
innoGPT ist eine KI-Oberfläche für den Büroalltag kleiner und mittlerer Betriebe. Das Werkzeug hilft beim Entwerfen und Überarbeiten von E-Mails, Angeboten und Berichten, beim Sammeln von Ideen und beim Auswerten eigener Dokumente. In derselben Oberfläche stehen Sprachmodelle mehrerer Anbieter zur Wahl, ohne dass ein Betrieb mit jedem einen eigenen Vertrag braucht. Dazu kommen eigene Assistenten mit fest hinterlegten Anweisungen sowie eine Verwaltung für Nutzer und Rechte. Betreiber ist die Inno KI GmbH mit Sitz in Vechta, die Verarbeitung findet nach Anbieterangabe in Frankfurt am Main statt.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Kein Training mit Kundendaten nach Anbieterangabe
- Mehrere Sprachmodelle in einer Oberfläche
- Deutscher Anbieter, Rechnung mit Umsatzsteuer
Nachteile
- Budget für die starken Modelle nennt der Anbieter nicht in Zahlen
- Lange Verläufe werden träge
- Einzelne Funktionen kosten als Zusatz extra
Funktionen
- Mehrere Sprachmodelle in einer Oberfläche: Verschiedene Anbieter stehen im selben Chatfenster zur Wahl, ohne dass ein eigener Vertrag mit jedem Anbieter nötig ist.
- Eigene Dokumente auswerten: PDF-, Word- und Excel-Dateien hochladen, zusammenfassen lassen oder gezielt Fragen dazu stellen.
- Texte für den Büroalltag entwerfen: E-Mails, Angebote und Berichte vorformulieren und überarbeiten lassen.
- Bilder erzeugen und bearbeiten: Aus Beschreibungen entstehen Bilder, die sich im selben Werkzeug weiterbearbeiten lassen.
- Eigene Assistenten mit fester Anweisung: Wiederkehrende Aufgaben etwa für Personalabteilung oder Marketing als eigenen Assistenten mit vorgegebener Rolle anlegen.
- Diktieren und Vorlesen: Prompts per Sprache eingeben und Tonspuren transkribieren, KI-Antworten lassen sich umgekehrt vorlesen.
- Nutzer- und Rechteverwaltung fürs Team: Zugänge zentral anlegen, mit Einzelanmeldung und Ordnerstrukturen für die Zusammenarbeit.
- Grenzen bei langen Gesprächen: Sehr lange Gesprächsverläufe machen die Antworten merklich langsamer.
Setup
Sprache
Datenschutz
Unsere Bewertung
Produktivität
InnoGPT steigert die Produktivität indem es mehrere führende KI-Modelle unter einer europäischen Oberfläche zusammenführt und effiziente Tools wie den Prompt-Builder in einer zentralen Oberfläche. Während Funktionen wie Deep Research und Assistenten die Recherche erheblich beschleunigen, drosseln gelegentliche Performance-Einbußen bei langen Verläufen und fehlende mobile Apps noch den Arbeitsfluss.
Benutzerfreundlichkeit
InnoGPT ist für den Einstieg gut geeignet: Die Oberfläche ist klar aufgebaut, es braucht kaum IT-Ressourcen und grundlegende Funktionen lassen sich ohne lange Schulung nutzen. Für weniger technikaffine Mitarbeitende und bei der ersten Einführung im Unternehmen sind jedoch strukturiertere Onboarding-Angebote sinnvoll, da die Vielzahl an Möglichkeiten anfangs überfordern kann.
Kundensupport
Der Support reagiert schnell und persönlich auf Deutsch, macht jedoch keine verbindlichen Zusagen zu Erreichbarkeit oder festen Service-Leveln.
Einsatzbereiche
- Texterstellung: Erste Fassungen für E-Mails, Berichte oder Anträge entstehen in Minuten statt in einer halben Stunde. Der Tonfall passt sich dem Anlass an, von der Absage bis zum Angebot. Gegengelesen wird trotzdem.
