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Hetzner Online

Hetzner Online GmbH (Deutschland)

Hetzner Online ist ein Hosting- und Cloud-Anbieter und stellt Infrastruktur für den Betrieb digitaler Anwendungen bereit. Unternehmen nutzen die Hetzner Cloud, Root-Server und Storage, um virtuelle Maschinen, Netzwerke, Load Balancer und Backups zu verwalten. Die Plattform unterstützt gängige Automatisierung über API und Tools wie Terraform sowie Container-Workloads über Kubernetes-Umgebungen. Ergänzend bietet Hetzner verwaltete Dienste und Sicherheitsfunktionen wie Firewalls, Zugangsschlüssel und Monitoring für den laufenden Betrieb.

7/10
Gesamtbewertung
Produktivität
7/10
Benutzerfreundlichkeit
6/10
Kundensupport
9/10

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • GPU-Server für eigene KI-Modelle in deutschen Rechenzentren
  • ISO 27001 für Nürnberg, Falkenstein und Helsinki
  • Effizienzwert zwischen 1,10 und 1,16, Kühlung ohne Wasser

Nachteile

  • Cloud- und GPU-Preise nur über den Preisrechner zugänglich
  • Reine Infrastruktur, Wartung bleibt vollständig beim Kunden
  • Cloud-Standorte auch in den USA und in Singapur

Funktionen

  • Virtuelle Server in Sekunden bereitstellen: Rechenleistung, Arbeitsspeicher und NVMe-Speicher über die Weboberfläche oder die Schnittstelle anlegen und in der Größe anpassen.
  • Eigene GPU-Server für KI-Training: Server mit NVIDIA-Grafikkarten stehen für Training und Betrieb eigener KI-Modelle bereit, betrieben in deutschen Rechenzentren.
  • Managed Server mit fester Hardware: Von virtuellen Stufen bis zu Servern mit fest zugewiesenem Prozessor und gespiegeltem Speicherverbund, nur in den oberen Stufen verfügbar.
  • Webhosting mit klaren Grenzen je Paket: Speicherplatz von 10 bis 300 Gigabyte, Postfächer, Datenbanken und PHP-Prozesse steigen mit dem gewählten Paket.
  • Eigene Netzwerke und Firewalls einrichten: Private Netzwerke, Cloud-Firewalls und Lastverteiler schützen und verteilen den Datenverkehr zwischen den Servern.
  • Automatisierung über Schnittstelle: Terraform und andere Werkzeuge steuern Server und Infrastruktur direkt über die Schnittstelle, auch für Kubernetes-Umgebungen.
  • Schutz vor Überlastungsangriffen: Ein KI-gestützter Abwehrdienst (Nokia Deepfield Defender) erkennt und blockiert DDoS-Angriffe automatisch.
  • Reine Infrastruktur ohne Wartungsservice: Betriebssystem, Updates und Anwendungen bleiben in eigener Verantwortung, Hetzner liefert nur den Server.

Setup

Browser-Version
Desktop-App
Mobile-App

Sprache

DE-Interface
DE-Support
DE-Dokumentation

Datenschutz

Serverstandort in der EU
EU-Standardvertrag

Unsere Bewertung

Produktivität

7/10

Hetzner kann die Produktivität vor allem dann steigern, wenn bereits eigenes technisches Know-how vorhanden ist, um die stabile Infrastruktur, Automatisierungen und schnellen Support sinnvoll zu nutzen. Für klassische Fachabteilungen ohne starke IT-Ressourcen bleibt der direkte Effizienzgewinn jedoch begrenzt, da Geschäftsprozesse nicht auf Anwenderebene automatisiert werden und das Backend für weniger Erfahrene eher komplex wirkt.

Benutzerfreundlichkeit

6/10

Hetzner Online ist in erster Linie ein Infrastruktur- und Hostinganbieter und stellt keine fertigen Lösungen bereit. Für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet das: Benutzeroberfläche und Einrichtung setzen technisches Wissen voraus, das Backend wirkt auf Einsteiger komplex und wenig intuitiv. Ohne eigene IT-Fachkräfte oder externe Unterstützung ist die Nutzung daher vergleichsweise aufwendig.

Kundensupport

9/10

Der Support gilt als fachlich äußerst stark, schnell erreichbar und wird durch umfangreiche deutschsprachige Dokumentation gut ergänzt.

