
Lovable
Lovable macht aus einer Beschreibung in Alltagssprache eine laufende Web-Anwendung. Der Agent schreibt den Code, legt Datenbank und Anmeldung an und stellt das Ergebnis unter einer Adresse bereit. Vom reinen Code-Assistenten trennt das Werkzeug die Reichweite: Oberfläche, Datenhaltung und Auslieferung entstehen in einem Durchgang, den eingebauten Dienst Lovable Cloud inbegriffen. Bezahlt wird nicht je Platz, sondern nach Guthaben, das jede Anfrage an den Agenten verbraucht. Gedacht ist das für Fachabteilungen, Gründer und Produktleute, die interne Anwendungen und erste Fassungen selbst bauen. Wer gewachsene Software pflegt, ist hier falsch.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Von der Beschreibung zur laufenden App samt Datenbank, Anmeldung und Adresse
- Abrechnung nach Guthaben statt nach Plätzen, die Teamgröße ändert den Preis nicht
- Programme für macOS, Windows, iOS und Android, auch im Gratistarif
- Abgleich in beide Richtungen mit GitHub, GitLab und Bitbucket
- Widerspruch gegen das Modelltraining in jedem Tarif und ohne Aufpreis
Nachteile
- Guthabenverbrauch schwer vorherzusagen, jede Anfrage zieht unterschiedlich viel ab
- Free und Pro stellen jede veröffentlichte App offen ins Netz
- Code herunterladen und bearbeiten nur in den bezahlten Stufen
- Kein Import eines vorhandenen Git-Archivs, der Abgleich läuft nur heraus
- Verarbeitung auch in den USA, die Regionswahl gilt nur für die Daten der gebauten App
- Oberfläche, Hilfe und Beratung ausschließlich auf Englisch
Funktionen
- Bau-Modus: Der Agent plant eine Änderung, schreibt sie über mehrere Dateien hinweg und prüft das Ergebnis selbst nach. Früher hieß dieser Modus Agent-Modus.
- Lovable Cloud: Liefert Datenbank, Anmeldung, Dateiablage und Serverfunktionen ohne fremden Dienst. Die Region wählt ein Projekt einmalig, dann steht sie fest.
- Lovable AI: Stellt der fertigen App Modelle von Google und OpenAI für Chat, Bild, Ton und semantische Suche bereit, ohne dass jemand eigene Schlüssel verwaltet.
- Vorschauleiste: Elemente anklicken, Text an Ort und Stelle ändern, Anmerkungen zeichnen und Kommentare hinterlassen. Darin sind die früheren Visual Edits aufgegangen.
- Git-Abgleich in beide Richtungen: Verbindet das Projekt mit GitHub, GitLab oder Bitbucket. Der Weg führt nur hinaus, ein vorhandenes Archiv importiert Lovable nicht.
- Sicherheitszentrale: Durchsucht alle Projekte nach verwundbaren Abhängigkeiten, offenen Zugangsdaten und Lücken im Code. In den unteren Stufen nicht enthalten.
- Wissensdateien: Halten Vorgaben fest, an die sich der Agent über alle Unterhaltungen hinweg hält, getrennt nach Arbeitsumgebung und einzelnem Projekt.
- Programme für Rechner und Telefon: Fassungen für macOS, Windows, iOS und Android. Die Rechnerfassung bindet zusätzlich lokale MCP-Server wie Figma ein.
Setup
Sprache
Datenschutz
Unsere Bewertung
Produktivität
Lovable beschleunigt die Entwicklung interner Tools und Prototypen enorm und spart durch Automatisierung wertvolle Ressourcen. Bei Standardaufgaben spielt die Plattform ihre Stärken voll aus. Bei komplexeren Projekten lohnt es sich jedoch, die Code-Qualität im Blick zu behalten.
Benutzerfreundlichkeit
Lovable bietet eine sehr zugängliche, cloudbasierte Oberfläche mit Chat- und visuellem Editor, die schnelle erste Prototypen und einfache Web-Anwendungen ohne Programmierkenntnisse ermöglicht. Einrichtung, Hosting und Deployment sind weitgehend automatisiert.
Kundensupport
Lovable hat den Support inzwischen schriftlich geregelt: Der Gratistarif verweist auf Handbuch, Statusseite und Discord, ab Pro antwortet der Anbieter per Formular, ab Business bevorzugt, Enterprise bekommt ein festes Team. Als erste Reaktion nennt Lovable 24 Stunden, überwiegend an Werktagen. Deutschsprachige Betreuung gibt es nicht, und eine Zusage zur Lösungsdauer fehlt.
