Langdock ist europäische Enterprise-Plattform für KI-Adoption in Unternehmen. Die Plattform gibt Mitarbeitenden einen abgesicherten Zugriff auf führende Sprachmodelle, bietet KI-Chat, KI-Agenten und Workflows in einer Oberfläche und lässt sich über Integrationen in bestehende Systeme einbinden. Langdock ist für den produktiven Einsatz im Unternehmen ausgelegt und unterstützt Governance- und Datenschutzanforderungen. Langdock wird in vielen Organisationen eingesetzt, von kleinen Teams bis zu großen Unternehmen mit breitem Rollout.

8/10
Gesamtbewertung
Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
8/10
Kundensupport
8/10

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Mehrere Sprachmodelle ohne Einzelverträge
  • Verarbeitung laut Auftragsverarbeitungsvertrag in der EU
  • Zentrale Verwaltung und Protokollierung der Nutzung

Nachteile

  • Nutzungsgrenzen je Platz nennt der Anbieter nicht in Zahlen
  • Automatisierungen kosten ab 539 Euro im Monat extra
  • Keine dauerhaft kostenlose Variante

Funktionen

  • Mehrere Sprachmodelle in einer Oberfläche: Modelle von OpenAI, Google und Anthropic stehen wählbar bereit, ohne einzelne Verträge mit jedem Anbieter.
  • Eigene KI-Assistenten und Agenten: Mitarbeitende legen Bots mit eigenen Anweisungen an, die auf ausgewählte Dokumente und Werkzeuge zugreifen.
  • Mehrstufige Abläufe automatisieren: Ein Auslöser wie eine neue E-Mail stößt mehrere Schritte an, etwa eine Analyse durch die KI und einen Entwurf in einem anderen System.
  • Antworten aus eigenen Unterlagen: Die KI durchsucht angebundene Wissensdatenbanken, bevor sie antwortet, und nennt die Quelle der Angabe.
  • Anbindung an Unternehmensdaten: Google Drive, SharePoint, Confluence, Slack und Notion lassen sich direkt als Datenquelle einbinden.
  • Gestufte Zugriffsrechte: Rollen bestimmen, wer welche Inhalte sieht und bearbeiten darf, sensible Angaben lassen sich automatisch schwärzen.
  • Verwaltungsauswertung der Nutzung: Administratoren sehen zentral, wie die Plattform im Unternehmen genutzt wird.
  • Automatisierungen als eigener Baustein: Wiederkehrende mehrstufige Abläufe lassen sich zusätzlich zum Chat automatisiert ausführen, ohne einen Agenten manuell zu starten.

Setup

Browser-Version
Desktop-App
Mobile-App

Sprache

DE-Interface
DE-Support
DE-Dokumentation

Datenschutz

Serverstandort in der EU
EU-Standardvertrag

Unsere Bewertung

Produktivität

8/10

Durch das zentrale Bereitstellen von KI-Assistenten und Workflows entfallen isolierte Einzellizenzen, was die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit deutlich beschleunigt. Die tiefe Integration eigener Unternehmensdaten (RAG) reduziert die manuelle Suchzeit bei internen Dokumenten und senkt die Fehlerquote bei der Texterstellung.

Benutzerfreundlichkeit

8/10

Langdock ist als cloudbasierte Lösung schnell einsatzbereit und kommt mit einer klar strukturierten, ChatGPT-ähnlichen Oberfläche, die die Einarbeitung auch für weniger technikaffine Mitarbeitende erleichtert. Die zentrale Verwaltung und einfache Modellwahl unterstützen einen reibungslosen Betrieb im Unternehmen.

Kundensupport

8/10

Langdock bietet als deutsches Unternehmen mit Sitz in Berlin einen klaren Heimvorteil durch vollumfänglich deutschsprachigen Support und Dokumentation. In den höheren Business-Tarifen sichern dedizierte SLAs und Onboarding-Unterstützung kritische Geschäftsprozesse ab. Für kleinere KMU im Basis-Tarif stehen vor allem die sehr gut strukturierte Wissensdatenbank und der reguläre Mail-Support zur Verfügung.

Einsatzbereiche

  • Textarbeit: Aus Stichpunkten oder Rohtexten entstehen E-Mails, Berichte und Konzepte. Der Entwurf spart den schwierigsten Teil, nämlich den Anfang. Gegengelesen und freigegeben wird trotzdem von Hand, das nimmt einem kein Modell ab.
  • Wissenssuche: Interne Dokumente, Richtlinien und Handbücher lassen sich anbinden und danach in normaler Sprache durchsuchen. Antworten beziehen sich dann auf die eigenen Unterlagen statt auf das allgemeine Modellwissen. Genau das ist der Unterschied zu einem privaten Chat-Abo.
  • Analyse: Lange PDF-Dateien, Protokolle oder Tabellen wandern in die Oberfläche und kommen als geordnete Zusammenfassung zurück. Die herausgezogenen Zahlen gehören gegengeprüft, bevor sie in eine Entscheidung einfließen.
  • Eigene Assistenten: Für wiederkehrende Aufgaben legen Teams eigene Helfer mit fester Anweisung und hinterlegtem Kontext an. Kollegen nutzen sie, ohne selbst einen Prompt schreiben zu müssen. Das sorgt für gleichbleibende Ergebnisse über das ganze Team hinweg.

