Mit ElevenLabs wandeln Unternehmen Texte per KI in natürlich klingende Sprache um. Die Software bietet eine Auswahl an Stimmen, Voice-Cloning für eigene Sprecherstimmen und Feinsteuerung von Tonfall und Sprechweise. Teams nutzen das Tool per Web-Oberfläche oder API und integrieren es in Workflows wie Telefonie, E-Learning, Marketing oder Produktvideos. ElevenLabs unterstützt auch mehrsprachige Sprachgenerierung und kann Inhalte synchronisieren oder in andere Sprachen übertragen.

8,6/10
Gesamtbewertung
Produktivität
9/10
Benutzerfreundlichkeit
9/10
Kundensupport
6/10

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Sehr natürlich klingende Stimmen
  • Eigene Stimme nachbildbar, auch mehrsprachig
  • Günstiger Einstieg mit kommerzieller Nutzung ab 6 US-Dollar

Nachteile

  • Training mit Kundendaten ist standardmäßig eingeschaltet
  • Verarbeitung in der EU nur im größten Tarif
  • Fremdwörter und Eigennamen brauchen Aussprachehinweise

Funktionen

  • Text in natürliche Sprache umwandeln: geschriebener Text wird vertont, Tonfall und Sprechweise lassen sich dabei feinsteuern.
  • Eigene Stimme nachbilden: aus kurzen Audioproben entsteht eine digitale Kopie einer Stimme, nutzbar auch in anderen Sprachen.
  • Neue Stimmen per Stimm-Design: völlig synthetische Stimmen entstehen, ohne dass eine reale Vorlage nötig ist.
  • Videos und Audio vertonen: die Übertragung in andere Sprachen behält die ursprüngliche Stimme und Betonung des Sprechers bei.
  • Eine Stimme in eine andere verwandeln: Speech-to-Speech überträgt eine Aufnahme auf eine neue Stimme, die Gefühlslage bleibt dabei erhalten.
  • Störgeräusche entfernen: der Voice Isolator trennt Sprache von Hintergrundgeräuschen in bereits vorhandenen Aufnahmen.
  • Große Auswahl und Klangeffekte: über 1.200 Stimmen in 29 Sprachen stehen bereit, dazu lassen sich Geräuscheffekte per Texteingabe erzeugen.
  • Anbindung per Schnittstelle: die API bindet die Sprachsynthese in Telefonie, E-Learning oder eigene Produkte ein, Verarbeitung ausschließlich in der EU nur im größten Zugang.

Setup

Browser-Version
Desktop-App
Mobile-App

Sprache

DE-Interface
DE-Support
DE-Dokumentation

Datenschutz

Serverstandort in der EU
EU-Standardvertrag

Unsere Bewertung

Produktivität

9/10

Die Erstellung professioneller Voiceovers für Marketing und Schulungen verkürzt sich von Tagen auf wenige Stunden, was externe Sprecherkosten einspart und die Produktion von Inhalten deutlich beschleunigt. Zwar sind gelegentlich manuelle Korrekturschleifen bei der Betonung nötig, doch die enorme Zeitersparnis bei gleichzeitig hoher Audioqualität überwiegt deutlich.

Benutzerfreundlichkeit

9/10

Browserbasiert, in Minuten startklar und mit sehr intuitiver Oberfläche: ElevenLabs lösst sich ohne große IT-Ressourcen schnell produktiv nutzen. Einzig das gelegentliche Feintuning bei komplexen deutschen Sätzen und das damit verbundene Credit-Management verhindern die volle Punktzahl.

Kundensupport

6/10

Während die umfangreiche Dokumentation und das Help Center positiv auffallen, reagiert der Ticket-Support oft träge und kommuniziert vorrangig auf Englisch. Es fehlen verbindliche SLAs sowie eine feste deutschsprachige Ansprechperson für den reibungslosen geschäftlichen Einsatz.

