
Sage setzt Intacct oberhalb seiner Mittelstandsprodukte an: Hauptbuch, Kreditoren und Debitoren, Projektabrechnung und Konsolidierung über mehrere Gesellschaften, ausschließlich aus der Cloud. Adressat sind Organisationen mit mehreren Mandanten, Währungen und einem eigenen Finanzteam. Für den Einzelbetrieb ist das zu groß. Vor dem Preis steht für österreichische Interessenten allerdings eine andere Frage: Auf der österreichischen Produktübersicht führt Sage Intacct nicht, auf der deutschen schon, samt Lokalisierung für ELSTER, GoBD und DATEV.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Merkmale hängen an der Buchung, nicht an immer neuen Konten
- Konsolidierung mehrerer Gesellschaften und Währungen gehört zum Produkt
- Deutsche Lokalisierung mit ELSTER, GoBD-Ausgabe und DATEV-Ausgabe
- Auftragsverarbeitungsvertrag steht auf Deutsch frei zum Abruf bereit
Nachteile
- Sage führt Intacct auf der österreichischen Produktübersicht nicht
- Einstieg laut deutscher Produktseite bei 1.390 Euro im Monat, ohne veröffentlichte Staffel
- Die Einführung läuft über Partner, Aufwand und Honorar bleiben unveröffentlicht
- Einen Rechenzentrumsstandort für Intacct nennt Sage öffentlich nicht
Funktionen
- Buchen nach Dimensionen: Hängt jeder Buchung Merkmale wie Abteilung, Standort oder Projekt an, statt den Kontenplan aufzublähen. Neue Auswertungen brauchen keine neuen Konten.
- Mandanten zusammenführen: Legt Tochtergesellschaften und Währungen übereinander, gleicht konzerninterne Vorgänge aus und legt den konsolidierten Abschluss vor.
- Rechnungseingang maschinell erfassen: Liest eingehende Rechnungen aus, schlägt die Kontierung vor und schickt sie durch die hinterlegten Freigabestufen.
- Projektkosten sammeln: Erfasst Zeiten, Kosten und Spesen je Auftrag und zeigt, welche Projekte noch Deckungsbeitrag bringen.
- Berichte selbst bauen: Lässt Finanzverantwortliche eigene Auswertungen zusammenstellen und bis auf den einzelnen Beleg aufklappen.
- Deutsche Meldepflichten bedienen: Erzeugt die Umsatzsteuervoranmeldung für ELSTER sowie Ausgaben nach GoBD und für DATEV. Das gehört zur deutschen Lokalisierung.
- Sage Copilot: Beantwortet Fragen zu den eigenen Zahlen, meldet Abweichungen und hält sich dabei an die Berechtigungen des Anwenders.
Setup
Sprache
Datenschutz
Unsere Bewertung
Produktivität
Die Stärke liegt in den Abschlüssen: Konsolidierung mehrerer Gesellschaften, Ausgleich konzerninterner Vorgänge und Währungsfortschreibung erledigt das System, wo sonst Tabellen wandern. Dimensionen an der Buchung ersparen laufend neue Konten. Der volle Nutzen stellt sich erst nach der Einrichtung ein, und die dauert Monate.
Benutzerfreundlichkeit
Geübte Finanzanwender kommen nach der Einrichtung zügig durch ihre Arbeit, die Oberfläche läuft vollständig im Browser und auf Deutsch. Der Aufbau setzt allerdings Fachwissen voraus: Wer Dimensionen, Mandanten und Freigabestufen nicht selbst entwerfen kann, braucht dafür einen Partner. Für Betriebe ohne eigenes Finanzteam ist das eine hohe Hürde.
Kundensupport
Die Betreuung hängt am gewählten Implementierungspartner, nicht am Hersteller, und fällt entsprechend unterschiedlich aus. Sage stellt Schulungsangebote und eine deutschsprachige Produktdokumentation bereit. Für Österreich fehlt ein ausgewiesener Vertriebs- und Betreuungsweg, weil das Produkt dort nicht gelistet ist.
Einsatzbereiche
Laufende Buchhaltung: Belege, Eingangsrechnungen und Bankbewegungen landen in einem gemeinsamen Hauptbuch. Wiederkehrende Vorgänge ordnet das System selbst zu und legt sie zur Freigabe vor. Die Buchhaltung prüft die Vorschläge und bucht sie fest.
Abschluss über mehrere Gesellschaften: Tochtergesellschaften, Standorte und Währungen laufen in einer Umgebung. Konzerninterne Vorgänge gleicht das System aus, Kursdifferenzen schreibt es fort. Am Monatsende bleibt die fachliche Prüfung, nicht die Sammelarbeit in Tabellen.
Auswertung nach Dimensionen: Abteilung, Standort, Projekt oder Kostenstelle hängen an der Buchung statt am Konto. Die Finanzleitung schneidet Berichte danach auf und klappt bis zum einzelnen Beleg auf. Eine neue Auswertung braucht keinen neuen Kontenplan.
Projekte abrechnen: Zeiten, Spesen und Fremdleistungen laufen je Auftrag zusammen, daraus entstehen Teilrechnungen und Abschläge. Dienstleister sehen früh, welche Projekte den geplanten Deckungsbeitrag verfehlen.
Meldungen an die deutsche Finanzverwaltung: Die deutsche Fassung erzeugt die Umsatzsteuervoranmeldung für ELSTER sowie Ausgaben nach GoBD und für DATEV. Österreichische Meldewege deckt diese Lokalisierung nicht ab.