Einsatzbereiche

  • Webpräsenz: Firmenwebsites, Shops und Redaktionssysteme laufen auf den Hosting-Paketen, Domains, Datenbanken und Postfächer verwaltet man in einer Oberfläche. Für eine WordPress-Seite reicht das kleinste Paket meist aus. Ab Paket L kommen SSH-Zugang und Node.js dazu, was für eigene Anwendungen den Unterschied macht.
  • Infrastruktur: Virtuelle und dedizierte Server tragen Warenwirtschaft, Kundendatenbanken oder Fachsoftware, die Konfiguration liegt vollständig beim Kunden. Bei personenbezogenen Daten lohnt der Blick auf die Region: Die Cloud bietet neben Nürnberg, Falkenstein und Helsinki auch Standorte in den Vereinigten Staaten und in Singapur.
  • Datenspeicherung: Für Ablage und Sicherungen gibt es eigene Speicherprodukte, getrennt von den Hauptsystemen. Zusätzliche Verschlüsselung besonders heikler Bestände bleibt Aufgabe des Kunden, denn der Anbieter stellt Infrastruktur bereit und nichts darüber hinaus. Beim Webhosting werden tägliche Sicherungen vierzehn Tage vorgehalten.
  • Eigene KI-Modelle: Zwei GPU-Server stehen bereit, der kleinere mit 24 GB Grafikspeicher, der größere mit 96 GB und 256 GB Arbeitsspeicher. Damit lässt sich ein offenes Sprachmodell im eigenen Haus betreiben, ohne dass Eingaben zu einem Anbieter in Übersee wandern. Verwaltete KI-Dienste bietet Hetzner nicht, das Modell bringt der Kunde mit.

Screenshots

Preis

Kostenloser Testzeitraum
Kostenlose Basisversion

Hetzner rechnet stundengenau ab und deckelt nach oben: Die Monatsbeträge sind Höchstwerte (inklusive Umsatzsteuer).

Webhosting (keine Mindestlaufzeit, Einrichtungsgebühr 9,90 beziehungsweise 4,90 Euro entfällt derzeit, Domain ab 5,83 Euro im Jahr):

  • S: 1,90 Euro. 10 GB, eine Datenbank, ein zeitgesteuerter Auftrag, zwei PHP-Prozesse, 192 MB.
  • M: 4,90 Euro. 50 GB, fünf Datenbanken, fünf Aufträge, fünf Prozesse, 256 MB.
  • L: 9,90 Euro. 100 GB, zwanzig Datenbanken, zehn Aufträge, zehn Prozesse, 384 MB, dazu Redis, SSH, Node.js.
  • XL: 19,90 Euro. 300 GB, fünfzig Datenbanken, zwanzig Aufträge, zwanzig Prozesse, 512 MB, einziges Paket mit Telefonsupport.

Managed Server (Einrichtung einmalig eine Monatsmiete):

  • VSERVER MC30: 40,46 Euro. Vier virtuelle Kerne, 16 GB, 200 GB NVMe.
  • MC60: 64,26 Euro. Acht Kerne, 32 GB, 400 GB.
  • MA80: 94,01 Euro. Ryzen 7 3700X, acht Kerne, 64 GB mit Fehlerkorrektur, zweimal 512 GB gespiegelt, 1 GBit/s zugesichert.
  • MA130: 165,41 Euro. Ryzen 9 5950X, 128 GB, zweimal 960 GB.
  • MA200: 236,81 Euro. EPYC 7502P, 32 Kerne, 256 GB, zweimal 1,92 TB.

Cloud: Stundenpreis mit Monatsdeckel, Mehrverkehr in Blöcken zu hundert Megabyte, Sicherungen zwanzig Prozent des Serverpreises, Momentaufnahmen je Gigabyte, Verfügbarkeit 99,9 Prozent. Die Beträge lädt der Anbieter per Skript nach, im Seitentext stehen Platzhalter. Kündigung beidseitig dreißig Tage zum Monatsende, keine Testphase (Anbieterangaben, Stand September 2026).

