Die besten KI-Video-Generatoren

KI-Video-Generatoren prägen zunehmend, wie schnell und kosteneffizient Videos produziert werden können. Mit den passenden Tools lassen sich Produktionsaufwand senken, Inhalte skalieren und Markenbotschaften über mehrere Kanäle hinweg verbreiten.

Beiträge von Elke Mayr
12. September 2026
Die besten Video-Generatoren

Für jeden Kanal ein Video, am besten jede Woche ein neues: Das erwarten Social Media, Onlineshop und Schulungsabteilung heute gleichermaßen, das Budget für Dreh, Kamera und Schnitt wächst aber nicht mit. KI-Video-Generatoren setzen genau dort an. Die einen machen aus einer Textbeschreibung oder einem Produktfoto eine bewegte Szene von wenigen Sekunden, die anderen lassen einen Avatar ein Skript vorsprechen und in anderen Sprachen wiederholen. Eine Kamera ersetzen sie trotzdem nur teilweise: Die meisten Clips sind kurz, Figuren verändern sich zwischen zwei Einstellungen, und für ein brauchbares Ergebnis braucht es oft mehrere Anläufe, die jeweils Guthaben kosten. Vor dem Abo lohnt deshalb ein Blick auf zwei Punkte, die in keiner Demo auftauchen: ab welchem Tarif du die Videos gewerblich nutzen darfst und ob der Anbieter mit deinem Material trainiert.

Unsere Favoriten unter den KI-Video-Generatoren

Für die Auswahl zählen Marktverbreitung, unsere redaktionelle Prüfung, unabhängige Testergebnisse, Erfahrungen aus der Praxis und die rechtlichen Anforderungen für den Einsatz in der EU. Die Note stammt aus unserem Testbericht zum jeweiligen Tool und bewertet Produktivität, Benutzerfreundlichkeit und Kundensupport, also das Tool insgesamt und nicht nur für diesen Zweck.

Runway

7,4/10
Runway AI, Inc. (USA)
Video
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Ein Objekt aus der Aufnahme entfernen, die Kulisse tauschen, aus einem Standbild eine Kamerafahrt machen: So breit wie Runway ist in dieser Auswahl niemand aufgestellt. Clips entstehen aus Text oder Bild, und fertiges Material baust du im selben Fenster um. Gewerblich nutzen darfst du die Ergebnisse in jedem Tarif, gratis allerdings mit Wasserzeichen. Abgerechnet wird je Sekunde, zwölf Credits mit Gen-4.5; Standard bringt für 12 US-Dollar im Jahresvertrag 625 Credits, das reicht für knapp eine Minute. Eingaben und Ergebnisse nutzt Runway fürs eigene Modelltraining, widersprechen kannst du nicht. Mehr Bildqualität je Dollar liefert Kling AI.

Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
7/10
Kundensupport
6/10

LTX

7,5/10
Lightricks (Israel)
Video
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Aus einem Skript baut LTX Studio zuerst ein Storyboard aus einzelnen Einstellungen, danach laufen Bild, Ton und Schnitt in derselben Oberfläche. Figuren, Orte und Gegenstände legst du einmal an und rufst sie in jeder Szene wieder auf, damit eine Kampagne visuell zusammenhält. Fremdmodelle von Google und Kling nutzt du ohne eigenes Abo. Gewerblich verwenden darfst du die Ergebnisse erst ab Standard für 28 US-Dollar im Monat bei Jahreszahlung, und bis zu dieser Stufe fließt dein Material nach Anbieterangabe ins Modelltraining. Ausgeschlossen ist das erst in Pro für 100 Dollar. Für einen einzelnen Effektclip reicht Higgsfield.

Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
7/10
Kundensupport
7/10
Kuaishou Technology (China)
Video
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Mit einem Produktfoto und einem Prompt entsteht eine bewegte Szene, und das gelingt Kling AI zuverlässiger als den meisten hier. Bei Bildqualität je Dollar liegt es vorn: Standard kostet rund 8,80 US-Dollar im Monat für 660 Punkte, ein Clip von fünf Sekunden in hoher Auflösung zieht rund 40 davon ab. Das ergibt etwa 16 Clips, wenn jeder beim ersten Versuch sitzt, meist braucht es zwei bis drei. Gegen Kling spricht der Umgang mit Daten: Kuaishou verarbeitet in Singapur, nennt weder Auftragsverarbeitungsvertrag noch EU-Vertreter und erlaubt sich das Training mit deinem Material. Soll nichts ins Training fließen, nimm LTX im Pro-Tarif.

