Creaitor misst, wie sichtbar eine Marke in den Antworten von KI-Assistenten ist. Das Werkzeug stellt ChatGPT, Gemini, Perplexity und Claude Fragen aus dem eigenen Themenfeld und protokolliert, ob und in welchem Zusammenhang die eigene Marke darin vorkommt und welche Wettbewerber stattdessen genannt werden. Die Ergebnisse laufen in ein Auswertungsdashboard und lassen sich exportieren. Bis 2026 war Creaitor eine Plattform für Marketingtexte und SEO-Inhalte; als Software bietet der Anbieter das nicht mehr an, Inhalte erstellt er nur noch als Dienstleistung. Hinter dem Werkzeug steht die Creaitor AG in Luzern.

6,9/10
Gesamtbewertung
Produktivität
7/10
Benutzerfreundlichkeit
7/10
Kundensupport
6/10

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Misst die eigene Sichtbarkeit in KI-Antworten mit Zahlen
  • Auswertung, welche Wettbewerber stattdessen genannt werden
  • Verarbeitungsort klar benannt: Microsoft Azure in Irland

Nachteile

  • Einstieg bei 69 Euro für eine einzige Domain und zwei Modelle
  • Hilfecenter beschreibt noch das alte Textprodukt
  • Keine Aussage zum Modelltraining

Funktionen

  • Fragen aus dem eigenen Themenfeld stellen: das Werkzeug befragt KI-Assistenten mit Fragen aus dem eigenen Fachgebiet und wertet die Antworten aus.
  • Markenerwähnung protokollieren: zeigt, ob und in welchem Zusammenhang die eigene Marke in den Antworten vorkommt.
  • Wettbewerber sichtbar machen: listet, welche Konkurrenten stattdessen genannt werden, wenn die eigene Marke fehlt.
  • Mehrere KI-Assistenten abdecken: befragt ChatGPT, Gemini, Perplexity und Claude, die Startseite nennt dazu Google AI Overviews; im Einstiegspaket laufen zwei Modelle.
  • Ergebnisse in einer Übersicht: Kennzahlen und Verläufe laufen in eine Übersicht und lassen sich für die Weiterverarbeitung exportieren.
  • Mehrere Domains beobachten: je nach Umfang lässt sich mehr als eine eigene Domain gleichzeitig verfolgen.
  • Tägliche Messung: jeder Datenpunkt wird täglich mehrfach abgefragt, je nach Paket drei- bis zehnmal.

Setup

Browser-Version
Desktop-App
Mobile-App

Sprache

DE-Interface
DE-Support
DE-Dokumentation

Datenschutz

Serverstandort in der EU
EU-Standardvertrag

Unsere Bewertung

Produktivität

7/10

Creaitor erzeugt keine Texte mehr, sondern eine Kennzahl: wie oft und in welchem Zusammenhang die eigene Marke in KI-Antworten vorkommt und wer stattdessen genannt wird. Die Messung läuft in allen Tarifen täglich und ohne Handarbeit, das ersetzt die stichprobenartige Abfrage von Hand. Was aus den Zahlen folgt, setzt das Team selbst um. Im Einstiegspaket mit einer Domain und zwei Modellen bleibt das Bild schmal.

Benutzerfreundlichkeit

7/10

Die Einrichtung läuft im Browser und braucht keine IT: Domain angeben, Fragen aus dem Themenfeld hinterlegen, die Messung startet. Ob die Anwendung selbst deutsch ist, nennt der Anbieter für das neue Produkt nicht, Website und Preisseite sind es. Abzug gibt es, weil Begriffe wie Credits und Messungen je Datenpunkt erst verstanden sein wollen und das Hilfecenter dabei nicht hilft.

Kundensupport

6/10

Starter bekommt Support per E-Mail, Plus und Pro mit Vorrang, Enterprise einen eigenen Ansprechpartner. Zugesagte Reaktionszeiten nennt der Anbieter nicht, und in welcher Sprache der Support antwortet, ist nicht belegt. Die deutsche Wissensdatenbank beschreibt noch das frühere Textprodukt und hilft beim heutigen kaum weiter.

