ClickUp gehört zu den breitesten Arbeitsplattformen am Markt und will genau das sein: ein Werkzeug statt fünf. Aufgaben, Dokumente, Chat und Teamprozesse liegen an einem Ort, Projekte erscheinen als Liste, Tafel, Kalender, Tabelle oder Zeitachse im Gantt-Diagramm, dazu Übersichten für Fortschritt und Auslastung.

Die KI heißt heute ClickUp Brain (nicht mehr ClickUp AI). Brain schreibt und überarbeitet Texte, fasst zusammen und schlägt Aufgaben oder Statusmeldungen vor. Daneben stehen Super Agents, die Abläufe eigenständig abarbeiten, ein AI Notetaker für Besprechungsmitschriften und Brain MAX als Anwendung für den Rechner. Wichtig für die Kalkulation: Diese KI-Funktionen gehören nicht zum Arbeitsmanagement-Tarif, sondern werden je Nutzer gesondert bezahlt.

7,4/10
Gesamtbewertung
Produktivität
8/10
Benutzerfreundlichkeit
7/10
Kundensupport
6/10

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Sehr breiter Funktionsumfang in einer Oberfläche
  • Viele Möglichkeiten zur individuellen Anpassung
  • Flexible Projektansichten von der Liste bis zum Gantt-Diagramm
  • Echtzeit-Chat im selben Werkzeug
  • Breite Zertifizierungslage, darunter ISO 27001:2022 und ISO 42001

Nachteile

  • Der große Funktionsumfang erfordert Einarbeitung
  • Gelegentliche Performanceprobleme
  • KI nicht in den Tarifen enthalten, sondern Aufpreis je Nutzer
  • Kostenloser Tarif endet praktisch bei 60 MB Speicher
  • Wahl der Datenregion nur im Enterprise-Tarif

Funktionen

  • Aufgaben in fünf Ansichten führen: Dieselbe Aufgabe erscheint als Liste, Kanban-Karte, Tabellenzeile, Kalendertermin oder Balken im Gantt-Diagramm.
  • Dokumente an der Aufgabe schreiben: Wikis und Arbeitsanweisungen entstehen im selben Werkzeug und hängen direkt an der Aufgabe, statt in einer getrennten Ablage zu verschwinden.
  • Im selben Fenster chatten: Nachrichten laufen in Echtzeit neben der Arbeit. Der Anbieter bewirbt das ausdrücklich als Ersatz für ein getrenntes Chatwerkzeug.
  • Routine automatisieren: Wenn-dann-Regeln setzen Status, hängen Zuständigkeiten um und benachrichtigen, ohne dass jemand programmiert.
  • Anfragen über Formulare einsammeln: Aus einem öffentlichen Formular entsteht automatisch eine Aufgabe im richtigen Bereich, samt der eingegebenen Angaben.
  • Arbeitszeit an der Aufgabe erfassen: Eine eingebaute Stoppuhr hält abrechenbare Stunden fest, sodass Aufwand und Aufgabe zusammenbleiben.
  • Besprechungen mitschreiben lassen: Der AI Notetaker transkribiert Termine und erzeugt daraus Zusammenfassung und Aufgaben. Nur im größten KI-Paket enthalten.
  • KI-Agenten arbeiten lassen: Super Agents übernehmen ganze Abläufe eigenständig statt einzelner Textvorschläge. Im kleinen KI-Paket nur begrenzt verfügbar.

Setup

Browser-Version
Desktop-App
Mobile-App

Sprache

DE-Interface
DE-Support
DE-Dokumentation

Datenschutz

Serverstandort in der EU
EU-Standardvertrag

Unsere Bewertung

Produktivität

8/10

ClickUp AI kann bei der Erstellung und Überarbeitung von Texten, bei Meeting-Notizen und einfachen Reports Zeit sparen. Das Tool übernimmt vor allem Routinearbeiten, etwa Zusammenfassungen, erste Entwürfe oder strukturierte Status-Updates.

Benutzerfreundlichkeit

7/10

Das Onboarding ist aufgrund der Funktionsfülle herausfordernd. Zwar bietet ClickUp mit der ‚University‘ und geführten Touren viel Material, doch die schiere Menge an Optionen kann neue Nutzer initial überfordern. Ohne eine feste administrative Betreuung wird das System zudem schnell unübersichtlich, weshalb die Pflege im Arbeitsalltag Zeit und Disziplin erfordert.

Kundensupport

6/10

ClickUp bietet eine umfangreiche Wissensdatenbank und eine lebendige Community. Der Support reagiert in der Regel kompetent, allerdings schwanken die Antwortzeiten.