Unser Fazit

Für ein Unternehmen, das KI-Modelle im eigenen Haus betreiben will, ist Hetzner derzeit die naheliegendste Adresse im deutschsprachigen Raum. Zwei GPU-Server mit 24 beziehungsweise 96 Gigabyte Grafikspeicher, Rechenzentren in Nürnberg, Falkenstein und Helsinki, eine Zertifizierung nach ISO 27001 und ein Support, der in den deutschen Häusern rund um die Uhr auf Deutsch antwortet: Damit bleiben Eingaben im Haus.

Auch für die schlichten Fälle stimmt das Verhältnis. Eine Firmenwebsite mit ein paar Postfächern läuft ab 1,90 Euro im Monat, ohne Mindestlaufzeit und mit stundengenauer Abrechnung. Wer die Wartung abgeben will, bekommt ab 40,46 Euro einen betreuten Server, ab 94,01 Euro mit fest zugewiesener Hardware und gespiegelten Platten. Die Beträge für Cloud- und GPU-Server stehen nicht im Seitentext, sie erschließen sich erst über den Preisrechner.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens verkauft Hetzner in den Standardprodukten Infrastruktur und sonst nichts. Betriebssystem, Absicherung, Aktualisierungen und Überwachung bleiben Aufgabe des Kunden oder einer beauftragten Agentur; nur die Managed-Linie nimmt das ab. Zweitens liegen die Cloud-Standorte nicht ausschließlich in Europa: Ashburn, Hillsboro und Singapur stehen ebenfalls zur Wahl, und diese Entscheidung trifft der Kunde beim Anlegen.

Häufige Fragen

Was kostet Hetzner?

Beim Webhosting kosten die vier Pakete 1,90, 4,90, 9,90 und 19,90 Euro im Monat, jeweils inklusive Umsatzsteuer und als Höchstbetrag, weil Hetzner stundengenau abrechnet. Die Managed Server beginnen bei 40,46 Euro und reichen bis 236,81 Euro, dazu kommt einmalig eine Einrichtungsgebühr in Höhe einer Monatsmiete. Für Cloud- und GPU-Server lädt der Anbieter die Preise per Skript nach und verweist auf seinen Preisrechner; dort sind sie nur im Browser lesbar. (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Wie funktioniert die Abrechnung in der Cloud?

Stundengenau, mit einem Deckel je Monat: Die Rechnung eines Servers übersteigt seinen Monatspreis nicht. Datenverkehr über dem Kontingent wird in Blöcken von hundert Megabyte berechnet. Zwei Posten kommen gern dazu: automatische Sicherungen kosten zwanzig Prozent des Serverpreises, Momentaufnahmen werden je Gigabyte und Monat abgerechnet. (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Was steckt in den Webhosting-Paketen?

Webhosting S für 1,90 Euro bringt 10 GB Speicher, unbegrenzt viele Postfächer, eine Datenbank, einen zeitgesteuerten Auftrag, zwei PHP-Prozesse und 192 MB Arbeitsspeichergrenze. M für 4,90 Euro steigt auf 50 GB, fünf Datenbanken, fünf Aufträge, fünf Prozesse und 256 MB. L für 9,90 Euro bietet 100 GB, zwanzig Datenbanken, zehn Aufträge, zehn Prozesse, 384 MB und zusätzlich Redis, SSH-Zugang und Node.js. XL für 19,90 Euro deckt 300 GB, fünfzig Datenbanken, zwanzig Aufträge, zwanzig Prozesse und 512 MB ab und ist das einzige Paket mit Telefonsupport. Tägliche Sicherungen laufen überall mit und werden bis zu vierzehn Tage vorgehalten, der Mailversand ist auf fünfhundert Nachrichten je Stunde begrenzt. (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Wie lange binde ich mich?

Die Geschäftsbedingungen sehen unbefristete Verträge vor, kündbar von beiden Seiten mit dreißig Tagen zum Monatsende und ohne Angabe von Gründen; einzelne Leistungsbeschreibungen können davon abweichen. Abgerechnet wird monatlich, vierteljährlich oder jährlich. Eine kostenlose Testphase nennt der Anbieter nicht. (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Wo stehen die Server?

Die Rechenzentrumsparks liegen in Nürnberg mit acht Häusern, in Falkenstein im Vogtland mit zweiundzwanzig und in Helsinki mit zehn. Für die Cloud kommen allerdings Standorte außerhalb Europas dazu: Ashburn in Virginia, Hillsboro in Oregon und Singapur. Wer Daten in Europa halten will, wählt die Region also bewusst aus. Einen Standort in Österreich gibt es nicht. (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Welche Zertifizierungen liegen vor?