- Zusammenfassung: Lange Protokolle und Berichte schrumpfen auf die Kernpunkte. Wer eine Sitzung verpasst hat, ist in fünf Minuten wieder im Bild. Entscheidungen fällt weiterhin ein Mensch, auf Basis der eigenen fachlichen Einschätzung.
- Ideenfindung: Bei neuen Konzepten dient das Werkzeug als Gegenüber, das Nachfragen stellt und andere Blickwinkel anbietet. Das bricht festgefahrene Denkmuster auf. Welche Impulse taugen, entscheidet die Fachabteilung.
- Strukturierung: Aus unsortierten Notizen wird ein geordneter Text mit klarer Gliederung. Auch komplizierte Sachverhalte lassen sich so in eine Sprache bringen, die Kunden verstehen. Das ist im Alltag der häufigste Einsatz.
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Preis
innoGPT rechnet je Nutzer und Monat in Euro, netto. Der Hebel steckt nicht in der Stufe, sondern im Budget: Standardanfragen sind unbegrenzt, die stärkeren Modelle laufen gegen ein monatliches Budget, dessen Höhe der Anbieter nicht öffentlich beziffert (Verbrauch und Restbudget im Konto sichtbar, Guthaben ab 5 Euro nachkaufbar). Bei Jahreszahlung nennt der Anbieter einen Gratismonat, gekündigt werden kann monatlich.
- Business: 25 Euro je Nutzer.
- Business Max: 109 Euro je Nutzer, deutlich größeres Budget für die stärkeren Modelle.
- Schweigepflicht-Lizenz: 25 Euro je Nutzer für Ärzte, Anwälte und Steuerberater, erst ab zwanzig Lizenzen.
- Ab 1.000 Nutzern: eigener Tarif auf Anfrage, dann auch Betrieb auf eigenen Servern.
Zwei Funktionen kosten extra: die Erkennung personenbezogener Daten ab 69 Euro im Monat und die Anmeldung über das Firmenkonto. Ein Team aus fünf Personen startet damit bei rund 125 Euro im Monat, etwa dem Doppelten eines einfachen Chat-Abos je Person, dafür mit Modellauswahl, zentraler Verwaltung und einem Vertrag mit einem deutschen Anbieter (Anbieterangaben, Stand September 2026).
Unser Fazit
innoGPT löst ein Problem, das viele österreichische Betriebe kennen und wenige ansprechen: Die Mitarbeiter nutzen KI ohnehin, nur eben über private Zugänge, an der IT vorbei und ohne Vertrag. Ein gemeinsamer Zugang mit Verwaltung, Auftragsverarbeitungsvertrag und einer Rechnung für die Buchhaltung beendet diesen Zustand.
Dazu kommen zwei Dinge, die uns gefallen. Die Modellauswahl im Chat bedeutet, dass ein Ausfall bei einem Anbieter die Arbeit nicht stoppt. Und der Anbieter sagt zu, Eingaben weder selbst noch über seine Technologiepartner für Training zu verwenden, mit einem Auftragsverarbeitungsvertrag, den man direkt im Konto abschließt.
Unsere Einschränkung: Der Anbieter beziffert nicht, wie viel Nutzung der starken Modelle in einem Tarif steckt. Wer täglich längere Dokumente auswertet, sollte das vor dem Abschluss erfragen, sonst kommt die Nachzahlung überraschend. Dazu werden lange Verläufe im Chat träge, und eine eigene App fürs Handy fehlte lange. Für ein Team ab drei Personen halten wir die 25 Euro je Platz trotzdem für richtig angelegt. Wer allein arbeitet, kommt mit einem einzelnen Chat-Abo günstiger weg.