Produktivität
7/10
Benutzerfreundlichkeit
7/10
Kundensupport
6/10
Higgsfield Inc. (USA)
Video
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Kamerafahrten auf Ansage: Zoom, Schwenk und Neigung gibst du bei Higgsfield über Vorlagen vor, statt sie dem Zufall zu überlassen. Für kurze Werbeclips und Anzeigen in sozialen Netzen ist das der Grund, hier zu landen, zumal die Oberfläche deutsch ist. Starter kostet 19 Euro netto im Monat und bringt 270 Credits, laut Anbieter rund 15 kurze Clips, die stärksten Videomodelle bleiben dort gesperrt. Wer regelmäßig produziert, landet bei Plus für 47 Euro. Offene Credits verfallen je Abrechnungszeitraum, und weil die Ergebnisse schwanken, gehen oft mehrere Anläufe auf einen Clip. Planst du einen ganzen Ablauf statt einzelner Clips, nimm LTX.

Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
7/10
Kundensupport
7/10

HeyGen

8,4/10
HeyGen Technology Inc. (USA)
Video
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Videos brauchen jemanden vor der Kamera, und diese Person hat selten Zeit. HeyGen ersetzt sie durch einen Avatar: Du tippst das Skript, wählst aus über 500 Figuren oder baust deinen eigenen digitalen Zwilling, und die Lippen passen zum Ton. Die 8,4 ist die höchste Note dieser Liste und gilt Avatarvideos, nicht erzeugten Szenen. Über 300 Stimmen in mehr als 170 Sprachen machen aus einem Schulungsvideo mehrere Sprachfassungen. Creator kostet 24 US-Dollar bei Jahreszahlung für 600 Punkte, die bei aufwendigen Avataren schnell verbraucht sind. Verarbeitet wird ausschließlich in den USA. Soll dein Material in der EU bleiben, nimm Synthesia.

Produktivität
9/10
Benutzerfreundlichkeit
8/10
Kundensupport
7/10
Synthesia Limited (England)
Video
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Kundendaten in Rechenzentren in Irland, nach Angabe des Anbieters: Das unterscheidet Synthesia von allen anderen Tools hier. Aus eingetipptem Text entsteht ein Video mit sprechendem Avatar, danach überträgt Synthesia es in weitere Sprachen samt angepasster Lippenbewegung, Deutsch gibt es auch in österreichischer Variante. Ändert sich eine Vorschrift, tauschst du nur den Absatz, und das bereits verteilte Video zeigt die neue Fassung. Jeder Selbstbedienungstarif enthält genau einen Bearbeiterplatz, Starter kostet 29 US-Dollar im Monat für zehn Videominuten, ungenutzte Punkte verfallen. Brauchst du mehr Avatare und Stimmen, ist HeyGen breiter aufgestellt.

Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
8/10
Kundensupport
7/10

CapCut

8,2/10
Bytedance Pte. Ltd. (Singapur)
Video
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Der erzeugte Clip braucht noch Untertitel, muss ins Hochformat und auf 30 Sekunden: Dafür ist CapCut gebaut, und das meiste davon kostet nichts. Die 8,2 gilt dem Schnittprogramm, als Generator taugt es nur für einen ersten Entwurf aus Text mit Bildern und Übergängen. Eine Preisliste veröffentlicht ByteDance nicht, belegt ist nur die Teamvariante mit 15 bis 30 US-Dollar je Platz und Monat bei Jahreszahlung. Vor dem Einsatz im Betrieb musst du eine Klausel kennen: Wer Material hochlädt, räumt dem Anbieter eine dauerhafte, weltweite und übertragbare Lizenz daran ein. Für erzeugte Szenen bleibt Runway die erste Adresse.

Produktivität
9/10
Benutzerfreundlichkeit
8/10
Kundensupport
6/10

Worauf es bei KI-Video-Generatoren ankommt

Die folgenden Kriterien helfen dir, KI-Video-Generatoren gezielt zu vergleichen. Kläre vorher, ob du erzeugte Szenen, Avatarvideos oder geschnittene Clips für Social Media brauchst, denn dafür eignen sich unterschiedliche Tools.

