
Storyclash ist eine Software für Influencer-Marketing und Social-Media-Auswertung aus Linz. Das Werkzeug durchsucht Instagram, TikTok, YouTube und Facebook nach passenden Creatorn, auch über Bildersuche und über Profile, die einem bekannten Creator ähneln. Beiträge, Stories und Reels einer Kampagne archiviert es automatisch, sodass die Belege für die Abrechnung nicht von Hand zusammengesammelt werden müssen. Dashboards und Berichte machen Reichweite, Interaktion und Kampagnenergebnis vergleichbar. Seit Januar 2026 gehört das Unternehmen zum französischen Anbieter Kolsquare, Team und Standort in Linz bleiben nach Angaben der Gründer bestehen.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Creator-Suche über Bild und über ähnliche Profile
- Stories und Reels werden automatisch archiviert
- Anbieter aus Linz, Server in Wien, Betreuung auf Deutsch
Nachteile
- Einstieg bei 499 Euro im Monat, kein Selbstbedienungszugang
- Zielgruppendaten der Creator laut Nutzerberichten ungenau
- LinkedIn und X werden nicht abgedeckt
Funktionen
- Creator über Bildsuche finden: Eine Suche nach visuellem Inhalt, Bildsprache oder Markenlogo in bisherigen Beiträgen findet passende Profile.
- Ähnliche Profile vorschlagen: Ausgehend von einem bekannten Creator zeigt das Werkzeug Profile mit vergleichbarem Auftritt.
- Vier Netzwerke durchsucht: Erfasst werden Instagram, TikTok, YouTube und Facebook, LinkedIn und X bleiben außen vor.
- Stories automatisch archivieren: Beiträge, Stories und Reels einer Kampagne werden gespeichert, bevor sie nach 24 Stunden verschwinden, und bleiben als Beleg abrufbar.
- Marken- und Wettbewerbsbeobachtung: Erwähnungen der eigenen Marke und die Strategien von Mitbewerbern lassen sich verfolgen.
- Kampagnenergebnisse automatisch berichten: Reichweite, Medienwert und Interaktionen werden ohne manuelles Zusammentragen aufbereitet.
- Creator-Kontakte zentral verwalten: Notizen, Kampagnenstand und Verlauf je Kontakt liegen an einer Stelle.
- Zielgruppendaten der Creator: Angaben zu Alter und Herkunft des Publikums gelten laut Nutzerberichten als teils ungenau.
Setup
Sprache
Datenschutz
Unsere Bewertung
Produktivität
Storyclash nimmt zeitaufwendige Routineaufgaben im Influencer Marketing ab, vor allem beim automatischen Tracking flüchtiger Inhalte und im Reporting. Die tatsächlichen Effizienzgewinne hängen jedoch stark einer sauberen Einrichtung und passenden Suchlogiken ab, weshalb das Tool den Prozess eher unterstützt als vollständig automatisiert.
Benutzerfreundlichkeit
Die Plattform ist durch ihre klare Struktur sofort einsatzbereit und erledigt Aufgaben wie das Erfassen von Inhalten automatisch im Hintergrund. Abzüge in der Handhabung gibt es für die fehlende mobile App und die Tatsache, dass noch nicht alle sozialen Netzwerke vollständig abgedeckt sind.
Kundensupport
Der Anbieter aus Linz bietet eine persönliche, deutschsprachige Betreuung sowie ein strukturiertes Onboarding für den Einstieg in die Plattform. Auf einen durchgehenden 24-Stunden-Service oder formale IT-Betriebszertifikate müssen Nutzer allerdings verzichten.
Einsatzbereiche
- Recherche: Storyclash findet passende Content Creator für eine Marke. Die Plattform durchsucht soziale Netzwerke nach relevanten Inhalten und Erwähnungen. Die Ergebnisse lassen sich nach Themen, Zielgruppen oder bisherigen Markenpartnerschaften filtern. Das spart Zeit gegenüber der manuellen Suche auf Instagram oder TikTok.
- Tracking: Die Software erfasst automatisch Beiträge, Reels und zeitlich begrenzte Stories der Kooperationspartner. Alle Veröffentlichungen zu einer Kampagne erscheinen zentral an einem Ort. Ein manuelles Speichern von Screenshots entfällt dadurch. Auch unbezahlte Markenerwähnungen registriert das System.
- Marktbeobachtung: Die Influencer-Aktivitäten der Mitbewerber bleiben im Blick. Das Tool zeigt, mit welchen Creatorn andere Unternehmen aktuell zusammenarbeiten. So werden neue inhaltliche Trends in der Branche früh sichtbar. Diese Erkenntnisse fließen direkt in die eigene Strategieplanung ein.
- Reporting: Am Ende einer Kampagne lassen sich die gesammelten Daten strukturiert auswerten. Das System liefert Kennzahlen zu Reichweite, Interaktionen und generiertem Medienwert. Der Export geht direkt in interne Besprechungen oder Budgetfreigaben. Die Plattform bereitet die Metriken grafisch und nachvollziehbar auf.