Häufige Fragen
Der Business-Tarif kostet 25 Euro je Nutzer und Monat, netto. Bei Jahreszahlung nennt der Anbieter einen Gratismonat. Für Vielnutzer gibt es einen Tarif mit deutlich größerem Budget für die leistungsfähigen Modelle zu 109 Euro je Nutzer und Monat. Ab 1.000 Nutzern gilt ein eigener Tarif auf Anfrage. (Anbieterangaben, Stand September 2026)
Nein, nur eine Testphase von sieben Tagen ohne Zahlungsdaten. Die Standardmodelle sind darin unbegrenzt nutzbar, die leistungsfähigeren bleiben den bezahlten Tarifen vorbehalten.
Standardanfragen sind in allen Tarifen enthalten. Die leistungsfähigeren Modelle laufen gegen ein monatliches Budget, dessen Verbrauch nach dem jeweiligen Modell gewichtet wird. Wie viel Budget in einem Tarif steckt, beziffert der Anbieter nicht öffentlich. Verbrauch und Rest sind im Konto sichtbar, Guthaben lässt sich ab 5 Euro nachkaufen.
Wegen der Rahmenbedingungen, nicht wegen der Antworten. Der Anbieter gibt an, weder selbst noch über seine Technologiepartner Eingaben oder Ergebnisse für das Training zu verwenden, schließt einen Auftragsverarbeitungsvertrag ab und stellt eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer. Bei kostenlosen Diensten fehlt in der Regel beides. (Anbieterangaben, Stand September 2026)
Nach Anbieterangabe auf Servern in Frankfurt am Main bei zertifizierten Anbietern in der EU, das Unternehmen nennt eine Zertifizierung nach ISO 27001. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag lässt sich direkt in den Kontoeinstellungen abschließen. Für Berufsgruppen mit besonderer Schweigepflicht gibt es eine eigene Lizenz mit Hosting in Berlin. (Anbieterangaben, Stand September 2026)
Ja. Betreiber ist die Inno KI GmbH mit Sitz in Vechta in Deutschland, die Abrechnung läuft entsprechend. Für die Buchhaltung eines österreichischen Betriebs ist das einfacher als eine Abrechnung über einen US-Anbieter.
Ja, das ist der Kern des Angebots. Im Chat lässt sich das Modell mit einem Klick wechseln, ohne mit jedem Anbieter einen eigenen Vertrag zu schließen. Praktischer Nebeneffekt: Fällt ein Anbieter aus, läuft die Arbeit mit einem anderen weiter.
Ja, Dateien lassen sich direkt in den Chat ziehen. Das Werkzeug liest den Inhalt, fasst zusammen und beantwortet Fragen dazu. Bei vertraulichen Unterlagen gehört vorher geklärt, was das Unternehmen intern erlaubt, unabhängig von den Zusagen des Anbieters.
Ja, über dauerhafte Anweisungen oder eigene Assistenten. Dort lassen sich Tonfall, Ansprache und Fachbegriffe festlegen. So schreiben alle im Team in derselben Sprache, ohne dass jeder seinen eigenen Prompt bastelt.
Nein. Die Oberfläche funktioniert wie ein bekannter Chat, die Verwaltung von Nutzern und Rechten läuft über übersichtliche Ansichten. Der Aufwand liegt weniger in der Technik als darin, Regeln festzulegen, was in die KI darf.
Gesprächsverläufe und hochgeladene Dateien gehören vor dem Vertragsende gesichert. Eigene Assistenten und hinterlegte Anweisungen bleiben an die Plattform gebunden und wandern nicht mit. Wer wechselt, notiert sich die wichtigsten Anweisungen vorher.
Langdock ist der bekannteste deutsche Mitbewerber mit ähnlichem Zuschnitt, Microsoft Copilot lohnt für Betriebe, die ohnehin auf Microsoft 365 laufen, und die Team-Tarife der großen Chat-Anbieter sind billiger, bieten aber nur ein Modell und weniger Verwaltung. Einen Überblick gibt unser Beitrag zu den besten KI-Assistenten für den Arbeitsalltag.