Einsatzbereiche
Interne Anwendung statt Tabellenliste: Eine Fachabteilung beschreibt, was sie braucht, und bekommt Erfassungsmaske, Übersicht und Rechteverwaltung als laufendes Programm. Die Datenhaltung liefert Lovable Cloud mit. Die IT prüft danach, was in den Betrieb darf.
Erste Fassung eines Produkts: Gründer zeigen Geldgebern und Testnutzern eine bedienbare Anwendung statt einer Folienstrecke. Eine Stunde reicht für den ersten Durchlauf. Das Ergebnis taugt als Gesprächsgrundlage, nicht als Fundament für die nächsten Jahre.
Kundenportal mit Anmeldung: Anmeldung, Datenbank, Dateiablage und Zahlung über Paddle oder Stripe richtet der Agent im selben Durchgang ein. Kleine Betriebe sparen die Anbindung dreier Dienste. Wer den Zugang aufs eigene Team begrenzen will, braucht die Business-Stufe.
Übergabe an die Entwicklung: Der Zwei-Wege-Abgleich schiebt jeden Stand nach GitHub, GitLab oder Bitbucket, wo Entwickler regulär weiterarbeiten. Deren Änderungen kommen zurück ins Projekt. Ein bestehendes Archiv nimmt Lovable dagegen nicht an.
Weiterbauen ohne Rechner: Die Telefon-App nimmt Sprache und Bilder als Eingabe und meldet, sobald ein Durchlauf fertig ist. Für kurze Korrekturen unterwegs reicht das. Verknüpfungen zu fremden Diensten legt nur die Fassung im Browser an.
Screenshots





Preis
Bei Lovable zahlt niemand für Plätze. Abgerechnet wird in Credits, und davon zieht jede Anfrage an den Agenten ab, dazu der Betrieb der fertigen App und deren KI-Funktionen. Die Teamgröße ändert den Preis also nicht; jede bezahlte Stufe gibt es stattdessen in mehreren Guthaben-Größen. Ausgewiesen wird in Dollar.
Tarife
- Free: 0 $. 5 Bau-Credits am Tag, höchstens 30 im Monat. Kein eigener Domainname, kein Zugriff auf den Code.
- Pro: ab 25 $ im Monat für 100 Credits, 250 $ bei Jahreszahlung. Eigene Domain, Code bearbeiten, Lovable-Hinweis entfernen, Hilfe per E-Mail.
- Business: ab 50 $, 500 $ bei Jahreszahlung. Dazu Anmeldung über SSO, Rollenrechte, interne Veröffentlichung, Programmierschnittstelle, Sicherheitsprüfung.
- Enterprise: nach Menge verhandelt. Zusätzlich SCIM, Prüfprotokolle und Sperren fürs Veröffentlichen.
Der Aufpreis auf Business rechnet sich, sobald jemand den Zugriff auf die veröffentlichte App begrenzen muss; Free und Pro stellen jede App offen ins Netz. Nach oben reichen beide Stufen bis 10.000 Credits im Monat, 2.250 $ bei Pro und 4.300 $ bei Business. Ungenutztes Monatsguthaben wandert in den Folgemonat und verfällt zwei Monate nach Ausgabe. Nachgekauft wird in Paketen von 50 bis 10.000 Credits, bei Pro für 15 $ je 50 Credits, bei Business für 30 $; dieses Guthaben gilt zwölf Monate (docs.lovable.dev, abgerufen am 19.09.2026).
Unser Fazit
Kein zweites Werkzeug im Bestand bringt uns so schnell von einer Beschreibung zur laufenden Anwendung: Der Agent schreibt den Code, legt Datenbank und Anmeldung an und stellt das Ergebnis unter einer Adresse bereit. Nicht Plätze kosten Geld, sondern Guthaben, von dem jede Anfrage an den Agenten abzieht. Die Teamgröße ändert am Preis nichts. Genau dort sitzt allerdings die Unruhe in der Kalkulation, denn der Verbrauch schwankt von Anfrage zu Anfrage, und der Gratistarif deckt höchstens 30 Credits im Monat. Ein Punkt wiegt schwerer als jeder Betrag: Free und Pro stellen jede veröffentlichte Anwendung offen ins Netz, erst Business begrenzt den Zugriff. Für interne Werkzeuge mit echten Daten entscheidet das alles. Wer am Code sitzt, ein vorhandenes Git-Archiv mitbringt und eine Entwicklungsumgebung sucht, greift besser zu Replit.
