
Semrush ist eine cloudbasierte SaaS-Plattform für Online-Sichtbarkeit und digitales Marketing. Das Tool unterstützt SEO, Content-Marketing, Wettbewerbsanalyse, PPC und Social Media und liefert dafür Daten, Audits und Reports. Unternehmen recherchieren Keywords und Suchintentionen, prüfen Websites technisch und analysieren Rankings, Backlinks sowie Wettbewerber. KI-Funktionen helfen beim Erstellen und Optimieren von Inhalten, beim Erkennen von SEO-Potenzialen und beim Beschleunigen typischer Recherche- und Analyseaufgaben.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Deckt SEO, Werbung und Inhalte in einem Werkzeug ab
- Sehr gute Suchbegriffs- und Wettbewerbsdaten
- Deutsche Oberfläche, Hilfe und Support auf Deutsch
Nachteile
- Zusatzzugänge ab 45 je Person und Monat
- Verarbeitung in den USA, kein ausdrückliches Trainingsverbot
- Unübersichtlich, ohne Vorwissen kaum nutzbar
Funktionen
- Suchbegriffe und Suchvolumen recherchieren: Zeigt Suchvolumen, Schwierigkeit und passende Nebenbegriffe zu einem Thema oder einer Domain.
- Eigene Rankings täglich verfolgen: Positionen ausgewählter Suchbegriffe werden laufend erfasst und im Verlauf dargestellt.
- Technisches Audit per Crawl: Ein automatischer Durchlauf der eigenen Website findet technische Fehler und zeigt Optimierungspotenzial.
- Backlink-Profil prüfen: Eigene Verweise und die der Konkurrenz lassen sich einsehen und vergleichen.
- Wettbewerber einsehen: Organischer Suchverkehr und Google-Ads-Kampagnen von Mitbewerbern werden sichtbar gemacht.
- Inhalte erstellen und optimieren: Der SEO Writing Assistant gibt Hinweise zu Lesbarkeit, Suchbegriffsdichte und Tonalität während des Schreibens.
- Sichtbarkeit in KI-Antworten verfolgen: Erfasst, ob und wie die eigene Marke in Antworten von ChatGPT und ähnlichen Systemen genannt wird.
- Viele Werkzeuge in einer Oberfläche: SEO, Werbung, Inhalte und lokale Einträge liegen an einem Ort, wer neu einsteigt, braucht dafür Einarbeitungszeit.
Setup
Sprache
Datenschutz
Unsere Bewertung
Produktivität
Semrush führt SEO, Content-Planung und Wettbewerbsanalysen in einer Oberfläche zusammen, was den Wechsel zwischen vielen verschiedenen Einzelprogrammen überflüssig macht. Automatisierte Berichte und technische Website-Prüfungen reduzieren die manuelle Routinearbeit im Team.
Benutzerfreundlichkeit
Semrush liefert bei ersten Analysen schnell brauchbare Ergebnisse. Wegen der enormen Funktionsvielfalt wirkt die Navigation jedoch oft unübersichtlich und erfordert eine gewisse Einarbeitungszeit, um das Werkzeug voll auszuschöpfen.
Kundensupport
Sehr gute Selbsthilfe-Ressourcen mit umfangreicher Academy, Anleitungen und Best-Practice-Material erleichtern den Einstieg und viele Fragen lassen sich ohne direkten Kontakt klären. Schwächen zeigen sich jedoch beim persönlichen Support.
Einsatzbereiche
- Sichtbarkeit: Das Werkzeug beobachtet, über welche Suchbegriffe eine Website gefunden wird, und meldet technische Fehler, die im Weg stehen. Daraus entsteht eine Aufgabenliste für die kommenden Wochen. Neu ist die Auswertung, wie oft eine Marke in KI-Antworten auftaucht.
- Wettbewerb: Sichtbar wird, woher Mitbewerber ihre Besucher bekommen und welche Suchbegriffe sie besetzen. Daraus lassen sich eigene Nischen ableiten. Die Zahlen brauchen Einordnung: Ohne Branchenkenntnis führen sie in die Irre.
- Inhalte: Redaktionen planen Themen anhand der Fragen, die eine Zielgruppe tatsächlich sucht. Bestehende Texte lassen sich auf Lesbarkeit und Auffindbarkeit prüfen. Das ersetzt die Themenwahl nach Bauchgefühl.
- Werbung: Für bezahlte Suchmaschinenwerbung liefert das Werkzeug Anzeigentexte und Strategien der Mitbewerber. Daraus entsteht eine Suchbegriffsliste für die eigene Kampagne. Diese Funktion unterscheidet Semrush von reinen SEO-Werkzeugen.
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Preis
Der Grundpreis ist bei Semrush nur die halbe Rechnung: Jeder zusätzliche Zugang und jedes Zusatzmodul kommt oben drauf. Dazu eine Eigenheit der Auszeichnung: Auf der deutschen Seite stehen dieselben Zahlen mit Eurozeichen wie auf der amerikanischen mit Dollarzeichen, eine eigene Europreisliste gibt es offenbar nicht. Die früheren Stufen Pro, Guru und Business sind gestrichen, es gilt ein neues Raster (erst Jahreszahlung, dann monatlich).
- SEO: 117,33 im Monat, 139 bei monatlicher Zahlung.
- Starter: 165,17 beziehungsweise 199.
- Pro Plus: 248,17 beziehungsweise 299.
- Advanced: 455,67 beziehungsweise 549. Über die Stufen hinweg fünf bis vierzig Websites und 500 bis 5.000 beobachtete Suchbegriffe.
- Zusätzlicher Zugang: ab 45 im Monat, ein Dreierteam zahlt also 90 obendrauf.