Einsatzbereiche

  • Schulung: Interne Schulungsvideos und Lernmodule bekommen eine Vertonung, ohne dass jemand ins Tonstudio muss. Ändert sich der Inhalt, ändert man den Text und erzeugt die Tonspur neu. Genau das ist der Vorteil gegenüber einer echten Aufnahme.
  • Marketing: Erklärvideos, Beiträge für soziale Netzwerke und Produktvorstellungen bekommen eine passende Sprecherstimme. Die fertige Tonspur wandert ins Schnittprogramm. Für kurze Formate ersetzt das den externen Sprecher.
  • Lokalisierung: Vorhandene Ton- und Videoinhalte lassen sich in andere Sprachen übertragen, wobei der Klang der Originalstimme weitgehend erhalten bleibt. Für Betriebe mit mehreren Standorten spart das eine ganze Produktionsrunde. Die Übersetzung gehört vor der Veröffentlichung geprüft.
  • Barrierefreiheit: Lange Texte werden als Tonfassung zugänglich, etwa Blogbeiträge oder Fachberichte. Da die Erzeugung in der Cloud läuft, gehören personenbezogene Angaben vorher aus dem Text entfernt.

Screenshots

Preis

Kostenloser Testzeitraum
Kostenlose Basisversion

Gerechnet wird in Guthabenpunkten, grob ein Punkt je Zeichen, Beträge in US-Dollar und netto. Der Verbrauch liegt in der Praxis über der reinen Textlänge, weil man selten die erste Fassung nimmt: Wer drei Anläufe je Abschnitt braucht, verdreifacht ihn.

  • Free: 0. 10.000 Punkte im Monat, etwa zehn Minuten Sprache, keine gewerbliche Nutzung, Hinweis auf den Anbieter verlangt.
  • Starter: 6. 30.000 Punkte.
  • Creator: 22. 121.000 Punkte, der erste Monat zur Hälfte.
  • Pro: 99. 600.000 Punkte.
  • Scale: 299. 1,8 Millionen Punkte.
  • Business: 990. 6 Millionen Punkte.

Ab Creator lässt sich eine Abrechnung nach Verbrauch zuschalten, sonst stoppt die Produktion bei aufgebrauchtem Guthaben. Verarbeitung ausschließlich in der EU und Betrieb ohne Speicherung gibt es nur im größten Tarif auf Anfrage, in allen übrigen Tarifen wandern personenbezogene Daten nach Anbieterangabe zur Speicherung in die USA (Stand September 2026).

Unser Fazit

Bei der Sprachqualität ist ElevenLabs derzeit schwer zu schlagen. Deutsche Texte klingen so natürlich, dass die meisten Zuhörer die KI nicht erkennen, und eine eigene Stimme lässt sich so nachbilden, dass sie auch in anderen Sprachen funktioniert. Für Schulungsvideos, Erklärfilme und mehrsprachige Inhalte ist das ein echter Sprung.

Der Einstieg ist günstig: Ab 6 US-Dollar im Monat ist die gewerbliche Nutzung erlaubt. Im kostenlosen Tarif ist sie es nicht, und es muss zusätzlich ein Hinweis auf den Anbieter gesetzt werden. Das übersehen viele.

Zwei Punkte machen uns Sorgen. Erstens: Die Nutzung der Eingaben für das Training ist standardmäßig eingeschaltet und muss im Konto abgestellt werden. Das gehört zum ersten Handgriff nach der Anmeldung. Zweitens: Eine Verarbeitung ausschließlich in der EU bietet der Anbieter nur im größten Tarif auf Anfrage. Wer Texte mit Kundenbezug vertont, muss das klären. Für allgemeine Marketinginhalte ist beides beherrschbar, für vertrauliche Inhalte nicht.

Häufige Fragen

Was kostet ElevenLabs?

Free 0 US-Dollar, Starter 6, Creator 22 (der erste Monat zur Hälfte), Pro 99, Scale 299, Business 990 US-Dollar im Monat. Alle Beträge netto, Steuern kommen dazu. Bei Jahreszahlung nennt der Anbieter einen Nachlass, die Jahrespreise zeigt er allerdings erst im Umschalter. (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Wie viel Sprache bekomme ich für mein Guthaben?

Gerechnet wird in Punkten, grob ein Punkt je Zeichen. Enthalten sind 10.000 Punkte im kostenlosen Tarif, 30.000 bei Starter, 121.000 bei Creator, 600.000 bei Pro. 10.000 Punkte entsprechen etwa zehn Minuten Sprache. Wer viele Fassungen ausprobiert, verbraucht deutlich mehr, als die reine Textlänge vermuten lässt.