Häufige Fragen
Nur ohne Widerspruch, und der ist jederzeit möglich. Bei Business und Enterprise schließt Lovable die Inhalte der Arbeitsumgebung nach eigener Angabe von vornherein vom Modelltraining aus. In Free und Pro läuft es umgekehrt: Dort verwendet der Anbieter Inhalte und Nutzungsdaten, bis jemand im Konto widerspricht. Der Widerspruch steht in jedem Tarif offen und kostet nichts (Datenschutzerklärung, Fassung 15.09.2026).
Den Vertrag gibt es, den Ort nur teilweise. Lovable stellt einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit und stützt Übermittlungen auf die EU-Standardvertragsklauseln 2021/914; die Unterauftragnehmer samt Standort führt trust.lovable.dev. Verarbeitet wird laut Anbieter auch in den USA. Für die Daten der gebauten App wählt das Projekt einmalig Amerika, Europa oder Asien-Pazifik; einzelne Länder wie Deutschland nennt Lovable nur für Enterprise auf Anfrage.
Das Guthaben begrenzt, nicht die Zahl der Nutzer. Free erhält 5 Bau-Credits am Tag und höchstens 30 im Monat. Pro und Business starten bei 100 Credits im Monat, dazu ebenfalls 5 am Tag, und lassen sich nachladen. Übertragenes Guthaben verfällt zwei Monate nach Ausgabe. An Mitgliedern fassen Free und Pro 200, Business und Enterprise haben keine Obergrenze.
Über den Git-Abgleich oder den Export, beides kostenpflichtig. Lovable verbindet ein Projekt mit genau einem Archiv bei GitHub, GitLab oder Bitbucket und gleicht in beide Richtungen ab. Das Herunterladen des Codes führt der Anbieter für bezahlte Tarife. Was nicht mitkommt, sind die Daten aus Lovable Cloud: Die wandern von Hand heraus und werden anderswo neu aufgesetzt.
Zum Bauen nein, zum Reparieren meistens doch. Die erste Fassung entsteht aus Sätzen in Alltagssprache, und einfache Anwendungen bleiben auch danach ohne Code bedienbar. Sobald ein Fehler mehrere Anläufe übersteht, hilft ein Blick in den erzeugten Code, und der öffnet sich erst im bezahlten Tarif. Fachabteilungen holen für den Betrieb regelmäßig die IT dazu.
Ja, für macOS, Windows, iOS und Android. Die Rechnerfassung verlangt macOS 12 oder Windows, bringt Projektreiter, Tastenkürzel und lokale MCP-Server mit und steht in allen Tarifen offen. Die Telefonfassung setzt iOS 15 oder Android 9 voraus, nimmt Sprache und Bilder entgegen und meldet fertige Durchläufe. Konto anlegen, Abo kündigen und fremde Dienste verknüpfen bleiben dem Browser vorbehalten.
In der gebauten App Modelle von Google und OpenAI. Der eingebaute Anschluss legt für jedes Projekt selbst einen Schlüssel an und deckt Text, Chat, Bild, Ton und semantische Suche ab. Welches Modell den Agenten im Editor antreibt, nennt Lovable in der Dokumentation nicht; die ältere Angabe, dahinter stehe Anthropic, findet dort keine Stütze mehr (Stand 19.09.2026).
Über Paddle oder Stripe, eingebaut erst im bezahlten Tarif. Beim eingebauten Weg legt Lovable die Händlerkonten selbst an; Paddle tritt dabei als Verkäufer auf, behält 5,0 Prozent plus 50 Cent je Vorgang ein und übernimmt Steuern, Rechnungen und Belege. Ein eigenes Stripe-Konto verbindet auch der Gratistarif, dann baut der Agent die Kasse über Serverfunktionen und der Zahlungsbereich bleibt schreibgeschützt.
Nur über ein Fremdwerkzeug. Lovable erzeugt Web-Anwendungen und keine Projekte für React Native. Der Anbieter nennt dafür zwei Wege: die veröffentlichte App als Progressive Web App auf den Startbildschirm legen, oder sie mit einem Werkzeug wie Capacitor verpacken und so bei Apple und Google einreichen (Handbuch, abgerufen am 19.09.2026).
Vier, je nach dem, was zählt. Der direkteste Gegenspieler ist Replit: gleiche Zielgruppe, gleiche Abrechnung nach Verbrauch, dazu eine eigene Entwicklungsumgebung. Cursor passt, wenn ein bestehendes Projekt weiterwachsen soll. Microsoft Power Apps spielt seine Stärke aus, wo Daten schon bei Microsoft liegen. Webflow nimmt, wer eine Website statt einer Anwendung braucht.






