Im deutschsprachigen SEO ist der Sichtbarkeitsindex die gemeinsame Währung. Er kommt von SISTRIX. Agenturen, Redaktionen und Marketingabteilungen lesen daran ab, wie sich eine Domain in der Google-Suche schlägt, und vergleichen sich darüber mit dem Wettbewerb. Das Werkzeug der Bonner SISTRIX GmbH deckt daneben Keyword- und SERP-Auswertungen, technische Prüfungen per Crawler, Backlinks, Amazon und die Sichtbarkeit in KI-Antworten ab. Von Ahrefs und Semrush unterscheidet es weniger die Datenmenge als die Tiefe im deutschsprachigen Markt und ein Anbieter, der nach eigener Angabe vollständig europäischem Recht unterliegt.

8,5/10
Gesamtbewertung
Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
9/10
Kundensupport
9/10

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Sichtbarkeitsindex als anerkannte Vergleichsgröße im deutschsprachigen Markt
  • Server nach Anbieterangabe ausschließlich in der EU, Zugriff nur durch eigene Beschäftigte
  • Deutschsprachiger Support Montag bis Freitag, Schulungen und Kurse ohne Aufpreis
  • 14 Tage Test ohne Zahlungsdaten, läuft von allein aus

Nachteile

  • Einstiegspaket auf einen Nutzer begrenzt, kein Zusatzzugang buchbar
  • Der Sprung von Start auf Plus verdoppelt den Betrag
  • Kennzahlen setzen SEO-Wissen voraus, sonst bleibt der Index eine Kurve ohne Deutung

Funktionen

  • Sichtbarkeitsindex: Misst die Google-Sichtbarkeit einer Domain auf einer Skala, die im deutschsprachigen Markt zwischen Agentur und Kunde als gemeinsame Vergleichsgröße dient.
  • SERP-Archiv: Zeigt rückwirkend, wie eine Suchergebnisseite an einem bestimmten Tag aussah, samt Aufbau der KI-Antwort von Google.
  • Suchvolumen und Fragen je Begriff: Liefert Nachfrage, Wettbewerbsdruck und verwandte Fragen und verfolgt Positionen im Zeitverlauf, auf Städteebene auch regional.
  • Technikprüfung per Crawler: Geht die eigene Website durch, meldet Statuscodes, Weiterleitungen, fehlende Überschriften und Ladeverhalten und sortiert die Funde nach Dringlichkeit.
  • Lücke zum Wettbewerber: Stellt zwei Domains gegenüber und hebt die Suchbegriffe hervor, bei denen nur die andere Seite vorne steht.
  • Linkprofil einer Domain: Bewertet eingehende Verweise nach Herkunft und Qualität und weist auf auffällige Muster hin.
  • Positionen auf Amazon: Verfolgt Produktplätze und Händlersichtbarkeit auf dem Marktplatz, getrennt von der Google-Auswertung.
  • Nennungen in KI-Antworten: Zählt, wie oft eine Marke in Antworten von ChatGPT, Gemini und weiteren Sprachmodellen vorkommt; die Funktion läuft noch als Vorabversion.

Setup

Browser-Version
Desktop-App
Mobile-App

Sprache

DE-Interface
DE-Support
DE-Dokumentation

Datenschutz

Serverstandort in der EU
EU-Standardvertrag

Unsere Bewertung

Produktivität

8/10

SISTRIX nimmt im deutschsprachigen Raum viele Schritte des SEO-Alltags ab: Wettbewerbsvergleich, Sichtbarkeitsprüfung und technische Kontrolle laufen in wenigen Klicks und liefern eine belastbare Datengrundlage. Wer den Sichtbarkeitsindex als Währung im Kundengespräch braucht, bekommt sie hier. Bei internationalen Märkten liefern andere Anbieter mehr Material.

Benutzerfreundlichkeit

9/10

Die Oberfläche bringt die wichtigsten Zahlen ohne Umweg auf den Schirm, ein Einstieg gelingt ohne technische Hilfe. Tiefere Auswertungen verlangen Einarbeitung, dafür erklärt SISTRIX die Kennzahlen direkt im Werkzeug. Kurz: schnell für den Überblick, anspruchsvoll für die Analyse.

Kundensupport

9/10

Der Support antwortet deutschsprachig über Chat, E-Mail und Tickets, erreichbar von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr. Dazu kommen kostenlose Kurse, Live-Schulungen in kleiner Runde und ausführliche Anleitungen. Telefonische Hilfe gehört nicht zum regulären Angebot.

