
Gamma ist eine Plattform zur Erstellung von Präsentationen, Landing Pages und Dokumenten in einem kartenbasierten Format. Inhalte entstehen per Texteingabe (prompts) oder Import. Das Tool strukturiert Abschnitte, formuliert Text und schlägt Layouts vor. Die Nutzer passen Design, Markenfarben und Medien an und betten interaktive Elemente wie Videos, Diagramme oder externe Inhalte ein. Ergebnisse lassen sich teilen, gemeinsam bearbeiten und bei Bedarf in gängige Formate exportieren.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Aus Stichpunkten entsteht in Minuten ein Foliensatz
- Gleichzeitiges Arbeiten mehrerer Personen
- Export nach PowerPoint, PDF und als Website
Nachteile
- Verarbeitung ausschließlich in den USA
- Gratistarif mit einmaligem statt monatlichem Guthaben
- Wenig Kontrolle über das Layout im Detail
Funktionen
- Präsentationen aus Stichpunkten: ein Satz, eine Gliederung oder eine hochgeladene Textdatei ergibt in Minuten einen kompletten Foliensatz.
- Karten statt starrer Folien: Inhalte passen sich wie auf einer Webseite dynamisch an die Kartengröße an, statt in festen Folienrahmen zu stecken.
- Design mit einem Klick wechseln: Schriftarten, Farben und Anordnung ändern sich im ganzen Dokument, ohne bestehende Formatierungen zu zerstören.
- Interaktive Inhalte einbetten: Webseiten, YouTube-Videos, GIFs und weitere externe Inhalte lassen sich direkt in eine Karte einbauen.
- Inhalte per Zuruf ändern: ein eingebauter Chat kürzt Texte, formuliert um oder fügt ein passendes Bild ein, auf einfache Anweisung hin.
- Gemeinsam bearbeiten: mehrere Personen arbeiten gleichzeitig an derselben Präsentation.
- Export in gängige Formate: fertige Ergebnisse lassen sich als PowerPoint-Datei, PDF oder eigene Website ausgeben.
- Auswertung der Aufrufe: zeigt, wie oft und wie lange geteilte Präsentationen angesehen wurden, nur im größten Zugang verfügbar.
Setup
Sprache
Datenschutz
Unsere Bewertung
Produktivität
Gamma erleichtert die Erstellung von Präsentationen und Dokumenten. Layout, Design und Grundstruktur werden weitgehend automatisch übernommen. Layouts müssen nicht mehr manuell formatiert werden. Zudem kann der gestalterische Eindruck bei häufiger Nutzung etwas gleichförmig wirken.
Benutzerfreundlichkeit
Gamma steht als reine Webanwendung ohne Installation sofort zur Verfügung. Die Oberfläche ist übersichtlich aufgebaut, Präsentationen lassen sich mit unterstützenden KI-Funktionen zügig erstellen. Auch Mitarbeitende ohne gestalterische oder technische Vorkenntnisse kommen damit schnell zu brauchbaren Ergebnissen. Einschränkungen zeigen sich beim Feinschliff: Sehr individuelle Designanpassungen sind nur eingeschränkt möglich und nicht immer eindeutig nachvollziehbar.
Kundensupport
Der Support ist überwiegend nur auf Englisch verfügbar. Klare Servicezusagen, etwa zu Reaktionszeiten, eine durchgehende Hotline oder feste deutschsprachige Ansprechpartner, werden nicht ausgewiesen. Positiv fällt das automatisierte Onboarding, das auch auf Deutsch zur Verfügung steht, auf. Die bereitgestellten Hilfematerialien sind solide, bleiben inhaltlich jedoch eher allgemein.
Einsatzbereiche
- Präsentationen: Aus rohen Notizen entsteht ein geordneter Foliensatz für eine Besprechung oder einen Kundentermin. Das Ausrichten von Textkästen und Bildern entfällt. Gegengelesen werden die Inhalte trotzdem, denn das Modell erfindet gelegentlich Zahlen dazu.
