Asana ordnet Arbeit als Aufgaben in Projekten und zeigt denselben Bestand wahlweise als Liste, Tafel, Kalender oder Zeitleiste. Seit der Neuausrichtung auf agentische Arbeitsorganisation sitzt die KI nicht mehr neben dem Produkt, sondern mitten darin: Über dreißig vorgefertigte KI-Kollegen (AI Teammates) übernehmen feste Rollen in Projekten, AI Studio baut Automatisierungen ohne Programmierung, und Asana Dash beantwortet Fragen zum Stand der Arbeit. Darunter liegt der Work Graph, der Personen, Aufgaben, Projekte, Ziele und Abhängigkeiten verknüpft. Gebaut ist das für Unternehmen, die abteilungsübergreifend planen und dabei auf Ziele und Auslastung schauen.

8,4/10
Gesamtbewertung
Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
9/10
Kundensupport
8/10

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Zeitleiste mit echten Abhängigkeiten, nicht nur nebeneinanderliegenden Balken
  • Über dreißig vorgefertigte KI-Kollegen mit fester Rolle im Projekt
  • Arbeitslastansicht zeigt Überlastung, bevor sie eintritt
  • Rechenzentren in Europa als Zusatzoption des Enterprise-Tarifs
  • Hilfezentrum und Oberfläche auf Deutsch

Nachteile

  • Kostenfreie Stufe nur noch für zwei Nutzer, für Teams damit unbrauchbar
  • KI-Kollegen auf fünf Anfragen je Nutzer und Monat begrenzt, höchstens 50 je Konto
  • Auf der deutschen Preisseite nur Dollarbeträge, kein Euro-Listenpreis
  • Zeiterfassung nur als getrennt abgerechnete Erweiterung
  • Wahl der Datenregion erst im Enterprise-Tarif, sonst regionsübergreifende Speicherung

Funktionen

  • Vier Ansichten auf dieselben Aufgaben: Zeigt einen Bestand als Liste, Tafel, Kalender oder Zeitleiste. Die Zeitleiste ist in der Grundstufe nicht enthalten.
  • Abhängigkeiten: Verknüpft Vorgänger und Nachfolger. Verschiebt sich ein Termin, rückt die abhängige Aufgabe nach und der Verantwortliche bekommt eine Meldung.
  • Regeln ohne Programmierung: Setzt Auslöser und Folgeschritte zusammen, etwa Aufgabe zuweisen, Feld setzen, in eine andere Spalte schieben.
  • KI-Kollegen: Stellt über dreißig vorgefertigte Agenten mit fester Rolle bereit, vom Sichten der Anfragen bis zum Verdichten des Projektstands. Die Zahl der Anfragen ist gedeckelt.
  • AI Studio: Legt Automatisierungen an, die eingehende Anfragen einordnen, weiterleiten und beantworten, ohne dass jemand Code schreibt.
  • Asana Dash: Beantwortet Fragen zum Stand der Arbeit aus den verknüpften Projekten heraus und schlägt den nächsten Schritt vor.
  • Work Graph: Verknüpft Personen, Aufgaben, Projekte, Ziele und Abhängigkeiten miteinander. Daraus ziehen die Agenten ihren Zusammenhang.
  • Auslastungssteuerung: Rechnet zugewiesene Aufgaben auf Personen um und markiert Überlastung. In den unteren Stufen nicht enthalten.

Setup

Browser-Version
Desktop-App
Mobile-App

Sprache

DE-Interface
DE-Support
DE-Dokumentation

Datenschutz

Serverstandort in der EU
EU-Standardvertrag

Unsere Bewertung

Produktivität

8/10

Asana verkürzt den Weg von der Absprache zur erfassten Aufgabe und hält Abhängigkeiten, Ziele und Auslastung an einer Stelle zusammen. Seit der Neuausrichtung kommen vorgefertigte Agenten und AI Studio dazu. Den Zugewinn bremst der Anbieter allerdings selbst: Die KI-Kollegen sind auf fünf Anfragen je Nutzer und Monat begrenzt, höchstens 50 je Konto. Für einzelne Routinen reicht das, für den täglichen Betrieb nicht.

Benutzerfreundlichkeit

9/10

Asana bietet eine übersichtliche, logisch aufgebaute Oberfläche, die den Einstieg für Teams ohne großen Schulungsaufwand erleichtert. Die Bedienung bleibt auch bei mehreren Projekten meist gut nachvollziehbar, insbesondere durch unterschiedliche Ansichten wie Listen, Boards oder Kalender.