Einsatzbereiche

  • Sichtbarkeit messen: Das Werkzeug stellt KI-Assistenten Fragen aus dem eigenen Themenfeld und protokolliert, ob und wie die eigene Marke in den Antworten vorkommt. Das ersetzt das Gefühl durch eine Zahl. Zu beachten: Starter beobachtet eine einzige Domain, und welche Modelle mitlaufen, hängt am Tarif.
  • Wettbewerb beobachten: Dieselben Fragen zeigen, welche Anbieter stattdessen genannt werden. Für eine Marke, die im klassischen Suchergebnis vorn liegt und in KI-Antworten fehlt, ist das die wichtigere Information. Bis zu sieben Domains lassen sich im Pro-Tarif nebeneinander verfolgen.
  • Inhalte nachschärfen: Aus den Auswertungen ergeben sich Hinweise, welche Themen und Formulierungen in den Antworten auftauchen. Diese Hinweise fließen in die eigene Redaktionsarbeit zurück. Das Schreiben übernimmt die Software nicht mehr, Creaitor bietet es nur als bezahlte Dienstleistung an.
  • Berichte an die Geschäftsführung: Alle Exportformate nennt der Anbieter bereits ab dem Starter-Tarif, eine Schnittstelle gibt es erst ab Pro. Gemessen wird in allen Tarifen täglich, im Enterprise-Tarif auf Wunsch wöchentlich.

Screenshots

Preis

Kostenloser Testzeitraum
Kostenlose Basisversion

Gezählt werden bei Creaitor beobachtete Domains und Credits, ausgewiesen in Euro. Wichtiger als jede Zahl ist aber, wofür man zahlt: Creaitor ist kein Textwerkzeug mehr, sondern misst, wie sichtbar eine Marke in den Antworten von KI-Assistenten ist. Eine dauerhaft kostenlose Version gibt es nicht, wohl aber sieben Tage zum Ausprobieren ohne Kreditkarte.

  • Starter: 69 Euro im Monat. Eine Domain, 2.000 Credits, ein Platz, zwei Modelle (ChatGPT und Gemini).
  • Plus: 149 Euro. Bis zu drei Domains, 5.000 Credits, drei Plätze, zusätzlich Perplexity.
  • Pro: 299 Euro. Bis zu sieben Domains, 10.000 Credits, sieben Plätze, alle vier Modelle einschließlich Claude, dazu eine Schnittstelle.
  • Enterprise: Betrag nicht veröffentlicht. Grenzen aufgehoben, tägliche oder wöchentliche Beobachtung, Einzelanmeldung.

Ein Umschalter für Jahreszahlung ist vorhanden, die Jahresbeträge weist der Anbieter nicht gesondert aus, Preise für zusätzliche Credits oder Plätze ebenso wenig. Laut AGB (Stand 14.04.2026) verlängert sich das Abo automatisch, gekündigt wird zum Ende der Abrechnungsperiode, und die Testphase geht ohne Kündigung in ein bezahltes Abo über. Gemessen wird in allen Tarifen täglich (Anbieterangaben, Stand 07.10.2026).

Unser Fazit

Diese Bewertung fällt anders aus als bei unserem letzten Besuch, weil Creaitor ein anderes Produkt geworden ist. Aus der Plattform für Marketingtexte ist ein Werkzeug geworden, das misst, wie eine Marke in den Antworten von KI-Assistenten vorkommt. Wer den Textgenerator im Kopf hat, sucht besser weiter.

Die Frage dahinter ist berechtigt. Immer mehr Menschen fragen einen Assistenten, statt eine Suchmaschine zu benutzen, und wer dort nicht vorkommt, findet auch nicht statt. Creaitor liefert dafür Zahlen statt Vermutungen, und die Auswertung nach Wettbewerbern ist der nützlichste Teil.

Zwei Dinge halten uns zurück. Der Einstieg liegt bei 69 Euro im Monat für eine einzige Domain und zwei beobachtete Modelle, was für einen kleinen österreichischen Betrieb viel Geld für eine Kennzahl ist. Und nach dem Test verlängert sich das Abo ohne Kündigung automatisch, Jahresbeträge nennt der Anbieter nicht. Positiv: Der Verarbeitungsort ist mit Azure in Irland klar benannt, auch wenn das Unternehmen in Luzern sitzt und nicht in der Schweiz hostet.

Häufige Fragen

Was macht Creaitor heute eigentlich?

Der Anbieter hat sein Produkt umgebaut. Aus dem Textgenerator ist ein Werkzeug geworden, das die Sichtbarkeit einer Marke in KI-Antworten misst: Es beobachtet, wie ChatGPT, Gemini, Perplexity und Claude auf Fragen aus dem eigenen Themenfeld antworten und ob die eigene Marke darin vorkommt. Wer Creaitor wegen der Textbausteine im Auge hatte, sucht heute etwas anderes. (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Was kostet Creaitor?

Starter kostet 69 Euro im Monat, Plus 149 Euro und Pro 299 Euro. Darüber steht Enterprise nach Absprache. Ein Umschalter für Jahreszahlung ist vorhanden, die Jahresbeträge weist der Anbieter nicht gesondert aus. (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Was unterscheidet die Tarife?

