Die besten Content Management Systeme

Die Wahl eines CMS hängt nicht nur von der Benutzeroberfläche ab. Entscheidend sind auch Workflows, Schnittstellen, Sicherheitsanforderungen und die langfristigen Betriebskosten.

Beiträge von Barbara Gaisböck
Die besten Content Management Systeme

Content Management Systeme bilden das Rückgrat digitaler Präsenz für Unternehmen aller Größenordnungen. Diese Softwarelösungen ermöglichen die Erstellung, Organisation und Verwaltung von digitalen Inhalten ohne tiefgehende Programmierkenntnisse. Für Unternehmen bieten sie entscheidende Vorteile bei der Steuerung von Webseiten, Online-Shops und internen Kommunikationsplattformen.

Unsere Favoriten für CMS

Die Auswahl berücksichtigt folgende Kriterien: Marktverbreitung, redaktionelle Prüfung, unabhängige Testergebnisse, Nutzererfahrungen, sowie rechtliche Anforderungen für den Einsatz in der EU.

WordPress Foundation (USA)
CMS & Shop Systeme
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WordPress ist ein Open-Source-System, das sich durch tausende verfügbare Erweiterungen an nahezu jede Anforderung vom einfachen Blog bis zum komplexen Online-Shop anpassen lässt. Im Vergleich zu geschlossenen Baukästen bietet die Software volle Kontrolle über Design und Datenstrukturen, verlangt dafür jedoch die eigenständige Organisation von Hosting und regelmäßigen Updates. Der visuelle Editor erleichtert die tägliche Inhaltserstellung, während Teams mit den richtigen Plugins auch mehrsprachige Seiten oder anspruchsvolle Freigabeprozesse umsetzen können.
Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
8/10
Kundensupport
6/10

Wix

8/10
Wix.com Ltd. (Israel)
CMS & Shop Systeme
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Wix ist eine cloudbasierte Plattform, die Hosting, Webdesign und E-Commerce in einer zentralen Bedienoberfläche zusammenfasst. Wer ohne technisches Vorwissen eine Website aufbauen möchte, profitiert vom flexiblen Drag-and-Drop-Editor und den integrierten KI-Hilfen, die erste Text- und Layoutvorschläge generieren. Das System nimmt Nutzern die technische Wartung ab, stößt bei individuellen Datenstrukturen oder dem Wunsch nach einem späteren Anbieterwechsel jedoch an seine Grenzen.
Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
8/10
Kundensupport
8/10

Webflow

7,5/10
Webflow, Inc. (USA)
CMS & Shop Systeme
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Webflow ist eine Plattform zur visuellen Gestaltung von Webseiten, die ein starkes integriertes Content-Management-System (CMS) mitbringt. Redaktionen pflegen Texte und Bilder über eine aufgeräumte Oberfläche ein. Das System bietet enorme gestalterische Freiheit für eigene Layouts, verlangt im Gegenzug aber eine längere Einarbeitungszeit und ein technisches Grundverständnis.

Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
7/10
Kundensupport
7/10
Squarespace, Inc. (USA)
CMS & Shop Systeme
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Squarespace ist eine Website- und Shop-Plattform, die Designvorlagen, ein integriertes CMS und KI-Hilfen für Inhalte in einer Lösung bündelt. Im Vergleich zu Webflow  punktet Squarespace mit einer sehr einfachen Pflege von Seiten, Blogartikeln und kleineren Shops, stößt bei stark individualisierten Designs, mehrsprachigen Inhalten und komplexen Inhaltsmodellen aber schneller an Grenzen.

Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
9/10
Kundensupport
7/10

Drupal

7,4/10
Drupal Association (USA)
CMS & Shop Systeme
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Drupal ist ein modular aufgebautes Open-Source-CMS für anspruchsvolle Websites, Portale und Intranet-Lösungen, das sich besonders für strukturierte Datenmodelle und hohe Sicherheitsanforderungen eignet. Mit KI-Modulen, Automatisierungen und granularen Rechten lassen sich redaktionelle Abläufe und Content-Ausspielung weitreichend steuern, was vor allem in großen oder stark integrierten Systemlandschaften Vorteile bringt. Im Vergleich zu leichter zugänglichen Tools wie WordPress oder Wix setzt Drupal jedoch voraus, dass Entwicklung, Betrieb und Updates durch erfahrene Fachkräfte geplant und begleitet werden.
Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
7/10
Kundensupport
6/10