Kundensupport

8/10

Das Hilfezentrum erscheint auf Deutsch und fängt einen großen Teil der Fragen ab, bevor daraus ein Ticket wird. Dazu kommen die Akademie und ein Forum. Der Chatbot, über den ein Ticket entsteht, nimmt Anfragen nach Anbieterangabe in dreizehn Sprachen an, darunter Deutsch; in welcher Sprache danach ein Mitarbeiter antwortet, sagt der Anbieter nicht. Eine nach Tarif gestaffelte Zusage zu Antwortzeiten führt die Preisseite nicht auf, sie nennt für alle Stufen denselben Zugang zum Support. Verbindliche Fristen bleiben damit Sache des Einzelvertrags.

Einsatzbereiche

Planung mit Abhängigkeiten: Ein Vorhaben zerfällt in Meilensteine und Aufgaben, die Zeitleiste zeigt, welcher Schritt auf welchem aufsitzt. Verschiebt sich ein Termin, rücken die abhängigen Aufgaben nach. Die Zeitleiste beginnt allerdings erst in der ersten Bezahlstufe.

Wiederkehrende Abläufe: Einarbeitung neuer Mitarbeiter, Freigabeschleifen, Kampagnenstarts: Eine Vorlage legt die immer gleichen Schritte samt Verantwortlichen an. Regeln verschieben Aufgaben, setzen Fristen und benachrichtigen, ohne dass jemand programmiert. Das spart die Erinnerungsmail.

Auslastung im Blick: Die Arbeitslastansicht rechnet zugewiesene Aufgaben auf Personen um und markiert, wer über der vereinbarten Grenze liegt. Eine Teamleitung verteilt neu, bevor jemand an der Belastungsgrenze arbeitet. Diese Ansicht gehört zur zweiten Bezahlstufe.

Ziele und Portfolios: Ein Portfolio fasst mehrere Projekte zusammen und zeigt ihren Stand an einer Stelle. Daran hängen Unternehmensziele, die sich aus dem Fortschritt der Projekte speisen. Die Geschäftsführung liest den Stand, ohne jedes Projekt einzeln zu öffnen.

KI-Kollegen im Projekt: Ein Agent übernimmt eine feste Rolle, etwa das Sichten eingehender Anfragen oder das Verdichten des Wochenstands. Die Anfragen sind je Nutzer und Monat gedeckelt. Das trägt einzelne Routinen, keinen Dauerbetrieb.

Screenshots

Preis

Kostenloser Testzeitraum
Kostenlose Basisversion

Zwei Zahlen entscheiden bei Asana, und die Tarifstufe ist nur eine davon. Die kostenfreie Stufe ist auf zwei Nutzer geschrumpft und fällt damit für Teams aus. Die zweite Zahl steckt in der KI: Jede Stufe deckelt die Anfragen an die KI-Kollegen getrennt je Nutzer und je Konto. Auf der deutschen Preisseite weist Asana in Dollar aus.

  • Personal: 0 $. Zwei Nutzer, Liste, Tafel und Kalender, 100 MB je Datei. Ohne Zeitleiste, ohne Automatisierung, ohne KI.
  • Starter: 10,99 $ je Nutzer und Monat, 13,49 bei Monatszahlung. Zeitleiste, Formulare, Berichte, unbegrenzt viele Automatisierungen und Gäste, 50.000 Guthabenpunkte für AI Studio.
  • Advanced: 24,99 $, 30,49 bei Monatszahlung. Portfolios, Ziele, Auslastungssteuerung, Freigaben, 75.000 Guthabenpunkte.
  • Enterprise: Preis auf Anfrage. Anmeldung per SAML, Nutzerverwaltung per SCIM, Kapazitätsplanung, Wahl der Datenregion, 200.000 Guthabenpunkte.

Die härtere Grenze liegt bei den KI-Kollegen: fünf Anfragen je Nutzer und Monat, gedeckelt bei 50 Anfragen je Konto, im Enterprise-Tarif bei 250. Die Zeiterfassung rechnet Asana getrennt ab. Ein Einzelplatz ist in keinem Bezahltarif zu haben, das kleinste Abonnement umfasst zwei Plätze (asana.com/de/pricing und Hilfezentrum zu Abonnements und Preisen, abgerufen am 19.09.2026).

Unser Fazit

Fünf Anfragen je Nutzer und Monat, höchstens 50 je Konto: An dieser Deckelung entscheidet sich, wie viel die KI-Kollegen im Alltag wirklich abnehmen. Asana hat die Agenten tief in das Produkt gezogen, über dreißig davon mit fester Rolle im Projekt, dazu AI Studio für Automatisierungen ohne Programmierung. Das Fundament trägt auch ohne KI: Zeitleiste mit echten Abhängigkeiten, Auslastungssteuerung vor der Überlastung, Ziele über Abteilungen hinweg, Oberfläche und Hilfezentrum auf Deutsch. Ausgewiesen wird trotzdem in Dollar. Der Einstieg liegt bei 10,99 Dollar je Nutzer und Monat, weil die kostenfreie Stufe nur zwei Personen zulässt und für Teams ausfällt. Wahlweise Datenhaltung in Europa gibt es erst im Enterprise-Tarif. Tafeln mit eigenen Feldern statt Portfolios und Zielen: dafür ist monday work management der bessere Zuschnitt.

