
Trello
Trello ordnet Arbeit in Boards, Listen und Karten nach dem Kanban-Prinzip und gehört seit 2017 zu Atlassian. Der Zuschnitt ist bewusst schmal. Wer eine Aufgabe anlegt, braucht dafür keine Einführung. Neben dem Board sammelt ein Eingang Aufgaben aus E-Mail, Slack und Microsoft Teams ein, der Planer legt Karten in den verknüpften Kalender. Die Regelmaschine Butler übernimmt wiederkehrende Schritte ohne Programmierung, ein MCP-Server öffnet die Boards für Sprachmodelle, und Atlassian Intelligence fasst Karten zusammen. Gedacht ist das für kleine und mittlere Teams, nicht für Projektpläne mit harten Abhängigkeiten.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Start ohne Einarbeitung, das Kartenprinzip erklärt sich beim Ansehen
- Eingang und Planer sammeln Aufgaben aus E-Mail und Chat ein
- Butler automatisiert Handgriffe ohne Programmierung
- MCP-Server bindet Sprachmodelle direkt an die Boards an
Nachteile
- Kalender, Zeitleiste und Tabelle erst ab Premium, nicht schon ab Standard
- Keine Abhängigkeiten zwischen Karten, die Zeitleiste zeigt nur Zeiträume
- Für Trello bietet Atlassian keine Wahl des Datenstandorts an
- Einmalanmeldung per SAML kostet mit Atlassian Guard extra
- Ausgabe als CSV nur im Premium-Arbeitsbereich
Funktionen
- Boards, Listen und Karten: Bildet den Stand einer Aufgabe durch ihre Spalte ab. Eine Karte trägt Beschreibung, Checkliste, Frist, Anhänge und Kommentare.
- Eingang: Nimmt Aufgaben aus E-Mail, Slack und Microsoft Teams an einer Stelle entgegen, bevor sie einem Board zugeordnet werden.
- Planer: Legt Karten als Zeitblock in den verknüpften Kalender und zeigt, was an einem Tag tatsächlich hineinpasst.
- Butler: Baut Regeln, Knöpfe und Terminbefehle ohne Programmierung. Die Zahl der Ausführungen ist in den unteren Stufen begrenzt.
- Weitere Ansichten: Zeigt dieselben Karten als Kalender, Zeitleiste, Tabelle, Übersicht oder Landkarte. In der Grundstufe nicht enthalten.
- Power-Ups: Hängt fremde Dienste in die Karte, darunter Google Drive, Jira und Confluence. Die Zahl je Board ist nicht begrenzt.
- MCP-Server: Lässt angebundene Sprachmodelle Karten durchsuchen, anlegen und verschieben, ohne dass jemand eine eigene Anbindung programmiert.
- Atlassian Intelligence: Fasst lange Karten zusammen, schlägt Textänderungen vor und erzeugt Boards aus einer Beschreibung.
Setup
Sprache
Datenschutz
Unsere Bewertung
Produktivität
Trello verkürzt den Weg von der Absprache zur erfassten Aufgabe: Eingang, Planer und Butler nehmen Routine ab, der MCP-Server lässt Sprachmodelle Karten lesen und anlegen. Bei Projekten mit vielen Abhängigkeiten stößt das Kartenprinzip an seine Grenze, und in den unteren Tarifstufen begrenzt Atlassian die Zahl der Butler-Ausführungen.
Benutzerfreundlichkeit
Die einfache Kanban-Logik ermöglicht einen direkten Start ohne IT-Aufwand oder Schulungen, da sich die Funktionen fast von selbst erklären. Lediglich bei sehr großen Projekten leidet die Übersichtlichkeit und es fehlen tiefergehende Analysewerkzeuge, die dann erst über Zusatzmodule ergänzt werden müssen.
Kundensupport
Die deutschsprachige Wissensdatenbank von Atlassian fängt viele Fragen ab, bevor sie ein Ticket werden. Der Zugang ist nach Tarif gestaffelt: Hilfe durch die Gemeinschaft in der Grundstufe, Unterstützung zu regionalen Geschäftszeiten darüber, bevorzugte Bearbeitung im Premium-Tarif und durchgehende Betreuung für Administratoren im Enterprise-Tarif. Beraten wird auf Englisch.