- Zusatzmodule: Marktdatenanalyse ab 289 im Monat, Leadgewinnung 90, Berichte 10 beziehungsweise 20, Sichtbarkeit in KI-Antworten ab 99 je Domain und Monat.
Rund 350 bis 400 im Monat sind ein realistisches Budget für eine kleine Agentur mit drei Personen und einem Zusatzmodul. Wer nur die eigene Website betreut, zahlt hier für Daten, die er nicht braucht. (Anbieterangaben, Stand September 2026)
Unser Fazit
Semrush ist der Alleskönner unter den Marketingwerkzeugen: Suchmaschinenoptimierung, bezahlte Werbung, Inhaltsplanung, Wettbewerbsbeobachtung und seit Kurzem auch die Frage, wie oft eine Marke in KI-Antworten auftaucht. Wer all das braucht, findet es hier an einer Stelle.
Wer es nicht braucht, zahlt trotzdem dafür. Der Einstieg liegt bei 117 im Monat bei Jahreszahlung, jeder weitere Zugang kostet ab 45, und die interessanten Zusatzmodule beginnen bei 90 und reichen bis 289 im Monat. Eine kleine Agentur mit drei Personen landet schnell bei 350 bis 400 im Monat.
Zwei Punkte gehören dazu. Die Verarbeitung findet nach Anbieterangabe in den USA statt, und eine ausdrückliche Zusage, Kundendaten nicht für KI-Training zu verwenden, steht nicht im Vertrag. Und seit dem 28. April 2026 gehört Semrush zu Adobe, was bei einem Jahresvertrag mitbedacht gehört. Unsere Linie: Für eine Agentur oder eine Marketingabteilung mit mehreren Websites ist Semrush seinen Preis wert. Für eine einzelne Firmenwebsite sind Seobility oder Screaming Frog die bessere Rechnung.
Häufige Fragen
Der SEO-Tarif kostet 139 im Monat oder 117,33 bei Jahreszahlung, Starter 199 beziehungsweise 165,17, Pro Plus 299 beziehungsweise 248,17, Advanced 549 beziehungsweise 455,67. Zusätzliche Zugänge beginnen bei 45 im Monat. Der Anbieter zeigt auf der deutschen Seite dieselben Zahlen mit Eurozeichen wie auf der amerikanischen mit Dollarzeichen. (Anbieterangaben, Stand September 2026)
Die früheren Stufen Pro, Guru und Business gibt es nicht mehr. An ihre Stelle sind SEO, Starter, Pro Plus und Advanced getreten, mit eigenen Kontingenten für die Auswertung der Sichtbarkeit in KI-Suchen. Wer mit älteren Vergleichen arbeitet, findet die genannten Tarife nicht mehr.
Fünf Websites und 500 beobachtete Suchbegriffe bei SEO und Starter, fünfzehn Websites und 1.500 Suchbegriffe bei Pro Plus, vierzig Websites und 5.000 Suchbegriffe bei Advanced. Dazu kommen Tagesgrenzen für KI-Abfragen: 50 bei Starter, 100 bei Pro Plus, 200 bei Advanced.
Ab 45 im Monat je Person. Bei einem Dreierteam kommen damit 90 auf den Grundpreis, unabhängig vom gewählten Tarif. Genau daran scheitern die meisten Budgets, nicht am Grundpreis.
Ja, und sie summieren sich: Marktdatenanalyse ab 289 im Monat, Werkzeug zur Leadgewinnung 90, Berichte 10 beziehungsweise 20, die Auswertung der Sichtbarkeit in KI-Antworten ab 99 je Domain und Monat. Ein realistisches Budget rechnet mit Grundtarif plus mindestens einem Zusatzmodul.
Einen eingeschränkten kostenlosen Zugang mit einem Beispielprojekt und zehn Abfragen am Tag, dazu eine Testphase von sieben Tagen. Zum Kennenlernen reicht das, für laufende Arbeit nicht.
Nach Anbieterangabe in Rechenzentren in den Vereinigten Staaten. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist automatisch Vertragsbestandteil, für Übermittlungen nennt der Anbieter Standardvertragsklauseln. Eine ausdrückliche Zusage, Kundendaten nicht für KI-Training zu verwenden, findet sich dort nicht. (Anbieterangaben, Stand September 2026)
Nein. Adobe hat die Übernahme am 28. April 2026 abgeschlossen. Der Anbieter sagt zu, dass Verträge, Leistungen und Ansprechpartner zunächst unverändert bleiben. Was mittelfristig für Produkt und Preise folgt, ist offen (Adobe-Mitteilung und Semrush-FAQ, beide abgerufen am 23.09.2026).
Ja, deutlich. Der Funktionsumfang ist groß, die Navigation entsprechend unübersichtlich. Ohne jemanden, der Suchmaschinenoptimierung versteht, bleiben neun von zehn Funktionen ungenutzt, und dafür ist der Preis zu hoch.
Für Agenturen und Marketingabteilungen, die mehrere Websites betreuen und Suchmaschinenwerbung mitverantworten. Die Breite ist das Argument, nicht die Tiefe in einem einzelnen Bereich. Für eine einzelne Firmenwebsite gibt es günstigere Werkzeuge.
Auswertungen und Listen lassen sich als Tabelle exportieren. Verlaufsdaten der Platzierungen und der eigenen Projekte bleiben beim Anbieter. Wer wechselt, exportiert vorher die Auswertungen, die er für den Jahresvergleich braucht.
Ahrefs liegt im Preis ähnlich und ist bei Verweisdaten stärker, Seobility und Ryte sind deutlich günstiger und verständlicher, Screaming Frog deckt die technische Prüfung ab. Semrush gewinnt bei der Breite über SEO, Werbung und Inhalte hinweg. Einen Vergleich bietet unser Beitrag zu den besten SEO-Tools.