Screenshots

Preis

Kostenloser Testzeitraum
Kostenlose Basisversion

Langdock rechnet je Platz, nennt aber keine Zahl an Nachrichten. Der Verbrauch wird nach den Kosten des jeweiligen Modells gewichtet, mit einem Fünf-Stunden-Fenster und einem Wochenfenster. Beträge netto in Euro, 20 Prozent Nachlass bei Jahreszahlung.

  • Standard-Platz: 25 Euro im Monat. Ein Team aus fünf Personen liegt damit bei rund 125 Euro, ohne Zusätze.
  • Business-Max-Platz: 99 Euro. Rund fünffacher Nutzungsrahmen (Anbieterangabe).
  • Mengenrabatte: ab 51 Plätzen, weitere Stufen ab 251 und ab 551.
  • Ab 1.000 Nutzern: eigener Tarif auf Anfrage.

Drei Posten kommen je nach Nutzung dazu. Automatisierungen sind mit 2.500 Durchläufen im Monat enthalten, darüber kostet das Paket 539 Euro für 40.000 oder 1.199 Euro für 100.000 Durchläufe, die KI-Nutzung darin gesondert nach Verbrauch. Das Governance-Paket kostet ab 1. Januar 2027 3,50 Euro je Nutzer und Monat, bis dahin nichts (Anbieterangabe). Die Schnittstelle rechnet nach Verbrauch mit 10 Prozent Aufschlag auf die Preise der Modellanbieter. Wer viel mit teuren Modellen arbeitet, landet früher beim günstigeren Modell oder bei einer Nachzahlung (Anbieterangaben, Stand September 2026).

Unser Fazit

Langdock beantwortet eine Frage, die sich in österreichischen Betrieben gerade oft stellt: Wie bekommen zwanzig Mitarbeiter Zugang zu KI, ohne dass zwanzig private Abos entstehen und Firmendaten unkontrolliert abfließen. Die Antwort ist eine Oberfläche mit mehreren Modellen zur Wahl, eigenen Assistenten, angebundenen Firmendokumenten und einer Verwaltung, die zeigt, wer was nutzt.

Der Anbieter sitzt in Berlin, sagt vertraglich zu, dass keine Daten ins Modelltraining wandern, und verarbeitet laut Auftragsverarbeitungsvertrag grundsätzlich innerhalb der EU. Für eine Rechtsabteilung ist das eine deutlich einfachere Prüfung als zwanzig Einzelverträge mit US-Anbietern.

Zwei Dinge halten wir für erklärungsbedürftig. Erstens nennt der Anbieter keine Zahl, wie viel Nutzung in einem Platz steckt, sondern rechnet kostengewichtet mit Zeitfenstern. Wer viel mit teuren Modellen arbeitet, stößt früher an eine Grenze, als der Preis vermuten lässt. Zweitens sind die Automatisierungen ab 539 Euro im Monat ein eigener Kostenblock. Für ein Team ab fünf Personen, das KI wirklich täglich nutzt, halten wir die 25 Euro je Platz trotzdem für fair. Wer nur gelegentlich etwas formuliert, fährt mit einem einzelnen Chat-Abo günstiger.

Häufige Fragen

Was kostet Langdock?

Der Standard-Platz kostet 25 Euro je Nutzer und Monat, der Business-Max-Platz mit rund fünffachem Nutzungsrahmen 99 Euro. Bei Jahreszahlung nennt der Anbieter 20 Prozent Nachlass, Mengenrabatte beginnen ab 51 Plätzen. Alle Beträge netto. Für ein Team aus fünf Personen sind das rund 125 Euro im Monat. (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Was kosten die Automatisierungen extra?

2.500 Durchläufe im Monat sind im Grundpreis enthalten. Darüber kostet das Automatisierungspaket 539 Euro im Monat für 40.000 Durchläufe oder 1.199 Euro für 100.000. Wichtig: Die KI-Nutzung innerhalb der Automatisierungen ist darin nicht enthalten und wird nach Verbrauch abgerechnet.

Gibt es eine kostenlose Version?

Nein, nur eine Testphase von sieben Tagen mit 5 Euro Modellguthaben, ohne Kreditkarte. Danach ist ein bezahlter Platz nötig. Eine dauerhaft kostenlose Variante gibt es nicht.