TYPO3

6,7/10
TYPO3 Association (Schweiz)
CMS & Shop Systeme
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TYPO3 ist ein Open-Source-CMS, das auf mehrsprachige, oft internationale Webauftritte mit klaren Rollen, Workflows und Multi-Site-Verwaltung spezialisiert ist. Inhalte lassen sich fein strukturiert organisieren, über Workspaces planen und über Schnittstellen mit externen Systemen verbinden, was vor allem in Konzernen, Verwaltungen und größeren Bildungseinrichtungen gefragt ist. Im Vergleich zu Baukastenlösungen oder WordPress erfordert TYPO3 allerdings eine aufwendigere Einrichtung und regelmäßige technische Betreuung, wodurch es für kleinere, weniger komplexe Projekte meist überdimensioniert wirkt.
Produktivität
7/10
Benutzerfreundlichkeit
6/10
Kundensupport
7/10

Jimdo

6,7/10
Jimdo GmbH (Deutschland)
CMS & Shop Systeme
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Jimdo ist ein einfach bedienbarer Website-Baukasten mit KI-Unterstützung, integriertem Hosting und einem Grund-CMS für Seiten, Blog und kleinen Online-Shop. Die Plattform erleichtert die Verwaltung von Standardinhalten und rechtlichen Texten im Alltag, verzichtet im Gegenzug aber auf feine Rechteverwaltung, tiefgehende Designkontrolle und direkten Zugriff auf den Quellcode. Im Vergleich zu umfangreicheren Systemen wie WordPress, Webflow oder TYPO3 eignet sich Jimdo vor allem für überschaubare Webauftritte, bei denen eine schnelle Einrichtung wichtiger ist als maximale Gestaltungs- oder Integrationsfreiheit.
Produktivität
6/10
Benutzerfreundlichkeit
8/10
Kundensupport
6/10

