
Mit ElevenLabs wandeln Unternehmen Texte per KI in natürlich klingende Sprache um. Die Software bietet eine Auswahl an Stimmen, Voice-Cloning für eigene Sprecherstimmen und Feinsteuerung von Tonfall und Sprechweise. Teams nutzen das Tool per Web-Oberfläche oder API und integrieren es in Workflows wie Telefonie, E-Learning, Marketing oder Produktvideos. ElevenLabs unterstützt auch mehrsprachige Sprachgenerierung und kann Inhalte synchronisieren oder in andere Sprachen übertragen.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Sehr natürlich klingende Stimmen
- Eigene Stimme nachbildbar, auch mehrsprachig
- Günstiger Einstieg mit kommerzieller Nutzung ab 6 US-Dollar
Nachteile
- Training mit Kundendaten außer bei Enterprise voreingestellt
- Speicherort EU nur mit Enterprise-Vertrag
- Fremdwörter und Eigennamen brauchen Aussprachehinweise
Funktionen
- Text in natürliche Sprache umwandeln: geschriebener Text wird vertont, Tonfall und Sprechweise lassen sich dabei feinsteuern.
- Eigene Stimme nachbilden: aus kurzen Audioproben entsteht eine digitale Kopie einer Stimme, nutzbar auch in anderen Sprachen.
- Neue Stimmen per Stimm-Design: völlig synthetische Stimmen entstehen, ohne dass eine reale Vorlage nötig ist.
- Videos und Audio vertonen: die Übertragung in andere Sprachen behält die ursprüngliche Stimme und Betonung des Sprechers bei.
- Eine Stimme in eine andere verwandeln: Speech-to-Speech überträgt eine Aufnahme auf eine neue Stimme, die Gefühlslage bleibt dabei erhalten.
- Störgeräusche entfernen: der Voice Isolator trennt Sprache von Hintergrundgeräuschen in bereits vorhandenen Aufnahmen.
- Große Auswahl und Klangeffekte: über 17.500 Stimmen und mehr als 90 Sprachen stehen bereit, dazu lassen sich Geräuscheffekte per Texteingabe erzeugen.
- Anbindung per Schnittstelle: die API bindet die Sprachsynthese in Telefonie, E-Learning oder eigene Produkte ein, Speicherort EU nur mit Enterprise-Vertrag.
Setup
Sprache
Datenschutz
Unsere Bewertung
Produktivität
Die Erstellung professioneller Voiceovers für Marketing und Schulungen verkürzt sich von Tagen auf wenige Stunden, was externe Sprecherkosten einspart und die Produktion von Inhalten deutlich beschleunigt. Zwar sind gelegentlich manuelle Korrekturschleifen bei der Betonung nötig, doch die enorme Zeitersparnis bei gleichzeitig hoher Audioqualität überwiegt deutlich.
Benutzerfreundlichkeit
Browserbasiert, in Minuten startklar und mit sehr intuitiver Oberfläche: ElevenLabs lässt sich ohne große IT-Ressourcen schnell produktiv nutzen. Einzig das gelegentliche Feintuning bei komplexen deutschen Sätzen und das damit verbundene Credit-Management verhindern die volle Punktzahl.
Kundensupport
Während die umfangreiche Dokumentation und das Help Center positiv auffallen, reagiert der Ticket-Support oft träge und kommuniziert vorrangig auf Englisch. Es fehlen verbindliche SLAs sowie eine feste deutschsprachige Ansprechperson für den reibungslosen geschäftlichen Einsatz.
Einsatzbereiche
- Schulung: Interne Schulungsvideos und Lernmodule bekommen eine Vertonung, ohne dass jemand ins Tonstudio muss. Ändert sich der Inhalt, ändert man den Text und erzeugt die Tonspur neu. Genau das ist der Vorteil gegenüber einer echten Aufnahme.
- Marketing: Erklärvideos, Beiträge für soziale Netzwerke und Produktvorstellungen bekommen eine passende Sprecherstimme. Die fertige Tonspur wandert ins Schnittprogramm. Für kurze Formate ersetzt das den externen Sprecher.
- Lokalisierung: Vorhandene Ton- und Videoinhalte lassen sich in andere Sprachen übertragen, wobei der Klang der Originalstimme weitgehend erhalten bleibt. Für Betriebe mit mehreren Standorten spart das eine ganze Produktionsrunde. Die Übersetzung gehört vor der Veröffentlichung geprüft.
- Barrierefreiheit: Lange Texte werden als Tonfassung zugänglich, etwa Blogbeiträge oder Fachberichte. Da die Erzeugung in der Cloud läuft, gehören personenbezogene Angaben vorher aus dem Text entfernt.
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Preis
Gerechnet wird in Guthabenpunkten, grob ein Punkt je Zeichen, Beträge in US-Dollar und netto. Der Verbrauch liegt in der Praxis über der reinen Textlänge, weil man selten die erste Fassung nimmt: Wer drei Anläufe je Abschnitt braucht, verdreifacht ihn.
- Free: 0. 10.000 Punkte im Monat, etwa zehn Minuten Sprache, keine gewerbliche Nutzung, Hinweis auf den Anbieter verlangt.
- Starter: 6. 30.000 Punkte.
- Creator: 22. 121.000 Punkte, der erste Monat zur Hälfte.
- Pro: 99. 600.000 Punkte.
- Scale: 299. 1,8 Millionen Punkte.
- Business: 990. 6 Millionen Punkte.
- Enterprise: auf Anfrage. Speicherort in der EU, in Indien oder Singapur wählbar.
