor dem Ticket erledigen. Auf der kostenlosen Stufe gibt es nur Wissensdatenbank und Gemeinschaft, und seit März 2024 braucht jeder Anfragende einen bezahlten Platz.
Einsatzbereiche
Vertriebssteuerung: Jede Anfrage wandert als Geschäft durch feste Phasen, vom ersten Kontakt bis zum Abschluss. Das Team sieht in einer Ansicht, woran gearbeitet wird und was liegen bleibt. Die Phasen benennt die Firma selbst. Wie viele Trichter nebeneinander laufen, regelt der Tarif.
Gesprächsauswertung: Telefonate laufen über eine im Konto hinterlegte Rufnummer, HubSpot zeichnet auf und verschriftlicht. Breeze zieht daraus Zusammenfassung und nächste Schritte. Vor der Aufzeichnung gelten die üblichen Hinweispflichten gegenüber dem Gesprächspartner.
Vorqualifizierung: Der Prospecting-Agent durchsucht den Bestand nach Firmen, die zum Wunschkundenprofil passen, und schlägt eine Ansprache vor. Wer davon tatsächlich angeschrieben wird, entscheidet der Vertrieb. Jeder Lauf zehrt am Guthaben.
Angebot und Abschluss: Aus einem Geschäft entsteht ein Angebot mit Positionen, das der Kunde online annimmt. Über die Zahlungsanbindung fließt der Betrag zurück in denselben Datensatz. Das spart den Umweg über ein zweites System.
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Preis
Zwischen Starter und Professional liegt bei HubSpot keine Stufe, sondern ein Sprung: 20 Euro je Platz gegen 90 Euro je Platz, mit dem Neukundenrabatt auf Starter sogar 7 gegen 90. Wer das Einstiegspaket verlässt, zahlt ein Vielfaches und obendrein eine einmalige Einrichtungsgebühr, die HubSpot verpflichtend stellt.
Je Platz und Monat bei Jahreszahlung
- Free: 0 Euro. Zwei Nutzer, Hilfe nur über Wissensdatenbank und Gemeinschaft.
- Starter: 20 Euro, für Neukunden derzeit befristet 7 (10 bei Monatszahlung). 15 Vertriebstrichter, 50 Automatisierungen, eine Rufnummer, 500 Guthabeneinheiten.
- Professional: 90 Euro (100 bei Monatszahlung). 100 Trichter, 300 Automatisierungen, 750 Stunden Gesprächsverschriftlichung, 3.000 Einheiten. Einrichtung 1.470 Euro einmalig.
- Enterprise: ab 150 Euro. 350 Trichter, 1.000 Automatisierungen, 1.500 Stunden Verschriftlichung, 5.000 Einheiten. Einrichtung 3.420 Euro einmalig.
Das KI-Guthaben verfällt am Monatsende, Nachkauf kostet 9 Euro je 1.000 Einheiten. Den Sprung nach oben erzwingen in der Regel die Automatisierungen und die Gesprächsverschriftlichung, nicht die Platzzahl (Beträge der deutschen Preisliste von hubspot.de/pricing/sales, Abruf 19.09.2026, Starter-Preise 24.09.2026).
Unser Fazit
20 Euro je Platz im Starter, für Neukunden derzeit 7, gegen 90 Euro im Professional: Zwischen den beiden Stufen liegt keine Abstufung, sondern eine Wand, und obendrauf kommt eine verpflichtende Einrichtung für einmalig 1.470 Euro. Die Bedienbarkeit haben wir deshalb von 8 auf 7 gesenkt. Ein Anbieter, der die eigene Software ab der mittleren Stufe nicht mehr als selbsterklärend verkauft, verdient keine bessere Note. Dafür steht auf der anderen Seite viel: ein Datenbestand für Vertrieb, Marketing und Kundendienst, Telefonate als Text, Angebote direkt aus dem Geschäft heraus, Frankfurt als Rechenzentrum bei der Kontoeröffnung wählbar. Für kleine Vertriebsteams, die eine saubere Verkaufsstrecke und Mailanbindung brauchen und sonst wenig, ist Pipedrive die billigere Antwort. Das Training mit Kundendaten läuft bei HubSpot voreingestellt mit, abschalten kann es nur ein Super-Admin in den KI-Einstellungen. Diese Einstellung gehört vor dem ersten Datensatz geprüft.