Einsatzbereiche

Projektmanagement: Große Vorhaben zerfallen in Meilensteine und Teilaufgaben, jede mit Verantwortlichkeit und Frist. Listen und Kanban-Tafeln machen den Stand sofort sichtbar. Alle Beteiligten sehen, was als Nächstes ansteht, ohne jemanden zu fragen.

Prozesssteuerung: Wiederkehrende Abläufe stehen als feste Vorgehensweise im System. Automatisierungen übernehmen Statuswechsel und Benachrichtigungen, was Zwischenschritte spart und die Arbeitsweise im Team vereinheitlicht. Bei automatisch gesetzten Status kontrollieren die Verantwortlichen weiterhin, ob der Schritt tatsächlich erledigt ist.

Ressourcenplanung: Führungskräfte sehen die Auslastung des Teams laufend. Urlaube, Krankheitstage und zeitintensive Aufgaben fließen in die Kapazitätsplanung ein, das verhindert Überlastung und macht die Verteilung neuer Aufträge realistischer. Bei personellen Engpässen hängt die Projektleitung Zuweisungen kurzfristig um.

Wissensmanagement: Dokumente und Besprechungsnotizen entstehen direkt neben der zugehörigen Aufgabe. Damit entfällt die Suche in getrennten Ordnern und Chatverläufen. Für kundenbezogene Informationen gelten die internen Vorgaben zum Datenschutz unverändert, schützenswerte Angaben gehören anonymisiert. Das Team greift auf denselben Stand zu und schreibt ihn fort.

Screenshots

Preis

Kostenloser Testzeitraum
Kostenlose Basisversion

Vier Stufen in Euro je Nutzer und Monat, der teure Posten steht aber daneben: Die KI wird je Nutzer gesondert bezahlt. Keine Mindestnutzerzahl.

  • Free Forever: 0 Euro. Harte Grenze ist der Speicher, 60 MB je Arbeitsbereich (die deutsche Preisseite nennt 100 MB, maßgeblich der Hilfecenter-Artikel), dazu 5 Spaces, 40 Listen, 100 Ordner je Space, 5 Automatisierungsregeln mit 100 Ausführungen. KI nur als einmaliges Testkontingent (25 Nutzungen bis 10 Personen, 50 darüber).
  • Unlimited: 7 Euro, 10 bei Monatszahlung. Die Speichergrenze fällt, erweiterte Auslastungsplanung und private Ordnerstrukturen fehlen noch.
  • Business: 12 Euro, 19 bei Monatszahlung. Auslastungsplanung, private Ordnerstrukturen, höhere Sicherheitsstandards.
  • Enterprise: auf Anfrage. Einzige Stufe mit wählbarer Datenregion (für die EU Dublin), ohne Aufpreis.
  • KI obendrauf, nur in bezahlten Tarifen: Brain AI 9 US-Dollar je Nutzer und Monat (rund 8 Euro), 18 monatlich (rund 17), 1.500 Credits. Everything AI 28 US-Dollar (rund 26 Euro), 68 monatlich (rund 63), 5.000 Credits, Super Agents ohne Mengengrenze, stärkere Modelle, Brain MAX, AI Notetaker. Mehrverbrauch wird nachgekauft.

Business mit Brain AI kostet rund 20 Euro statt 12 je Nutzer. Vom kostenlosen Tarif weg zwingt meist der Speicher, Unlimited auf Business die Auslastungsplanung, Business auf Enterprise allein die Datenregion (Tarife von clickup.com/de/pricing, KI-Beträge aus der Zweitquelle zenpilot.com in US-Dollar, Seitenstand 07/2026; Abruf am 19.09.2026)

Unser Fazit

ClickUp kann fast alles. Aufgaben, Dokumente, Chat, Zeiterfassung und Auswertung stecken in einem Werkzeug, und das ersetzt drei einzelne Abonnements. Diese Breite kostet Einarbeitung, und sie kostet zusätzlich Geld: Die KI heißt heute Brain, liegt in keinem Tarif bei und schlägt mit rund 8 Euro je Nutzer und Monat auf die 12 Euro für Business auf, womit sich der Betrag je Platz nahezu verdoppelt. Wer Klarheit will und wenig einstellen mag, fährt mit Asana ruhiger. Kleine Teams, die nur eine gemeinsame Aufgabenliste brauchen, zahlen hier für Funktionen, die sie nie öffnen.

Häufige Fragen

Ersetzt ClickUp wirklich Werkzeuge wie Slack oder Google Docs komplett?

