iSpring Suite setzt dort an, wo die Lerninhalte im Betrieb ohnehin liegen: in PowerPoint. Die Erweiterung sitzt im Menüband und macht aus Folien Lernmodule mit Wissensabfragen, Bildschirmaufzeichnungen und verzweigten Rollenspielen. Fertige Kurse gehen als SCORM 1.2, SCORM 2004, xAPI, cmi5, HTML5, Moodle-Paket oder MP4 ins eigene Lernmanagementsystem. Die KI-Funktionen erzeugen Kursinhalte und Quizfragen, formulieren Texte um, vertonen Skripte mit synthetischen Stimmen und übertragen ganze Kurse in andere Sprachen. Neben der Windows-Erweiterung steht iSpring Cloud AI, das im Browser läuft und damit auch auf dem Mac. Für die Ausgabe gibt der Anbieter Konformität mit WCAG 2.1 AA an, Stand 19. September 2026.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Arbeitet direkt in PowerPoint, ohne neue Oberfläche
- Erzeugt SCORM-Pakete für gängige Lernmanagementsysteme
- Große Vorlagenbibliothek für interaktive Elemente
Nachteile
- PowerPoint-Erweiterung läuft nur unter Windows, am Mac bleibt die Browserfassung
- Unhandliche Lizenzverwaltung
- Hohe Abonnementkosten je Kursautor, nur im Jahresabo
Funktionen
- Folien werden zum Lernmodul: Eine bestehende Präsentation wandert per Klick in ein Lernmodul und geht als SCORM, xAPI, cmi5 oder HTML5 heraus, ohne PowerPoint zu verlassen.
- Wissensabfrage mit 14 Fragetypen: Prüfungen verzweigen je nach Ergebnis, geben eigenes Feedback, begrenzen die Zeit und ziehen bei Rateantworten Punkte ab.
- Rollenspiel statt Video: Ein Kundengespräch entsteht als verzweigter Dialog, in dem die lernende Person Antworten wählt und den Verlauf damit verändert. Gebaut wird im Editor.
- Bildschirm mitschneiden: Die Aufzeichnung läuft mit Ton und Webcam-Einblendung und hebt Klicks und Tastatureingaben hervor, damit Softwareschritte nachvollziehbar werden.
- Kurs aus Rohmaterial: Die KI erzeugt aus vorhandenen Unterlagen einen Kursentwurf samt Wissensabfragen und formuliert Texte im selben Zug um, kürzt oder baut sie aus.
- Sprachfassungen ohne Neubau: Ein fertiger Kurs samt Schaltflächen und Fragen geht strukturerhaltend in über 70 Sprachen, das Layout bleibt stehen.
- Gemeinsam im Browser: Denselben Kurs bearbeiten mehrere Personen gleichzeitig im Browser, auch vom Mac aus und zusammen mit Kollegen, die unter Windows in PowerPoint arbeiten.
- Barrierefreie Ausgabe: Für fertige Kurse gibt der Anbieter Konformität mit WCAG 2.1 AA an, dazu Schutz des Inhalts über Passwort, Ablaufdatum, Wasserzeichen und Domainbindung.
Setup
Sprache
Datenschutz
Unsere Bewertung
Produktivität
iSpring Suite verkürzt die Erstellung standardisierter Trainings deutlich, weil Inhalte direkt aus PowerPoint heraus produziert und mit integrierten Funktionen wie Quiz, Video und KI-Unterstützung erweitert werden können.
Benutzerfreundlichkeit
Die direkte Einbindung in PowerPoint ermöglicht einen schnellen Start, da die gewohnte Arbeitsumgebung erhalten bleibt. Punktabzüge gibt es für die etwas unhandliche Lizenzverwaltung und die fehlende Unterstützung von Apple-Rechnern.
Kundensupport
Der Anbieter betreibt eine deutschsprachige Seite mit Unterstützung rund um die Uhr, dazu kommt schnelle Hilfe bei technischen Problemen. Verbindliche Service-Zusagen bleiben den Tarifen für Großkunden vorbehalten, kleine Betriebe verlassen sich auf die allgemeine Erreichbarkeit.
Einsatzbereiche
- Einarbeitung: Aus einer bestehenden Präsentation wird ein Lernmodul, ohne dass jemand eine neue Software lernen muss. Die Erweiterung sitzt direkt in PowerPoint. Neue Leute arbeiten den Stoff im eigenen Tempo durch.
- Pflichtunterweisungen: Arbeitssicherheit, Datenschutz, Hygiene. Das Tool baut Wissensabfragen ein und erzeugt daraus ein SCORM-Paket für das eigene Lernmanagementsystem, in dem der Abschluss nachweisbar dokumentiert ist.
