Sage Active-Logo

Sage Active

The Sage Group plc (Großbritannien)

Sage Active ist eine cloudbasierte Software für Auftragsbearbeitung und Buchhaltung, ausgerichtet auf kleine Unternehmen. Das Programm erstellt und verwaltet Angebote, Rechnungen und Zahlungen und gibt eine laufende Übersicht über offene Posten und Liquidität. Die Lösung automatisiert Buchungsvorgänge, unterstützt bei Monatsabschluss und Umsatzsteuer-Voranmeldung und stellt betriebswirtschaftliche Kennzahlen zentral bereit. Ein integrierter KI-Assistent (Sage Copilot) hilft bei Routineaufgaben und liefert Hinweise zu relevanten Vorgängen. Zu beachten: Sage Active ist für den deutschen Markt entwickelt und in Österreich nicht im Angebot. Wir führen das Programm hier als Vergleichsmaßstab, nicht als Empfehlung für österreichische Betriebe.

7,9/10
Gesamtbewertung
Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
8/10
Kundensupport
7/10

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Buchhaltung, Aufträge und Lohn in einer Oberfläche
  • Automatischer Abgleich von Bankbewegungen und Belegen
  • Deutschsprachiger Support und deutsche Oberfläche

Nachteile

  • Für Österreich nicht im Produktangebot gelistet
  • Jedes weitere Unternehmen kostet ein eigenes Abo
  • Auswertungen bleiben an der Oberfläche

Funktionen

  • Angebote und Rechnungen erstellen: Elektronische Rechnungen lassen sich auch im Format XRechnung und ZUGFeRD ausstellen, für den Versand an öffentliche Auftraggeber.
  • Laufende Buchhaltung führen: Einnahmen-Überschuss-Rechnung und Bilanz werden geführt, die Umsatzsteuer-Voranmeldung geht direkt an ELSTER.
  • Bankabgleich automatisch: Kontobewegungen werden Belegen zugeordnet, offene Posten sind dadurch laufend abgeglichen.
  • Sage Copilot erinnert an Fälliges: Der KI-Assistent stößt Mahnungen an, unterstützt bei der Datenerfassung und weist auf auffällige Vorgänge hin.
  • Lohn- und Personalverwaltung: Mitarbeiterdaten und Lohnabrechnungen lassen sich im selben Programm führen.
  • Übersicht zu Zahlungsfluss und Forderungen: Offene Forderungen und Verbindlichkeiten sind zentral einsehbar, die Auswertung bleibt aber an der Oberfläche stehen.
  • DATEV-Export für die Steuerkanzlei: Buchhaltungsdaten lassen sich im DATEV-Format für die externe Kanzlei ausgeben.
  • Ein Unternehmen je Abo: Weitere Firmen werden in derselben Verwaltung angelegt und einzeln berechnet, mehrere Firmen lassen sich nicht gemeinsam verwalten.

Setup

Browser-Version
Desktop-App
Mobile-App

Sprache

DE-Interface
DE-Support
DE-Dokumentation

Datenschutz

Serverstandort in der EU
EU-Standardvertrag

Unsere Bewertung

Produktivität

8/10

Sage Active verbessert die Produktivität vor allem durch weitgehend automatisierte Abläufe in Buchhaltung, Auftragsbearbeitung und Bankabgleich, wodurch doppelte Dateneingaben wegfallen und Routineaufgaben deutlich schneller erledigt werden. Die Zeitersparnis ist deutlich, bleibt aber hinter dem Machbaren zurück, da für durchgängig automatisierte Prozessketten oft noch ergänzende Integrationen oder manuelle Schritte nötig sind.

Benutzerfreundlichkeit

8/10

Dank der modernen Cloud-Architektur gelingt der Einstieg ohne technische Hürden, da Wartung und Updates automatisch erfolgen. Auch wenn die kaufmännische Einrichtung Sorgfalt verlangt und einzelne Detailfunktionen noch fehlen, ist die tägliche Handhabung übersichtlich und leicht verständlich.

Kundensupport

7/10

Guter, engagierter Support mit deutschsprachiger Betreuung, der vor allem bei Einführung und Datenmigration sowie bei Sonderwünschen positiv auffällt und im Vergleich zum Wettbewerb als Stärke wahrgenommen wird. Abzüge ergeben sich, weil klare Aussagen zu Verfügbarkeit, zugesagten Reaktionszeiten und formalen Service-Level-Vereinbarungen fehlen.