Welche Auswahlkriterien entscheidend sind

Checkliste

  • Zielbild: Ein CMS sollte zu den digitalen Zielen und zum Reifegrad eines Unternehmens passen und nicht primär nach Funktionsfülle ausgewählt werden. Entscheidend ist, ob das System eine klare Content-Strategie unterstützt, etwa Leadgenerierung oder Service-Portal, und ob es die dafür nötigen Content-Typen und Workflows abbilden kann. Sinnvoll ist, früh zu klären, ob mehrere Websites, Microsites oder Länderversionen geplant sind und ob perspektivisch zusätzliche Kanäle wie Apps oder IoT-Oberflächen wichtig werden. Wer hier zu kurz denkt, riskiert, ein CMS nach wenigen Jahren erneut ablösen zu müssen, weil Architektur und Governance nicht mitgewachsen sind. Ein strukturiertes Anforderungsbild zu Beginn reduziert diese Risiken deutlich.
  • Funktionsumfang: Ein CMS sollte Standardfunktionen wie Seiten- und Navigationsverwaltung, Medienhandling und grundlegende SEO-Einstellungen abdecken und zugleich Erweiterbarkeit für projektspezifische Funktionen bieten. Für die meisten Unternehmen sind Rechte- und Rollenverwaltung und redaktionelle Workflows zentrale Anforderungen. Spezifisch für Enterprise- oder wachstumsorientierte Umgebungen kommt die Fähigkeit hinzu, Inhalte über mehrere Kanäle auszuspielen, etwa Web, App, Newsletter-Templates oder externe Portale. Ein zu schlankes System limitiert später Content-Strategie und Personalisierung, ein überfrachtetes System erschwert die Einführung und produziert unnötige Komplexität.
  • Usability: Die Bedienbarkeit der Redaktionsoberfläche entscheidet unmittelbar über Effizienz und Akzeptanz in Marketing- und Fachabteilungen. Ein gutes CMS erlaubt das Anlegen, Bearbeiten und Strukturieren von Inhalten mit wenigen Klicks, ohne dass Redakteure regelmäßig Entwicklerunterstützung benötigen. Wichtige Funktionen wie das Einfügen von Bildern, das Bearbeiten von Überschriften, das Setzen von Metadaten oder das Planen von Veröffentlichungen sollten logisch platziert und klar beschriftet sein.
  • Redaktions-Workflows: Ein CMS sollte die realen Freigabeprozesse eines Unternehmens abbilden, statt neue Hürden zu schaffen. Publishing-Workflows mit klaren Zuständen wie Entwurf, in Prüfung, freigegeben und veröffentlicht helfen, Qualität zu sichern und Verantwortlichkeiten nachzuverfolgen. Sinnvoll sind Funktionen zur Aufgabenverteilung, Kommentierung und Benachrichtigung, etwa wenn Inhalte auf Freigabe warten oder Übersetzungen fällig sind.
  • Mehrsprachigkeit: Für international arbeitende Unternehmen reicht eine einfache Sprachkopie oft nicht aus. Relevant sind Sprachvarianten, Übersetzungsworkflows, lokalisierte Metadaten, regionale Aussteuerung sowie die Frage, wie konsistent Änderungen über mehrere Märkte hinweg gepflegt werden.
  • Architektur (monolithisch vs. headless): Ein CMS sollte zur bestehenden Systemlandschaft und zum geplanten Betriebsmodell passen. Zu prüfen sind klassisches monolithisches CMS, Headless-Ansatz oder hybrides Modell, da sich daraus direkte Folgen für Frontend-Entwicklung, Kanalstrategie und spätere Erweiterbarkeit ergeben.
  • Hosting-Modell: Die Entscheidung zwischen On-Premises, Cloud oder hybriden Modellen prägt Sicherheit, Kosten und Flexibilität einer CMS-Landschaft. On-Premises verschafft maximale Kontrolle über Infrastruktur und Daten, erfordert aber eigenes Fachpersonal und die vollständige Verantwortung für Updates, Patches und Backups. Cloud-basierte oder SaaS-CMS reduzieren diesen Aufwand, da der Anbieter Hosting, Skalierung und häufig auch Basis-Sicherheit übernimmt, dafür entstehen laufende Gebühren und eine stärkere Abhängigkeit vom Provider.
  • Integration in Systemlandschaft: Ein CMS entfaltet seinen Nutzen meist erst im Zusammenspiel mit CRM, PIM, DAM, Shop-Systemen, Analytics, Marketing-Automation und Identity-Lösungen. Daher ist zu prüfen, welche APIs, Webhooks, Konnektoren und Import- oder Exportfunktionen vorhanden sind und wie aufwendig individuelle Anbindungen werden.
  • KI-Funktionen: Viele CMS integrieren inzwischen KI-gestützte Assistenten für Texterstellung, Bildvorschläge, Übersetzungen, Content-Briefings oder SEO-Optimierungen. Solche Co-Piloten können Redaktionen entlasten, die Content-Geschwindigkeit erhöhen und erste Entwürfe liefern, die Fachautoren weiterentwickeln. Besonders spannend sind KI-Funktionen, die kontextbewusst mit bestehenden Inhalten umgehen, etwa passende interne Verlinkungen, Inhaltszusammenfassungen oder Varianten für unterschiedliche Zielgruppen erzeugen. Wichtig bleibt jedoch, dass das CMS klare Kontrollmechanismen bietet.
  • SEO-Funktionen: SEO ist für viele Webprojekte ein Grundkriterium, weil technische Einschränkungen später schwer zu korrigieren sind. Das CMS sollte saubere URL-Strukturen, Metadaten, Weiterleitungen, strukturierte Daten und gute Performance unterstützen. Ohne diese Grundlagen stößt die Optimierung schnell an Grenzen.
  • Skalierbarkeit: Ein CMS muss Lastspitzen aushalten und mit wachsenden Content-Mengen, Besucherzahlen und Projekten Schritt halten. Hier spielen Architektur, Datenbank-Design, Caching-Konzept und das zugrunde liegende Hosting eine zentrale Rolle. Systeme, die auf horizontale Skalierung und entkoppelte Content-Auslieferung ausgelegt sind, lassen sich meist besser an wechselnde Auslastungen anpassen.
  • Datenschutz: Sobald personenbezogene Daten, Formulare, Tracking oder personalisierte Ausspielung im Spiel sind, steigen die regulatorischen Anforderungen. Wichtig sind Datenhaltung, Löschkonzepte, Einwilligungsmanagement, Protokollierung und die Frage, welche Daten das CMS selbst verarbeitet oder an Drittsysteme weitergibt.
  • Medienverwaltung und DAM-Anbindung: Bilder, Videos, Dokumente und andere Medien wachsen in Unternehmen rasch zu eigenen Beständen heran, die strukturiert verwaltet werden müssen. Ein CMS sollte eine zentrale Mediathek mit Suchmöglichkeiten, Metadaten, Versionierung und einfachen Einbettungsoptionen bieten, die auf verschiedenen Seiten wiederverwendbar sind.
  • E-Commerce-Funktionen: Wer Produkte oder Services online verkauft, benötigt entweder ein CMS mit integrierten Shop-Funktionen oder eine saubere Anbindung an eine E-Commerce-Plattform.