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Preis
Eine Tarifliste im üblichen Sinn gibt es nicht. Die deutsche Produktseite nennt genau eine Zahl, ab 1.390 Euro im Monat zuzüglich Umsatzsteuer, und macht alles Weitere von der Zahl der Nutzerlizenzen und den gebuchten Modulen abhängig. Gezahlt wird quartalsweise oder jährlich. Was die Rechnung treibt:
- Grundumfang: Hauptbuch, Kreditoren und Debitoren mit Rechnungsstellung, Berichte und Übersichten, Auftrags- und Kassenführung, Beschaffung, KI-Assistent Sage Copilot.
- Nutzerlizenzen: je Lizenz gerechnet, eine Staffel veröffentlicht Sage nicht.
- Zubuchbare Module: Vertragsverwaltung, Lagerverwaltung, Zeit- und Spesenerfassung, Anlagenbuchhaltung, Projektverwaltung, Lieferantenzahlungen, Konsolidierung über mehrere Gesellschaften.
- Einführung: läuft über Sage oder einen zertifizierten Partner, Aufwand und Honorar bleiben unveröffentlicht.
Der Einstiegsbetrag gilt für die deutsche Fassung. Auf der österreichischen Seite führt Sage das Produkt nicht, eine österreichische Preisangabe existiert deshalb nicht (deutsche Produktseite und österreichische Produktübersicht, abgerufen am 19.09.2026).
Unser Fazit
Sage Intacct ist Konzernbuchhaltung aus der Cloud, und dafür taugt es sehr gut. Konsolidierung mehrerer Gesellschaften, Ausgleich konzerninterner Vorgänge, Währungsfortschreibung und Merkmale an der Buchung statt immer neuer Konten: Das ersetzt genau die Tabellenarbeit, die am Monatsende die Finanzabteilung blockiert. Für österreichische Interessenten steht davor allerdings ein Hindernis, das mit dem Produkt selbst nichts zu tun hat. Auf der österreichischen Produktübersicht führt Sage das Werkzeug nicht, und die dokumentierte Lokalisierung betrifft die deutsche Umsatzsteuer, ELSTER, GoBD und DATEV. Damit fehlt nach unserer Prüfung ein ausgewiesener Vertriebs- und Betreuungsweg für Österreich, und einen Rechenzentrumsstandort nennt der Anbieter öffentlich ebenfalls nicht. Der Einstieg liegt laut deutscher Produktseite bei 1.390 Euro im Monat. Die Einführung läuft über Partner und bindet Monate. Betriebe ohne Konzernstruktur sind bei Sage Active in der richtigen Größenklasse.
Häufige Fragen
Dazu gibt es keine klare öffentliche Aussage. Für Sage Copilot nennt der Anbieter Verschlüsselung bei Übertragung und Speicherung, die Bindung an die Berechtigungen des Anwenders und einen Nachweis der Quellen jeder Antwort. Eine frei abrufbare Zusage, dass Kundendaten nicht in das Training einfließen, fand sich am 19.09.2026 nicht (Anbieterbeitrag zu Copilot).
Den Vertrag gibt es öffentlich, den Standort nicht. Sage stellt eine deutschsprachige Vereinbarung über die Verarbeitung personenbezogener Daten als Datei bereit (Fassung 4.0, April 2025). Das Dokument schließt die EU-Standardvertragsklauseln ein und nennt Sage Intacct, Inc. als möglichen Datenimporteur. Einen Rechenzentrumsstandort für Intacct nennt Sage auf den öffentlichen Seiten nicht (Vereinbarung, abgerufen am 19.09.2026).
Nutzerzahl und gebuchte Module setzen sie. Der Grundumfang deckt Hauptbuch, Kreditoren, Debitoren, Berichte, Beschaffung sowie Auftrags- und Kassenführung ab. Projektverwaltung, Lagerverwaltung, Vertragsverwaltung, Anlagenbuchhaltung und die Konsolidierung über mehrere Gesellschaften kommen als Module dazu. Jede zusätzliche Nutzerlizenz erhöht den Betrag, eine Staffel dazu veröffentlicht Sage nicht.
Ja, über die dokumentierten Ausgaben und die Schnittstelle. Für Deutschland liefert Intacct einen DATEV-Export und eine Ausgabe nach GoBD für Prüfungen der Finanzverwaltung. Darüber hinaus steht eine offene Schnittstelle bereit, über die Stamm- und Bewegungsdaten das System verlassen. Einen Komplettabzug eines Mandanten auf Knopfdruck dokumentiert Sage nicht.
Sage vertreibt das Produkt in Österreich nicht sichtbar. Auf der österreichischen Produktübersicht stehen Sage 50, Sage 100, X3, DPW, b7, Wincarat und CRM, Intacct fehlt dort. Die dokumentierte Lokalisierung betrifft die deutsche Umsatzsteuer, ELSTER, GoBD und DATEV. Wer in Österreich bucht, klärt Kontenrahmen, UGB-Abschluss und Meldewege vorab mit einem Partner (Stand 19.09.2026).
Sage nennt dazu keine Regeldauer. Die Einführung läuft über eigene Beratung oder zertifizierte Partner, und weder Dauer noch Honorare stehen auf den Produktseiten. In der Praxis binden Kontenplan, Dimensionsmodell, Datenübernahme und Schnittstellen mehrere Monate. Wer kalkuliert, setzt diesen Aufwand neben die Lizenz und nicht hinein.
Für Betriebe ohne Konzernstruktur. Sage Active stammt vom selben Hersteller, deckt Angebote, Rechnungen, Belegerfassung und Lohn ab und beginnt je Mandant zweistellig, also beim Bruchteil. Gelistet ist auch Sage Active in Österreich nicht. Wer eine hier vertriebene Buchhaltung sucht, sieht sich sevDesk an.