Bei Dokumenten in vielen Teams ja. Beim Chat hat sich die Lage geändert: ClickUp bewirbt seinen Chat heute als Echtzeit-Nachrichtenfunktion neben der Arbeit und schreibt dazu wörtlich, er ersetze Slack innerhalb des Projektmanagements. Das ist eine Anbieterangabe vom 19.09.2026, keine eigene Feststellung. Ob der Wechsel im Alltag trägt, hängt an Gewohnheiten, an den angebundenen Werkzeugen und daran, ob auch Externe mitlesen sollen. Die ältere Einschätzung, ClickUp habe keinen ernst zu nehmenden Echtzeit-Chat, trifft jedenfalls nicht mehr zu.

Ist ClickUp für Freelancer oder Ein-Personen-Unternehmen nicht völlig überdimensioniert?

Anfangs wirkt es so. Über das Ausblenden nicht genutzter ClickApps schrumpft die Oberfläche aber auf das, was wirklich gebraucht wird. Der kostenlose Tarif gehört weiterhin zu den großzügigsten am Markt, allerdings mit einer Grenze, die in der Werbung selten auftaucht: 60 MB Speicher je Arbeitsbereich. Wer Anhänge ablegt, ist damit schnell am Ende, und die KI steht dort nur als einmaliges Testkontingent bereit. Stand 19.09.2026.

Was kostet mich die KI zusätzlich zum Tarif?

Die KI gehört nicht zum Arbeitsmanagement-Tarif, sondern wird je Nutzer und Monat gesondert bezahlt. Brain AI liegt bei 9 US-Dollar je Nutzer und Monat bei Jahreszahlung, rund 8 Euro, mit 1.500 Credits; Everything AI bei 28 US-Dollar, rund 26 Euro, mit 5.000 Credits, Super Agents ohne Mengenbegrenzung, Brain MAX und AI Notetaker. Bei monatlicher Zahlung steigen die Beträge auf 18 beziehungsweise 68 US-Dollar. Kostenlose Arbeitsbereiche können kein KI-Paket kaufen. Die Währung und die Zuordnung zu Jahres- oder Monatszahlung stammen aus einer Zweitquelle, die Kontingente vom Anbieter. Stand 19.09.2026.

Trainiert ClickUp mit den Daten, die ich eingebe?

Der Anbieter sagt das über seine KI-Partner, nicht über sich selbst. Auf der Sicherheitsseite steht, den KI-Partnern sei es untersagt, Kundendaten zum Training ihrer Modelle zu verwenden, dazu nennt ClickUp eine Zusage, dass Drittanbieter keine Daten zurückbehalten. Eine ausdrückliche Aussage darüber, ob ClickUp selbst Kundendaten für eigene Modelle nutzt, war am 19.09.2026 auf den abgerufenen Seiten nicht zu finden. Die KI-Zusatzbedingungen halten lediglich fest, dass die Nutzung der KI ClickUp keine Rechte an den Kundendaten einräumt, die über den Vertrag hinausgehen. Eine Unterscheidung nach Tarif macht der Anbieter nicht, und er weist darauf hin, dass die Richtlinien der eingesetzten Fremdmodelle nicht von ihm stammen. Wiedergabe der Anbieterangaben vom 19.09.2026.

Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag, und wo liegen die Daten?

Ja. Der Auftragsverarbeitungsvertrag ist automatischer Bestandteil des Vertrags und geht bei Widersprüchen den übrigen Bedingungen vor; eine unterschriftsfähige Fassung gibt der Support heraus. ClickUp beschreibt sich darin als Auftragsverarbeiter und bezieht die Standardvertragsklauseln von 2021 ein, eine Liste der Unterauftragsverarbeiter liegt öffentlich vor. Der Betrieb läuft vollständig auf Amazon Web Services in fünf Regionen: Oregon, Ohio, Sydney, Singapur und Dublin. Die EU-Region ist Dublin, ein Rechenzentrum in Deutschland gibt es nicht. Die Region wählen ausschließlich Enterprise-Kunden, und das ohne Aufpreis. Auch dann bleiben laut Anbieter bestimmte Daten global gespeichert, darunter Anmeldeinformationen, Notizen und Erinnerungen, und bei Nutzung der KI kann die Verarbeitung außerhalb der gewählten Region stattfinden. Wiedergabe der Anbieterangaben vom 19.09.2026.

Welche Nutzungsgrenzen gelten je Tarif?

Im kostenlosen Tarif ist der Speicher die harte Grenze: 60 MB je Arbeitsbereich. Dazu kommen 5 Spaces, 40 Listen und 100 Ordner je Space, 1 Formular, 1 Wiki, 3 Whiteboards, 2 Teams sowie 5 aktive Automatisierungsregeln mit 100 Ausführungen im Monat. Ab Unlimited entfällt die Speichergrenze. Business bringt erweiterte Auslastungsplanung und private Ordnerstrukturen, Enterprise als Einziges die Wahl der Datenregion. Die KI-Kontingente hängen am Zusatzpaket, 1.500 Credits je Nutzer und Monat bei Brain AI, 5.000 bei Everything AI. Zur Speichergrenze widersprechen sich zwei Anbieterseiten, die deutsche Preisseite nennt 100 MB; wir führen die 60 MB aus dem Hilfecenter. Stand 19.09.2026.