Darf ich die Aufnahmen gewerblich nutzen?

Erst ab dem günstigsten Bezahltarif. Der kostenlose Tarif erlaubt keine kommerzielle Nutzung und verlangt zusätzlich einen Hinweis auf den Anbieter im Titel. Für jede Firmenanwendung ist also mindestens der Starter-Tarif nötig. (Anbieterangabe, Stand September 2026)

Werden meine Texte für das Training verwendet?

Nach der Datenschutzerklärung ja, standardmäßig. Im Konto gibt es unter den Einstellungen zur Datennutzung einen Schalter, mit dem sich das abstellen lässt. Wer vertrauliche Texte vertont, stellt diesen Schalter vor der ersten Nutzung um. (Anbieterangabe, Stand September 2026)

Wo werden die Daten verarbeitet?

Auf Servern in den USA, in den Niederlanden und in Singapur, personenbezogene Daten wandern nach Anbieterangabe zur Speicherung in die USA. Eine Datenhaltung ausschließlich in der EU und ein Betrieb ohne Speicherung gibt es nur im größten Tarif auf Anfrage. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag steht bereit. (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Kann ich meine eigene Stimme nachbilden lassen?

Ja, über ein eigenes Verfahren mit hochwertigen Aufnahmen als Vorlage. Die Zahl eigener Stimmen hängt am Tarif: zwei im kostenlosen, drei bei Starter, fünf bei Creator, zehn bei Pro. Wichtig: Fremde Stimmen dürfen nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Person nachgebildet werden.

Wie gut ist die deutsche Aussprache?

Bei normalem Text gut. Probleme machen Fremdwörter, Eigennamen, Abkürzungen und österreichische Ortsnamen. Dafür lassen sich Aussprachehinweise hinterlegen, was bei wiederkehrenden Begriffen die meiste Nacharbeit erspart.

In welchen Formaten kommt das Ergebnis heraus?

Im kleinsten Tarif als MP3 in einfacher Qualität, in höheren Tarifen in besserer Auflösung und in unkomprimierten Formaten. Für Videovertonung reicht MP3, für weitere Tonbearbeitung lohnt das unkomprimierte Format.

Was passiert, wenn mein Guthaben aufgebraucht ist?

Ab dem Creator-Tarif lässt sich eine Abrechnung nach Verbrauch zuschalten, dann kosten zusätzliche Zeichen extra. Ohne diese Einstellung stoppt die Produktion bis zum nächsten Monat. Bei laufenden Projekten gehört das vorher eingestellt.

Wie viele Anfragen kann ich gleichzeitig stellen?

Vier im kostenlosen Tarif, sechs bei Starter, zehn bei Creator, zwanzig bei Pro. Das ist nur relevant, wenn die Vertonung automatisiert über eine Schnittstelle läuft, etwa für eine Telefonanlage.

Komme ich bei einem Wechsel wieder an meine Daten?

Die erzeugten Tondateien liegen nach dem Herunterladen beim Betrieb und bleiben erhalten. Nachgebildete Stimmen und Aussprachehinweise bleiben an die Plattform gebunden. Wer wechselt, sichert die Aufnahmen und behandelt die Stimme als nicht übertragbar.

Welche Alternativen zu ElevenLabs gibt es?

Murf und Speechify decken Standardvertonung günstiger ab, die Sprachausgabe der großen Cloud-Anbieter lässt sich in der EU betreiben, Artlist bringt Sprachausgabe zusammen mit Musik und Videomaterial. ElevenLabs gewinnt bei Natürlichkeit und beim Nachbilden von Stimmen. Einen Überblick gibt unser Beitrag zu den besten Text-to-Speech-Tools.

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2026

Über den Autor

Beitrag von Redaktion KI Kompass

Redaktion KI Kompass

Die Redaktion des KI Kompass recherchiert, analysiert und bewertet Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Automatisierung und KI-Tools. Beiträge dieses Profils entstehen gemeinschaftlich innerhalb der Redaktion und dienen der sachlichen Einordnung, Orientierung und Aktualisierung relevanter Themen.

Aktuelle Tools

1.

Zapier

19.09.2026
2.

n8n

19.09.2026
3.

Canva

19.09.2026
4.

Jasper

19.09.2026
5.

Cursor

19.09.2026
6.

Notion

19.09.2026