Einsatzbereiche

Sichtbarkeit beobachten: Der Sichtbarkeitsindex zeigt den Verlauf einer Domain über Jahre hinweg. Einen Einbruch nach einem Google-Update erkennt eine Redaktion am Knick in der Kurve. SISTRIX markiert die bekannten Updates im Diagramm und nimmt damit den Abgleich mit dem Kalender ab.

Wettbewerber vergleichen: Zwei Domains nebeneinander zeigen, für welche Suchbegriffe die Konkurrenz vorne steht und die eigene Seite nicht. Daraus entsteht eine Liste ungenutzter Themen. Marktbewegungen in einer Branche werden im Index sichtbar, bevor die eigenen Zahlen reagieren.

Themen planen: Vor dem Schreiben liefert die Keyword-Auswertung Suchvolumen, verwandte Fragen und den Aufbau der Suchergebnisseite. Der Content Planner gruppiert Begriffe zu Themenfeldern. Eine Redaktion entscheidet damit über Zahlen statt über Bauchgefühl.

Technik prüfen: Der Crawler geht eine Website durch und meldet defekte Verweise, fehlerhafte Weiterleitungen und fehlende Überschriften. Die Funde kommen nach Dringlichkeit sortiert. Große Projekte brauchen dafür ein Paket mit entsprechendem Adressvolumen.

KI-Antworten beobachten: Die neueren Auswertungen zeigen, ob eine Domain in den KI-Antworten von Google als Quelle auftaucht und wie oft eine Marke in Antworten von ChatGPT oder Gemini vorkommt. Das ergänzt die Positionsbeobachtung um einen Kanal, den keine Ranking-Liste abbildet.

Screenshots

Preis

Kostenloser Testzeitraum
Kostenlose Basisversion

Die Rechnung entscheidet sich an den Köpfen, nicht an den Funktionen. Alle vier Pakete enthalten denselben Funktionsumfang; sie unterscheiden sich in enthaltenen Nutzern, Projekten, Datenhistorie und gecrawlten Adressen. Für Teams ist der Einstieg deshalb eine Sackgasse, denn im kleinsten Paket gibt es keinen zweiten Zugang. Alle Beträge netto je Monat.

  • Start: 119 Euro. Ein Nutzer, kein Zusatzzugang buchbar, drei Projekte, drei Monate Historie, 30.000 gecrawlte Adressen.
  • Plus: 239 Euro. Drei Nutzer, 15 Projekte, fünf Jahre Historie, 500.000 Adressen.
  • Professional: 419 Euro. Sechs Nutzer, 40 Projekte, elf Jahre Historie, zwei Millionen Adressen, vollständige Schnittstelle.
  • Premium: 799 Euro. Zwölf Nutzer, 100 Projekte, Historie ohne Grenze, vier Millionen Adressen.

Jeder weitere Zugang kostet 24,90 Euro, zusätzliche Projekte 5,99 bis 9,90 Euro. Die Auswertung der KI-Sichtbarkeit liegt derzeit in allen Paketen ohne Aufpreis bei, weil sie als Vorabversion läuft; der Anbieter behält sich eine spätere Abrechnung vor. Getestet wird 14 Tage ohne Zahlungsdaten, der Zugang läuft von allein aus. Monatlich kündbar. (Preisseite und Anbieter-FAQ, abgerufen am 19.09.2026)

Unser Fazit

119 Euro im Monat für einen einzigen Zugang, und ein zweiter ist im Starttarif nicht einmal zubuchbar: An dieser Stelle scheiden die meisten Teams aus. Das Geld kauft die Währung des deutschsprachigen SEO. Der Sichtbarkeitsindex ist die Zahl, auf die sich Agentur und Kunde im Gespräch einigen, und dahinter liegen Keyword- und SERP-Daten, ein Crawler, Backlinks, Amazon und seit kurzem die Sichtbarkeit in KI-Antworten. Im DACH-Raum halten wir SISTRIX für das genauere Werkzeug, dazu kommen Server in der EU und ein Support, der auf Deutsch antwortet. International arbeitende Teams, die je Markt mehr Rohdaten brauchen, finden bei Semrush die breitere Datenbasis. Ohne SEO-Kenntnis bleibt der Index eine Kurve, die niemand deuten kann.