Wie komme ich beim Wechsel wieder an meine Daten?

ClickUp gibt Aufgabenlisten und Tabellenansichten als CSV- oder Excel-Datei aus, dazu besteht eine offene Schnittstelle für den vollständigen Abzug. Was dabei erfahrungsgemäß Arbeit macht, sind die Teile, die keine Tabelle sind: Dokumente, Whiteboards, Kommentarverläufe, Anhänge und die Automatisierungsregeln. Ein Umzug in ein anderes Werkzeug bleibt deshalb Handarbeit. Diese Einschätzung stammt aus dem Review und wurde am 19.09.2026 nicht an einer Anbieterquelle gegengelesen.

Kann ich meine Daten aus Trello oder Asana einfach mitnehmen?

Der Anbieter stellt Importwerkzeuge für die gängigen Konkurrenzprodukte bereit, darunter Trello, Asana, Monday und Jira, samt Anhängen und Status. Wie verlustfrei das im Einzelfall läuft, haben wir am 19.09.2026 nicht an einer Anbieterquelle geprüft.

Wie gut funktioniert ClickUp Brain auf Deutsch?

Die KI stützt sich auf große Sprachmodelle und verarbeitet deutsche Texte zuverlässig, auch Zusammenfassungen englischer Inhalte auf Deutsch gelingen in der Regel. Der Name stimmt weiterhin: Das Produkt heißt ClickUp Brain, nicht mehr ClickUp AI.

Bremst das Tool meinen Rechner aus, weil es so viele Funktionen hat?

Früher ja. Die Infrastruktur läuft inzwischen stabil, sehr datenintensive Arbeitsbereiche zeigen im Browser aber weiterhin Ladezeiten. Diese Einschätzung stammt aus dem Review und ist vom Anbieter weder bestätigt noch widerlegt.

Können Kunden als Gäste in meine Projekte schauen, ohne zu zahlen?

Gäste gehören zu den Stärken von ClickUp: Externe kommen ohne eigene Lizenz dazu und bekommen wahlweise Lese- oder Schreibrechte, was die Zusammenarbeit mit Kunden erleichtert. Wie viele Gäste erlaubt sind, hängt am Tarif. Diese Angabe stammt aus dem Review und wurde am 19.09.2026 nicht an einer Anbieterquelle geprüft.

Wie steil ist die Lernkurve für neue Mitarbeiter?

Für die Einarbeitung gehört Zeit eingeplant, weil die Menge an Ansichten, Filtern und Feldern am Anfang erschlägt. Am schnellsten geht es, wenn das Team feste Ansichten vorgibt, statt jeden bei null anfangen zu lassen. Auch das ist eine Einschätzung aus dem Review, keine Anbieterangabe.

Kann ich ClickUp auch komplett offline im Flugzeug nutzen?

Ein Offline-Betrieb besteht, gehört aber zu den Schwachpunkten. Aufgaben ansehen und neu anlegen geht ohne Verbindung, der Abgleich läuft automatisch, sobald wieder eine Verbindung steht. Viele Funktionen bleiben dabei online gebunden. Eine Anbieterangabe dazu war am 19.09.2026 nicht zu finden, die Aussage bleibt als Einschätzung stehen.

Gibt es eine deutsche Community oder deutsche Vorlagen?

Ja, im Werkzeug stehen deutsche Vorlagen bereit, dazu gibt es eine aktive Community, deutschsprachige Videokanäle und spezialisierte Berater. Auch die Preisseite liegt auf Deutsch vor. Der Support selbst ist in der Recherche vom 19.09.2026 nicht als deutschsprachig belegt.

Welche Alternativen kommen sonst infrage?

monday work management deckt einen ähnlichen Umfang ab, wirkt dabei aufgeräumter und ist schneller eingerichtet. Notion ist die bessere Wahl, wenn Wissen und Dokumentation im Vordergrund stehen und die Projektsteuerung leicht bleiben darf. Für kleine Teams mit einfachen Abläufen reicht oft schon eine schlanke Aufgabenverwaltung.

Zuletzt aktualisiert: 19. September 2026

Über den Autor

Beitrag von Redaktion KI Kompass

Redaktion KI Kompass

Die Redaktion des KI Kompass recherchiert, analysiert und bewertet Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Automatisierung und KI-Tools. Beiträge dieses Profils entstehen gemeinschaftlich innerhalb der Redaktion und dienen der sachlichen Einordnung, Orientierung und Aktualisierung relevanter Themen.

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