
monday Work Management
Tafeln statt Tabellen: monday führt Aufgaben, Abläufe und Auslastung an einem Ort zusammen und überlässt es dem Team, welche Spalten eine Aufgabe überhaupt trägt. Status, Zuständigkeit, Frist, Zahl oder Datei stehen nebeneinander, und dieselben Zeilen erscheinen wahlweise als Kanban, Kalender oder Zeitleiste.
Im Mai 2026 hat der Anbieter die Plattform neu ausgerichtet und spricht seither von einer KI-Arbeitsplattform: Neben Zusammenfassungen und KI-Bausteinen in einzelnen Spalten stehen Agenten, die ganze Abläufe übernehmen. Die Preisliste führt das Paket weiterhin als monday work management. Gerechnet wird nach Nutzerplätzen, und die sind nicht stückweise zu haben.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Tafeln ohne Programmierung an eigene Abläufe angepasst
- Eine Aufgabe zugleich als Tafel, Kalender und Zeitleiste
- Deutsche Oberfläche und deutsche Hilfeseiten
- Gäste sehen nur einzelne freigegebene Tafeln
Nachteile
- Plätze erst ab drei und danach nur in Fünferschritten
- Zeitleiste und Gastzugang erst ab dem Standard-Tarif
- Zugangsdaten und Auswertungsdaten liegen in der US-Region
- Einarbeitung nötig, sobald viele Tafeln zusammenspielen
Funktionen
- Aufgaben in selbst gebauten Spalten führen: Welche Angaben eine Zeile trägt, legt das Team fest. Dieselben Daten erscheinen als Tafel, Kalender oder Zeitleiste.
- Regeln ohne Programmierung bauen: Wenn-dann-Sätze setzen Status, hängen Zuständigkeiten um und erinnern an Fristen. Die Zahl der ausgelösten Schritte ist je Paket gedeckelt.
- Auslastung des Teams sehen: Eine eigene Ansicht rechnet offene Aufgaben auf Personen und Wochen um und zeigt, wer überbucht ist. Im Einstiegspaket nicht enthalten.
- Anfragen über Formulare einsammeln: Aus einem ausgefüllten Formular entsteht direkt eine Zeile im richtigen Bereich, samt aller Angaben.
- Dokumente neben der Aufgabe schreiben: monday Docs liegen im selben Bereich wie die Arbeit, mehrere Personen schreiben gleichzeitig daran.
- KI-Bausteine in eine Spalte setzen: Ein Baustein sortiert eingehende Texte nach Stichworten, fasst Aktualisierungen zusammen oder zieht einzelne Angaben heraus.
- Agenten ganze Abläufe übergeben: Seit Mai 2026 arbeiten konfigurierbare Agenten Aufgaben selbständig ab, etwa Anfragen einordnen oder Tickets schließen.
- Externe auf einzelne Tafeln lassen: Gäste sehen nur die freigegebenen Bereiche, nicht das übrige Konto. Im Einstiegspaket nicht enthalten.
Setup
Sprache
Datenschutz
Unsere Bewertung
Produktivität
Einfache Automatisierungen und die zentrale Kommunikation verringern den täglichen Abstimmungsaufwand sowie manuelle Routineaufgaben in Teams. Die Anwendung überzeugt vor allem bei der Organisation von Projekten und das managen von Team-Workflows.
Benutzerfreundlichkeit
Dank der visuellen Oberfläche und vieler Vorlagen gelingt der Einstieg meist sofort und ohne technisches Fachwissen. Bei komplexen Abläufen oder sehr großen Datenmengen wird die Bedienung jedoch anspruchsvoller und erfordert eine gewisse Einarbeitung, um die Übersicht zu behalten.
Kundensupport
Der Support reagiert in der Regel sehr schnell, bietet eine deutschsprachige Doku und ein gutes Onboarding. Bei komplexeren Fragen oder individuellen Schulungen kommt er aber an seine Grenzen. Ab dem Basic Plan steht ein Support-Team rund um die Uhr zur Verfügung. Ab Enterprise Version ein designierter Kundenerfolgsmanager und 99,9 % Verfügbarkeit-SLV.
Einsatzbereiche
Projektsteuerung: Große Vorhaben zerfallen in Phasen, Meilensteine und einzelne Aufgaben mit Namen und Frist. Die Zeitleiste zeigt sofort, was sich mitverschiebt, sobald ein Termin kippt. Alle Beteiligten tragen den Stand in derselben Ansicht nach. Das spart Rückfragen.
Wiederkehrende Abläufe: Freigaben, Einarbeitungen und Beschaffungen laufen immer gleich ab. Regeln setzen Status, hängen Zuständigkeiten um und erinnern an Fristen, ohne dass jemand programmiert. Wer einen automatisch gesetzten Status übernimmt, prüft trotzdem nach.
Kapazitätsplanung: Die Auslastungsansicht rechnet offene Aufgaben auf Personen und Wochen um. Führungskräfte erkennen früh, wer überbucht ist. Urlaube und Abwesenheiten fließen in dieselbe Rechnung ein, bevor neue Aufträge verteilt werden.
Kundenprojekte: Externe Beteiligte bekommen Gastzugänge auf einzelne Tafeln und sehen nur die freigegebenen Bereiche. Dokumente, Rückmeldungen und Freigaben liegen damit an einer Stelle statt in Mailketten. Für personenbezogene Kundendaten gelten die internen Vorgaben unverändert.