Einsatzbereiche

  • Buchhaltung: Die laufende Buchführung liegt an einer Stelle, Bankbewegungen gleicht das System mit offenen Belegen ab. Der Überblick über Einnahmen und Ausgaben bleibt damit tagesaktuell. Am Monatsende gehen die aufbereiteten Daten an die Steuerberatung.
  • Auftragsbearbeitung: Vom Angebot über den Lieferschein bis zur Rechnung läuft alles in einem Ablauf. Zahlungseingänge ordnet das System den Kundenkonten zu, offene Beträge landen im Mahnlauf. Das erspart die getrennte Rechnungssoftware.
  • Personal und Lohn: Im größeren Tarif lassen sich Mitarbeiterdaten und Lohnabrechnungen verwalten. Dabei fallen besonders sensible Daten an, die eine eigene Freigaberegelung im Betrieb verlangen. Vor der Übermittlung an Behörden prüft eine Person das Ergebnis.
  • Auswertung: Gewinn, Verlust und offene Forderungen stehen in Übersichten bereit. Das reicht, um Liquiditätsengpässe früh zu erkennen. Für tiefere betriebswirtschaftliche Auswertungen ist das Werkzeug zu einfach.

Screenshots

Preis

Kostenloser Testzeitraum
Kostenlose Basisversion

Vorweg die Vorbehalte: Sage nennt diese Grundpreise auf den eigenen Produktseiten nicht, und auf der österreichischen Seite des Anbieters ist Sage Active gar nicht gelistet, dort führt Sage als Cloud-Buchhaltung Sage 50cloud und Sage 100. Die Beträge gelten für die deutsche Fassung, netto in Euro je Monat und je Mandant.

  • Starter: 25 Euro. Angebote, Rechnungen, Belegerfassung, nach Anbieterangabe bis zu fünf Nutzer und 300 Rechnungen im Monat.
  • Essentials: 49 Euro. Dazu vollständige Buchhaltung sowie Personal und Lohn, bis zu zehn Nutzer und 500 Rechnungen.
  • Zusatzposten: weitere Mitarbeiter in der Lohnverrechnung 3 Euro je Person, Rechnungen über dem Kontingent als Zusatzpaket (100 für 10 Euro, 1.000 für 65 Euro) oder 0,15 Euro je Stück. Die früheren Nutzerpreise von 5 und 10 Euro gelten nur noch für Abos vor dem 01.02.2026.

Vor jeder Kalkulation steht die Verfügbarkeitsfrage, denn die deutsche Fassung ist auf deutsche Kontenrahmen und die deutsche Finanzverwaltung ausgerichtet. Zeitweise wirbt der Anbieter mit 50 Prozent Nachlass für drei Monate (Anbieterangaben und Marktquellen, Stand September 2026).

Unser Fazit

Sage Active macht das, was eine Buchhaltungssoftware für einen kleinen Betrieb machen soll: Angebote, Rechnungen, Belege und Bankabgleich an einer Stelle, mit einer Oberfläche, die niemanden abschreckt, und einem Support, der auf Deutsch antwortet. Der automatische Abgleich von Kontobewegungen und offenen Posten spart die meiste Zeit.

Für einen österreichischen Betrieb steht davor allerdings eine Frage, die wir nicht übergehen können: Auf der österreichischen Seite des Anbieters ist dieses Produkt nicht gelistet. Sage führt dort Sage 50cloud und Sage 100. Die verfügbare Fassung ist auf deutsche Kontenrahmen und die deutsche Finanzverwaltung ausgerichtet, und genau das sind die Punkte, an denen eine Buchhaltungssoftware für Österreich steht oder fällt.

Unsere Empfehlung ist deshalb unüblich konkret: Vor jedem Test steht der Anruf beim Anbieter mit zwei Fragen. Wird Sage Active für Österreich angeboten, und deckt es den österreichischen Einheitskontenrahmen sowie die Übermittlung über FinanzOnline ab? Lautet eine der Antworten nein, erledigt sich der Rest. Lautet sie ja, ist es für einen Einmannbetrieb oder ein kleines Team ein solides Werkzeug, das allerdings nur einen Mandanten je Abo erlaubt.

Häufige Fragen

Gibt es Sage Active in Österreich?

Auf der österreichischen Seite des Anbieters ist Sage Active nicht gelistet. Dort führt Sage als Cloud-Buchhaltung Sage 50cloud und Sage 100. Sage Active wird für den deutschen Markt angeboten und ist auf deutsche Vorgaben ausgerichtet. Wer in Österreich bucht, klärt die Verfügbarkeit vor allem anderen mit dem Anbieter. (Stand September 2026)

Was kostet Sage Active?

Starter 25 Euro im Monat, Essentials 49 Euro im Monat, jeweils netto. Weitere Mitarbeiter in der Lohnverrechnung kosten 3 Euro je Person und Monat, Rechnungen über dem Kontingent gibt es als Paket, 100 für 10 Euro. Die Nutzerpreise von 5 und 10 Euro gelten nur für Abos vor dem 01.02.2026, seither sind fünf beziehungsweise zehn Nutzer enthalten. Sage nennt diese Grundpreise nicht auf den eigenen Produktseiten. (Marktquellen und Anbieterangaben, Stand September 2026)

Welche Grenzen gelten in den Tarifen?

