
Heyflow ist eine No-Code-Software für interaktive Formulare, Lead-Funnels und Landingpages. Unternehmen erstellen damit per Drag-and-Drop mehrstufige Abfragen zur Lead-Generierung oder zur Bewerbergewinnung. Heyflow bietet Design-Anpassungen und integriertes Tracking zur Auswertung von Conversion und Abbrüchen. Das Tool lässt sich über direkte Integrationen und Schnittstellen mit gängigen Marketing-, Analytics- und CRM-Systemen verbinden.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Anbieter aus Hamburg, Verarbeitung nach eigener Angabe nur in der EU
- Einzelne Felder lassen sich von der Speicherung ausnehmen
- Deutschsprachiges Hilfecenter, Klickstrecke aus einem Textbefehl
Nachteile
- Nur fünfzig Antworten im Monat im Einstiegstarif
- Anbieterlogo verschwindet erst ab 89 Euro monatlich
- Keine Aussage zum Modelltraining, Modellanbieter nicht offengelegt
Funktionen
- Mehrstufige Formulare per Baukasten bauen: Über vierzig fertige Bausteine lassen sich per Ziehen und Ablegen zu Klickstrecken für Leads oder Bewerbungen zusammensetzen.
- Klickstrecke aus einem Textbefehl erstellen: Eine Beschreibung genügt, um automatisch einen ersten Entwurf der Formularstrecke zu erzeugen.
- Verzweigte Logik und Berechnungen: Bedingungen, Variablen und Formeln steuern die nächste Frage und erzeugen individuelle Ergebnisseiten samt Lead-Bewertung.
- Eigenes Design bis ins Detail: Farben, Schriften, Layout und ein globales Gestaltungssystem festlegen, bei Bedarf ergänzt um eigenen Code, eigenes Logo erst in höheren Paketen.
- Anbindung an CRM- und Werbesysteme: Native Verbindungen zu HubSpot, Salesforce und Zapier, dazu Auswertungspixel für Google, Meta, LinkedIn und TikTok.
- Absprungpunkte auswerten und A/B-Tests fahren: Eine eingebaute Auswertung zeigt, an welcher Frage Teilnehmende abbrechen.
- Leadqualität vorab prüfen: Telefonnummern werden validiert und per Einmalcode bestätigt, bevor eine Anfrage weitergegeben wird.
- Einzelne Felder von der Speicherung ausnehmen: Bestimmte Formularfelder lassen sich gezielt ausschließen, die Zahl der Antworten ist im Einstiegspaket eng begrenzt.
Setup
Sprache
Datenschutz
Unsere Bewertung
Produktivität
Heyflow spart im Alltag viel Zeit, weil Fachabteilungen Kampagnen und Formulare ohne Entwickler schnell aufsetzen, wiederverwenden und direkt an bestehende Systeme wie Kundenverwaltung oder Marketing-Software anbinden können.
Benutzerfreundlichkeit
Dank des Baukasten-Prinzips und vieler Vorlagen lassen sich interaktive Abfragen auch ohne Programmierkenntnisse zügig erstellen und in bestehende Abläufe integrieren. Lediglich bei sehr speziellen Design-Wünschen oder tiefgehenden logischen Verknüpfungen steigt der Zeitaufwand für die Einarbeitung etwas an.
Kundensupport
Der deutschsprachige Support punktet durch eine persönliche Betreuung beim Onboarding, was den Einstieg für kleinere Betriebe erleichtert. Für eine höhere Bewertung fehlen jedoch tiefergehende technische Anleitungen für komplexe Logiken.
Einsatzbereiche
- Leadgewinnung: Statt eines Formulars klicken sich Interessenten durch gezielte Fragen zu ihrem Bedarf und hinterlassen am Ende ihre Kontaktdaten. Das Marketing bekommt strukturierte Anfragen statt Freitext. Zu beachten: Jede abgeschickte Strecke zählt gegen das Monatskontingent, im Starter-Tarif sind das fünfzig.
- Recruiting: Bewerber beantworten einen geführten Fragebogen und laden im selben Schritt ihren Lebenslauf hoch, ein Anschreiben entfällt. Die Hürde sinkt deutlich, die Profile kommen vergleichbar an. Weil hier besonders schutzwürdige Angaben anfallen können, lohnt die Markierung einzelner Felder, damit deren Inhalt nicht in der Datenbank landet.