Gibt es Nutzungsgrenzen je Platz?

Ja, und sie sind bewusst nicht in Nachrichten angegeben. Der Anbieter rechnet den Verbrauch nach den Kosten des jeweiligen Modells und arbeitet mit einem Fünf-Stunden-Fenster und einem Wochenfenster. Wer die Grenze erreicht, wird auf ein günstigeres Modell umgeleitet oder zahlt die Mehrnutzung zu Schnittstellenpreisen nach. Konkrete Zahlen veröffentlicht der Anbieter nicht.

Werden unsere Daten für das Training verwendet?

Nach Anbieterangabe nicht, weder durch Langdock noch durch die angebundenen Modellanbieter. Der Anbieter nennt dafür vertragliche Zusagen sowie Zertifizierungen nach ISO 27001 und SOC 2 Type II. (Anbieterangabe, Stand September 2026)

Wo werden die Daten verarbeitet?

Nach dem Auftragsverarbeitungsvertrag des Anbieters grundsätzlich innerhalb der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums. Eine Verarbeitung außerhalb findet nur auf ausdrückliche Weisung statt, etwa wenn ein Betrieb ein Modell außerhalb der EU freischaltet. Als Unterauftragsverarbeiter nennt der Vertrag unter anderem Microsoft, Amazon, Google und OpenAI. Ein bestimmtes Rechenzentrum nennt der Anbieter nicht. (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Kann ich zwischen verschiedenen Sprachmodellen wechseln?

Ja, das ist der Kern des Angebots. In derselben Oberfläche stehen Modelle mehrerer Anbieter zur Wahl, ohne dass der Betrieb mit jedem einen eigenen Vertrag braucht. Welches Modell für eine Aufgabe passt, entscheidet der Nutzer oder eine Voreinstellung.

Braucht jede Person einen eigenen Zugang?

Ja. Ein geteilter Zugang wäre lizenzrechtlich unzulässig und würde die Protokollierung unbrauchbar machen, die gerade den Reiz für Betriebe ausmacht. Genau diese Nachvollziehbarkeit unterscheidet die Plattform von privaten Einzelabos der Mitarbeiter.

Lässt sich verhindern, dass Mitarbeiter Kundendaten eingeben?

Teilweise. Eine Erkennung für personenbezogene Angaben warnt oder schwärzt sie, bevor der Text an ein Modell geht. Verlassen sollte sich niemand darauf: Eine klare Hausregel, was in die KI darf, bleibt nötig.

Lässt sich Langdock an unsere bestehenden Systeme anbinden?

Ja, für Microsoft 365, Google Workspace und verbreitete Kundenverwaltungen gibt es fertige Anbindungen, dazu eine offene Schnittstelle. Dokumente auf einem eigenen Server im Haus lassen sich dagegen nur mit zusätzlichem Aufwand einbinden.

Was passiert mit unseren Daten, wenn wir kündigen?

Hochgeladene Dokumente und Gesprächsverläufe gehören vor dem Vertragsende gesichert. Selbst gebaute Assistenten und Automatisierungen bleiben an die Plattform gebunden und wandern nicht mit. Wer wechselt, plant den Neuaufbau dieser Bausteine ein.

Welche Alternativen zu Langdock gibt es?

innoGPT und weitere deutsche Anbieter zielen ähnlich auf den Mittelstand, Microsoft Copilot ist günstiger, wenn der Betrieb ohnehin auf Microsoft 365 läuft, und die Team-Tarife der großen Chat-Anbieter sind billiger, bieten aber weniger Verwaltung und nur ein Modell. Einen Überblick gibt unser Beitrag zu den besten KI-Assistenten für den Arbeitsalltag.

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2026

Über den Autor

Beitrag von Redaktion KI Kompass

Redaktion KI Kompass

Die Redaktion des KI Kompass recherchiert, analysiert und bewertet Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Automatisierung und KI-Tools. Beiträge dieses Profils entstehen gemeinschaftlich innerhalb der Redaktion und dienen der sachlichen Einordnung, Orientierung und Aktualisierung relevanter Themen.

Aktuelle Tools

1.

SaneBox

11.10.2026
2.

Zapier

19.09.2026
3.

n8n

19.09.2026
4.

Canva

19.09.2026
5.

Jasper

19.09.2026
6.

Cursor

19.09.2026

KI Kompass Newsletter

In jeder Ausgabe eine KI-Anwendung, die du sofort ausprobieren kannst: ein Thema, ausführlich erklärt, mit fertigem Prompt und Cheat-Sheet. Dazu KI-Termine, Weiterbildungen und Förderungen in Österreich. Etwa alle zwei Wochen, kostenlos, jederzeit abbestellbar. Zum Start bekommst du das Starter-Paket mit 10 Cheat-Sheets.