Usecases für CMS

  • Redaktionelle Website-Verwaltung: Ein CMS organisiert die Erstellung, Prüfung und Veröffentlichung von Seiteninhalten über mehrere Verantwortliche hinweg. Inhalte lassen sich geplant ausspielen, versionieren und nach festen Freigabeprozessen steuern.
  • Ausspielung von Inhalten über mehrere Kanäle: Strukturierte Inhalte können zentral gepflegt und anschließend auf verschiedenen digitalen Kanälen verwendet werden. Das reduziert doppelte Pflege und verbessert die Konsistenz über Website, App, Portal oder andere Interfaces hinweg.
  • Redaktionelle Workflows: Autorinnen und Autoren erstellen Inhalte, andere Rollen prüfen und geben diese frei, bevor sie online erscheinen. Versionierung und Protokolle erleichtern die Nachverfolgung von Änderungen und ermöglichen eine kontrollierte Zusammenarbeit.
  • Betrieb mehrsprachiger Websites: Inhalte können in mehreren Sprachversionen gepflegt und miteinander verknüpft werden. Übersetzungsprozesse werden strukturiert abgebildet, sodass jede Sprachvariante eigenständig aktualisiert und verwaltet werden kann.
  • Erstellung von Landingpages: Marketinginhalte lassen sich in fertigen Layouts aufsetzen ohne dass Entwicklungsressourcen nötig sind. Inhalte können kurzfristig angepasst oder deaktiviert werden, wenn eine Kampagne endet oder sich ändert.

Häufige Fragen

Woran lässt sich erkennen ob ein Content Management System zum eigenen Unternehmen passt?

Ein passendes Content Management System muss vor allem die tatsächlichen Arbeitsabläufe im Unternehmen abbilden. Entscheidend sind Rechteverwaltung Freigabeprozesse Mehrsprachigkeit Mandantenfähigkeit und die Frage wie gut sich Inhalte ohne technische Umwege pflegen lassen.

Welche Arten von CMS gibt es und worin unterscheiden sie sich?

Grundsätzlich lassen sich klassische gekoppelte CMS, Headless-CMS und hybride Systeme unterscheiden. Ein klassisches CMS verwaltet Inhalte und spielt sie meist direkt auf einer Website aus. Ein Headless-CMS trennt Inhalt und Ausgabekanal. Das ist sinnvoll wenn Inhalte auch in Apps, Portalen oder anderen Systemen erscheinen sollen. Hybride Systeme liegen dazwischen. Sie bieten redaktionelle Funktionen eines klassischen CMS und zugleich Schnittstellen für verschiedene Kanäle.

Wann ist ein Headless-CMS sinnvoll und wann eher nicht?

Ein Headless-CMS ist sinnvoll wenn Inhalte auf mehreren Kanälen genutzt werden sollen. Dazu zählen Websites, Apps, Kundenportale, digitale Displays oder E-Commerce-Systeme. Auch bei komplexen Frontends und individueller Entwicklung kann dieser Ansatz sinnvoll sein, weil das CMS im Hintergrund sauber als Inhaltsquelle arbeitet. Weniger geeignet ist ein Headless-System wenn das Unternehmen eine klassische Website mit überschaubarer Komplexität betreibt.

Welche Kosten entstehen bei einem CMS realistisch?

Die Lizenz oder der monatliche Preis ist nur ein Teil der Wahrheit. Hinzu kommen Kosten für Einführung, Konzeption, Design, Schnittstellen, Hosting, Wartung, Schulung und laufende Weiterentwicklung. Gerade bei einem CMS zeigen sich viele Ausgaben erst im Projektverlauf. Für ein Unternehmen ist deshalb die Total Cost of Ownership entscheidend. Ein günstiges System kann am Ende teuer werden wenn individuelle Anpassungen, Agenturabhängigkeit oder aufwendige Updates nötig sind. Umgekehrt kann ein zunächst teureres System wirtschaftlicher sein, wenn es Prozesse besser abbildet und weniger Folgekosten verursacht.

