Wer Arbeits- und Projektzeiten im selben System führen will, landet im deutschsprachigen Raum schnell bei Clockodo. Die Software nimmt Kommen, Gehen und Pausen per Stoppuhr, Terminal-Tablet oder Nacheintrag auf und hängt geleistete Stunden an Kunde, Projekt und Leistung. Dazu kommen Urlaubs- und Krankmeldungen mit Freigabeweg, ein Baukasten für eigene Berichte und fertige Anbindungen an Buchhaltung, Lohn, Projektverwaltung und Kundenpflege. Die Daten liegen nach Anbieterangabe in deutschen Rechenzentren. Einzelnutzer arbeiten dauerhaft ohne Rechnung, Teams zahlen je Platz.

8,5/10
Gesamtbewertung
Produktivität
9/10
Benutzerfreundlichkeit
8/10
Kundensupport
8/10

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Daten nach Anbieterangabe in deutschen Rechenzentren (Azure Frankfurt und Berlin), Notfallsicherung bei Hetzner
  • Deutschsprachige Hilfe per Telefon und E-Mail, Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr
  • Berichtsbaukasten mit freien Filtern, gespeicherten Vorlagen und Ausgabe als PDF oder CSV
  • MCP-Server für KI-Agenten und offene REST-Schnittstelle
  • Einzelnutzer arbeiten dauerhaft ohne Rechnung, 14 Tage Test ohne Zahlungsdaten

Nachteile

  • Projektzeiten erst ab Pro, der Basic-Tarif erfasst nur Anwesenheit
  • SSO, bevorzugter Service und Budgetwarnungen kosten in Basic und Pro einen Aufschlag
  • Kein DATEV-Anschluss in der Schnittstellenliste des Anbieters (Stand 19.09.2026)
  • Der Einstiegsbetrag von Pro und Pro Plus gilt nur zwölf Monate
  • Im Gratiszugang fehlen Abwesenheitsverwaltung, Teamrollen und Telefonhilfe

Funktionen

  • Stempeln am Terminal: Ein Tablet am Eingang nimmt die Anmeldung per PIN entgegen und schreibt Schichtbeginn und Schichtende für die ganze Belegschaft mit.
  • Stoppuhr und Nacheintrag: Läuft im Browser, in der Desktop-Anwendung und in der Handy-App, auch ohne Netz; die App gleicht Einträge nach, sobald die Verbindung zurück ist.
  • Stunden auf Kunde und Projekt buchen: Jeder Eintrag bekommt Kunde, Projekt und Leistung und damit die Grundlage für Abrechnung und Nachkalkulation.
  • Budgetüberwachung mit Warnung: Das System zählt verbrauchte Stunden gegen das hinterlegte Projektbudget und schlägt an, bevor die Grenze erreicht ist.
  • Abwesenheiten mit Freigabeweg: Urlaub, Krankheit und Freizeitausgleich laufen als Antrag durch die Genehmigung und landen danach im Teamkalender und im Stundenkonto.
  • Berichtsbaukasten: Filter nach Zeitraum, Projekt, Kunde, Leistung, Mitarbeiter und Beschreibung ergeben eigene Berichte, die als Vorlage bleiben und als PDF oder CSV herausgehen.
  • Anbindung an die Buchhaltung: Fertige Schnittstellen zu Lexware Office, sevdesk, bexio, WISO Mein Büro und ADDISON OneClick übergeben Zeiten und Abwesenheiten ohne Abtippen.
  • MCP-Server für KI-Agenten: Ein offener Zugang lässt Programme wie Claude Desktop oder Cursor Auswertungen abrufen und Einträge anlegen, ohne die Oberfläche zu öffnen.

Setup

Browser-Version
Desktop-App
Mobile-App

Sprache

DE-Interface
DE-Support
DE-Dokumentation

Datenschutz

Serverstandort in der EU
EU-Standardvertrag

Unsere Bewertung

Produktivität

9/10

Von der Stempeluhr bis zum Rechnungsentwurf bleibt alles in einem System, und die Übergabe an Buchhaltung und Lohn läuft über fertige Schnittstellen statt über Abtippen. Der Berichtsbaukasten liefert eigene Auswertungen mit freien Filtern und gespeicherten Vorlagen, die Anbindungen an Jira, Asana, ClickUp, Trello und weitere Projektverwaltungen holen Zeiten dort ab, wo die Arbeit ohnehin läuft. Der MCP-Server öffnet dasselbe für KI-Agenten. Was bleibt, ist die Abhängigkeit von der Mitarbeit des Teams: Nicht erfasste Zeit wertet auch dieses System nicht aus.

Benutzerfreundlichkeit

8/10

Die Software ist fast ohne Einarbeitung sofort einsatzbereit und im Arbeitsalltag für alle Beteiligten sehr einfach zu bedienen. Lediglich bei der Einrichtung spezieller Arbeitszeitmodelle oder detaillierter Berichte wirken manche Menüs etwas verschachtelt.