Einsatzbereiche
Aufgabenfluss im Team: Ein Board bildet die Stationen einer Arbeit ab, jede Karte wandert von links nach rechts. Das Team sieht auf einen Blick, was liegt und was läuft. Für eine Abteilung mit überschaubarer Aufgabenzahl reicht diese Darstellung aus.
Redaktionsplan: Eine Karte je Beitrag durchläuft Recherche, Entwurf, Korrektur und Veröffentlichung. Termine, Rohtexte und Abstimmungen hängen an der Karte statt im Postfach. Marketingteams sehen im Planer, welcher Beitrag wann fällig wird.
Anfragen einsammeln: Der Eingang nimmt Aufgaben aus E-Mail, Slack und Microsoft Teams entgegen, bevor jemand entscheidet, wohin sie gehören. Das ersetzt die Notizzettel-Runde am Wochenanfang. Aus dem Eingang zieht ein Mitarbeiter die Karte auf das passende Board.
Handgriffe automatisieren: Butler legt Regeln ohne Programmierung an, etwa Karte verschieben, Frist setzen, Mitglied benachrichtigen. Ein Team spart damit die immer gleichen drei Klicks. In den unteren Stufen begrenzt Atlassian die Zahl der Ausführungen.
Wochenstand ohne Klicken: Ein angebundener Assistent greift über den MCP-Server auf Karten und Listen zu und legt neue an. Wer den Stand einer Woche zusammenfassen will, fragt danach im Chatfenster. Die Anbindung richtet ein Administrator ein.
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Preis
Eine einzige Grenze entscheidet bei Trello über die Rechnung, und es ist nicht die Nutzerzahl: Jede Ansicht außer dem Board beginnt erst bei Premium. Kalender, Zeitleiste, Tabelle, Übersicht und Karte liegen dort, das Ausspielen als CSV ebenso. Atlassian weist in Dollar aus.
- Free: 0 $. 10 Mitglieder und 10 Boards je Arbeitsbereich, 10 MB je Datei, 250 Butler-Ausführungen je Arbeitsbereich und Monat.
- Standard: 5 $ je Nutzer und Monat, 6 bei Monatszahlung. Unbegrenzt Boards, 250 MB je Datei, 1.000 Butler-Ausführungen, Gäste auf je einem Board.
- Premium: 10 $, 12,50 bei Monatszahlung. Alle Ansichten, unbegrenzte Butler-Ausführungen, Ausgabe als CSV, Atlassian Intelligence.
- Enterprise: 17,50 $ bei Jahreszahlung (210 $ je Nutzer und Jahr), ab 50 Plätzen. Rechteverwaltung, Power-Up-Freigabe, Gäste auf mehreren Boards.
Wo der Aufpreis kippt: beim Kalender. Wer Fristen als Kalender oder Zeitleiste sehen will, zahlt das Doppelte des Standard-Tarifs. Nicht im Preis steckt die Einmalanmeldung per SAML, denn sie setzt das getrennt abgerechnete Atlassian Guard voraus, ab 4 $ je Nutzer und Monat zusätzlich (trello.com/de/pricing und Enterprise-Seite, abgerufen am 19.09.2026).
Unser Fazit
Trello ist kein Projektwerkzeug, sondern eine geordnete Ablage für Aufgaben, und in dieser Rolle kaum zu schlagen. Karten, Listen, Board: Das versteht jeder beim Ansehen, der Eingang sammelt Aufgaben aus E-Mail, Slack und Microsoft Teams ein, Butler nimmt wiederkehrende Handgriffe ab, und ein MCP-Server öffnet die Boards für Sprachmodelle. Teuer wird die Einfachheit trotzdem. Kalender, Zeitleiste und Tabelle beginnen erst bei Premium, also beim Doppelten des Standard-Tarifs, die Ausgabe als CSV ebenso, und die Einmalanmeldung per SAML hängt an Atlassian Guard, das getrennt abgerechnet wird. Sobald eine Aufgabe auf den Abschluss einer anderen wartet, endet der Zuständigkeitsbereich, denn eine Verknüpfung von Vorgänger und Nachfolger führt Atlassian für Trello nicht; dafür gibt es Asana. Abteilungen mit überschaubarer Aufgabenzahl brauchen diesen Schritt nie.