Checkliste

  • Text-zu-Video: Die Kernfunktion jedes Videogenerators ist die Umwandlung einer Textbeschreibung in Bewegtbild, und die Qualität dieser Übersetzung unterscheidet sich erheblich. Ein gutes System versteht auch nuancierte Beschreibungen und Begriffe aus der Filmsprache wie Kamerawinkel oder Beleuchtung. Schwächere Systeme brauchen sehr einfache Eingaben und liefern trotzdem austauschbare Ergebnisse.
  • Bild-zu-Video: Viele Tools machen aus einem Standbild eine kurze Videosequenz. Das ist vor allem dann interessant, wenn vorhandene Produktfotos oder Kampagnenmotive ohne neues Shooting in Bewegung kommen sollen. Entscheidend ist weniger der Effekt als die Umsetzung: realistische Bewegungsabläufe und ein Motiv, das über alle Bilder hinweg gleich bleibt.
  • Bearbeitung: Wie flexibel lässt sich ein erzeugtes Video verändern? Kannst du Abschnitte kürzen, Text einblenden oder die Musik tauschen? Manche Tools erlauben das direkt, bei anderen brauchst du ein separates Schnittprogramm. Wer alles im selben System erledigen kann, spart Zeit und Frust.
  • Auflösung und Bildwirkung: Die Qualität der Videos entscheidet, ob sie professionell oder eher einfach wirken. Viele Anbieter liefern Full HD bis 4K, einige erreichen eine Bildwirkung mit realistischen Bewegungen und stimmiger Lichtführung. Wichtig ist, dass das Tool zum Einsatzzweck passt: Inhalte für Social Media leben vom Tempo, Schulungsvideos müssen vor allem glaubwürdig wirken.
  • Sprachausgabe und Sprachen: Viele Systeme erzeugen Sprachaufnahmen automatisch oder synchronisieren vorhandene Tonspuren. Für Betriebe in Österreich zählt eine saubere Unterstützung von Deutsch, idealerweise mit österreichischer Färbung. Bei sprechenden Avataren ist eine genaue Lippensynchronität entscheidend, ohne sie leidet die Glaubwürdigkeit.
  • Gleichbleibende Figuren: Soll ein Video dieselbe Figur oder Person über mehrere Einstellungen zeigen, muss das Tool sie gleich halten. Einfache Systeme erzeugen jedes Mal einen anderen Menschen, was für Produkt- oder Markenvideos unbrauchbar ist. Bessere Systeme lassen dich eine Figur einmal festlegen und in jeder Szene wiederverwenden.
  • Cliplänge: Viele Generatoren liefern nur wenige Sekunden am Stück, längere Sequenzen entstehen durch Aneinanderhängen. Prüfe, wie lang ein Clip höchstens sein darf und ob die Übergänge dabei sichtbar werden. Bei Avatarvideos zählt dagegen, wie viele Minuten ein Tarif erlaubt.
  • Geschwindigkeit: Wie lange dauert es, bis ein Video fertig ist? Manche Tools brauchen Sekunden, andere mehrere Minuten, und in günstigen Tarifen kommen Warteschlangen dazu. Für Teams, die viele Varianten ausprobieren, macht das im Alltag einen großen Unterschied.
  • Gewerbliche Nutzung: Nicht jeder Tarif erlaubt, die Ergebnisse für Werbung oder Kundenprojekte zu verwenden. Bei manchen Anbietern beginnt die gewerbliche Lizenz erst in der dritten Stufe, Gratistarife schließen sie oft aus. Lies die Nutzungsbedingungen, bevor ein Video in eine Kampagne geht.
  • Datenschutz und Modelltraining: Kläre, wo der Anbieter hochgeladene Bilder, Skripte und Stimmen verarbeitet, ob ein Auftragsverarbeitungsvertrag vorliegt und ob er dein Material für das Training seiner Modelle verwendet. Bei mehreren Anbietern lässt sich das nur im teuersten Tarif ausschließen oder gar nicht.
  • Kosten je Sekunde: Abgerechnet wird meist in Credits, und jedes Modell verbraucht je Sekunde unterschiedlich viel. Rechne mit den Clips, die du im Monat brauchst, mal zwei oder drei Anläufe je Clip, und achte darauf, ob ungenutztes Guthaben am Monatsende verfällt.