Screenshots






Preis
Der Hebel liegt nicht in der Tarifstufe, sondern in der Platzzahl. Bezahlte Pakete beginnen bei drei Plätzen und steigen danach in Fünferschritten. Ein Team aus vier Personen zahlt fünf Plätze, eines aus sechs zahlt zehn. Erst danach entscheidet die Stufe.
Je Platz und Monat bei Jahreszahlung
- Free: 0 Euro. Zwei Plätze, drei Tafeln, 200 Einträge, 500 MB Speicher, keine Regeln und keine Anbindungen.
- Basic: 9 Euro. Unbegrenzte Einträge und Betrachter, aber weder Zeitleiste noch Gastzugang. 1.000 KI-Credits.
- Standard: 12 Euro. Die Schwelle für die meisten Teams: Zeitleiste, Gantt, Kalender, Gäste, 250 ausgelöste Regelschritte, 2.000 KI-Credits.
- Pro: 19 Euro. 25.000 Regelschritte, Zeiterfassung, erweiterte Spaltentypen, 3.000 KI-Credits.
- Enterprise: auf Anfrage. 250.000 Regelschritte, Portfolio- und Ressourcensteuerung, Verfügbarkeitszusage von 99,9 Prozent.
Jahreszahlung senkt den Betrag um 18 Prozent (Anbieterangabe). Von Basic auf Standard zwingt fast immer die Zeitleiste, von Standard auf Pro die Zahl der Regelschritte. KI-Credits verfallen zum Monatsende (Tarife von monday.com/pricing, Platzstufen aus dem Hilfecenter, Abruf 19.09.2026; Euro-Beträge der deutschen Preisliste über die Zweitquelle meetergo.com, 08/2026)
Unser Fazit
Ein Team aus vier Personen zahlt bei monday fünf Plätze, eines aus sechs zahlt zehn. Diese Fünferstufen entscheiden über die Rechnung stärker als jede Tarifwahl, und sie treffen kleine Teams am härtesten. Dafür entsteht eine Arbeitsumgebung auf Deutsch, mit Tafeln, die sich ohne Programmierung an eigene Abläufe anpassen, und seit 2026 mit KI-Bausteinen und Agenten in derselben Spalte, in der die Arbeit ohnehin liegt. Die Schwelle für die meisten Betriebe heißt Standard und kostet 12 Euro je Platz und Monat, weil Zeitleiste und Gastzugang erst dort anfangen. Teams, die je Kopf abrechnen statt in Platzpaketen, fahren mit ClickUp günstiger. Zwei Personen mit drei Projekten kaufen hier eine Nummer zu groß.
Häufige Fragen
Nein, sagt der Anbieter ausdrücklich. Im Hilfecenter steht, monday nutze Kundendaten und Inhalte nicht zum Training eigener KI-Modelle und erlaube das auch Dritten nicht. Die eingesetzten Sprachmodelle laufen über Microsoft Azure und AWS Bedrock, für die der Anbieter eine Zusage ohne Datenspeicherung nennt. Eine Unterscheidung nach Tarif macht monday dabei nicht. Wiedergabe der Anbieterangaben vom 19.09.2026.
Ja, er ist automatisch Vertragsbestandteil. Der Anbieter bindet ihn über die Nutzungsbedingungen ein und stützt Übermittlungen auf Standardvertragsklauseln. Kundendaten liegen in der gewählten Region; die EU-Region steht Enterprise-Konten offen sowie Standard- und Pro-Konten, die ab dem 23.01.2023 angelegt wurden. Zugangsdaten, Profile und Auswertungsdaten bleiben in der US-Region. Wiedergabe der Anbieterangaben vom 19.09.2026.
Drei, danach geht es in Fünferschritten weiter. Ein Team aus vier Personen zahlt also fünf Plätze, eines aus sechs zahlt zehn. Betrachter ohne Bearbeitungsrecht bleiben in den bezahlten Tarifen unbegrenzt und ohne Aufpreis. Der Gratistarif deckt zwei Plätze (Hilfecenter, Abruf 19.09.2026).
Vor allem Regelschritte und KI-Credits. Standard erlaubt 250 ausgelöste Schritte je Monat, Pro 25.000, Enterprise 250.000. Die KI-Kontingente liegen bei 1.000, 2.000 und 3.000 Credits und verfallen zum Monatsende. Der Gratistarif endet bei drei Tafeln, 200 Einträgen und 500 MB Speicher (Anbieterangaben, Abruf 19.09.2026).
Über einen Kontoexport, den nur Verwalter starten. Das Ergebnis ist ein Archiv mit allen Tafeln, auf Wunsch samt Dateien, höchstens einmal je 24 Stunden. Nicht enthalten sind archivierte Tafeln, Workdocs sowie der Verlauf zu E-Mails und Aktivitäten. Einzelne Tafeln gehen zusätzlich als Tabelle hinaus (Hilfecenter, Abruf 19.09.2026).
Vor allem ClickUp und Asana. ClickUp verkauft Plätze einzeln und ohne Mindestzahl, verlangt für die KI aber einen Aufpreis je Nutzer. Asana zielt stärker auf Aufgaben und Zuständigkeiten als auf frei gebaute Tafeln. Für kurze Listen genügt oft Trello, wer einen Anbieter im deutschsprachigen Raum sucht, sieht sich awork an.
Nein, der Anbieter führt mehrere Produktlinien. Neben dem Arbeitsmanagement gibt es monday CRM für den Vertrieb, monday dev für Softwareteams und monday service für interne Anfragen. Die Linien tragen eigene Tarifnamen und werden getrennt abgerechnet. Im Mai 2026 hat der Anbieter die Plattform insgesamt als KI-Arbeitsplattform neu aufgestellt.