Nach Anbieterangabe fünf Nutzer und 300 Rechnungen im Monat im Starter-Tarif, zehn Nutzer und 500 Rechnungen bei Essentials, jeweils ein Mandant. Einzelne Marktquellen nennen deutlich niedrigere Nutzerzahlen. Weitere Unternehmen lassen sich laut Anbieter in der Verwaltungsoberfläche anlegen, jedes wird einzeln berechnet, die Zahl ist nicht begrenzt.

Gibt es eine kostenlose Testphase?

Ja, je nach Tarif: Starter 14 Tage ohne Kreditkarte, Essentials 30 Tage gegen Angabe der Zahlungsdaten (Produktseiten, abgerufen am 30.09.2026). Eine dauerhaft kostenlose Version gibt es nicht.

Erfüllt die Software österreichische Steuervorgaben?

Die deutsche Fassung ist auf deutsche Vorgaben ausgelegt, also auf die deutschen Kontenrahmen, die deutsche Finanzverwaltung und die deutschen Anforderungen an ordnungsgemäße Buchführung. Für einen österreichischen Betrieb sind der österreichische Einheitskontenrahmen und die Übermittlung an das Finanzamt über FinanzOnline entscheidend. Das gehört vor dem Abschluss ausdrücklich abgeklärt. (Stand September 2026)

Kann ich damit die Lohnverrechnung machen?

Im Essentials-Tarif sind Funktionen für Personal und Lohn enthalten, zwei Mitarbeiter sind inklusive, jeder weitere kostet 3 Euro im Monat. Auch hier gilt: Die Umsetzung folgt deutschen Vorgaben. Für Österreich ist die Lohnverrechnung ein eigenes Thema, das mit der Steuerberatung zu klären ist.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Nach Anbieterangabe innerhalb der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums, Anmeldung und Systemverwaltung laufen über Rechenzentren in Dublin. Einen Standort speziell für dieses Produkt nennt Sage nicht. Ein Mustervertrag zur Auftragsverarbeitung steht öffentlich bereit. (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Wie gut funktioniert der Bankabgleich?

Gut. Kontobewegungen werden über eine direkte Anbindung eingelesen und den offenen Posten zugeordnet, die Zuordnung bestätigt danach ein Mensch. Das ist die Funktion, die im Alltag am meisten Zeit spart.

Ist die Software auf die elektronische Rechnung vorbereitet?

Ja, das Erstellen und Empfangen in den gängigen strukturierten Formaten ist vorgesehen. Welche Formate in Österreich verpflichtend sind, unterscheidet sich von Deutschland. Auch das gehört vor dem Abschluss geprüft.

Wie lange dauert die Einführung?

Eine Installation entfällt, die Software läuft im Browser. Der Aufwand steckt woanders: Kontenrahmen einrichten, Stammdaten übernehmen, Bankkonten anbinden und mit der Steuerberatung abstimmen. Dafür sind ein bis zwei Wochen realistisch.

Komme ich bei einem Wechsel wieder an meine Daten?

Buchungsdaten lassen sich exportieren, unter anderem in das Format, das Steuerberatungen erwarten. Das ist bei Buchhaltungssoftware der wichtigste Punkt überhaupt, weil Aufbewahrungsfristen gelten. Vor einer Kündigung gehört ein vollständiger Export gezogen und gesichert.

Welche Alternativen zu Sage Active gibt es?

Für österreichische Betriebe sind BMD, RZL und die Cloud-Lösungen von Sage selbst die naheliegenden Namen, dazu FreeFinance und easybill für kleine Strukturen. Lexware und sevDesk richten sich primär an den deutschen Markt. Entscheidend ist, dass die Software den österreichischen Kontenrahmen und FinanzOnline abdeckt. Einen Überblick gibt unser Beitrag zu den besten KI-Tools für die Buchhaltung.

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2026

Über den Autor

Beitrag von Redaktion KI Kompass

Redaktion KI Kompass

Die Redaktion des KI Kompass recherchiert, analysiert und bewertet Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Automatisierung und KI-Tools. Beiträge dieses Profils entstehen gemeinschaftlich innerhalb der Redaktion und dienen der sachlichen Einordnung, Orientierung und Aktualisierung relevanter Themen.

Aktuelle Tools

1.

SaneBox

11.10.2026
2.

Zapier

19.09.2026
3.

n8n

19.09.2026
4.

Canva

19.09.2026
5.

Jasper

19.09.2026
6.

Cursor

19.09.2026

KI Kompass Newsletter

Dein gratis Einstieg in KI. Schritt für Schritt, einfach erklärt.