Welche Rolle spielen Schnittstellen bei der Auswahl eines CMS?

Wesentlich sind Integrationen, die Inhalte, Medien, Nutzerdaten und Prozesse zusammenführen. Dazu zählen häufig Systeme für Produktdaten, digitale Assets, Formulare, Analyse, Authentifizierung oder Marketing-Prozesse. Die Qualität der Schnittstellen ist oft wichtiger als die Zahl verfügbarer Standardanbindungen.

Wie wichtig ist die Benutzerfreundlichkeit für Redaktionen und Fachabteilungen?

Sie ist zentral weil ein CMS im Alltag von Menschen genutzt wird die nicht aus der IT kommen. Wenn Inhalte nur mit vielen Klicks unklaren Masken oder technischen Begriffen gepflegt werden können sinkt die Nutzungsqualität schnell. Das führt zu Fehlern, Verzögerungen und im schlimmsten Fall zu einer Rückkehr in Schattenprozesse mit Word Excel oder E-Mail. Benutzerfreundlichkeit bedeutet dabei mehr als eine moderne Oberfläche. Auch Rollenmodelle, Vorschaufunktion, Medienverwaltung, Wiederverwendung von Inhalten und klare Freigabeschritte gehören dazu.

Welche Sicherheitsaspekte sollten bei einem CMS geprüft werden?

Sicherheit beginnt bei der Architektur und endet nicht bei einzelnen Updates. Relevant sind Rechte- und Rollenkonzepte, Protokollierung, Patch-Management, Verschlüsselung, Zwei-Faktor-Authentifizierung, Backup-Strategien und Schutz vor typischen Webangriffen. Auch der Betrieb ob in der Cloud oder On Premises beeinflusst das Risikoprofil des CMS.

Ist Open Source bei CMS grundsätzlich die bessere Wahl?

Open Source ist weder automatisch besser noch riskanter. Der Vorteil liegt oft in der Flexibilität der Transparenz und der breiten Verfügbarkeit von Erweiterungen und Fachkräften. Gleichzeitig steigt der Aufwand, wenn ein Unternehmen viele individuelle Anpassungen plant oder kein stabiles Betriebsmodell aufsetzt. Proprietäre CMS können dafür mit klaren Support-Strukturen, definierten Roadmaps und bestimmten Enterprise-Funktionen punkten. Die Entscheidung sollte nicht ideologisch fallen. Wichtiger ist die Frage, welches Modell zu internen Kompetenzen, Sicherheitsanforderungen und langfristigen Betriebskosten passt.

Wie relevant sind Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit bei einem CMS?

Beides ist sehr relevant auch wenn der aktuelle Bedarf noch überschaubar wirkt. Ein CMS wird selten nur für den Ist-Zustand eingeführt. Webseiten wachsen, Sprachen kommen hinzu, neue Märkte entstehen und Inhalte sollen auf weitere Kanäle verteilt werden. Wenn das System dafür nicht ausgelegt ist, entsteht später hoher Umbauaufwand. Zukunftssicherheit bedeutet aber nicht jedes denkbare Szenario vorwegzukaufen. Für ein Unternehmen ist ein realistischer Blick wichtiger. Das System sollte die nächsten Jahre fachlich und technisch mitgehen können.

Welche Fehler machen Unternehmen typischerweise bei der CMS-Auswahl?

Ein häufiger Fehler ist die Konzentration auf Funktionslisten und Oberflächen. Viele Projekte prüfen zu wenig, wie Inhalte entstehen, wer sie freigibt und welche Systeme angebunden werden müssen. Das führt dazu dass das ausgewählte CMS auf dem Papier gut aussieht, im Betrieb aber Reibung erzeugt. Ein weiterer Fehler liegt in unklaren Anforderungen. Wenn Fachbereiche Redaktion, IT und Management unterschiedliche Ziele verfolgen, wird die Auswahl beliebig. Sinnvoll ist eine strukturierte Anforderungsaufnahme mit klarer Gewichtung.

Über den Autor

Beitrag von Barbara Gaisböck

Barbara Gaisböck

Barbara Gaisböck ist Medienmanagerin und freie Redakteurin in Wien. Für den KI Kompass analysiert sie KI-Tools und Automatisierungslösungen aus Anwendersicht: Sie zeigt, welche Anwendungen im Alltag funktionieren und welchen konkreten Nutzen sie für Unternehmen haben.