- Produktschulung: Folien lassen sich mit Audiokommentar, Bildschirmaufzeichnung und Video anreichern. Interaktive Rollenspiele bilden typische Kundengespräche nach, was für Vertrieb und Kundenservice näher an der Praxis liegt als ein reines Video.
- Wissen sichern: Erfahrene Fachkräfte legen ihr Wissen meist in schlichten Folien ab. Aus diesem Rohmaterial entsteht ein didaktisch aufbereiteter Kurs, der auch nach dem Ausscheiden der Person nutzbar bleibt.
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Preis
iSpring rechnet je Autor und Jahr ab, also je Person, die Kurse baut, nicht je Lernendem. Eine Monatszahlung gibt es nicht. Für die drei Editionen nennt der Anbieter US-Dollar, eine Euro-Preisliste dafür fehlt, die Euro-Angaben sind umgerechnete Näherungen. Keine Mindestautorenzahl, Mengenrabatt ab drei Lizenzen (deutschsprachige Preisseite).
- iSpring Free: kostenlos, dauerhaft. Folien als SCORM-Paket mit Medien und Wissensabfragen, aber nur drei Fragetypen, ohne KI, Rollenspiele, Videoaufzeichnung und Vertonung.
- Cloud AI: 720 US-Dollar im Jahr, rund 684 Euro. Arbeit im Browser, als einzige Edition auch auf dem Mac.
- iSpring Suite: 970 US-Dollar, rund 922 Euro. Erweiterung im PowerPoint-Menüband, dazu QuizMaker, Rollenspiele und Cam Pro.
- iSpring Suite AI: 1.290 US-Dollar, rund 1.226 Euro. Vertonung, Übersetzung, Kurse aus Rohmaterial.
Die 250 US-Dollar Abstand zur Suite rechnen sich, sobald bestehende PowerPoint-Folien die Grundlage bilden; Suite AI erst bei regelmäßiger Vertonung, Übersetzung oder Kurserzeugung, für ein Modul im Jahr nicht. Einzelne Bausteine weist iSpring selbst in Euro aus: QuizMaker 470 Euro im Jahr, Converter 370, Cam Pro 327. 14 Tage Test; für Bildungseinrichtungen, gemeinnützige Organisationen und hohe Lizenzzahlen nennt der Anbieter Sonderkonditionen auf Anfrage (Stand 19.09.2026, Preisseiten des Anbieters).
Unser Fazit
970 US-Dollar im Jahr je Kursautor, nur jährlich, keine Monatszahlung. Wer diesen Betrag einplant, bekommt den kürzesten Weg von der vorhandenen PowerPoint-Präsentation zum fertigen Lernmodul mit Wissensabfrage, Rollenspiel und SCORM-Ausgabe. Auf dem Mac fällt genau dieser Weg weg, dort bleibt die Browserfassung Cloud AI zu 720 Dollar. Kurse von Grund auf im Browser zu bauen, geht bei Easygenerator schneller, weil dort niemand erst Folien anlegen muss. Für den Betrieb, der zweimal im Jahr ein Modul braucht, reicht die Gratisfassung iSpring Free.
Häufige Fragen
Das Tool klinkt sich als Erweiterung in das Menüband von Microsoft PowerPoint ein und ergänzt es um Funktionen für Lerninhalte. Vorhandene Folien, Animationen und Übergänge wandern verlustfrei in das fertige SCORM- oder HTML5-Format.
Die Ausgabeformate umfassen die etablierten Branchenstandards SCORM 1.2, SCORM 2004, AICC, xAPI und cmi5, dazu HTML5, Moodle und MP4. Der Anbieter gibt an, die Ausgabe auf über 160 Lernplattformen geprüft zu haben; dort läuft der Kurs und meldet den Lernfortschritt zurück. Ein kurzer Testdurchlauf im eigenen System vor dem Rollout bleibt trotzdem sinnvoll.
Sämtliche exportierten Kurse bauen auf HTML5 auf und sind von Grund auf für wechselnde Bildschirmgrößen ausgelegt. Die Interaktionen passen sich an Smartphones und Tablets an.
Das ist öffentlich nicht prüfbar. Die Datenschutzerklärung verweist für die KI-Funktionen auf eine eigene iSpring AI Usage Policy, die nach Anbieterangabe erst beim ersten Aufruf in der Anwendung erscheint und nicht als Webseite vorliegt. Eine Aussage zum Training mit Kundeninhalten stand am 19.09.2026 auf keiner abgerufenen Seite, auch keine Unterscheidung nach Edition. Belegt ist nur, dass OpenAI, AssemblyAI und ElevenLabs als Unterauftragsverarbeiter geführt werden: Wer die KI-Funktionen nutzt, gibt Inhalte an diese US-Dienste weiter.