- Onboarding: Neue Kunden und Beschäftigte übermitteln ihre Startangaben in einem festen Ablauf statt im E-Mail-Pingpong. Die Daten fließen direkt in die angebundenen Systeme weiter. Ein Mensch prüft die Eingaben, bevor die eigentliche Einarbeitung beginnt.
- Qualifizierung: Vor einem Beratungstermin klären ein paar Fragen zu Budget und Zeitplan, ob sich das Gespräch lohnt. Unpassende Anfragen fallen vorher heraus, der Vertrieb geht vorbereitet hinein. Für wenige, dafür wertvolle Abschlüsse rechnet sich auch ein höherer Preis je Kontakt.
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Preis
Nicht der Funktionsumfang bestimmt die Rechnung, sondern die Zahl der Antworten, also der abgeschickten Formulare. Beträge in Euro je Monat, eine dauerhaft kostenlose Stufe gibt es nicht, wohl aber vierzehn Tage zur Probe ohne Kreditkarte. Nebeneinander stehen zwei Linien, Leadgewinnung und Onlinehandel.
- Starter: 49 Euro. Fünfzig Antworten, fünf Klickstrecken, ein Zugang, 500 KI-Credits.
- Growth: 89 Euro. 250 Antworten, zehn Strecken, zwei Zugänge, 2.000 Credits, ohne Heyflow-Logo.
- Scale: 239 Euro. 1.000 Antworten, zwanzig Strecken, vier Zugänge, 5.000 Credits.
- Enterprise: ab 1.100 Euro, 5.000 Antworten aufwärts.
- Prime (Handel): 199 Euro. 25.000 Besucher, zehn Quiz-Strecken, vier Zugänge, zehn Domains.
Nachkaufen schlägt aufsteigen: Der Sprung von Starter auf Growth verfünffacht das Kontingent, verdoppelt aber den Preis, ein zusätzlicher Kontakt kostet dagegen 0,18 Euro im Monat. Weitere Posten: ein Zugang 35 Euro, zehn weitere Klickstrecken 100 Euro, Funktionspakete zwischen 30 und 90 Euro. Für zusätzliche KI-Credits nennt der Anbieter keinen Preis, bei jährlicher Zahlung Nachlässe bis 31 Prozent in der Leadlinie und bis 51 Prozent im Handel, ohne die Jahresbeträge auszuweisen (Anbieterangaben, Stand September 2026).
Unser Fazit
Handwerklich gehört Heyflow zu den stärksten Werkzeugen seiner Klasse. Die Klickstrecken sehen gut aus, lassen sich ohne Programmierkenntnisse bauen, und der KI-Baukasten liefert aus einem Textbefehl eine vollständige Strecke samt Auswertung. Dass der Anbieter in Hamburg sitzt, in der EU verarbeitet und ein deutschsprachiges Hilfecenter pflegt, ist für ein österreichisches Marketingteam ein echtes Argument.
Der Preis hängt nicht an Funktionen, sondern an Antworten. Wer das Volumen nicht kennt, kennt den Preis nicht. Fünfzig Kontakte im Monat im Starter-Tarif bedeuten zwei Anfragen am Tag. Dazu kommt, dass das Anbieterlogo erst ab Growth für 89 Euro verschwindet. Für eine Kampagne unter eigener Marke liegt der ehrliche Einstieg also nicht bei 49, sondern bei 89 Euro.
Eine Lücke bleibt beim Datenschutz, und sie wiegt bei Bewerbungs- und Gesundheitsdaten schwer. Zum Modelltraining äußert sich der Anbieter nirgends, und welche Modelle hinter den KI-Funktionen laufen, legt er nicht offen. Positiv fällt dagegen die Markierung auf Feldebene auf, mit der sich einzelne Eingaben von der Speicherung ausnehmen lassen. Wer heikle Angaben erhebt, nutzt sie und fragt den Rest schriftlich ab.