Aufgebrauchtes Guthaben lässt sich in jedem Self-Serve-Tarif aufladen, auch im kostenlosen, ab 5 US-Dollar und zwölf Monate gültig. Einen Speicherort in der EU gibt es nur mit Enterprise, in allen übrigen Tarifen wandern personenbezogene Daten nach Anbieterangabe zur Speicherung in die USA (Stand 19.10.2026).
Unser Fazit
Bei der Sprachqualität ist ElevenLabs derzeit schwer zu schlagen. Deutsche Texte klingen so natürlich, dass die meisten Zuhörer die KI nicht erkennen, und eine eigene Stimme lässt sich so nachbilden, dass sie auch in anderen Sprachen funktioniert. Für Schulungsvideos, Erklärfilme und mehrsprachige Inhalte ist das ein echter Sprung.
Der Einstieg ist günstig: Ab 6 US-Dollar im Monat ist die gewerbliche Nutzung erlaubt. Im kostenlosen Tarif ist sie es nicht, und es muss zusätzlich ein Hinweis auf den Anbieter gesetzt werden. Das übersehen viele.
Zwei Punkte machen uns Sorgen. Erstens: Die Nutzung der Eingaben für das Training ist außer bei Enterprise standardmäßig eingeschaltet und muss im Konto abgestellt werden. Das gehört zum ersten Handgriff nach der Anmeldung. Zweitens: Einen Speicherort in der EU bietet der Anbieter nur Enterprise-Kunden mit eigenem Vertrag. Wer Texte mit Kundenbezug vertont, muss das klären. Für allgemeine Marketinginhalte ist beides beherrschbar, für vertrauliche Inhalte nicht.
Häufige Fragen
Free 0 US-Dollar, Starter 6, Creator 22 (der erste Monat zur Hälfte), Pro 99, Scale 299, Business 990 US-Dollar im Monat. Alle Beträge netto, Steuern kommen dazu. Bei Jahreszahlung gibt es zwei Monate gratis. (Anbieterangaben, Stand September 2026)
Gerechnet wird in Punkten, grob ein Punkt je Zeichen. Enthalten sind 10.000 Punkte im kostenlosen Tarif, 30.000 bei Starter, 121.000 bei Creator, 600.000 bei Pro. 10.000 Punkte entsprechen etwa zehn Minuten Sprache. Wer viele Fassungen ausprobiert, verbraucht deutlich mehr, als die reine Textlänge vermuten lässt.
Erst ab dem günstigsten Bezahltarif. Der kostenlose Tarif erlaubt keine kommerzielle Nutzung und verlangt zusätzlich einen Hinweis auf den Anbieter im Titel. Für jede Firmenanwendung ist also mindestens der Starter-Tarif nötig. (Anbieterangabe, Stand September 2026)
In den Self-Serve-Tarifen ja, standardmäßig; Enterprise-Daten trainiert der Anbieter nach eigener Angabe nicht. Im Konto gibt es unter den Einstellungen zur Datennutzung einen Schalter, mit dem sich das abstellen lässt. Wer vertrauliche Texte vertont, stellt diesen Schalter vor der ersten Nutzung um. (Anbieterangabe, Stand September 2026)
In den USA: Personenbezogene Daten wandern laut Datenschutzerklärung (Stand 09.10.2026) zur Speicherung dorthin. Einen Speicherort in der EU, in Indien oder Singapur gibt es nur im Enterprise-Tarif. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag steht bereit. (Anbieterangaben, Stand 19.10.2026)
Ja, über ein eigenes Verfahren mit hochwertigen Aufnahmen als Vorlage. Sofortklone gibt es ab Starter, einen professionellen Stimmklon ab Creator. Die Zahl der Stimmplätze hängt am Tarif: 3 im kostenlosen, 10 bei Starter, 30 bei Creator, 160 bei Pro. Wichtig: Fremde Stimmen dürfen nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Person nachgebildet werden.
Bei normalem Text gut. Probleme machen Fremdwörter, Eigennamen, Abkürzungen und österreichische Ortsnamen. Dafür lassen sich Aussprachehinweise hinterlegen, was bei wiederkehrenden Begriffen die meiste Nacharbeit erspart.
Im kleinsten Tarif als MP3 in einfacher Qualität, in höheren Tarifen in besserer Auflösung und in unkomprimierten Formaten. Für Videovertonung reicht MP3, für weitere Tonbearbeitung lohnt das unkomprimierte Format.
Dann lässt es sich aufladen, in jedem Self-Serve-Tarif einschließlich des kostenlosen: ab 5 US-Dollar, zwölf Monate gültig. Die frühere Abrechnung nach Verbrauch gibt es für neue Abos nicht mehr. Ohne Aufladung stoppt die Produktion bis zum nächsten Monat.
Zwei im kostenlosen Tarif, drei bei Starter, fünf bei Creator, zehn bei Pro. Für die schnellen Modelle Flash und Turbo gelten 4, 6, 10 und 20. Das ist nur relevant, wenn die Vertonung automatisiert über eine Schnittstelle läuft, etwa für eine Telefonanlage.
Die erzeugten Tondateien liegen nach dem Herunterladen beim Betrieb und bleiben erhalten. Nachgebildete Stimmen und Aussprachehinweise bleiben an die Plattform gebunden. Wer wechselt, sichert die Aufnahmen und behandelt die Stimme als nicht übertragbar.
Murf und Speechify decken Standardvertonung günstiger ab, die Sprachausgabe der großen Cloud-Anbieter lässt sich in der EU betreiben, Artlist bringt Sprachausgabe zusammen mit Musik und Videomaterial. ElevenLabs gewinnt bei Natürlichkeit und beim Nachbilden von Stimmen. Einen Überblick gibt unser Beitrag zu den besten Text-to-Speech-Tools.