Kundensupport

8/10

Der deutschsprachige Support punktet mit schnellen Reaktionszeiten und einer persönlichen Beratung am Telefon, die besonders die Ersteinrichtung erleichtert. Punktabzug gibt es für die teils lückenhafte Dokumentation innerhalb der App, was den direkten Kontakt oft unumgänglich macht.

Einsatzbereiche

Gesetzliche Arbeitszeiterfassung: Ein Tablet am Eingang wird zum Terminal, an dem sich die Belegschaft per PIN anmeldet. Clockodo schreibt Beginn, Pausen und Ende mit und führt Überstunden- und Urlaubskonten fort. Abgeschlossene Zeiträume sperrt eine Bearbeitungssperre gegen nachträgliche Änderung.

Projektrechnung im Dienstleistungsgeschäft: Agenturen und Kanzleien hängen jede Stunde an Kunde, Projekt und Leistung und hinterlegen Stundensätze oder Pauschalen. Das System vergleicht Verbrauch und Budget laufend. Aus den abrechenbaren Zeiten entsteht der Rechnungsentwurf.

Auswertung nach eigenem Zuschnitt: Im Berichtsbaukasten entsteht der Bericht aus Filtern nach Zeitraum, Projekt, Kunde, Leistung, Mitarbeiter und Beschreibung. Fertige Zusammenstellungen hält Clockodo als Vorlage vor. Jeder Bericht verlässt das System als PDF oder CSV-Datei.

Übergabe an Buchhaltung und Lohn: Die erfassten Zeiten wandern über Schnittstellen zu Lexware Office, sevdesk, bexio, WISO Mein Büro oder ADDISON OneClick, Abwesenheiten nimmt Personio entgegen. Das spart die Abtipparbeit am Monatsende und die Fehler, die dabei entstehen.

Anbindung an KI-Agenten: Über einen MCP-Server spricht Clockodo mit Programmen wie Claude Desktop, Cursor oder VS Code. Ein Agent ruft Auswertungen ab oder legt Einträge an, ohne dass jemand die Oberfläche öffnet. Vorbereitete Einstellungen liegen bereit.

Screenshots

Preis

Kostenloser Testzeitraum
Kostenlose Basisversion

Zwei Entscheidungen bestimmen die Rechnung, nicht eine: erst der Grundtarif für den Funktionsumfang, dann das Plus-Paket für Service und Technik. Wer nur Anwesenheit braucht, zahlt wenig, Projektzeiten beginnen eine Stufe höher. Alle Beträge je Nutzer und Monat.

  • Free: 0 Euro. Genau ein Nutzer, sonst fast der Pro-Umfang, ohne Abwesenheiten, Teamrollen, Bearbeitungssperre und Telefonhilfe.
  • Basic: 4 Euro. Kommen, Gehen, Pausen, Überstunden, Abwesenheiten. Keine Projektzeiten.
  • Pro: 8 Euro im ersten Jahr, danach 10. Zusätzlich Projektzeiten, Stundensätze, Projektcontrolling und Rechnungsvorbereitung.
  • Pro Plus: 10 Euro im ersten Jahr, danach 12. Enthält Anmeldung per SSO, bevorzugten Service, erweiterte Zusagen, Budgetwarnungen, unbegrenzte Webhooks und automatische Sicherungen.

Basic Plus kostet 2 Euro Aufschlag auf Basic. Jahreszahlung senkt jeden Tarif um 5 Prozent, ab 20 Nutzern rechnet der Anbieter einzeln. 14 Tage Test mit allen Funktionen und beliebig vielen Beschäftigten, ohne Zahlungsdaten, der Zugang endet von allein (Preisseite, abgerufen am 19.09.2026).

Unser Fazit

Clockodo gehört für uns zur ersten Wahl, sobald Arbeitszeit und Projektzeit im selben System laufen sollen und der Betrieb im deutschsprachigen Raum sitzt. Die Recherche hat die Produktivitätsnote von 8 auf 9 gehoben, weil zwei alte Einwände nicht mehr stimmen: Der Berichtsbaukasten filtert, sortiert, speichert Vorlagen und gibt als PDF oder CSV aus, und die Schnittstellenliste führt Jira, Asana, ClickUp, Trello, GitHub, GitLab und Confluence. Dazu kommt ein MCP-Server für KI-Agenten. Hilfe kommt per Telefon und E-Mail auf Deutsch, die Daten liegen laut Anbieter in deutschen Rechenzentren. Achtung bei der Tarifwahl: Basic für 4 Euro erfasst nur Anwesenheit, Projektzeiten beginnen bei Pro, und dessen 8 Euro gelten nur zwölf Monate. Wo die Zeiten überwiegend auf der Baustelle und im Außendienst am Handy entstehen, steht mit clockin ein zweiter deutscher Anbieter bereit. Einen DATEV-Anschluss führt die Schnittstellenliste nicht (Stand 19.09.2026).