Screenshots






Preis
Storyclash staffelt nicht nach Funktionslisten, sondern nach Kampagnenvolumen. Die Beträge nennt der Anbieter nur in seinen häufigen Fragen und weist zugleich darauf hin, dass das Angebot am Bedarf ausgerichtet wird. Drei Stufen in Euro je Monat.
- Starter: 499 Euro. Etwa zehn Kooperationen im Monat, Verwaltung der Creator.
- Growth: 999 Euro. Rund fünfzig Kooperationen, dazu Erfolgsmessung und Teamfunktionen.
- Scale: 1.899 Euro. Hundert und mehr bezahlte Kooperationen, dazu die tiefere Auswertung.
- Enterprise: nach Absprache.
Der Einstieg kostet rund 6.000 Euro im Jahr, und wer den Ertrag seiner Kampagnen messen will, landet bei 999 Euro monatlich. Das ist kein Werkzeug für den ersten Versuch mit Influencer-Marketing, sondern eines für Marken, die das Thema bereits im Budget haben. Zu Vertragslaufzeit und Testphase macht der Anbieter keine Angaben, eine Drittquelle nennt zwölf Monate Mindestlaufzeit ohne Testmöglichkeit. Belegen lässt sich das beim Anbieter nicht, beides gehört ins Verkaufsgespräch (Anbieterangaben, Stand September 2026).
Unser Fazit
Zwei Dinge macht Storyclash besser als die großen internationalen Werkzeuge. Erstens die Creator-Suche: Sie funktioniert nicht nur über Stichworte, sondern auch über ein Bild und über die Frage, wer einem bekannten Profil ähnelt. Zweitens die automatische Archivierung von Stories und Reels, die sonst nach vierundzwanzig Stunden verschwinden und in vielen Agenturen per Bildschirmfoto eingesammelt werden. Wer Kampagnen abrechnen muss, spart hier echte Arbeitszeit.
Dazu kommt der Heimvorteil. Das Unternehmen sitzt in Linz, die Server stehen laut Datenschutzerklärung bei einem Wiener Anbieter, das Onboarding läuft auf Deutsch, und im DACH-Raum ist die Creator-Abdeckung dichter als bei den amerikanischen Wettbewerbern. Seit Januar 2026 gehört Storyclash zum französischen Anbieter Kolsquare; Team und Standort bleiben nach Angaben der Gründer erhalten. Wie sich das mittelfristig auf Produkt und Preise auswirkt, lässt sich heute nicht sagen.
Zwei Einschränkungen sollte man kennen. Der Einstieg liegt bei 499 Euro im Monat, und ein Selbstbedienungszugang zum Ausprobieren existiert nicht; der Weg führt über Termine mit dem Vertrieb. Und bei den Auswertungen berichten Nutzer auf Vergleichsportalen wiederkehrend von Ungenauigkeiten, vor allem bei den Angaben zur Zielgruppe der Creator. Für die Auswahl von Partnern taugen die Zahlen, für eine Mediaplanung auf den Prozentpunkt genau verlässt man sich besser nicht allein darauf.
Häufige Fragen
Die Text-Erkennung (OCR) liest Texte direkt aus Bildern und Videos, selbst wenn die Marke in der Caption nicht erwähnt wurde. Auch Logos werden durch die visuelle KI erkannt.
Sobald das Tracking für eine Marke oder einen Influencer aktiviert ist, lädt Storyclash die Stories herunter und archiviert sie dauerhaft im Dashboard.
TikTok ist voll integriert, inklusive der Suche nach Trends und der Analyse von Video-Inhalten, da diese Plattform für Influencer Marketing essenziell geworden ist.
Es gibt integrierte E-Mail-Workflows für die Kontaktaufnahme, die Bezahlung läuft jedoch meist extern oder über Integrationen, ist aber kein nativer Kern wie bei reinen Marktplätzen.
Das Tool analysiert die Qualität der Follower und zeigt an, wie hoch der Anteil an verdächtigen Accounts oder Massen-Followern ist.
In den höheren Preisplänen (Scale/Enterprise) ist Whitelabeling möglich, sodass Reports im eigenen Corporate Design erstellt und exportiert werden können.
Die „Visual Discovery“ erlaubt die Suche nach Bildstilen und Stimmungen, indem Referenzbilder hochgeladen werden und die KI nach ähnlichem Content suchen lässt.
Ein API-Zugang ist vorhanden, dieser ist jedoch in der Regel den Enterprise-Kunden vorbehalten, um Rohdaten in eigene Dashboards zu ziehen.
Der Fokus liegt auf Influencern und Creator-Profilen; reines Social Listening für jeden privaten Nutzer ist aus Datenschutzgründen und Plattform-Limitierungen meist eingeschränkt.
Für die Discovery nicht, aber für das detaillierte Story-Tracking muss der Influencer in eine Kampagne oder Liste aufgenommen werden, damit der Download der Inhalte startet.