Häufige Fragen

Trainiert Asana mit meinen Projektdaten?

Nein, weder Asana noch die Modellanbieter. Asana gibt auf der Produktseite zur KI an, dass weder das Unternehmen selbst noch die eingesetzten KI-Partner Kundendaten zum Trainieren von Modellen verwenden. Die Partner löschen die Daten nach jeder Anfrage. Einen Unterschied nach Tarif nennt die Seite nicht (Anbieterseite zu Agentic Work Management, abgerufen am 19.09.2026).

Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag, und wo liegen meine Daten?

Vertrag ja, EU-Standort nur im Enterprise-Tarif. Asana bezieht die Datenverarbeitungsvereinbarung ohne gesonderte Unterschrift in den Abonnementvertrag ein und führt darin die EU-Standardvertragsklauseln. Anhang II derselben Vereinbarung nennt regionsübergreifende Speicherung bei AWS. Die Wahl der Datenregion mit Rechenzentren in Europa steht als Zusatzoption des Enterprise-Tarifs (Vereinbarung und Preisseite, abgerufen am 19.09.2026).

Welche Nutzungsgrenzen gelten je Tarif?

Drei Grenzen trennen die Stufen. Die kostenfreie Stufe endet bei zwei Nutzern und 100 MB je Datei, ohne Zeitleiste, Automatisierung und KI. Starter und Advanced lassen beliebig viele Nutzer und Gäste zu und unterscheiden sich bei Portfolios, Zielen und Auslastung. Die KI-Kollegen bleiben in jeder Stufe bei fünf Anfragen je Nutzer und Monat (Preisseite, abgerufen am 19.09.2026).

Wie komme ich beim Wechsel an meine Daten?

Über die Verwaltung, nicht über das einzelne Projekt. Asana führt in den Verwaltungsfunktionen der Bezahltarife einen Export der gesamten Domain sowie die Ausgabe von Teams und Nutzern als CSV. Die kostenfreie Stufe hat diese Verwaltungsfunktionen nicht (Seite zu Verwaltung und Sicherheit, abgerufen am 19.09.2026).

Ist die kostenlose Version für mein Start-up dauerhaft nutzbar?

Nur zu zweit. Asana hat die Personal-Stufe auf zwei Nutzer begrenzt, ein drittes Teammitglied erfordert einen Bezahltarif. Dazu fehlen Zeitleiste, Automatisierungen, Berichte, eigene Felder und Vorlagen. Für eine Gründung mit drei oder mehr Beteiligten trägt die Stufe deshalb nicht (Preisseite, abgerufen am 19.09.2026).

Nimmt mir die KI die Statusberichte wirklich ab?

In Teilen, und nur in kleiner Stückzahl. Asana Dash beantwortet Fragen zum Projektstand, ein KI-Kollege verdichtet den Wochenstand zu einem Entwurf. Das Kontingent bremst den Gedanken allerdings aus: fünf Anfragen je Nutzer und Monat, höchstens 50 je Konto. Regelmäßige Berichte für viele Projekte deckt das nicht (Preisseite, abgerufen am 19.09.2026).

Kann ich Externe wie Freelancer oder Kunden einladen?

Ja, in den Bezahltarifen ohne Aufpreis. Starter und Advanced führen beliebig viele kostenfreie Gäste, die nur die freigegebenen Projekte sehen. In der Personal-Stufe zählt dagegen jede Person gegen die Grenze von zwei Nutzern (Preisseite, abgerufen am 19.09.2026).

Wann ist ein anderes Werkzeug die bessere Wahl?

Bei kleinen Teams ohne Abhängigkeiten. Wer Aufgaben nur in Spalten schiebt, kommt mit Trello schneller ans Ziel und zahlt weniger. Asana spielt seine Stärke dort aus, wo Termine voneinander abhängen und jemand die Auslastung im Blick behalten muss. Der nächste Vergleich im selben Feld ist monday work management.

Zuletzt aktualisiert: 4. Februar 2026

Über den Autor

Beitrag von Redaktion KI Kompass

Redaktion KI Kompass

Die Redaktion des KI Kompass recherchiert, analysiert und bewertet Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Automatisierung und KI-Tools. Beiträge dieses Profils entstehen gemeinschaftlich innerhalb der Redaktion und dienen der sachlichen Einordnung, Orientierung und Aktualisierung relevanter Themen.

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