Einsatzbereiche für KI-Video-Generatoren

  • Produktvideos für den Onlineshop: Das E-Commerce-Team braucht für neue Artikel bewegte Bilder, aber kein Budget für einen Dreh. Aus vorhandenen Produktfotos entstehen kurze Szenen für Produktseite, Marktplatz und Anzeige, ohne Kamera und Studio. Wie die Fotos dafür entstehen, zeigt unser Beitrag zu KI-Tools für Produktfotos.
  • Schulungsvideos ohne Sprecher: Die Personalentwicklung muss Vertriebspartner zu einer neuen Produktfunktion schulen. Aus dem Skript entsteht ein Video mit Avatar, und ändert sich ein Detail, wird nur der betroffene Absatz neu erzeugt. Kurspakete mit Wissensfragen vergleicht unser Beitrag zu KI-Tools für E-Learning.
  • Clips für Social Media in Serie: Die Social-Media-Verantwortliche soll drei Reels pro Woche liefern, allein und nebenbei. Erzeugte Szenen, Untertitel und das richtige Format entstehen in einem Bruchteil der Zeit, sodass mehrere Varianten zum Testen bleiben. Tools für den Schnitt kurzer Clips zeigt unser Beitrag zu Tools für Social-Media-Videos.
  • Kampagnen in mehreren Sprachen: Ein Exportbetrieb will dieselbe Botschaft in fünf Märkten zeigen. Aus einem Originalvideo entstehen Fassungen mit übersetztem Ton und angepasster Lippenbewegung, statt fünfmal zu drehen. Wer nur die Stimme braucht, findet passende Tools in unserem Beitrag zu Text-to-Speech-Tools.
  • Storyboard für den Kundenpitch: Eine Agentur will einem Kunden zeigen, wie der Werbefilm aussehen könnte, bevor jemand dreht. Aus dem Skript entsteht ein bewegtes Storyboard mit gleichbleibenden Figuren, über das sich besser reden lässt als über Skizzen. Weitere Tools für diese Arbeit vergleicht unser Beitrag zu KI-Tools für Agenturen.

Welcher KI-Video-Generator für welche Aufgabe?

Wenn du Szenen erzeugen und vorhandenes Material im selben Tool umbauen willst, ist Runway unsere erste Empfehlung: Die Bandbreite ist die größte in dieser Auswahl, und gewerblich nutzen darfst du die Ergebnisse in jedem Tarif. Für bestimmte Aufgaben passen andere Tools besser:

  • Ganze Abläufe vom Skript bis zum Schnitt planen: LTX
  • Aus einem Produktfoto eine bewegte Szene machen: Kling AI
  • Werbeclips mit gesteuerter Kamerafahrt: Higgsfield
  • Schulungsvideos mit Avatar in vielen Sprachen: HeyGen
  • Avatarvideos mit Datenhaltung in der EU: Synthesia
  • Untertitel, Hochformat und Feinschnitt: CapCut

Häufige Fragen

Reicht ein kostenloser KI-Video-Generator für ein Unternehmen?

Selten, weil Wasserzeichen und Nutzungsrechte im Weg stehen. Runway erlaubt die gewerbliche Nutzung auch gratis, aber mit Wasserzeichen und einmalig 125 Credits. Bei Kling AI, HeyGen und LTX schließt der Gratistarif die gewerbliche Nutzung aus. Günstige Einstiege sammelt unser Beitrag zu KI-Tools unter 30 Euro.

Was kostet eine Sekunde KI-Video?

Im Einstieg etwa 10 bis 25 US-Cent, ohne Fehlversuche gerechnet. Bei Kling AI kostet eine Sekunde in hoher Auflösung im Standard-Tarif rund 11 Cent, bei Runway mit Gen-4.5 rund 23 Cent. Weil oft zwei oder drei Anläufe nötig sind, solltest du den Betrag entsprechend vervielfachen. Teurere Modelle wie Veo 3.1 verbrauchen bei Runway ein Vielfaches.

Wie lang darf ein erzeugter Clip sein?