Häufige Fragen
Ja, solange das Konto dem nicht widerspricht. In den Nutzungsbedingungen steht, HubSpot dürfe Kundendaten zum Training eigener KI-Modelle verwenden; abschalten kann das nur ein Super-Admin in den KI-Einstellungen des Kontos, und das sperrt keine KI-Funktion. Eine Unterscheidung nach Tarif nennt der Anbieter nicht (Wiedergabe der Anbieterangaben vom 24.09.2026).
Ja, er gehört automatisch zum Vertrag. HubSpot bindet den Auftragsverarbeitungsvertrag über die Nutzungsbedingungen ein und stützt Übermittlungen auf Standardvertragsklauseln. Als Speicherort nennt der Anbieter neben der US-Region ein Rechenzentrum in Frankfurt, das neue Konten bei der Eröffnung wählen; bestehende Konten ziehen über ein Umzugswerkzeug um. Für Zusatzprodukte und Fremdanwendungen gilt diese Ortszusage nicht (Wiedergabe der Anbieterangaben vom 19.09.2026).
Gedeckelt sind Trichter, Automatisierungen, Rufnummern und Verschriftlichungsstunden. Starter erlaubt 15 Trichter, 50 Automatisierungen und eine Rufnummer. Professional erlaubt 100 Trichter, 300 Automatisierungen und 750 Stunden Gesprächsverschriftlichung, Enterprise 350 Trichter, 1.000 Automatisierungen und 1.500 Stunden. Das KI-Guthaben zählt getrennt davon und verfällt zum Monatsende (Stand 19.09.2026).
Export je Objekt, das Konto bleibt danach bestehen. HubSpot löscht nach dem Ende eines bezahlten Abos nicht sofort, sondern stellt die kostenlosen Grundfunktionen weiter bereit; die Herausgabe der Daten regeln die produktspezifischen Bedingungen. Anders liegt der Fall bei einer abgelaufenen Testphase: Dort löscht der Anbieter ausdrücklich ohne Wiederherstellung (Nutzungsbedingungen, Abruf 19.09.2026).
Das entscheidet der Bruch nach dem Starter-Tarif. Kleine Vertriebsteams, die eine saubere Verkaufsstrecke und Mailanbindung brauchen und sonst wenig, fahren mit Pipedrive günstiger. Wer Konzernmaßstab braucht, also tiefe Rechtekonzepte und eigene Objektmodelle, greift eher zu Salesforce Sales Cloud.
Per Chat, Mail und Rückruf ja, am Telefon nicht. HubSpot führt Deutsch als Sprache für Chat, Mail und Rückruf, den direkten Telefonweg nur auf Englisch. Telefonsupport beginnt ohnehin erst ab Professional. In Konten, die seit dem 05.03.2024 angelegt wurden, braucht jeder Anfragende einen zugewiesenen bezahlten Platz.
Nein, die KI übernimmt die Zuarbeit. Breeze schreibt Entwürfe, protokolliert Gespräche, pflegt Datensätze und sucht passende Firmen heraus. Die Gesprächsführung, die Einschätzung eines Kunden und die Entscheidung über ein Angebot bleiben beim Menschen. Jeder Agentenlauf verbraucht außerdem Guthaben, was den Einsatz von selbst begrenzt.
Ja, über den Anwendungsmarkt von HubSpot. Für gängige Anbieter im deutschsprachigen Raum liegen dort Verbindungen bereit, die Anrufe im Datensatz protokollieren. Diese Zusatzanwendungen rechnen getrennt ab. Die im Tarif enthaltene Rufnummer bleibt davon unberührt.