Häufige Fragen
In der Linie für Leadgewinnung kostet Starter 49 Euro, Growth 89 Euro und Scale 239 Euro im Monat, Enterprise beginnt bei 1.100 Euro. Daneben gibt es eine Linie für den Onlinehandel, dort liegt Prime bei 199 Euro. Bei jährlicher Zahlung nennt der Anbieter Nachlässe von bis zu 31 beziehungsweise 51 Prozent, ohne die Jahresbeträge auszuweisen. (Anbieterangaben, Stand September 2026)
Das ist die Zahl, an der die Rechnung hängt. Starter deckt fünfzig Antworten im Monat ab, Growth 250, Scale 1.000, Enterprise ab 5.000. Eine Antwort ist ein abgeschicktes Formular, also ein Kontakt. Wer im Starter-Tarif zwei Anfragen am Tag bekommt, ist am Monatsende am Limit. (Anbieterangaben, Stand September 2026)
Zusätzliche Kontakte kosten 0,18 Euro je Stück und Monat. Ein zusätzlicher Zugang liegt bei 35 Euro monatlich, zehn weitere Klickstrecken bei 100 Euro, einzelne Funktionspakete zwischen 30 und 90 Euro. Bei zusätzlichen KI-Credits verweist der Anbieter auf eine verbrauchsabhängige Abrechnung, ohne den Preis zu nennen. (Anbieterangaben, Stand September 2026)
Ab dem Growth-Tarif für 89 Euro. Im Starter-Tarif trägt jede Klickstrecke den Hinweis auf den Anbieter. Für eine Kampagne unter eigener Marke ist Starter damit selten die richtige Wahl, unabhängig vom Antwortvolumen.
Starter erlaubt fünf Strecken und einen Zugang, Growth zehn Strecken und zwei Zugänge, Scale zwanzig und vier. Prime aus der Handelslinie bringt zehn Quiz-Strecken, vier Zugänge und zehn Domains mit. In den anderen Tarifen ist eine Domain je Strecke vorgesehen. (Anbieterangaben, Stand September 2026)
Nein. Der Anbieter bietet eine Testphase von vierzehn Tagen ohne Kreditkarte, eine dauerhaft kostenlose Stufe gibt es nicht. Wer sich anmeldet, bekommt einmalig 2.000 zusätzliche KI-Credits.
Der Anbieter schreibt, alle Daten würden ausschließlich in der EU verarbeitet. Ein konkretes Rechenzentrum nennt er nicht, das Vertrauenszentrum lädt seine Inhalte so nach, dass sie sich nicht auslesen lassen. Wichtig ist eine Unterscheidung, die leicht durcheinandergerät: Die Datenschutzerklärung auf der Website beschreibt das Hosting der Marketingseite über einen amerikanischen Anbieter, nicht die Verarbeitung im Produkt. Standardvertragsklauseln nach Artikel 46 nennt der Anbieter ausdrücklich. (Anbieterangaben, Stand September 2026)
Dazu findet sich keine Aussage. Weder die Datenschutzerklärung noch das Vertrauenszentrum äußern sich, und welche Modellanbieter hinter den KI-Funktionen stehen, legt Heyflow ebenfalls nicht offen. Wer Bewerberdaten oder Gesundheitsangaben über Klickstrecken erhebt, sollte das vorab schriftlich klären.
Drei im Kernprodukt und ein eigenes Zusatzprodukt. Der Baukasten erzeugt aus einem einzigen Textbefehl eine vollständige Klickstrecke samt Auswertung und Verzweigungen, die Bearbeitungshilfe ändert einzelne Elemente per Anweisung, und die Optimierung beobachtet laufend die Ergebnisse und schlägt Änderungen vor. Dazu kommen die AI Campaigns mit vier Agenten für Klickstrecke, Werbemotiv, Werbetext und Video. Abgerechnet wird über Credits: 500 im Monat bei Starter, 2.000 bei Growth, 5.000 bei Scale. (Anbieterangaben, Stand September 2026)
Ja. Über eine Markierung auf Feldebene lässt sich festlegen, welche Eingaben nicht in der Datenbank landen, sondern nur weitergereicht werden. Für Gesundheitsangaben oder Finanzdaten in einer Anfragestrecke ist das die sinnvolle Einstellung.
Das lässt sich anhand der öffentlichen Unterlagen nicht abschließend sagen. Konto und Daten lassen sich nach der Anmeldung selbst löschen, einen dokumentierten Weg für den Export der gesammelten Kontakte oder der gebauten Klickstrecken beschreibt der Anbieter nicht. In der Praxis fließen die Kontakte ohnehin meist laufend ins angebundene CRM-System, und genau so ist der Ablauf auch gedacht.
Typeform baut ähnliche Abfragen und kostet weniger, hostet aber nicht in der EU. Perspective zielt auf dieselben Kampagnenstrecken für soziale Netze. Und wer nur ein Kontaktformular braucht, kommt mit dem Baukasten der eigenen Website aus. Heyflow punktet mit dem Sitz in Hamburg, der EU-Verarbeitung und dem deutschsprachigen Hilfecenter. Einen breiteren Überblick gibt unsere Übersicht der besten KI-Tools für Landingpages.