Erzeugte Szenen sind meist nur wenige Sekunden lang und werden für längere Videos aneinandergehängt. Kling AI verlängert Clips so bis auf drei Minuten. Avatarvideos dürfen deutlich länger sein: HeyGen erlaubt im Creator-Tarif 30 Minuten, im Business-Tarif 60. Bei Synthesia begrenzt das Minutenkontingent des Tarifs die Gesamtlänge.

Bleibt eine Figur über mehrere Szenen hinweg gleich?

Nur bei Tools, die Figuren ausdrücklich festhalten. In LTX legst du Figuren, Orte und Gegenstände einmal im Projekt an und rufst sie in jeder Einstellung wieder auf. Higgsfield setzt eine reale Person als wiederkehrende Figur ein. Ohne solche Funktionen erzeugt jeder Clip einen etwas anderen Menschen. Das gleiche Problem kennen auch KI-Bildgeneratoren.

Wo verarbeiten die Anbieter mein Material?

Meist außerhalb der EU. Synthesia speichert Kundendaten nach eigener Angabe in Irland. HeyGen verarbeitet ausschließlich in den USA, Kling AI in Singapur, und Runway sichert keinen Standort in der EU zu. LTX nennt keinen Serverstandort. Was das rechtlich bedeutet, erklärt unser Beitrag KI und DSGVO.

Trainieren die Anbieter mit meinen Videos?

Bei mehreren Anbietern ja. Runway nutzt Eingaben und Ergebnisse ohne Widerspruchsmöglichkeit, nur Unternehmenskunden sind ausgenommen. LTX schließt das Training erst im Pro-Tarif aus, Kling AI erlaubt es sich in den Nutzungsbedingungen, widerrufen geht nur per E-Mail. Was mit Daten im Training passiert, erklärt unser Beitrag zu Trainingsdaten.

Brauche ich die Einwilligung der Person, die im Video spricht?

Ja, sobald ein Avatar einer echten Person nachgebildet wird. HeyGen und Synthesia verlangen dafür ein aufgezeichnetes Einwilligungsvideo, bevor sie den Avatar freigeben. Hol dir die Zustimmung trotzdem auch schriftlich und regle, was nach einem Austritt aus dem Unternehmen mit dem Avatar passiert. Mehr zu Rechten an KI-Inhalten erklärt unser Beitrag zum Urheberrecht bei KI-Inhalten.

Muss ich ein KI-Video kennzeichnen?

Wenn es echte Personen, Orte oder Ereignisse täuschend echt zeigt, verlangt der EU AI Act einen Hinweis auf die KI-Erzeugung. Manche Anbieter gehen weiter: Kling AI schreibt in seinen Bedingungen eine sichtbare Kennzeichnung aller Ergebnisse vor. Was die Verordnung für kleinere Betriebe bedeutet, fasst unser Beitrag zum EU AI Act für KMU zusammen.

Bekomme ich Oberfläche und Support auf Deutsch?

Nur teilweise. Higgsfield und CapCut haben eine deutsche Oberfläche, Synthesia bietet deutsche Anleitungen zum Teil und eine österreichische Stimmvariante. Runway, LTX und Kling AI arbeiten ausschließlich auf Englisch. Wer mit der englischen Oberfläche zurechtkommt, hat einen Vorteil: Prompts auf Englisch liefern bei den Generatoren oft genauere Ergebnisse.

Brauche ich zusätzlich ein Schnittprogramm?

Meistens ja, für Untertitel, Formate und den letzten Feinschliff. CapCut erledigt das weitgehend kostenlos, achte aber auf die weitreichende Lizenz an hochgeladenem Material. Runway baut Material im selben Fenster um, und LTX enthält einen eigenen Schnitt. Weitere Programme für den Schnitt im Browser vergleicht unser Beitrag zu Online-Video-Editoren.

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Über den Autor

Beitrag von Elke Mayr

Elke Mayr

Elke Mayr ist Fotografin und Bildredakteurin mit langjähriger Erfahrung in führenden Medienhäusern, darunter das Wirtschaftsblatt, ORF, Kurier und die VGN Medien Holding (trend, News). Als Expertin für Fotografie und digitale Bildbearbeitung testet Elke KI-gestützte Tools und zeigt, welche Anwendungen für die professionelle Bildgestaltung geeignet sind.

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