
Brevo ist eine Plattform für CRM und Marketing-Automation. Die Plattform deckt E-Mail-Marketing, SMS- und WhatsApp-Kampagnen und Push-Nachrichten ab. Teams können Leads und Kundendaten an einem zentralen Ort verwalten, einfache Sales-Pipelines einrichten und Formulare, Landingpages sowie Transaktionsmails für Registrierungen, Bestellungen oder Serviceprozesse nutzen. Ergänzend bietet Brevo KI-Funktionen, die beim Formulieren und Optimieren von Betreffzeilen, E-Mail-Texten und personalisierten Kampagnen helfen.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Abrechnung nach Sendemenge statt nach Kontakten
- Server nach Anbieterangabe ausschließlich in der EU
- E-Mail, SMS, WhatsApp und Kundenverwaltung in einem Konto
Nachteile
- Kontaktobergrenzen je Sendestufe seit Herbst 2025
- Nur ein Zugang im Gratis- und Starter-Tarif
- Formularfunktionen bleiben einfach
Funktionen
- Kanäle in einem Posteingang: E-Mail-Kampagnen, SMS, WhatsApp-Nachrichten und Push-Mitteilungen laufen über dasselbe Konto und dieselben Kontaktlisten.
- Kundendaten und Vertrieb zusammen: Leads und Kundendaten liegen zentral, dazu einfache Verkaufsphasen zur Nachverfolgung offener Chancen.
- Transaktionsmails über SMTP und Schnittstelle: Registrierungs-, Bestell- und Servicemails lassen sich technisch anbinden statt manuell zu versenden.
- Formulare und Landingpages: eigene Anmeldeformulare und Zielseiten erstellen, der Funktionsumfang bleibt dabei einfach gehalten.
- Brevo AI beim Formulieren: schlägt Betreffzeilen und E-Mail-Texte vor und passt personalisierte Kampagnen an.
- Live-Chat und Chatbot: Direktkontakt auf der eigenen Website einrichten und wiederkehrende Fragen automatisiert beantworten.
- A/B-Testing: zwei Varianten einer Kampagne gegeneinander laufen lassen, um die bessere Fassung zu ermitteln.
- Auswertungen zu Kampagnen: zeigt Öffnungen, Klicks und weitere Kennzahlen zur Kampagnenleistung.
Setup
Sprache
Datenschutz
Unsere Bewertung
Produktivität
Brevo spart im Alltag viel Zeit, weil Newsletter, Kampagnen und einfache Automationen ohne Programmierkenntnisse schnell aufgesetzt und aus Vorlagen genutzt werden können. Die Effizienz hängt jedoch klar von einer guten Datenbasis ab.
Benutzerfreundlichkeit
Dank des intuitiven Editors und fertiger Vorlagen gelingt der Start in erste Kampagnen auch ohne technisches Fachwissen sehr schnell. Etwas mehr Zeit sollte jedoch für komplexere Automatisierungen und die Ersteinrichtung von Anmeldeformularen mit doppelter Bestätigung eingeplant werden.
Kundensupport
Brevo bietet in den bezahlten Tarifen einen deutschsprachigen Support mit soliden Reaktionszeiten und einer sehr hilfreichen Wissensdatenbank, was im Alltag zuverlässig unterstützt. Punktabzug gibt es, weil schnelle Kanäle wie Telefon und Chat tarifabhängig sind.
Einsatzbereiche
- Newsletter: Regelmäßige Aussendungen entstehen aus Vorlagen, die sich an das eigene Erscheinungsbild anpassen lassen. Vor dem Versand prüft eine zweite Person Inhalt und Darstellung. Das ist bei einem Verteiler mit tausenden Adressen keine Formalität, sondern Pflicht.
- Automatisierung: Bestimmte Ereignisse lösen fertige Nachrichtenfolgen aus, etwa eine Begrüßungsserie nach der Anmeldung. Die Regeln entstehen einmal und laufen danach weiter. Eine jährliche Durchsicht der Texte lohnt, weil Angebote darin veralten.
- Kundenverwaltung: Kontakte lassen sich in Listen ordnen und nach Merkmalen filtern, Interaktionen laufen am Kontakt zusammen. Bei personenbezogenen Daten bleibt die Verantwortung für Einwilligung, Nachweis und Löschfristen beim Betrieb.
- Systemnachrichten: Bestellbestätigungen, Rechnungen und Links zum Zurücksetzen von Passwörtern laufen über einen eigenen Versandweg, getrennt vom Newsletter. Damit landen diese Nachrichten seltener im Spam, vorausgesetzt die eigene Domain ist sauber hinterlegt.
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Preis
Brevo rechnet nach versendeten E-Mails, nicht nach Kontakten. Seit Herbst 2025 hängt an jeder Sendestufe aber zusätzlich eine Höchstzahl an Kontakten, die früher unbegrenzt war. Beträge teils in Euro, teils in US-Dollar ausgewiesen (-10 % bei Jahreszahlung).
- Free: 0 Euro. 300 Mails am Tag, ein Zugang.
- Starter: ab rund 7 Euro. 5.000 Mails im Monat und 500 Kontakte, rund 17 US-Dollar bei 10.000 Mails und 1.500 Kontakten, rund 29 bei 20.000 Mails. Ein Zugang.
- Standard: ab rund 15 Euro. 2.500 Kontakte bei 15.000 Mails, weitere Zugänge erst ab hier möglich.
- Professional: ab rund 499 Euro im Monat.