- Konzepte: Erste Ideen und Strategiepapiere werden zu lesbaren Dokumenten mit klarer Gliederung. Das verkürzt die Diskussion im Team, weil alle dieselbe Struktur vor sich haben. Bei vertraulichen Ideen gilt: Die Verarbeitung läuft in den USA, das gehört vorher geklärt.
- Berichte: Statusberichte und Projektabschlüsse entstehen aus vorhandenen Zahlen und Notizen in einem verständlichen Format. Die Zeit geht in das Sammeln der Ergebnisse, nicht in das Layout. Vor der Weitergabe gehört der Bericht geprüft.
- Einarbeitung: Für neue Teammitglieder entstehen Anleitungen, die komplizierte Abläufe in klare Blöcke teilen. Die Beschreibungen sind ein Entwurf und gehören mit den tatsächlichen Abläufen im Haus abgeglichen.
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Preis
Gamma rechnet in Punkten, nicht in Präsentationen, und der Gratistarif ist dabei die eigentliche Falle: Dort gibt es 400 Punkte einmalig, nicht monatlich, und höchstens zehn Folien je Eingabe. Nach zwei, drei Präsentationen ist das Guthaben aufgebraucht. Beträge in Euro je Nutzer und Monat, bei Jahreszahlung nennt der Anbieter bis zu 25 Prozent Nachlass.
- Free: 0 Euro. 400 Punkte einmalig, zehn Folien je Eingabe, Gamma-Hinweis im Ergebnis.
- Plus: 8 Euro im Monat, 10 bei Monatszahlung. 1.000 Punkte im Monat, bis zu hundert Folien je Eingabe, kein Gamma-Hinweis.
- Pro: 18 Euro, 24 bei Monatszahlung. 4.000 Punkte, eigenes Erscheinungsbild, Auswertungen, eigene Adressen, Zugriff über die Schnittstelle.
- Ultra: 77,33 Euro, 86 bei Monatszahlung. 20.000 Punkte.
Pro lohnt für Betriebe mit Gestaltungsvorgaben, weil erst dort eigene Schriften, Farben und Logos hinterlegt werden; für ein Team aus fünf Personen sind das 90 Euro im Monat. Nicht genutzte Punkte wandern bis zur doppelten Tarifhöhe in den Folgemonat (Anbieterangaben, Stand September 2026).
Unser Fazit
Gamma nimmt einem die Arbeit ab, die an einer Präsentation am meisten nervt: das Ausrichten von Textkästen. Stichpunkte hinein, Foliensatz heraus, und das Ergebnis sieht besser aus als das, was die meisten von uns in PowerPoint zusammenschieben. Für eine interne Besprechung ist das in zehn Minuten erledigt.
Dafür gibt man Kontrolle ab. Wer eine bestimmte Folie in einer bestimmten Anordnung braucht, kämpft gegen das Werkzeug. Und die Ergebnisse ähneln sich: Wer häufig damit arbeitet, erkennt eine Gamma-Präsentation auf zwei Meter Entfernung.
Unsere Einschränkung betrifft den Datenschutz. Der Anbieter verarbeitet ausschließlich in den USA und bietet keine Datenhaltung in der EU an. Für eine Verkaufspräsentation ist das kein Problem, für eine Unterlage mit Kundendaten oder unveröffentlichten Zahlen ist es eines. Wer regelmäßig präsentiert, sollte außerdem wissen: Der Gratistarif bringt 400 Punkte einmalig, nicht monatlich. Nach drei Präsentationen ist Schluss.