Häufige Fragen

Nutzt Clockodo meine Zeitdaten für das Training von KI-Modellen?

Dazu steht in den öffentlichen Unterlagen nichts. Weder Datenschutzerklärung noch Trust Center nennen am 19.09.2026 eine Verwendung von Kundendaten für Modelltraining. KI-Funktionen bietet der Anbieter über einen MCP-Server an, bei dem das angebundene Programm die Anfrage stellt; welches Sprachmodell dahinter arbeitet, entscheidet der Betrieb selbst (Trust Center).

Wo liegen meine Daten, und gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag?

Ja, er gehört zum Vertragswerk und liegt als PDF vor. Als Verarbeitungsort nennt der Text die EU und führt Microsoft Deutschland mit Serverstandort Deutschland als Auftragnehmer. Das Trust Center nennt Azure-Rechenzentren in Frankfurt und Berlin sowie Notfallsicherungen bei Hetzner. Einziger Auftragnehmer außerhalb der EU ist Sentry. Für Drittländer nennt die Datenschutzerklärung vom 26.05.2025 die Standardvertragsklauseln der EU-Kommission (Vertragstext und Datenschutzerklärung, abgerufen am 19.09.2026).

Was fehlt im kleinen Tarif?

Vor allem Nutzerzahl und Projektfunktionen. Der Gratiszugang gilt für genau einen Nutzer und lässt Abwesenheiten, Teamrollen, Bearbeitungssperre und Telefonhilfe weg. Basic erfasst nur Anwesenheit, Projektzeiten beginnen bei Pro. Webhooks bleiben in Basic und Pro auf einen mit drei Ereignissen beschränkt, erst Pro Plus hebt die Grenze auf (Preisseite, abgerufen am 19.09.2026).

Bekomme ich meine Daten beim Wechsel heraus?

Ja, als PDF oder CSV und über die Schnittstelle. Jeder Bericht aus dem Baukasten verlässt das System in beiden Formaten, die REST-Schnittstelle holt Zeiten, Kunden und Projekte maschinell ab. Nach Vertragsende gibt Clockodo nach eigener Angabe sämtliche Daten zurück oder löscht sie, die Fristen stehen in den Geschäftsbedingungen (Trust Center, abgerufen am 19.09.2026).

Gibt es eine DATEV-Schnittstelle?

Auf der Schnittstellenseite steht DATEV nicht. Für die Lohnseite führt Clockodo dort bexio Lohnabrechnung und ADDISON OneClick, für die Buchhaltung unter anderem Lexware Office, sevdesk, easybill, FastBill, Billomat, WISO Mein Büro und QuickBooks. Wer DATEV braucht, geht über den CSV-Export oder die REST-Schnittstelle (Schnittstellenübersicht, abgerufen am 19.09.2026).

Kann ich Zeiten aus meiner Projektverwaltung heraus buchen?

Ja, die gängigen Programme sind angebunden. Clockodo listet Jira, Asana, ClickUp, Trello, GitHub, GitLab, Azure DevOps, YouTrack und Confluence, dazu HubSpot, Zendesk, Zammad und weclapp auf der Kundenseite sowie Outlook, Google Kalender und iCloud für Termine. Zapier und der MCP-Server decken ab, was in der Liste fehlt (Schnittstellenübersicht).

Reicht Clockodo für die gesetzliche Arbeitszeiterfassung?

Für die Aufzeichnung ja, für die Bewertung nicht. Clockodo schreibt Beginn, Ende und Pausen fort, führt Stundenkonten und sperrt abgeschlossene Zeiträume gegen nachträgliche Änderung. Welche Aufzeichnungspflichten im Einzelfall gelten und wie lange Nachweise aufzubewahren sind, klärt ein Betrieb mit der eigenen Rechtsberatung.

Welches Werkzeug passt besser als Clockodo?

Es kommt darauf an, was neben der Zeit zu verwalten ist. Wer Projekte, Auslastung und Zeiten in einem Werkzeug führen will, bekommt bei awork mehr, wer die Personalverwaltung mitdenkt, bei Personio. Für Betriebe mit Montage und Baustelle liegt clockin näher, weil es Arbeitsberichte und Fotos vor Ort mitführt.

Zuletzt aktualisiert: 28. April 2026

Über den Autor

Beitrag von Redaktion KI Kompass

Redaktion KI Kompass

Die Redaktion des KI Kompass recherchiert, analysiert und bewertet Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Automatisierung und KI-Tools. Beiträge dieses Profils entstehen gemeinschaftlich innerhalb der Redaktion und dienen der sachlichen Einordnung, Orientierung und Aktualisierung relevanter Themen.

Aktuelle Tools

1.

Zapier

19.09.2026
2.

n8n

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3.

Canva

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4.

Jasper

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5.

Cursor

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6.

Notion

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