Zwei Posten kommen dazu: zusätzliche Zugänge für rund 12 US-Dollar im Monat und, für unregelmäßige Aussendungen, Guthabenpakete ohne Abo und ohne Verfallsdatum, 5.000 Mails für rund 32, 100.000 für rund 275 US-Dollar. Wer sich auf ältere Testberichte verlässt, rechnet die Kontaktgrenze nicht mit (Anbieterangaben und Marktquellen, Stand September 2026).
Unser Fazit
Brevo ist für österreichische Betriebe die naheliegende Wahl, wenn Newsletter und Kundendaten die EU nicht verlassen sollen. Der Anbieter sitzt in Frankreich, speichert nach eigener Angabe ausschließlich auf Servern in Frankreich und Deutschland, und der Auftragsverarbeitungsvertrag ist Teil der Nutzungsbedingungen. Diese Prüfung ist damit in fünf Minuten erledigt.
Auch das Abrechnungsmodell gefällt uns: Bezahlt wird nach versendeten Mails, nicht nach Kontakten. Wer einen großen Verteiler pflegt und dreimal im Jahr schreibt, zahlt hier einen Bruchteil dessen, was Mitbewerber verlangen. Für unregelmäßige Aussendungen gibt es zusätzlich Guthabenpakete ganz ohne Abo.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Seit Herbst 2025 gibt es Kontaktobergrenzen je Sendestufe, die frühere Werbung mit unbegrenzten Kontakten gilt nicht mehr. Und im Gratis- wie im Starter-Tarif ist genau ein Zugang vorgesehen, ein Team braucht also mindestens den mittleren Tarif plus rund 12 US-Dollar je weiterer Person. Wer das einrechnet, bekommt ein sehr solides Werkzeug.
Häufige Fragen
Der Gratistarif erlaubt 300 E-Mails am Tag. Starter beginnt bei rund 7 Euro im Monat für 5.000 Mails, Standard bei rund 15 Euro, Professional bei rund 499 Euro. Die Preise steigen mit dem Sendevolumen: Starter kostet bei 10.000 Mails rund 17, bei 20.000 rund 29 US-Dollar. Bei Jahreszahlung nennt der Anbieter rund zehn Prozent Nachlass. (Anbieterangaben und Marktquellen, Stand September 2026)
Nach versendeten E-Mails im Monat, nicht nach Kontakten. Das ist der wichtigste Unterschied zu den meisten Mitbewerbern und lohnt sich für alle mit großem, aber wenig aktivem Verteiler.
Nein, und das ist die wichtigste Änderung. Seit Herbst 2025 ist jeder Sendestufe eine Höchstzahl an Kontakten zugeordnet: 500 bei 5.000 Mails, 1.500 bei 10.000, 2.500 bei 15.000, darunter bis zu 500.000 in den größeren Stufen. Wer sich auf ältere Testberichte verlässt, rechnet falsch. (Anbieterangaben, Stand September 2026)
300 E-Mails am Tag, bis zu 100.000 Kontakte, ein Zugang. Nicht enthalten sind Landingpages, Vergleichstests zweier Fassungen und das Entfernen des Brevo-Hinweises, außerdem sind aktive Automatisierungen auf 2.000 Kontakte begrenzt. Für einen kleinen Verteiler reicht das über Jahre.
Einer im Gratis- und im Starter-Tarif, bis zu drei bei Standard, zehn bei Professional. Jeder weitere Zugang kostet rund 12 US-Dollar im Monat und ist erst ab dem Standard-Tarif möglich. Für ein Marketingteam ist das ein eigener Posten.
Nach Anbieterangabe ausschließlich in der EU, auf Servern in Frankreich und Deutschland, Sicherungen in Belgien. Der Auftragsverarbeitungsvertrag ist Teil der Nutzungsbedingungen und kommt ohne gesonderte Unterschrift zustande. Für österreichische Betriebe ist das die einfachste Ausgangslage im Vergleichsfeld. (Anbieterangaben, Stand September 2026)
Ja, über Guthabenpakete: 5.000 Mails für rund 32, 100.000 Mails für rund 275 US-Dollar. Dieses Guthaben verfällt nicht. Für unregelmäßige Aussendungen ist das oft günstiger als ein Monatsabo.
Ja, beides ist eingebaut, ebenso Push-Nachrichten. Die Gesprächs- und Versandgebühren der jeweiligen Anbieter kommen dabei zusätzlich zur Grundgebühr. WhatsApp-Kampagnen sind höheren Tarifen vorbehalten.
Für einfache Vertriebsabläufe ja: Kontakte, Aufgaben, Notizen und eine überschaubare Verkaufsstrecke. Wer Angebote, Prognosen und mehrstufige Vertriebsprozesse braucht, stößt an Grenzen und fährt mit einem eigenen System besser.
Gut, dafür gibt es einen eigenen Versandweg getrennt vom Newsletter. Wichtig ist, die eigene Domain sauber zu hinterlegen, damit Mailserver den Absender als echt erkennen. Ohne diesen Schritt landen auch Bestellbestätigungen im Spam.
Ja. Kontakte, Listen und Auswertungen lassen sich als Tabelle exportieren. Automatisierungen, Vorlagen und Landingpages wandern nicht mit. Wer wechselt, exportiert zuerst die Kontakte samt Einwilligungsnachweisen, denn ohne die darf im neuen System niemand angeschrieben werden.
rapidmail und CleverReach sind einfacher und liegen in Deutschland, GetResponse deckt mehr Automatisierung ab, Mailchimp bietet die größte Funktionsbreite bei US-Serverstandort. Brevo gewinnt bei Abrechnung nach Sendemenge und EU-Serverstandort. Einen Vergleich bietet unser Beitrag zu den besten E-Mail-Marketing-Tools.