Ja, der Anbieter stellt ein Data Processing Agreement öffentlich bereit; es kommt nach eigener Angabe bereits mit der Registrierung zustande. Für Drittlandübermittlungen nennt es die Standardvertragsklauseln, Modul zwei und drei. Zum Speicherort heißt es, Daten von Kunden aus dem EWR, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich lägen bei AWS in Dublin und Frankfurt, bei FirstColo in Frankfurt und bei Scaleway in Paris, die Sicherung in Deutschland. Der Vertrag führt 17 Unterauftragsverarbeiter, darunter US-Dienste. Nachweise: ISO 27001 und 27701. (Anbieterangabe, Stand 19.09.2026)
Die drei Editionen trennen sich klar: iSpring Cloud AI arbeitet im Browser, auch auf dem Mac, bringt aber keine Erweiterung für PowerPoint mit. Die iSpring Suite bringt die Erweiterung samt QuizMaker, Rollenspielen und Cam Pro, läuft dafür nur unter Windows und ohne KI-Funktionen. Erst die iSpring Suite AI enthält KI-Kurserstellung, KI-Texte, Bildgenerierung, Vertonung und Übersetzung. Die dauerhaft kostenlose Fassung iSpring Free kennt 3 statt 14 Fragetypen und keine dieser Zusatzfunktionen. Eine Mindestautorenzahl nennt der Anbieter nicht.
Der Export führt in offene Lernstandards, also SCORM 1.2, SCORM 2004, xAPI, cmi5 und HTML5, dazu MP4; diese Pakete laufen unabhängig von iSpring weiter. Das Rohmaterial der PowerPoint-Route bleibt ohnehin eine PPTX-Datei auf dem eigenen Rechner. Ob sich im Browser angelegte Projekte als bearbeitbare Quelldatei herunterladen lassen, sagt keine der abgerufenen Seiten; das gehört vor einer Entscheidung für die Cloud-Edition geklärt.
Der KI-Übersetzer überträgt komplette Kurse samt Schaltflächen und Quizfragen strukturerhaltend in andere Sprachen. Für die Lokalisierung nennt der Anbieter über 70 Sprachen, für die KI-Vertonung 53. Eine Produktübersicht desselben Anbieters nennt an anderer Stelle 50 Sprachen für die Übersetzung, die genauere Funktionsseite ist die neuere Angabe.
Eine Text-to-Speech-Funktion erzeugt Sprachausgabe in 53 Sprachen und mehreren Sprechstilen direkt aus dem hinterlegten Skript. Spätere Textänderungen vertont dieselbe Funktion nach, was besonders bei häufig aktualisierten Pflichtunterweisungen Arbeit spart.
Ein eigenes Modul für Bildschirmaufzeichnung und Videobearbeitung steckt in der Suite und nimmt Video-Anleitungen samt Webcam-Einblendung auf. Optische Hinweise und klickbare Zonen machen IT-Schulungen praxisnah, Klicks und Tastatureingaben hebt die Aufzeichnung von selbst hervor.
Über iSpring Cloud AI liegen Entwürfe im Browser, werden mit Beteiligten geteilt, dort kommentiert und freigegeben. Im selben Arbeitsbereich entstehen scrollbare Kurzlerneinheiten, unabhängig von einer lokalen PowerPoint-Installation. Mac und Windows mischen sich dabei: Eine Person am Mac bearbeitet denselben Kurs wie eine Kollegin, die unter Windows arbeitet.
Das Prüfungsmodul stellt 14 Fragetypen bereit, von Mehrfachauswahl über Ziehen und Ablegen bis zu Aufgaben mit anklickbaren Bildbereichen. Eigenes Feedback, Bewertungsregeln, Zeitbegrenzungen, negative Bewertung gegen Raten und Verzweigungen je nach Ergebnis bilden auch formelle Prüfungen ab.
Neben einer großen Bibliothek mit über 130.000 fertigen Vorlagen, Foto-Charakteren und Icons bringt die KI-Edition einen Bildgenerator mit. Aus einer Textbeschreibung entstehen passende Illustrationen oder Szenen, wenn Stockmaterial die eigenen Abläufe nicht trifft. Charaktere verändern sich in Hautton, Ausdruck, Frisur und Kleidung, Icons seit August 2026 elementweise in der Farbe.
Der ganze Ablauf zielt auf schnelles Erstellen von Lerninhalten und arbeitet sichtbar am Ergebnis. Interaktionen, Regelwerke und Verzweigungen entstehen über grafische Menüs, sodass Fachabteilungen ihre Lerninhalte eigenständig digitalisieren.