Häufige Fragen
Free 0 Euro mit 400 einmaligen Punkten. Plus 8 Euro je Nutzer und Monat bei Jahreszahlung oder 10 Euro monatlich, Pro 18 beziehungsweise 24 Euro, Ultra 77,33 beziehungsweise 86 Euro. Bei Jahreszahlung nennt der Anbieter bis zu 25 Prozent Nachlass. (Anbieterangaben, Stand September 2026)
Punkte sind die Rechenwährung des Anbieters. Verbraucht werden sie beim Erzeugen von Folien und Bildern sowie bei KI-Bearbeitungen, je nach Modell und Länge unterschiedlich viel. Enthalten sind 1.000 Punkte im Monat bei Plus, 4.000 bei Pro, 20.000 bei Ultra. Nicht genutzte Punkte wandern bis zur doppelten Tarifhöhe in den Folgemonat, zugekaufte verfallen nicht, solange das Abo läuft.
Größer als der Preis vermuten lässt. Im Gratistarif gibt es 400 Punkte einmalig, nicht monatlich, und pro Eingabe entstehen höchstens zehn Folien. Ab Plus sind es 1.000 Punkte im Monat, bis zu hundert Folien je Eingabe, und der Hinweis auf Gamma verschwindet aus dem Ergebnis.
Sobald das eigene Erscheinungsbild verbindlich sein soll. Erst dort lassen sich eigene Schriften, Farben und Logos hinterlegen, dazu kommen Auswertungen, eigene Adressen für veröffentlichte Seiten und der Zugriff über die Schnittstelle. Für einen Betrieb mit Gestaltungsvorgaben führt kein Weg daran vorbei.
In den USA. Der Auftragsverarbeitungsvertrag des Anbieters nennt ausschließlich Unterauftragsverarbeiter mit Sitz in den Vereinigten Staaten, darunter die großen Cloud- und Modellanbieter. Eine Datenhaltung in der EU bietet Gamma nicht an, für Übermittlungen verweist der Vertrag auf Standardvertragsklauseln. Vertrauliche Unterlagen gehören deshalb nicht ungeprüft in dieses Werkzeug. (Anbieterangaben, Stand September 2026)
Nach den Nutzungsbedingungen dem Nutzer, auch für die kommerzielle Verwendung. Ob ein von einer KI erzeugtes Werk urheberrechtlich geschützt ist, beurteilen die Rechtsordnungen unterschiedlich. (Anbieterangabe, Stand September 2026)
Ja, PowerPoint- und PDF-Dateien lassen sich einlesen und in das Format des Werkzeugs übertragen. Das Ergebnis ist ein Neuaufbau, keine Kopie: Feinheiten des ursprünglichen Layouts gehen dabei verloren. Der Export zurück nach PowerPoint, PDF oder PNG funktioniert ebenfalls.
Ja, gleichzeitiges Bearbeiten mit sichtbaren Mitschreibenden und Kommentaren ist eingebaut, ähnlich wie in bekannten Dokumentwerkzeugen. Das ist eine der Stärken gegenüber der klassischen Präsentationssoftware.
Nicht im Werkzeug selbst, das läuft im Browser. Wer ohne Verbindung vortragen muss, exportiert vorher nach PDF oder PowerPoint. Das gehört zur Vorbereitung jedes wichtigen Termins dazu.
Brauchbar. Die Oberfläche gibt es auf Deutsch, die erzeugten Texte lesen sich ordentlich. Bei Fachsprache lohnt es, die Begriffe in der Eingabe vorzugeben, sonst wählt das Modell die geläufigere statt der richtigen Formulierung.
Nur eingeschränkt. Seit Dezember 2025 erstattet der Anbieter nach eigenen Angaben nur innerhalb der ersten drei Tage nach Abschluss und nur, solange erst wenige Punkte verbraucht sind. Wer testen will, nutzt dafür den kostenlosen Tarif. (Anbieterangabe, Stand September 2026)
Canva deckt Präsentationen mit mehr Gestaltungsfreiheit ab, Beautiful.ai automatisiert stärker bei weniger Kontrolle, PowerPoint mit Copilot lohnt für Betriebe, die ohnehin auf Microsoft 365 laufen und ihre Daten in der EU halten wollen. Gamma gewinnt bei Tempo. Einen Vergleich bietet unser Beitrag zu den besten KI-Tools zum Erstellen von Präsentationen.