Häufige Fragen

Landen meine Projektdaten im Training von KI-Modellen?

Dazu äußert sich der Anbieter öffentlich nicht. SISTRIX erklärt, das Geschäftsmodell beruhe auf öffentlich verfügbaren Webseiten-Daten und nicht auf personenbezogenen Daten, und personenbezogene Daten gebe das Unternehmen nicht an Dritte weiter. Eine eigene Aussage zum Training von KI-Modellen mit Kundendaten stand am 19.09.2026 nicht auf den öffentlichen Seiten (Anbieterseite Europa).

Wo stehen die Server, und gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag?

Die Server stehen nach Anbieterangabe ausschließlich in der EU. SISTRIX schreibt, alle Systeme liefen in Rechenzentren innerhalb der Europäischen Union, Zugriff hätten ausschließlich eigene Beschäftigte, und auch Support und Abrechnung blieben im Haus. Eine frei abrufbare Fassung des Auftragsverarbeitungsvertrags lag am 19.09.2026 nicht öffentlich vor, sie ist beim Anbieter anzufragen.

Welche Nutzungsgrenzen hat mein Paket?

Nutzer, Projekte, Historie und gecrawlte Adressen. Start bringt einen Nutzer, drei Projekte und drei Monate Historie, Plus drei Nutzer und fünf Jahre, Professional sechs Nutzer, elf Jahre und die vollständige Schnittstelle, Premium zwölf Nutzer und Historie ohne Grenze. Jeder weitere Zugang kostet 24,90 Euro im Monat (Preisseite, abgerufen am 19.09.2026).

Bekomme ich meine Daten beim Wechsel heraus?

Teilweise, über Tabellenexport und Schnittstelle. Listen und Auswertungen verlassen die Oberfläche als Tabelle, den maschinellen Abruf übernimmt die vollständige Schnittstelle ab Professional. Zusätzliche Abrufkontingente kosten 75 Euro je 10.000 Einheiten in der Woche. Der Sichtbarkeitsindex selbst bleibt eine Kennzahl des Anbieters und wandert bei einem Wechsel nicht mit.

Wie oft werden die Ranking-Daten aktualisiert?

Gestaffelt, von monatlich bis täglich. SISTRIX aktualisiert nach eigener Angabe alle Suchbegriffe mindestens einmal im Monat, Begriffe mit nennenswertem Suchvolumen wöchentlich und die wichtigsten täglich. Die monatlich erhobenen Suchergebnisse liegen nur mobil vor, täglich und wöchentlich erhobene zusätzlich als Desktop-Variante (SERP-Daten, abgerufen am 19.09.2026).

Wie weit reichen die historischen Daten zurück?

Für die meisten Suchbegriffe bis Anfang 2019. Rund eine Million Suchbegriffe reicht nach Anbieterangabe bis 2008 zurück. Wie viel davon ein Konto sieht, hängt am Paket: drei Monate bei Start, fünf Jahre bei Plus, elf Jahre bei Professional, ohne Grenze bei Premium. Für den Nachweis alter Google-Updates zählt deshalb die Paketwahl.

Kostet die Auswertung der KI-Sichtbarkeit extra?

Derzeit nicht, sie liegt allen Paketen bei. SISTRIX führt KI-Prüfung, Prompt-Verfolgung und Prompt-Recherche als Vorabversion und behält sich eine spätere Abrechnung ausdrücklich vor. Wer die Zahlen fest einplant, kalkuliert den Posten besser vor (Angabe auf der Preisseite, abgerufen am 19.09.2026).

Was kommt sonst noch infrage?

Das hängt am Markt, den ein Betrieb bearbeitet. Für internationale Recherche und Backlinks liefert Ahrefs mehr Material, für Suchanzeigen und Marktdaten Semrush. Wer nur die eigene Website betreut und wenig ausgeben will, kommt mit Seobility weiter, das eine dauerhaft kostenlose Stufe führt.

Zuletzt aktualisiert: 31. März 2026

Über den Autor

Beitrag von Redaktion KI Kompass

Redaktion KI Kompass

Die Redaktion des KI Kompass recherchiert, analysiert und bewertet Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Automatisierung und KI-Tools. Beiträge dieses Profils entstehen gemeinschaftlich innerhalb der Redaktion und dienen der sachlichen Einordnung, Orientierung und Aktualisierung relevanter Themen.

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