Der Anbieter führt ein Informationssicherheits-Managementsystem nach ISO/IEC 27001:2022, gültig für Nürnberg, Falkenstein und Helsinki und im Umfang für alle Hosting-Dienstleistungen und Rechenzentren. Zur Datenschutz-Grundverordnung schreibt Hetzner, die Daten verblieben innerhalb der EU, sofern nichts anderes angegeben ist. Einen Auftragsverarbeitungsvertrag für Kunden nennen die geprüften Seiten nicht ausdrücklich; wer einen braucht, fragt danach. (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Gibt es GPU-Server für eigene KI-Modelle?

Ja, zwei Modelle. GEX45 kombiniert eine NVIDIA RTX PRO 4000 Blackwell SFF mit 24 GB Grafikspeicher, einen Intel Core i5-13500 und 64 GB Arbeitsspeicher. GEX131 bringt eine RTX PRO 6000 Blackwell Max-Q mit 96 GB, einen Intel Xeon Gold 5412U mit vierundzwanzig Kernen und 256 GB. Für ein mittelgroßes offenes Sprachmodell reicht das. Die Preise sind allerdings ebenfalls nicht auslesbar. (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Bietet Hetzner selbst KI-Dienste an?

Nein, jedenfalls nichts Auffindbares. Eine eigene Seite zu künstlicher Intelligenz existiert auf den geprüften Adressen nicht, verwaltete KI-Dienste sind nicht dokumentiert. Hetzner verkauft Hardware und Infrastruktur, das Modell bringt der Kunde mit.

Wie steht es um den Stromverbrauch?

Hier macht der Anbieter ungewöhnlich konkrete Angaben. Die deutschen Rechenzentren beziehen seit 2008 Strom aus nachhaltigen Quellen, das finnische seit seiner Errichtung 2018 aus erneuerbaren. Die Energieeffizienz liegt zwischen 1,10 und 1,16, gekühlt wird ausschließlich mit Luft, der Wasserverbrauch beträgt damit null Liter je Kilowattstunde. Die deutschen Standorte tragen das EMAS-Siegel, Abwärme heizt Büro- und Produktionsräume. Eine abgeschlossene Treibhausgasbilanz gibt es noch nicht. (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Wie gut ist der Support?

Der Kundenservice ist werktags von acht bis achtzehn Uhr telefonisch erreichbar, der technische Support in den Rechenzentren rund um die Uhr an sieben Tagen. In Nürnberg und Falkenstein wird auf Deutsch und Englisch geantwortet, in Helsinki nur auf Englisch. Die Dokumentation ist überwiegend englisch, auch wenn Website und Verwaltungsoberfläche deutsch sind.

Wie komme ich bei einem Wechsel wieder an meine Daten?

Beim Webhosting über FTP, SSH und die Datenbankverwaltung, dazu die täglichen Sicherungen mit vierzehn Tagen Vorhaltung. In der Cloud gibt es Sicherungen gegen Aufpreis und Momentaufnahmen je Gigabyte; einen dokumentierten Weg, ein Abbild herunterzuladen, beschreibt die Dokumentation nicht. Wer den Wechsel plant, sichert besser auf klassischem Weg.

Welche Alternativen zu Hetzner gibt es?

Raidboxes nimmt die gesamte Wartung ab, kostet dafür ein Vielfaches und läuft nur mit WordPress. IONOS und All-Inkl zielen stärker auf Kunden ohne eigene Systemkenntnisse. Und wer viel Rechenleistung braucht, vergleicht mit den großen Anbietern, die allerdings meist teurer sind. Hetzner punktet mit deutschen Rechenzentren und dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Einen breiteren Überblick gibt unsere Übersicht der besten Content Management Systeme.

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2026

Über den Autor

Beitrag von Redaktion KI Kompass

Redaktion KI Kompass

Die Redaktion des KI Kompass recherchiert, analysiert und bewertet Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Automatisierung und KI-Tools. Beiträge dieses Profils entstehen gemeinschaftlich innerhalb der Redaktion und dienen der sachlichen Einordnung, Orientierung und Aktualisierung relevanter Themen.

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