Drei Größen. Starter beobachtet eine Domain mit 2.000 Credits im Monat, einem Platz und zwei Modellen, nämlich ChatGPT und Gemini. Plus deckt bis zu drei Domains, 5.000 Credits, drei Plätze und zusätzlich Perplexity ab. Pro reicht bis sieben Domains, 10.000 Credits, sieben Plätze, alle vier Modelle einschließlich Claude sowie eine Schnittstelle. Enterprise hebt die Grenzen auf, lässt zwischen täglicher und wöchentlicher Messung wählen und bringt Einzelanmeldung. (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Für wen lohnt sich das?

Für Marken, die erlebt haben, dass Interessenten eine KI fragen statt zu suchen, und wissen wollen, was dort über sie gesagt wird. Für einen Handwerksbetrieb mit regionaler Kundschaft ist der Einstiegspreis von 69 Euro monatlich dafür hoch. Für eine Marke im Wettbewerb um überregionale Aufmerksamkeit kann sich die Beobachtung rechnen, vor allem, wenn Wettbewerber dort auftauchen und man selbst nicht.

Gibt es eine kostenlose Version?

Nein. Der Anbieter bietet sieben Tage zum Ausprobieren ohne Kreditkarte, dazu einen kostenlosen Bericht zur eigenen Sichtbarkeit. Einen dauerhaft kostenlosen Tarif führt die Preisseite nicht. Laut AGB geht die Testphase ohne Kündigung in ein bezahltes Abo über.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Die Creaitor AG sitzt in Luzern, gehostet wird nach eigener Angabe auf Microsoft Azure mit Verarbeitungsort Irland, also in der EU und nicht in der Schweiz. Ein Schweizer Serverstandort wird nirgends behauptet. Website und Auslieferung laufen zusätzlich über amerikanische Dienstleister. Standardvertragsklauseln erwähnt die Datenschutzerklärung nicht. (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Werden Daten für das Training von KI-Modellen genutzt?

Dazu findet sich keine Aussage, weder eine bejahende noch eine verneinende. Weil das Werkzeug vor allem öffentlich zugängliche Antworten beobachtet und nicht eigene Dokumente verarbeitet, wiegt diese Lücke weniger schwer als bei einem Textwerkzeug. Wer eigene Inhalte einspeist, fragt trotzdem nach.

Welche Modelle werden beobachtet?

ChatGPT und Gemini ab dem Starter-Tarif, Perplexity ab Plus und Claude ab Pro. Wo die Abfragen selbst ausgeführt werden und über welche Zugänge, legt der Anbieter nicht offen.

Wie oft wird gemessen?

Täglich, in allen Tarifen. Je Datenpunkt fragt Creaitor in Starter dreimal, in Plus fünfmal und in Pro zehnmal ab, im Enterprise-Tarif ist das einstellbar, dort lässt sich auch wöchentlich messen. (Anbieterangaben, Stand 07.10.2026)

Gibt es Creaitor auf Deutsch?

Teilweise. Website, Preisseite und Datenschutzerklärung liegen auf Deutsch vor, die deutsche Wissensdatenbank beschreibt aber noch das alte Textprodukt. Ob die Anwendung selbst deutsch ist und ob der Support auf Deutsch antwortet, geht aus den Anbieterangaben nicht hervor.

Wie komme ich bei einem Wechsel wieder an meine Daten?

Der Anbieter sagt Datenübertragbarkeit in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu, das Konto löscht man im eigenen Profil. Alle Exportformate nennt die Preisseite bereits ab Starter, eine Schnittstelle gibt es allerdings erst ab Pro. Gekündigt wird laut AGB zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode, ohne Kündigung verlängert sich das Abo automatisch.

Welche Alternativen zu Creaitor gibt es?

Für die Beobachtung der Sichtbarkeit in KI-Antworten bieten inzwischen auch etablierte Werkzeuge wie Sistrix und Semrush eigene Module an, meist als Teil eines größeren Pakets. Wer dagegen den früheren Zweck sucht, also das Schreiben von Marketingtexten auf Deutsch, findet ihn bei neuroflash oder Jasper. Einen breiteren Überblick gibt unsere Übersicht der besten SEO-Tools.

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2026

Über den Autor

Beitrag von Redaktion KI Kompass

Redaktion KI Kompass

Die Redaktion des KI Kompass recherchiert, analysiert und bewertet Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Automatisierung und KI-Tools. Beiträge dieses Profils entstehen gemeinschaftlich innerhalb der Redaktion und dienen der sachlichen Einordnung, Orientierung und Aktualisierung relevanter Themen.

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