Häufige Fragen
Die Modellanbieter nicht, Atlassian selbst eingeschränkt. Atlassian gibt an, dass die eingesetzten Sprachmodelle Eingaben und Antworten weder speichern noch zur Verbesserung ihrer Dienste nutzen; genannt werden Modelle von OpenAI, Anthropic und Google sowie offene Modelle. Atlassian selbst behält sich vor, anonymisierte Metadaten für eigene offene Modelle innerhalb der eigenen Infrastruktur zu verwenden, mit Widerspruchsmöglichkeit (Vertrauensseite zu Atlassian Intelligence, abgerufen am 19.09.2026).
Vertrag ja, Wahl des Standorts nein. Atlassian stellt einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit, der die EU-Standardvertragsklauseln nach Anbieterangabe automatisch einbezieht (Fassung vom 17.08.2026). Die Wahl der Datenregion bietet Atlassian jedoch nur für Jira, Jira Service Management, Jira Product Discovery, Confluence und Loom an. Trello steht nicht auf dieser Liste und läuft ohne zugesicherten EU-Speicherort.
Vier Grenzen trennen die Stufen voneinander. Der Gratistarif deckelt bei 10 Mitgliedern und 10 Boards je Arbeitsbereich, 10 MB je Datei und 250 Butler-Ausführungen im Monat. Standard hebt Boards und Dateigröße an und lässt 1.000 Ausführungen zu. Premium hebt die Ausführungen auf und schaltet alle Ansichten frei (Preisseite, abgerufen am 19.09.2026).
Als JSON immer, als CSV nur im Premium-Arbeitsbereich. Jedes Mitglied eines Boards kann es als JSON ausgeben, auf Wunsch samt Anhängen. Die Tabellenform bleibt Premium vorbehalten und lässt Kommentare und Anhänge weg. Atlassian weist darauf hin, dass sich ein Board aus JSON oder CSV nicht wieder herstellen lässt (Hilfeseite zum Ausspielen, abgerufen am 19.09.2026).
Ja, im Gratistarif und eingeschränkt in den Bezahltarifen. Standard erlaubt Gäste auf je einem einzelnen Board, ohne dass sie dem Arbeitsbereich beitreten. Gäste auf mehreren Boards führt Atlassian erst im Enterprise-Tarif. Für Kunden und freie Mitarbeiter, die nur ein Projekt sehen sollen, reicht die erste Form meist aus (Preisseite, abgerufen am 19.09.2026).
Nein, dafür fehlt die Grundlage. Atlassian führt in der Tarifübersicht keine Verknüpfung, die Aufgabe B an den Abschluss von Aufgabe A bindet. Die Zeitleiste im Premium-Tarif stellt Zeiträume nebeneinander, mehr nicht. Wer Vorgänger und Nachfolger sauber abbilden will, greift zu Asana oder monday work management.
Er lässt Sprachmodelle die Boards bedienen. Ein angebundener Assistent durchsucht Karten, legt neue an und ändert bestehende, ohne dass jemand eine eigene Anbindung programmiert. Atlassian führt den Zugang auf der deutschen Produktseite als Weg, Trello mit KI-Werkzeugen zu verbinden (Anbieterseite, abgerufen am 19.09.2026).
Ja, über eine Kalenderadresse, und erst ab Premium. Atlassian beschreibt für Outlook unter Windows das Einbinden der iCalendar-Adresse eines Boards, woraufhin Karten mit Fälligkeitsdatum neben den Terminen stehen. Das Board muss dafür in einem Premium- oder Enterprise-Arbeitsbereich liegen. Der Abgleich läuft nicht sofort, sondern im Abrufintervall von Outlook (Hilfeseite zu Outlook, abgerufen am 19.09.2026).
In der Handy-App ja, mit Abgleich hinterher. Die Hilfeseiten zur Fehlersuche für iOS und Android beschreiben eine Warteschlange für Änderungen, die ohne Netz entstanden sind, und warnen davor, die App vorher neu zu installieren oder abzumelden, weil diese Änderungen sonst nicht mehr abgeglichen werden. Für die Browserfassung führt Atlassian keinen solchen Betrieb auf (Hilfeseite für iOS und für Android, abgerufen am 19.09.2026).
Allein nicht, es braucht Atlassian Guard dazu. Die Tarifübersicht führt die Einmalanmeldung ausdrücklich als Funktion mit Atlassian Guard, und dieses Abonnement rechnet Atlassian getrennt ab, ab 4 $ je Nutzer und Monat. Der Enterprise-Tarif selbst bringt Rechteverwaltung, Power-Up-Freigabe und Betreuung für Administratoren (Preisseite, abgerufen am 19.09.2026).






